
Ökopunkte im Naturraum D63
Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Für Eingriffe im Naturraum D63 lassen sich Ökopunkte durch die Aufwertung von Wäldern, Mooren und Talauen des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes erzeugen. greeNature entwickelt und betreut BayKompV-konforme Kompensationsflächen in der Region und begleitet Vorhabenträger von der Flächensicherung bis zur behördlichen Anerkennung.
Der Naturraum D63 im Überblick
Der Naturraum D63 erstreckt sich entlang der tschechischen Grenze im Nordosten Bayerns, vom Oberpfälzer Wald im Norden über die Cham-Further Senke bis zum Bayerischen Wald und dem Neuburger Wald bei Passau. Mit rund 7.530 km² gehört er zu den größten Mittelgebirgslandschaften Deutschlands. Die höchste Erhebung ist der Große Arber mit 1.456 m, zugleich der höchste Berg Bayerns außerhalb der Alpen. Waldreiche Höhenzüge wechseln sich mit Rodungsinseln, Hochflächen und den Talniederungen von Regen, Naab und Ilz ab.
Geologisch ist der Naturraum Teil der Böhmischen Masse, deren südwestlichen Rand er bildet. Den Untergrund prägen kristalline Gesteine des Grundgebirges, vor allem Granit, Gneis und Glimmerschiefer. Ein markantes Element ist der Pfahl, ein Quarzriff, das sich über rund 140 Kilometer nahezu geradlinig von der Oberpfalz bis nach Oberösterreich zieht. Auf dem sauren, nährstoffarmen Ausgangsgestein haben sich überwiegend basenarme, teils staunasse Böden entwickelt.
Das kühl-feuchte, montane Klima mit hohen Niederschlägen und langer Schneedeckendauer prägt die Lebensräume. Charakteristisch sind Bergmischwälder aus Buche, Tanne und Fichte, in den Hochlagen montane Fichtenwälder sowie zahlreiche Hoch- und Niedermoore, regional Filze genannt. Naturnahe Bergbäche, Borstgrasrasen und Feuchtwiesen ergänzen das Mosaik. Der Naturraum beherbergt anspruchsvolle Arten wie Luchs, Auerhuhn, Fischotter und Flussperlmuschel.
Große Teile des Naturraums stehen unter Schutz, darunter der Nationalpark Bayerischer Wald als erster Nationalpark Deutschlands, mehrere Naturparke und ein dichtes Netz aus Natura-2000-Gebieten. Aus der forstlichen Prägung mit ausgedehnten Fichtenforsten ergibt sich zugleich erhebliches Aufwertungspotenzial. Waldumbau, Moorrenaturierung und die Entwicklung naturnaher Gewässer bieten fachlich hochwertige Ansätze für Kompensation und Ökopunkte nach BayKompV.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Der Große Arber ist mit 1.456 m die höchste Erhebung des Naturraums und zugleich der höchste Berg Bayerns außerhalb der Alpen.
- Der Pfahl, ein weißes Quarzriff, zieht sich über rund 140 Kilometer nahezu geradlinig durch die Landschaft und ragt stellenweise als markante Felsrippe auf.
- Mit dem 1970 gegründeten Nationalpark Bayerischer Wald liegt Deutschlands erster Nationalpark in diesem Naturraum.
- In einigen kalten und sauberen Bächen, etwa im Einzugsgebiet der Ilz, überlebt die stark gefährdete Flussperlmuschel.
- Luchs und Wildkatze haben in den ausgedehnten, grenzüberschreitenden Wäldern wieder dauerhaft Lebensraum gefunden.
- Zahlreiche Moore, regional Filze genannt, speichern Kohlenstoff und beherbergen hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten.
✅ greeNature in der Region
greeNature ist im ostbayerischen Raum als Partner für Kompensation und Ökopunkte tätig. Wir identifizieren und sichern geeignete Flächen im Naturraum D63, entwickeln daraus BayKompV-konforme Maßnahmen wie Waldumbau, Moorwiedervernässung oder Gewässerrenaturierung und stimmen diese mit den unteren Naturschutzbehörden ab. Von der ersten Flächenbewertung über die Umsetzung bis zum Monitoring begleiten wir Vorhabenträger, Kommunen, Forstbetriebe und Unternehmen. So lassen sich Kompensationsverpflichtungen fachlich fundiert erfüllen und Ökopunkte frühzeitig über ein Ökokonto bevorraten.
Typische Maßnahmen im Naturraum D63
Waldumbau zu Bergmischwald
Umbau strukturarmer Fichtenforste in klimastabile Buchen-Tannen-Fichten-Mischwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil. Das erhöht Struktur, Artenvielfalt und Resilienz und schafft Aufwertungspotenzial für Ökopunkte.
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Wiedervernässung entwässerter Hoch- und Niedermoore (regional Filze). Das reaktiviert Kohlenstoffspeicher, verbessert den Wasserhaushalt und erhält Lebensräume für spezialisierte Moorarten.
Fließgewässer- und Auenrenaturierung
Rückbau von Verbauungen, Wiederherstellung der Durchgängigkeit und naturnahe Entwicklung von Bächen und Auen. Davon profitieren Arten wie Flussperlmuschel, Fischotter und Eisvogel.
Extensivierung von Berg- und Talwiesen
Extensive Bewirtschaftung von Feucht-, Streu- und Bergwiesen ohne Düngung und mit angepasster Mahd. Das fördert artenreiches Grünland, Borstgrasrasen und blütenreiche Standorte.
Biotopverbund und Strukturanreicherung
Anlage von Hecken, Säumen, Waldrändern und Trittsteinbiotopen zwischen den Waldgebieten. Der Verbund verbindet die Lebensräume von Wildkatze, Haselmaus und Reptilien.
Kleingewässer und Amphibienbiotope
Neuanlage und Optimierung besonnter, fischfreier Laichgewässer für Amphibien wie Kammmolch und Laubfrosch. Solche Maßnahmen eignen sich häufig auch als vorgezogene CEF-Maßnahmen.
Geschützte Arten im Oberpfälzer und Bayerischer Wald
Luchs
Der Luchs ist die Symbolart des Bayerischen Waldes. Nach seiner Wiederansiedlung nutzt er die großen, zusammenhängenden Waldgebiete beiderseits der tschechischen Grenze und ist auf durchgängige Lebensräume und ausreichend Beute angewiesen.
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet versteckt in störungsarmen Altholzbeständen und jagt an naturnahen Waldbächen und Feuchtwiesen. Er reagiert empfindlich auf Störungen und profitiert von ruhigen, strukturreichen Waldlandschaften.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze breitet sich in den Wäldern des Oberpfälzer und Bayerischen Waldes wieder aus. Sie benötigt totholzreiche Wälder, deckungsreiche Säume und einen funktionierenden Biotopverbund zwischen den Waldgebieten.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse ist streng geschützt nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Sie besiedelt sonnige Waldränder, Böschungen, Bahn- und Wegtrassen sowie magere Trockenstandorte und zählt zu den am häufigsten saP-relevanten Arten bei Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Nördlicher Kammmolch
Der Nördliche Kammmolch ist eine Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie und laicht in besonnten, fischfreien Weihern und Tümpeln. Für Eingriffe in seine Lebensräume sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) in Form neuer Laichgewässer erforderlich.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Im Naturraum leben mehrere streng geschützte Fledermausarten, darunter Mopsfledermaus, Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr. Sie nutzen alte, höhlenreiche Wälder sowie Gebäude als Quartier und sind bei Abriss oder Waldeingriffen regelmäßig zu prüfen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D63
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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