
Ökopunkte im Naturraum D55
Odenwald, Spessart und Südrhön
Ökopunkte und Kompensationsflächen im Naturraum D55 (Odenwald, Spessart und Südrhön), der sich über Bayern, Hessen und Baden-Württemberg erstreckt. greeNature entwickelt und betreut naturraumtreue Ausgleichsmaßnahmen und wählt für jeden Eingriff das maßgebliche Verfahren, von der BayKompV im bayerischen Spessart bis zur Ökokonto-Verordnung in Baden-Württemberg.
Der Naturraum D55 im Überblick
Der Naturraum D55, Odenwald, Spessart und Südrhön, umfasst rund 5.854 km² und liegt im Dreiländereck von Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Er bildet die erste Stufe der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft und gliedert sich in die Teillandschaften Odenwald, Spessart, Südrhön und Büdinger Wald. Der Spessart liegt überwiegend in Bayern (Unterfranken), der Odenwald schwerpunktmäßig in Hessen und Baden-Württemberg, Südrhön und Büdinger Wald in Hessen und Bayern.
Geologisch ist der Naturraum ein Buntsandstein-Mittelgebirge. Über weite Flächen bestimmen sandige und im Osten sandig-lehmige Sedimente des Buntsandsteins den Untergrund, auf denen saure, nährstoffarme Standorte verbreitet sind. Im westlichen Odenwald (Bergsträßer und Böllsteiner Odenwald) tritt kristallines Grundgebirge zutage. Der Katzenbuckel (626 m) im baden-württembergischen Odenwald ist mit vulkanischem Ursprung die höchste Erhebung des Naturraums, im Spessart erreicht der Geiersberg 585 m.
Ökologisch prägend sind die ausgedehnten Laubwälder. Der Hochspessart trägt eines der größten zusammenhängenden Eichen-Buchenwaldgebiete Mitteleuropas mit alten, europaweit bedeutsamen Eichenbeständen. Spessart und Odenwald zählen zu den wichtigsten Rückzugsräumen der Europäischen Wildkatze in Deutschland. An den Buntsandsteinhängen und in den Talauen wechseln lichte Wälder, Sandmagerrasen, Streuobstbestände und naturnahe Bäche, während die Fließgewässer wie Elsava, Hafenlohr, Mümling und Gersprenz strukturreiche Lebensräume bieten.
Für die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG richtet sich das anzuwendende Bewertungsverfahren nach dem Bundesland des Eingriffsorts. Im bayerischen Anteil gilt die BayKompV mit dem Biotopwertverfahren, im hessischen Anteil die Kompensationsverordnung (KV), im baden-württembergischen Anteil die Ökokonto-Verordnung (ÖKVO) mit Ökopunkten. Der Naturraum bietet hohes Potenzial für naturraumtreue Kompensation in Wald, Fließgewässern, Offenland und Kleingewässern.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Hochspessart mit einem der größten zusammenhängenden Eichen-Buchenwaldgebiete Mitteleuropas, alte Eichenbestände von europäischer Bedeutung
- Spessart und Odenwald als Kerngebiete der Europäischen Wildkatze in Deutschland
- Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, ausgezeichnet als UNESCO Global Geopark
- Naturparke Bayerischer Spessart, Hessischer Spessart und Neckartal-Odenwald
- Katzenbuckel (626 m), höchste Erhebung des Odenwalds mit vulkanischem Ursprung
- Buntsandstein prägt saure, nährstoffarme Standorte, im westlichen Odenwald steht kristallines Grundgebirge an
- Großflächige FFH- und Vogelschutzgebiete im Hochspessart mit Schwarzstorch, Spechten und Fledermäusen
✅ greeNature in der Region
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen aller drei Bundesländer im Naturraum D55. Wir stimmen Kompensationsvorhaben mit den zuständigen Unteren Naturschutzbehörden in Unterfranken, in Süd- und Osthessen sowie im Neckar-Odenwald-Raum ab und wählen für jeden Eingriff das maßgebliche Bewertungsverfahren (BayKompV, hessische Kompensationsverordnung oder Ökokonto-Verordnung Baden-Württemberg). Von der Flächenakquise über die Maßnahmenplanung bis zur langfristigen Pflege und Dokumentation begleiten wir Ihr Vorhaben.
