Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten
Naturraum · Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen
D45

Ökopunkte im Naturraum D45
Eifel und Vennvorland

Ausgleichsflächen und Ökopunkte im Naturraum D45, der Eifel, im Grenzraum von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. greeNature ist bundesweit tätig, kennt die LKompVO und die zuständigen Naturschutzbehörden beider Länder.

über 5.000
km² Gesamtfläche
2
Bundesländer (RLP & NRW)
D45
BfN-Haupteinheit
LKompVO
Bewertung (Hauptland RLP)
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D45 im Überblick

Der Naturraum D45, die Eifel, bildet den nordwestlichen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Er erstreckt sich über den Südwesten Nordrhein-Westfalens und den Nordwesten von Rheinland-Pfalz bis an die Grenze zu Belgien und Luxemburg. Prägend sind bewaldete Hochflächen, tief eingeschnittene Flusstäler von Rur, Kyll, Prüm und Ahr sowie die vulkanisch geformten Landschaften im Osten und Süden.

Geologisch ruht die Eifel auf devonischen Schiefern, Sandsteinen und Kalken des Rheinischen Schiefergebirges. Diesen Sockel überlagern die Zeugnisse eines jungen Vulkanismus, der vor rund 50 Millionen Jahren begann und bis in die erdgeschichtliche Gegenwart reicht. Die Vulkaneifel mit ihren Maaren, Schlackenkegeln und Tuffdecken gehört zu den geologisch bemerkenswertesten Landschaften Mitteleuropas.

Ökologisch reicht das Spektrum von naturnahen Buchen- und Eichenwäldern über die Kalkmagerrasen und Wacholderheiden der Kalkeifel bis zu den Hochmooren des Hohen Venns. Der Nationalpark Eifel im nordrhein-westfälischen Teil sichert großflächige Waldwildnis und ist unter anderem Rückzugsraum für Wildkatze und Schwarzstorch. Extensiv genutzte Bergwiesen, darunter die bekannten Wildnarzissenwiesen des Oleftals, ergänzen die Artenvielfalt.

Rechtlicher Rahmen jeder Kompensation sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG. Da die Eifel auf zwei Bundesländer entfällt, richtet sich die Bewertung nach dem Land des Eingriffs. Im rheinland-pfälzischen Hauptteil gilt die Landeskompensationsverordnung (LKompVO) mit Biotopwertpunkten, im nordrhein-westfälischen Teil die Ökokonto-Verordnung nach dem Landesnaturschutzgesetz NRW. Der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG, etwa über vorgezogene CEF-Maßnahmen, ist gesondert zu beachten. greeNature ordnet Ihr Vorhaben dem zutreffenden System zu und stellt passende Ausgleichsflächen bereit.

Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten

📍 Enthaltene Landkreise

VulkaneifelEuskirchen (tlw.)Ahrweiler (tlw.)Eifelkreis Bitburg-Prüm (tlw.)Cochem-Zell (tlw.)StädteRegion Aachen (tlw.)Bernkastel-Wittlich (tlw.)Düren (tlw.)Mayen-Koblenz (tlw.)Trier (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Nationalpark Eifel, erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens, mit großflächiger Wildnisentwicklung in Buchen- und Eichenwäldern
  • UNESCO Global Geopark Vulkaneifel mit Maaren, Trockenmaaren und jungen Vulkanbauten
  • Hohes Venn und Vennvorland mit Hochmooren im Grenzraum zu Belgien
  • Wildnarzissenwiesen im Oleftal und Perlenbachtal, ein europaweit bedeutender Lebensraum
  • Kalkeifel mit Kalkmagerrasen und Wacholderheiden in den Kalkmulden um Blankenheim und Hillesheim
  • Raues, niederschlagsreiches Mittelgebirgsklima in den Hochlagen von Schneifel und Hoher Acht

✅ greeNature in der Region

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte in der Eifel über beide Bundesländer hinweg. Wir kennen die Landeskompensationsverordnung in Rheinland-Pfalz, die Ökokonto-Regelungen nach dem Landesnaturschutzgesetz in Nordrhein-Westfalen und die Abstimmung mit den unteren Naturschutzbehörden aus der laufenden Projektarbeit.

Kompensation im D45

Typische Maßnahmen im Naturraum D45

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau von Fichtenforsten und Schadflächen nach Sturm und Borkenkäfer in standortgerechte Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder, klimaresilient und dauerhaft gesichert.

🌼

Bergwiesen und Narzissenwiesen

Extensivierung und Wiederherstellung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen, darunter die für die Nordeifel typischen Wildnarzissenbestände, durch angepasste Mahd und Aushagerung.

💧

Moor- und Feuchtgebietsrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Moore im Hohen Venn und Vennvorland, Anhebung der Wasserstände und Entnahme standortfremder Gehölze zur Regeneration der Torfbildung.

