Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche
Naturraum · Rheinland-Pfalz
D51

Ökopunkte im Naturraum D51
Pfälzer Wald (Haardtgebirge)

greeNature entwickelt und vermittelt Kompensationsflächen und Ökopunkte im Naturraum Pfälzerwald. Als bundesweit tätiger Partner begleiten wir die Eingriffsregelung in Rheinland-Pfalz von der Bilanzierung nach LKompVO bis zur dauerhaften Umsetzung und Sicherung.

rund 1.770 km²
Gesamtfläche
Rheinland-Pfalz
Bundesland
Buntsandstein-Mittelgebirge
Prägende Landschaft
D51
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D51 im Überblick

Der Pfälzerwald bildet den nordwestlichen Rahmen des Oberrheingrabens und gilt als das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Geologisch wird er von mächtigen Schichten des Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandsteins aufgebaut, die tief eingeschnittene Täler, markante Felsformationen und nährstoffarme, saure Sandböden hervorbringen. Über weite Flächen bestimmen Wälder das Bild, historisch Eichen-Buchen-Mischwälder, die vielerorts durch Kiefernbestände ersetzt wurden.

Durch die geschlossene Waldbedeckung, die Nähe zur klimatisch begünstigten Rheinebene am Haardtrand und die naturnahen, kühlen Bäche hat sich eine bundesweit bedeutsame Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Der Pfälzerwald ist Kernraum eines UNESCO-Biosphärenreservats (Pfälzerwald-Nordvogesen), des einzigen grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Deutschlands, und beherbergt großflächige FFH- und Vogelschutzgebiete. Arten wie Wildkatze, Schwarzstorch und mehrere Fledermausarten finden hier großräumige, störungsarme Lebensräume.

Für Eingriffe in Natur und Landschaft gilt in Rheinland-Pfalz die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz. Umfang und Bewertung von Kompensationsmaßnahmen richten sich nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO), die ein Biotopwertverfahren vorgibt. Über das Ökokonto lassen sich Maßnahmen vorziehen und bevorraten, wobei die räumliche und funktionale Beziehung zum betroffenen Naturraum zu wahren ist.

Parallel zur Eingriffsregelung ist der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG zu beachten. Für viele planungsrelevante Arten des Pfälzerwaldes, etwa Fledermäuse und die Haselmaus, können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich werden, um die ökologische Funktion der Lebensstätten dauerhaft zu sichern.

Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche

📍 Enthaltene Landkreise

Südwestpfalz (tlw.)Bad Dürkheim (tlw.)Kaiserslautern (tlw.)Südliche Weinstraße (tlw.)Neustadt an der Weinstraße (tlw.)Kaiserslautern (tlw.)Landau in der Pfalz (tlw.)Pirmasens (tlw.)Donnersbergkreis (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Größtes zusammenhängendes Waldgebiet Deutschlands mit überwiegend geschlossener Waldbedeckung
  • Kernraum des UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen, des einzigen grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Deutschlands
  • Von mächtigem Buntsandstein geprägte Mittelgebirgslandschaft mit nährstoffarmen, sauren Böden
  • Großflächige FFH- und Vogelschutzgebiete mit einer gesicherten Population der Wildkatze
  • Naturnahe, kühle und klare Bäche in tief eingeschnittenen Tälern als Lebensraum des Feuersalamanders
  • Enger Übergang zur klimatisch begünstigten Rheinebene am Haardtrand mit hoher Artenvielfalt

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die Anforderungen der rheinland-pfälzischen Naturschutzverwaltung. Wir stimmen Maßnahmen mit den unteren Naturschutzbehörden und der zuständigen Struktur- und Genehmigungsdirektion ab und bilanzieren Kompensation nach der Landeskompensationsverordnung, damit Ökopunkte im richtigen Naturraum anerkannt werden.

Kompensation im D51

Typische Maßnahmen im Naturraum D51

🌳

Waldumbau zu Laubmischwald

Umbau naturferner Kiefernbestände in standortheimische Eichen-Buchen-Mischwälder erhöht die ökologische Wertigkeit und schafft anrechenbare Werteinheiten.

