
Ökopunkte im Naturraum D52
Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
Ökopunkte und Kompensationsflächen im Naturraum D52 (Saar-Nahe-Berg- und Hügelland). greeNature begleitet Eingriffsvorhaben in Rheinland-Pfalz und im Saarland nach der LKompVO und den §§ 13 bis 15 BNatSchG, bundesweit tätig und mit den zuständigen Behörden vor Ort vertraut.
Der Naturraum D52 im Überblick
Der Naturraum D52, Saar-Nahe-Berg- und Hügelland, erstreckt sich über rund 4.185 km² im Süden von Rheinland-Pfalz und im nördlichen Saarland. Er umfasst im Wesentlichen das Einzugsgebiet der Nahe mit ihren Nebenflüssen Glan, Alsenz und Blies sowie Teile des mittleren Saartals. Größere Städte wie Idar-Oberstein, Kusel und St. Wendel liegen im Inneren, während Kaiserslautern, Bad Kreuznach und der Verdichtungsraum Saarbrücken die Ränder markieren.
Geologisch ist das Saar-Nahe-Berg- und Hügelland durch das größte zusammenhängende Permokarbon-Vorkommen Deutschlands geprägt. Die Schichten des Rotliegend, durchsetzt von vulkanischen Gesteinen wie Rhyolith und Melaphyr, bauen ein bewegtes Bergland auf. Der Donnersberg erreicht mit 686,5 m die höchste Erhebung. Die lange Bergbaugeschichte, von Steinkohle über Kupfer bis zu Quecksilber, hat zahlreiche Stollen, Halden und Steinbrüche hinterlassen, die heute wertvolle Sekundärlebensräume bilden.
Ökologisch reicht das Spektrum von ausgedehnten Buchen- und Eichen-Hainbuchenwäldern, etwa im Saarkohlenwald und im Prims-Nahe-Bergland, über die naturnahen Flusstäler von Nahe, Glan und Blies bis zu wärmeliebenden Trockenbiotopen auf den Porphyr- und Melaphyrhängen des Weinbaugebiets Nahe. Aufgelassene Steinbrüche beherbergen Pionierarten wie die Gelbbauchunke, alte Bergwerksstollen dienen Fledermäusen als bedeutende Winterquartiere, und die zusammenhängenden Waldgebiete sind Rückzugsraum der Wildkatze.
Für Eingriffsvorhaben gilt die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. In Rheinland-Pfalz konkretisiert die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) Ermittlung und Bemessung des Kompensationsbedarfs über ein Biotopwertverfahren, ergänzt um das landesweite Ökokonto. Im saarländischen Teil greift das dortige Kompensationsrecht. In beiden Ländern sind zusätzlich der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG sowie die Vorgaben für Natura-2000-Gebiete zu beachten.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Donnersberg (686,5 m): höchste Erhebung der Pfalz im Nordpfälzer Bergland
- Größtes zusammenhängendes Permokarbon-Vorkommen Deutschlands (Rotliegend)
- Ehemalige Bergwerksstollen als bedeutende Fledermaus-Winterquartiere
- Weinbaugebiet Nahe mit Trockenbiotopen auf Porphyr- und Melaphyrhängen
- Naturnahe Flusslandschaften von Nahe, Glan und Blies mit ihren Auen
- Aufgelassene Steinbrüche als Lebensraum der Gelbbauchunke
- Saarkohlenwald und Prims-Nahe-Bergland als große zusammenhängende Waldgebiete
✅ greeNature in der Region
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die Verwaltungspraxis der unteren Naturschutzbehörden in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Für den Naturraum D52 ordnen wir Ihr Vorhaben in das jeweils maßgebliche Landesrecht ein, von der LKompVO mit ihrem Biotopwertverfahren in Rheinland-Pfalz bis zum saarländischen Kompensationsrecht, und stimmen Ausgleich und Ersatz frühzeitig mit den Fachbehörden ab.
Typische Maßnahmen im Naturraum D52
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Nahe, Glan, Blies und ihren Nebengewässern durch Ufergehölze, Sohlanhebung und Anlage von Auengewässern, ein Gewinn für Eisvogel, Amphibien und Libellen.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Feucht- und Magerwiesen in den Tälern und auf den Hochflächen des Berglands, gesichert über langfristige Pflegekonzepte.
Trockenbiotope auf Rotliegend
Entwicklung und Pflege von Magerrasen, Weinbergsbrachen und Lesesteinriegeln auf den wärmebegünstigten Porphyr- und Melaphyrhängen als Lebensraum für Reptilien und Wildbienen.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder im Saarkohlenwald und Prims-Nahe-Bergland, klimaresilient und mit hohem Anteil an Alt- und Totholz.
Streuobstwiesen
Anlage und Sanierung traditioneller Streuobstbestände an den Talhängen mit regionalen Sorten und extensivem Unterwuchs als Lebensraum für Höhlenbrüter und Insekten.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Sicherung von Fledermausquartieren in Stollen, Anlage besonnter Kleingewässer für die Gelbbauchunke sowie Struktur- und Habitatverbesserungen.
Geschützte Arten im Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
Fledermäuse in Bergwerksstollen
Die zahlreichen ehemaligen Bergbaustollen des Saar-Nahe-Berg- und Hügellands zählen zu den bedeutenden Winterquartieren für Arten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung und Verbesserung der Jagdhabitate sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze in den Laubwäldern
Die großen zusammenhängenden Waldgebiete sind Rückzugsraum der streng geschützten Europäischen Wildkatze. Waldrandgestaltung, Totholzanreicherung und Biotopverbund fördern ihre Lebensräume.
Mehr zur Art ›Gelbbauchunke in Steinbrüchen
Aufgelassene Steinbrüche und Abgrabungen im Rotliegend bieten der Gelbbauchunke besonnte Kleingewässer. Die Neuanlage temporärer Tümpel ist eine bewährte Maßnahme für diese Pionierart.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenhängen
Die wärmebegünstigten Porphyr- und Melaphyrhänge des Weinbaugebiets Nahe sind Lebensraum wärmeliebender Reptilien. Sandlinsen, Lesesteinhaufen und Saumstrukturen dienen als CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel an Nahe und Glan
Die naturnahen Flussabschnitte von Nahe, Glan und Blies bieten dem Eisvogel Brutwände und fischreiche Gewässer. Uferrenaturierung und Anlage von Steilwänden verbessern seine Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Waldtälern
In den ruhigen, gewässerreichen Waldgebieten brütet der Schwarzstorch. Sicherung störungsarmer Horststandorte und naturnaher Waldbäche unterstützt die Population im Naturraum.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D52
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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