🏞️

Fließgewässerrenaturierung

Renaturierung von Rur, Kyll, Prüm, Olef und Ahr, Rückbau von Verbauungen, Anlage von Ufergehölzen und Wiederanbindung von Auen für Eisvogel, Amphibien und Fischfauna.

🍎

Streuobst und Heckenlandschaft

Pflege und Neuanlage von Streuobstbeständen und Hecken in der Eifeler Kulturlandschaft, etwa im Monschauer Heckenland, als Biotopverbund und Lebensraum für Vögel und Insekten.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen für Wildkatze, Fledermäuse, Amphibien und Schwarzstorch, von Wanderkorridoren über Quartiere bis zu Laichgewässern, abgestimmt auf LKompVO und Landesrecht NRW.

Artenvielfalt D45

Geschützte Arten im Eifel und Vennvorland

🐾

Wildkatze

Die ausgedehnten Laubwälder der Eifel, insbesondere im Nationalpark, zählen zu den bedeutendsten Wildkatzenvorkommen Deutschlands. Waldverbund, Wanderkorridore und störungsarme Rückzugsräume sind typische Maßnahmen.

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🐦‍⬛

Schwarzstorch

Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den ruhigen, gewässerreichen Waldgebieten der Eifel. Erhalt naturnaher Bachtäler und ungestörter Altholzbestände sichert seinen Lebensraum.

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🦇

Fledermäuse

Buchenwälder, Stollen und alte Bunkeranlagen bieten Quartiere für Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus, Wasserfledermaus und Braunes Langohr. Quartiersicherung und Jagdhabitatpflege sind gängige CEF-Maßnahmen.

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🐸

Amphibien

In der Vulkaneifel und den Bachtälern leben Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke. Die Anlage besonnter Laichgewässer und vernetzter Kleingewässer zählt zu den wirksamen Ausgleichsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel

An den klaren Fließgewässern der Eifel wie Kyll, Prüm und Olef jagt der Eisvogel. Naturnahe Ufer mit Steilwänden für die Brutröhren und ein guter Fischbestand sind entscheidend und gute Ansatzpunkte für Gewässerrenaturierungen.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt struktur- und beerenreiche Waldränder, Hecken und Niederwälder der Eifel. Der Erhalt verbindender Gehölzstrukturen und gestufter Waldmäntel sichert ihre Populationen.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D45

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D45

Die Eifel verteilt sich auf zwei Bundesländer. Der flächenmäßig größere Teil liegt im Nordwesten von Rheinland-Pfalz mit Regionen wie der Vulkaneifel, der Schneifel und der Südeifel. Der nördliche Teil, die Nordeifel oder Rureifel mit dem Nationalpark Eifel, gehört zu Nordrhein-Westfalen. Im Westen grenzt die Eifel an Belgien und Luxemburg.
Das hängt vom Land des Eingriffs ab. Im rheinland-pfälzischen Hauptteil richtet sich die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) mit Biotopwertpunkten und dem Praxisleitfaden zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs. Im nordrhein-westfälischen Teil gelten das Landesnaturschutzgesetz NRW und die Ökokonto-Verordnung. Grundlage ist in beiden Fällen die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Verbreitet sind naturnaher Waldumbau auf Schad- und Fichtenflächen, die Extensivierung von Berg- und Narzissenwiesen, die Wiedervernässung von Mooren im Hohen Venn, die Renaturierung von Fließgewässern wie Rur, Kyll und Prüm sowie Pflege und Neuanlage von Streuobst und Hecken. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Wildkatze, Fledermäuse, Amphibien und Schwarzstorch.
Die Eifel verbindet die devonischen Gesteine des Rheinischen Schiefergebirges mit einem jungen Vulkanismus. Maare, Kalkmagerrasen der Kalkeifel, die Hochmoore des Hohen Venns und ausgedehnte Buchenwälder liegen dicht beieinander. Der Nationalpark Eifel und der UNESCO Global Geopark Vulkaneifel unterstreichen den hohen naturschutzfachlichen Wert der Region.
Bedeutend sind unter anderem Wildkatze, Schwarzstorch, mehrere Fledermausarten wie Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus, Amphibien wie Geburtshelferkröte und Gelbbauchunke sowie Eisvogel und Haselmaus. Für Eingriffe in ihren Lebensräumen kann der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG vorgezogene CEF-Maßnahmen erfordern.
Ja. greeNature arbeitet bundesweit und betreut Kompensations- und Ausgleichsprojekte in der gesamten Eifel, sowohl im rheinland-pfälzischen als auch im nordrhein-westfälischen Teil. Wir kennen die maßgeblichen Landesregelungen und die zuständigen unteren Naturschutzbehörden.
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