
Ökopunkte im Naturraum D66
Voralpines Hügel- und Moorland
Für Eingriffe im Naturraum D66 lassen sich Ökopunkte gezielt dort erzeugen, wo sie ökologisch wirken, in den Mooren, Streuwiesen und Gewässern des voralpinen Hügellandes zwischen Allgäu, Oberbayern und dem Bodenseeraum. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsflächen im bayerischen Schwerpunktraum (BayKompV) ebenso wie im baden-württembergischen Anteil (ÖKVO) als verlässlicher Partner für Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros.
Der Naturraum D66 im Überblick
Das Voralpine Hügel- und Moorland (D66) zieht sich als breites Band am Nordrand der Alpen entlang, vom Bodensee im Westen bis zur Salzach im Osten. Der weitaus größte Teil liegt in Südbayern (Allgäu und Oberbayern), im Westen reicht der Naturraum über den Bodensee und das westliche Oberschwaben bis nach Baden-Württemberg hinein. Es ist eine der moorreichsten Regionen Deutschlands und verbindet welliges Hügelland mit ausgedehnten Hoch- und Niedermooren, Streuwiesen und einer Vielzahl eiszeitlich entstandener Seen wie Bodensee, Ammersee und Starnberger See.
Die Landschaft wurde während der Würm-Kaltzeit von den Vorlandgletschern der Alpen geformt. Über dem tertiären Molasseuntergrund hinterließen die Gletscher Jungmoränen, Wallberge, Toteiskessel und weite Becken, die sich nach dem Abschmelzen des Eises mit Seen füllten oder allmählich zu Mooren verlandeten. Am Bodensee zeichnen Drumlins, stromlinienförmige Moränenrücken, die frühere Fließrichtung des Gletschers nach. Im Süden steigt das Molassebergland in der Adelegg auf bis zu 1.129 Meter an.
Ökologisch prägen kalkreiche Nieder-, Übergangs- und Hochmoore, Feucht- und Streuwiesen sowie naturnahe Fließgewässer das Gebiet. Im baden-württembergischen Oberschwaben liegen mit dem Wurzacher Ried, dem größten noch intakten Hochmoor Mitteleuropas, und dem Pfrunger-Burgweiler Ried europaweit bedeutende Moorkomplexe, im bayerischen Teil zählen das Murnauer Moos und die Loisach-Kochelsee-Moore dazu. Eine Sonderstellung nimmt der Hegau am westlichen Bodensee ein, dessen markante Vulkankegel wie der Hohentwiel die einzigen bedeutenden Vulkanite Baden-Württembergs bilden. Ein dichtes Netz aus Natura-2000-Gebieten sichert diese Lebensräume.
Für die Eingriffsregelung ist der Naturraum besonders geeignet, weil sich durch die Wiedervernässung von Mooren oder die Wiederherstellung von Streuwiesen hochwertige Aufwertungen erzielen lassen. In Bayern erfolgt die Bewertung nach der BayKompV, im baden-württembergischen Anteil nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO). Beide Systeme rechnen in Ökopunkten und verlangen, dass Ausgleich und Ersatz möglichst naturraumtreu wirken, also dort, wo der Eingriff stattfindet.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Eine der moorreichsten Regionen Deutschlands mit Hoch-, Übergangs- und Niedermooren in Südbayern und im baden-württembergischen Oberschwaben
- Wurzacher Ried bei Bad Wurzach (Kreis Ravensburg), größtes noch intaktes Hochmoor Mitteleuropas, ergänzt durch das Pfrunger-Burgweiler Ried
- Murnauer Moos und Loisach-Kochelsee-Moore als großflächige Moorkomplexe im bayerischen Alpenvorland
- Eiszeitliche Jungmoränenlandschaft mit Drumlins am Bodensee und Seen wie Ammersee und Starnberger See
- Vulkanlandschaft des Hegau mit Kegeln wie dem Hohentwiel, den einzigen bedeutenden Vulkaniten Baden-Württembergs
- Molassebergland der Adelegg mit bis zu 1.129 Metern Höhe
- Dichtes Netz an Natura-2000-Gebieten (FFH- und Vogelschutzgebiete)
✅ greeNature in der Region
greeNature ist im gesamten voralpinen Moor- und Hügelland als Partner für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aktiv, im südbayerischen Schwerpunktraum ebenso wie im baden-württembergischen Anteil rund um Bodensee und Oberschwaben. Wir sichern geeignete Flächen, entwickeln naturraumtypische Maßnahmen wie Moorrenaturierungen, Streuwiesenpflege und Gewässerentwicklung und übernehmen die dauerhafte Betreuung samt Monitoring und Dokumentation. In Bayern richten wir die Bewertung nach der BayKompV aus, im baden-württembergischen Teil nach der Ökokonto-Verordnung (ÖKVO), die Eingriffen Kompensationsmaßnahmen innerhalb desselben Naturraums dritter Ordnung zuordnet. Vorhabenträger, Kommunen und Planungsbüros erhalten so rechtssichere Ökopunkte aus dem Naturraum D66, fachlich abgestimmt und langfristig gepflegt.
