Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Naturraum Bayern · BayKompV
D58

Ökopunkte im Naturraum D58
Schwäbisches Keuper-Liasland

Der Naturraum D58 Schwäbisches Keuper-Liasland reicht mit dem Nördlinger Ries bis nach Bayern und bietet vielfältige Möglichkeiten, Ökopunkte über naturschutzfachlich hochwertige Kompensationsmaßnahmen zu erzeugen. greeNature entwickelt und betreut passende Maßnahmenflächen als Partner für rechtssichere, BayKompV-konforme Kompensation.

D58
BfN-Haupteinheit
ca. 5.400 km²
Fläche (Naturraum gesamt)
Nördlinger Ries
Bayerischer Anteil
UNESCO Global Geopark Ries
Geopark
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D58 im Überblick

Der Naturraum D58 Schwäbisches Keuper-Liasland gehört zum Südwestdeutschen Schichtstufenland und erstreckt sich überwiegend über Baden-Württemberg. In Bayern ist er durch das Nördlinger Ries vertreten, ein nahezu kreisrundes Becken im Landkreis Donau-Ries, das sich deutlich von den umgebenden Hochflächen der Schwäbischen und Fränkischen Alb abhebt. Prägend ist eine Schichtstufenlandschaft mit nach Osten geneigten Abdachungsflächen.

Namensgebend sind die Gesteine des Keupers mit Ton- und Sandsteinen des Sandstein- und Gipskeupers sowie die des Lias (Unterjura) mit dunklen Tonsteinen und Mergeln. Eine geologische Besonderheit ist das Ries selbst. Es entstand vor rund 14,5 Millionen Jahren durch einen Meteoriteneinschlag, der das Grundgebirge zertrümmerte und einen Krater schuf, in dem sich später Riessee-Kalke und feinkörnige Beckensedimente ablagerten. Das fruchtbare Beckeninnere wird heute überwiegend ackerbaulich genutzt.

Ökologisch bedeutsam ist vor allem das Wörnitztal mit seinen Feucht- und Brenndolden-Auenwiesen sowie das offene Grünland des Rieskessels. Das EU-Vogelschutzgebiet Nördlinger Ries und Wörnitztal zählt zu den wichtigsten Wiesenbrütergebieten Schwabens und beherbergt den zweitgrößten Brutbestand der Wiesenweihe in Bayern. An den Kraterrändern treten Kalk-Halbtrockenrasen und Heiden mit seltenen Pflanzen- und Insektenarten hinzu.

Aus dieser Ausstattung ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Kompensation. Die Extensivierung von Grünland, der Schutz von Wiesenbrütern, die Renaturierung von Fließgewässern und die Pflege von Magerrasen schaffen messbare Aufwertungen, die sich als Ökopunkte nach BayKompV anrechnen lassen.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

📍 Enthaltene Landkreise

EsslingenStuttgart (tlw.)Ostalbkreis (tlw.)Rems-Murr-Kreis (tlw.)Tübingen (tlw.)Göppingen (tlw.)Zollernalbkreis (tlw.)Schwäbisch Hall (tlw.)Böblingen (tlw.)Donau-Ries (tlw.)Reutlingen (tlw.)Heilbronn (tlw.)Rottweil (tlw.)Hohenlohekreis (tlw.)Heilbronn (tlw.)Tuttlingen (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Nördlinger Ries: einer der weltweit am besten erhaltenen Meteoritenkrater, ausgezeichnet als UNESCO Global Geopark Ries.
  • EU-Vogelschutzgebiet Nördlinger Ries und Wörnitztal, eines der bedeutendsten Wiesenbrütergebiete Schwabens.
  • Zweitgrößter Brutbestand der Wiesenweihe in Bayern, ergänzt durch Kiebitz, Großen Brachvogel und Grauammer.
  • Wörnitztal mit Brenndolden-Auenwiesen, Pfeifengraswiesen und mageren Flachland-Mähwiesen als geschützte FFH-Lebensraumtypen.
  • Kalk-Halbtrockenrasen und Heiden an den Kraterrändern mit seltenen Arten wie Sibirischer Schwertlilie und Fleischfarbenem Knabenkraut.
  • Weißstorch und Eisvogel als Charakterarten entlang der Wörnitz.

✅ greeNature in der Region

greeNature ist als Partner für Naturschutz-Kompensation im bayerischen Teil des Naturraums D58 aktiv. Wir sichern und entwickeln geeignete Flächen im Nördlinger Ries und im Wörnitztal, stimmen Maßnahmen mit den unteren Naturschutzbehörden und den Flächeneigentümern ab und begleiten Vorhabenträger von der Konzeption bis zur dauerhaften Pflege. So entstehen naturschutzfachlich wirksame Aufwertungen, die als Ökopunkte nach BayKompV rechtssicher anerkannt und für Eingriffsvorhaben verfügbar sind.

Kompensation im D58

Typische Maßnahmen im Naturraum D58

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Feucht- und Auenwiesen im Wörnitztal

Wiederherstellung und extensive Pflege von Brenndolden-Auenwiesen und mageren Flachland-Mähwiesen entlang der Wörnitz. Angepasste Mahdregime und Wiedervernässung fördern FFH-Lebensraumtypen und schaffen hohen Aufwertungswert nach BayKompV.

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Wiesenbrüterschutz im Ries

Entwicklung von extensivem Feuchtgrünland mit Blänken und Nassstellen für Kiebitz, Großen Brachvogel und Grauammer. Späte Mahd und gesicherte Brutbereiche stabilisieren die Wiesenbrüterbestände und lassen sich als produktionsintegrierte Kompensation umsetzen.

