Junger Obsthochstamm mit Stützpfahl am Rand eines Getreidefeldes
Naturraum · Hessen, Bayern und Thüringen
D47

Ökopunkte im Naturraum D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)

Naturraumtreue Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Naturraum D47, bewertet nach der hessischen Kompensationsverordnung (KV) im Biotopwertverfahren. greeNature plant und betreut Kompensation bundesweit und kennt die Naturschutzbehörden in Hessen, Bayern und Thüringen.

Hessen
Hauptland (Anteile BY & TH)
Vogelsberg & Rhön
Prägende Landschaft
950 m
Wasserkuppe, höchste Erhebung
D47
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D47 im Überblick

Der Naturraum D47, Osthessisches Bergland und Vogelsberg, umfasst ein waldreiches Mittelgebirgsland im Herzen Deutschlands. Sein Schwerpunkt liegt in Osthessen, nach Südosten und Osten greift er in die bayerische und die thüringische Rhön über. Prägend sind der Vogelsberg als ausgedehnter Schildvulkan und die benachbarte Rhön, die durch das Tal der Fulda vom Vogelsberg getrennt wird.

Geologisch bestimmt der Basaltvulkanismus das Bild. Der Vogelsberg ist das größte zusammenhängende Basaltmassiv Europas, das umgebende Vulkangebiet zählt mit rund 2.500 km² zu den größten Mitteleuropas. Unter und neben den vulkanischen Decken stehen Buntsandstein und Muschelkalk an, die zusammen mit Lössauflagen eine kleinräumig wechselnde Standortvielfalt schaffen.

Ökologisch sind die montanen Bergwiesen der Hohen Rhön und der Vogelsberg-Hochlagen von bundesweiter Bedeutung. Der quell- und wasserreiche Oberwald mit seinen naturnahen Buchen-Mischwäldern, artenreiches Extensivgrünland, Hecken und Streuobstbestände sowie die Fließgewässer von Fulda und Haune bilden ein enges Biotopgeflecht. Große Teile liegen im Biosphärenreservat Rhön und in ausgedehnten Natura-2000-Gebieten, darunter das großflächige EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg.

Für die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG gilt in Hessen als Hauptland die Kompensationsverordnung (KV). Eingriffe und Kompensation werden im Biotopwertverfahren bilanziert, jedem Biotoptyp ist ein Punktwert (Ökopunkt) zugeordnet. Guthaben lassen sich über anerkannte Ökokonten bei den Naturschutzbehörden führen und übertragen. Bezugsraum ist der betroffene Naturraum, weshalb naturraumtreue Maßnahmen im D47 fachlich und rechtlich bevorzugt sind. In den bayerischen und thüringischen Anteilen greifen die dortigen Landesregelungen.

Junger Obsthochstamm mit Stützpfahl am Rand eines Getreidefeldes

📍 Enthaltene Landkreise

FuldaHersfeld-RotenburgWerra-Meißner-Kreis (tlw.)Vogelsbergkreis (tlw.)Wartburgkreis (tlw.)Schwalm-Eder-Kreis (tlw.)Schmalkalden-Meiningen (tlw.)Wetteraukreis (tlw.)Rhön-Grabfeld (tlw.)Main-Kinzig-Kreis (tlw.)Bad Kissingen (tlw.)Eichsfeld (tlw.)Gießen (tlw.)Kassel (tlw.)Göttingen (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Vogelsberg: größtes zusammenhängendes Basaltmassiv Europas
  • Rhön im Länderdreieck Hessen, Bayern und Thüringen, UNESCO-Biosphärenreservat
  • Montane Bergwiesen der Hohen Rhön und Vogelsberg-Hochlagen von bundesweiter Bedeutung
  • Naturnaher Oberwald mit quellreichen Buchen-Mischwäldern
  • Großflächiges EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg
  • Wasserkuppe (950 m) als höchste Erhebung Hessens
  • Wildkatze und Schwarzstorch als Leitarten der zusammenhängenden Waldgebiete

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und begleitet Kompensationsvorhaben im Naturraum D47 über die Ländergrenzen hinweg. Wir kennen die hessische Kompensationsverordnung und das Biotopwertverfahren ebenso wie die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörden in Osthessen und der angrenzenden Regionen in Bayern und Thüringen. Von der Flächensuche über die Bilanzierung bis zur langfristigen Pflege und Behördendokumentation betreuen wir den gesamten Prozess.

Kompensation im D47

Typische Maßnahmen im Naturraum D47

🌼

Bergwiesen und Extensivgrünland

Wiederherstellung und extensive Bewirtschaftung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen in Vogelsberg und Rhön, aufwertend für Wiesenvögel und Insekten und mit hohem Biotopwert nach der KV.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung standortgerechter Buchen-Mischwälder im Oberwald, Anreicherung mit Alt- und Totholz sowie Habitatbäumen als Lebensraum für Fledermäuse und Höhlenbrüter.