Typische Maßnahmen im Naturraum D66
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung der Wasserstände in entwässerten Hoch- und Niedermooren, um Torfkörper zu erhalten, Kohlenstoff zu binden und moortypische Lebensräume in Oberschwaben und im bayerischen Alpenvorland zurückzugewinnen.
Streu- und Feuchtwiesenpflege
Wiederherstellung und extensive, meist einschürige Bewirtschaftung von Streuwiesen, die vielen gefährdeten Pflanzen- und Insektenarten des Voralpenlandes Lebensraum bieten.
Gewässer- und Auenentwicklung
Renaturierung von Bächen und Uferbereichen, Rückbau von Verbauungen und Anlage von Gewässerrandstreifen zur Verbesserung von Struktur und Durchgängigkeit.
Anlage von Kleingewässern
Neue Laichgewässer und Tümpel als CEF-Maßnahmen für Amphibien wie Gelbbauchunke und Kammmolch, abgestimmt auf die vorhandenen Populationen.
Hecken, Säume und Waldränder
Pflanzung und Entwicklung von Gehölzstrukturen und gestuften Waldrändern, unter anderem als Lebensraum und CEF-Maßnahme für die Haselmaus.
Extensivierung von Grünland
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen in artenreiches Extensivgrünland mit angepassten Mahd- und Düngeregimen zugunsten von Wiesenbrütern wie dem Kiebitz.
Geschützte Arten im Voralpines Hügel- und Moorland
Gelbbauchunke
Die Gelbbauchunke besiedelt vegetationsarme Kleingewässer, Pfützen und Fahrspuren. Als streng geschützte Art nach Anhang IV der FFH-Richtlinie löst sie bei Eingriffen häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) mit neu angelegten Laichgewässern aus.
Mehr zur Art ›Nördlicher Kammmolch
Der Nördliche Kammmolch benötigt fischfreie, gut besonnte Laichgewässer mit reicher Unterwasservegetation sowie strukturreiche Landlebensräume. Er ist eine Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie und in den Feuchtlandschaften des Naturraums verbreitet.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse bewohnt sonnige Böschungen, Bahndämme, Waldränder und Magerstandorte. Für die nach Anhang IV geschützte Art sind bei Eingriffen oft Habitatverbesserungen und Umsiedlungen als CEF-Maßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Im Naturraum kommen zahlreiche Fledermausarten vor, darunter Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Sie nutzen Wälder, Gewässer und Gebäude als Jagd- und Quartierlebensräume und sind streng geschützt nach Anhang IV der FFH-Richtlinie.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus lebt in artenreichen Hecken, Waldrändern und Gebüschen mit gutem Fruchtangebot. Bei Gehölzverlusten werden für die streng geschützte Art Ersatzstrukturen und Vernetzungen als CEF-Maßnahmen angelegt.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Kiebitz brütet in offenen Feuchtwiesen und Niedermooren. Als Wiesenbrüter reagiert er empfindlich auf Entwässerung und Nutzungsintensivierung, weshalb feuchtes, extensiv gepflegtes Grünland für seinen Schutz zentral ist.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D66
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
Alles zum Naturraum D66
Ökopunkte im Naturraum D66 anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Voralpines Hügel- und Moorland.