Typische Maßnahmen im Naturraum D55
Naturnaher Waldumbau
Umbau standortfremder Nadelholzforste in klimastabile Eichen-Buchenmischwälder, Anreicherung mit Habitatbäumen und einer strukturreichen Waldrandgestaltung als Lebensraum für Wildkatze, Fledermäuse und Spechte.
Alt- und Totholzkonzepte
Ausweisung und dauerhafte Sicherung von Habitatbaumgruppen und Altholzinseln im Hochspessart und Odenwald, gezielte Totholzanreicherung für xylobionte Käfer wie den Hirschkäfer und für höhlenbewohnende Arten.
Bach- und Auenrenaturierung
Renaturierung der Spessart- und Odenwaldbäche wie Elsava, Hafenlohr, Mümling und Gersprenz, Wiederherstellung der Durchgängigkeit und Anlage von Ufergehölzen für Eisvogel, Groppe und Bachneunauge.
Streuobst und Magerrasen
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen sowie Sand- und Silikatmagerrasen an den Buntsandsteinhängen und im Vorland, ergänzt um Steinriegel und Trockenmauern als Struktur- und Verbundelemente.
Offenland- und Reptilienlebensräume
Entwicklung und Pflege lichter Wälder, Sandheiden und besonnter Säume für Zauneidechse und weitere Reptilien, umsetzbar als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.
Kleingewässer und Amphibienschutz
Anlage und Wiederherstellung besonnter Tümpel, Waldweiher und Wiesengräben sowie Wiedervernässung quelliger Bereiche für Gelbbauchunke, Kammmolch und Feuersalamander.
Geschützte Arten im Odenwald, Spessart und Südrhön
Europäische Wildkatze
Spessart und Odenwald zählen zu den bedeutendsten Wildkatzen-Vorkommen Deutschlands. Die Art nach FFH-Anhang IV benötigt große, unzerschnittene Laubwälder mit Totholz und Deckung. Waldkorridore, Althölzer und Biotopverbund sind für Ausgleichs- und CEF-Maßnahmen relevant.
Mehr zur Art ›Bechsteinfledermaus und Waldfledermäuse
Die alten Eichen-Buchenwälder des Hochspessarts gehören zu den fledermausreichsten Wäldern Mitteleuropas. Höhlenbäume und Quartierverbünde für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus lassen sich gezielt sichern und entwickeln.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Wäldern von Spessart und Odenwald und nutzt naturnahe Bäche zur Nahrungssuche. Horstschutz, Waldrandgestaltung und Gewässerrenaturierung zählen zu den wirksamen Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Elsava, Hafenlohr, Mümling, Gersprenz und weiteren Bächen brütet der Eisvogel in naturnahen Uferabbrüchen. Renaturierte Steilwände und strukturreiche Ufer verbessern seinen Lebensraum und den zahlreicher weiterer Fließgewässerarten.
Mehr zur Art ›Amphibien in Wäldern und Bächen
Gelbbauchunke, Feuersalamander, Kammmolch und Bergmolch besiedeln quellige Bäche, Waldtümpel und Kleingewässer. Die Anlage besonnter Laichgewässer und die Wiedervernässung von Feuchtstandorten gehören zu den typischen Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus nach FFH-Anhang IV lebt in strukturreichen Waldrändern, Gebüschen und Hecken der Mittelgebirgslandschaft. Verbundstrukturen aus Sträuchern und lichten Waldsäumen fördern die Art und lassen sich als CEF-Maßnahme umsetzen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D55
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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