💧

Fließgewässer und Quellen

Renaturierung von Fulda, Haune und Bergbächen, Uferentfesselung, Anlage von Ufergehölzen und Sicherung der zahlreichen Quellbereiche des wasserreichen Berglandes.

🐾

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen (CEF) und Kohärenzsicherung (FCS) für Wildkatze, Schwarzstorch und Fledermäuse, etwa Waldrandgestaltung, Querungshilfen und Quartierschutz nach § 44 BNatSchG.

🍎

Hecken und Streuobst

Neuanlage und Pflege von Hecken, Feldgehölzen und Streuobstbeständen zur Biotopvernetzung in der offenen Kulturlandschaft der Beckenlagen und Hochflächen.

🌱

Moore und Feuchtbiotope

Wiedervernässung entwässerter Moor- und Nassstandorte der Hohen Rhön sowie Anlage von Kleingewässern als Laichhabitate für Amphibien.

Artenvielfalt D47

Geschützte Arten im Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)

🐈

Wildkatze

Die zusammenhängenden Laubwälder von Vogelsberg und Rhön gehören zu den Kernlebensräumen der Europäischen Wildkatze. Waldrandaufwertung, Biotopvernetzung und Querungshilfen sind typische Maßnahmen zur Sicherung der Wanderkorridore.

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🕊️

Schwarzstorch

Als störungsempfindlicher Brutvogel ungestörter Wälder mit Bächen brütet der Schwarzstorch im Naturraum. Ruhige Waldbereiche und intakte, fischreiche Fließgewässer sind für seinen Schutz entscheidend.

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🦇

Fledermäuse

Alt- und totholzreiche Buchenwälder sowie Streuobst bieten Quartiere für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus. Quartier- und Jagdhabitatmaßnahmen lassen sich in die Kompensation einbinden.

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🐟

Eisvogel

An naturnahen Abschnitten von Fulda, Haune und Nebenbächen ist der Eisvogel als Brutvogel steiler Uferabbrüche vertreten. Gewässerrenaturierung und die Anlage von Steilwänden fördern die Art.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln quellige Nassstandorte und Kleingewässer. Die Anlage besonnter Tümpel und wechselfeuchter Mulden schafft neue Laichgewässer und Biotopwert.

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🐦

Wiesenbrüter der Bergwiesen

Braunkehlchen, Wiesenpieper und Raubwürger prägen die montanen Bergwiesen der Hohen Rhön und der Vogelsberg-Hochlagen. Extensive Mahd und späte Nutzungstermine erhalten ihre Brutbestände.

So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D47

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D47

Der Schwerpunkt des Naturraums D47 liegt in Hessen, vor allem in Osthessen mit Vogelsberg und Rhön. Nach Südosten reicht er in die bayerische Rhön (Landkreis Rhön-Grabfeld) und nach Osten in die thüringische Rhön (Wartburgkreis). Die Rhön bildet damit das bekannte Länderdreieck von Hessen, Bayern und Thüringen.
Im Hauptland Hessen gilt für die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG die Kompensationsverordnung (KV). Eingriff und Ausgleich werden im Biotopwertverfahren über Ökopunkte bilanziert, Guthaben lassen sich über anerkannte Ökokonten bei den Naturschutzbehörden führen. In den bayerischen und thüringischen Anteilen gelten die jeweiligen Landesregelungen.
Die Preise für Ökopunkte hängen von Lage, Maßnahmentyp, Verfügbarkeit und Vertragsbedingungen ab und lassen sich nicht pauschal angeben. Die Bewertung erfolgt im Biotopwertverfahren nach der hessischen Kompensationsverordnung. greeNature erstellt Ihnen auf Grundlage Ihres konkreten Kompensationsbedarfs ein individuelles Angebot.
Verbreitet sind die Wiederherstellung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen, naturnaher Waldumbau im Oberwald, die Renaturierung von Fulda, Haune und Bergbächen, die Anlage von Hecken und Streuobst sowie Wiedervernässungen in der Hohen Rhön. Dazu kommen Artenschutzmaßnahmen für Wildkatze, Schwarzstorch, Fledermäuse und Amphibien.
Der Vogelsberg ist das größte zusammenhängende Basaltmassiv Europas, die benachbarte Rhön ist UNESCO-Biosphärenreservat. Montane Bergwiesen, quellreiche Buchen-Mischwälder und ausgedehnte Natura-2000-Gebiete wie das EU-Vogelschutzgebiet Vogelsberg schaffen ein hohes Aufwertungspotenzial für unterschiedlichste Kompensationsmaßnahmen.
Ja. Weite Teile des Naturraums liegen in FFH- und Vogelschutzgebieten. Eingriffe im Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG mit vorgezogenen CEF-Maßnahmen sowie bei Beeinträchtigung von Natura-2000-Gebieten Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS) auslösen. greeNature berät zu den Anforderungen und setzt die erforderlichen Maßnahmen um.
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