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Kalk-Halbtrockenrasen an den Kraterrändern

Entbuschung und Beweidung von Magerrasen und Heiden an den Rändern des Rieskessels. Diese nährstoffarmen Standorte beherbergen Zauneidechse, Wildbienen und Tagfalter und gewinnen durch regelmäßige Pflege an ökologischer Wertigkeit.

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Amphibiengewässer und Kleingewässer

Neuanlage besonnter, fischfreier Tümpel und Kleingewässer für Kammmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke. Als CEF-Maßnahmen sichern sie Fortpflanzungsstätten und werten den Biotopverbund im Ries und Wörnitztal auf.

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Gewässerrenaturierung an der Wörnitz

Rückbau von Uferverbau sowie Entwicklung von Steilwänden, Auwaldsäumen und Gewässerrandstreifen. Solche Maßnahmen verbessern die Lebensräume für Eisvogel und Biber und steigern die Strukturvielfalt der Fließgewässer.

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Hecken und strukturreiche Ackerlandschaft

Anlage von Hecken, Feldgehölzen, Säumen und Lerchenfenstern in der ausgeräumten Ackerflur. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, fördern Feldlerche und Rebhuhn und erhöhen die Biodiversität der Agrarlandschaft.

Artenvielfalt D58

Geschützte Arten im Schwäbisches Keuper-Liasland

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Kiebitz

Der Kiebitz brütet in den offenen Wiesen und Ackerlandschaften des Nördlinger Ries, das zu den bedeutendsten Wiesenbrütergebieten Schwabens zählt. Als Art der Roten Liste profitiert er von extensiv genutztem Grünland, Nassstellen und einer späten Mahd, wie sie über produktionsintegrierte Kompensation und CEF-Maßnahmen umgesetzt werden.

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Feldlerche

Die Feldlerche ist ein Charaktervogel der weiten Ackerflächen im Ries. Ihr Bestand geht durch intensive Landnutzung zurück, weshalb Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen wirksame Aufwertungen sind, die sich als Kompensation anrechnen lassen.

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Wiesenweihe

Das Nördlinger Ries beherbergt den zweitgrößten Brutbestand der Wiesenweihe in Bayern. Der streng geschützte Greifvogel brütet am Boden in Getreidefeldern und ist auf Schutzmaßnahmen wie Erntezeitfenster und gesicherte Neststandorte angewiesen, die über Artenhilfsprogramme und Kompensationsflächen flankiert werden.

🪶

Eisvogel

Der Eisvogel besiedelt die Wörnitz und ihre Zuflüsse. Er benötigt naturnahe Ufer mit Steilwänden für die Brut sowie klare, fischreiche Gewässer. Gewässerrenaturierungen und die Entwicklung von Uferstrukturen schaffen geeignete Lebensräume und Kompensationswert.

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Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Böschungen, Bahndämme, Säume und Halbtrockenrasen an den Riesrändern. Als streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG erfordert sie bei Eingriffen häufig CEF-Maßnahmen wie die Anlage von Lesesteinhaufen und besonnten Strukturen.

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🐸

Nördlicher Kammmolch

Der Nördliche Kammmolch laicht in fischfreien Kleingewässern und Tümpeln im Ries und im Wörnitztal. Die Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie profitiert von der Neuanlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer, die sich gut als Kompensationsmaßnahme eignen.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D58

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D58

Der Naturraum D58 Schwäbisches Keuper-Liasland liegt überwiegend in Baden-Württemberg. Sein bayerischer Anteil umfasst im Wesentlichen das Nördlinger Ries um Nördlingen im Landkreis Donau-Ries, mit kleineren Randbereichen in angrenzenden schwäbischen und fränkischen Landkreisen.
Das Ries verbindet weite Wiesen- und Ackerlandschaften mit dem Wörnitztal und den Halbtrockenrasen der Kraterränder. Diese Vielfalt bietet zahlreiche Ansatzpunkte für ökologische Aufwertungen, etwa im Wiesenbrüterschutz, in der Grünlandextensivierung und in der Gewässerentwicklung.
Die Bayerische Kompensationsverordnung (BayKompV) regelt, wie Eingriffe in Natur und Landschaft ausgeglichen werden. Der ökologische Wert einer Aufwertungsmaßnahme wird in Wertpunkten (Ökopunkten) bemessen, die einem Eingriffsvorhaben zugeordnet werden können. So lassen sich Kompensationsverpflichtungen nachvollziehbar erfüllen.
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) sichern die ökologische Funktion für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG. Im Ries betrifft das etwa Zauneidechse, Kammmolch und bodenbrütende Vogelarten, für die rechtzeitig neue Lebensräume wie Kleingewässer, Lesesteinhaufen oder Extensivgrünland geschaffen werden.
Ökopunkte werden dort anerkannt, wo Eingriff und Ausgleich in einem sachgerechten räumlichen und funktionalen Zusammenhang stehen. Für Vorhaben im Raum Donau-Ries und in angrenzenden Bereichen prüfen wir, welche Flächen und Maßnahmen im Naturraum die Anforderungen der BayKompV erfüllen.
greeNature entwickelt und betreut Kompensationsflächen im Naturraum D58, von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung und Abstimmung mit den Behörden bis zur langfristigen Pflege und Dokumentation. Vorhabenträger erhalten damit einen verlässlichen Partner für BayKompV-konforme Kompensation.
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