🪵

Alt- und Totholz entwickeln

Ausweisung von Habitatbäumen und Totholzinseln fördert Fledermäuse, Schwarzstorch und holzbewohnende Arten und stärkt die Biotopqualität dauerhaft.

💧

Bachtäler renaturieren

Wiederherstellung naturnaher Fließgewässer und Auenstrukturen verbessert die Durchgängigkeit und schafft Lebensraum für Feuersalamander und Amphibien.

🌾

Waldwiesen wiederherstellen

Pflege und Neuanlage von Waldwiesen und Offenlandsäumen erhöht die Strukturvielfalt und nützt Reptilien, Insekten und ihren Nahrungsketten.

🐸

Kleingewässer anlegen

Anlage besonnter Laichgewässer unterstützt Amphibien wie Gelbbauchunke und Kammmolch und kann als vorgezogene CEF-Maßnahme dienen.

🦇

CEF für Fledermäuse und Haselmaus

Vorgezogene Quartier- und Vernetzungsmaßnahmen sichern nach § 44 BNatSchG die Funktion der Lebensstätten planungsrelevanter Arten.

Artenvielfalt D51

Geschützte Arten im Pfälzer Wald (Haardtgebirge)

🐱

Wildkatze

Die großen, störungsarmen Wälder des Pfälzerwaldes tragen eine gesicherte Population der streng geschützten Wildkatze, die auf vernetzte Waldlebensräume angewiesen ist.

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🦇

Fledermäuse

Bechstein- und Mopsfledermaus nutzen alte Laubwälder und Höhlenbäume als Quartiere. Verluste von Quartierbäumen erfordern häufig vorgezogene CEF-Maßnahmen.

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🐭

Haselmaus

Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strauchreiche Waldränder und dichten Unterwuchs. Bei Eingriffen sind Vernetzung und Ersatzhabitate frühzeitig zu sichern.

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🕊️

Schwarzstorch

Der scheue Schwarzstorch brütet in ruhigen, altholzreichen Waldbeständen und jagt an klaren Bächen. Horstumfeld und Nahrungsgewässer sind besonders zu schützen.

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🦎

Zauneidechse

Sonnige Sandsteinflächen, Waldsäume und ehemalige Steinbrüche bieten der Zauneidechse Lebensraum, der bei Eingriffen oft eigene Ausgleichsflächen erfordert.

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🐸

Feuersalamander und Amphibien

Kühle, klare Quellbäche prägen den Pfälzerwald und sind Lebensraum des Feuersalamanders sowie von Gelbbauchunke und weiteren Amphibien.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D51

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D51

Der Pfälzerwald ist die naturräumliche Haupteinheit D51 des Bundesamts für Naturschutz. Für die Kompensation ist der Naturraumbezug maßgeblich, weil Ausgleichsmaßnahmen möglichst im selben Naturraum wie der Eingriff liegen sollen.
Der Pfälzerwald liegt vollständig in Rheinland-Pfalz, im Süden grenzt er an die französischen Nordvogesen. Für Eingriffe gilt daher das rheinland-pfälzische Naturschutzrecht.
Grundlage ist die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) mit einem Biotopwertverfahren. Bilanziert wird die Differenz zwischen dem Zustand vor und nach der Maßnahme in Werteinheiten.
Beim Ökokonto werden Maßnahmen vorgezogen und bevorratet, bevor ein konkreter Eingriff feststeht. Die entstandenen Werteinheiten lassen sich später einem Vorhaben zuordnen, sofern der Naturraumbezug passt.
Häufig betroffen sind Fledermäuse, die Haselmaus, der Schwarzstorch sowie Amphibien und Reptilien. Nach § 44 BNatSchG können vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich werden.
Ja. greeNature ist bundesweit tätig und passt die Bilanzierung an das jeweilige Landesrecht an, im Pfälzerwald an die LKompVO.
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