
Ökopunkte im Naturraum D39
Westerwald
Sofort verfügbare Ökopunkte und Full-Service-Kompensation im Naturraum D39 Westerwald. greeNature begleitet Ihr Vorhaben bundesweit, mit der Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) in Rheinland-Pfalz sowie den Verfahren in Hessen und Nordrhein-Westfalen.
Der Naturraum D39 im Überblick
Der Naturraum D39, Westerwald, ist ein Basalt-Mittelgebirge im rechtsrheinischen Schiefergebirge. Er erstreckt sich über rund 3.278 km² und liegt schwerpunktmäßig in Rheinland-Pfalz, mit Anteilen in Hessen (Lahn-Dill-Gebiet, Raum Limburg-Weilburg) und im Nordwesten in Nordrhein-Westfalen. Begrenzt wird der Naturraum von den Tälern der Sieg, des Rheins, der Lahn und der Dill.
Geologisch ruht der Westerwald auf einem Grundgebirge aus devonischen Schiefern und Grauwacken, das im Tertiär durch Vulkanismus mit Basalt überprägt wurde. Der Hohe Westerwald trägt markante Basaltkuppen, höchste Erhebung ist die Fuchskaute mit 657 m. Das Kannenbäckerland um Höhr-Grenzhausen birgt eine der größten Tonlagerstätten Europas und ist Grundlage der traditionellen Keramikindustrie. Das raue, niederschlagsreiche Klima prägt eine von Grünland und Viehwirtschaft geprägte Kulturlandschaft.
Ökologisch wechseln sich ausgedehnte Wiesen und Weiden des Hohen Westerwaldes mit Buchen- und Eichen-Hainbuchenwäldern sowie Bachtälern mit Erlen-Auwald ab. Die Westerwälder Seenplatte mit dem Dreifelder Weiher ist ein bedeutendes Feucht- und Vogelschutzgebiet. Der Naturpark Rhein-Westerwald zählt zu den ältesten Naturparken Deutschlands (gegründet 1962). Der Naturraum bietet Lebensraum für Schwarzstorch, Wildkatze und zahlreiche Fledermausarten.
Für Eingriffe gilt die Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG. Im Hauptland Rheinland-Pfalz erfolgt die Bewertung nach der Landeskompensationsverordnung (LKompVO) mit standardisiertem Biotopwertverfahren und der Möglichkeit des Ökokontos. In den hessischen Anteilen greift die Kompensationsverordnung (KV Hessen), in den nordrhein-westfälischen Anteilen das LNatSchG NRW mit der Ökokonto-Verordnung. greeNature koordiniert Flächen, Maßnahmen und Behördenabstimmung länderübergreifend.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Hoher Westerwald mit charakteristischen Basaltkuppen, höchste Erhebung Fuchskaute (657 m)
- Westerwälder Seenplatte mit dem Dreifelder Weiher, bedeutendes Feucht- und Vogelschutzgebiet
- Naturpark Rhein-Westerwald (1962), einer der ältesten Naturparke Deutschlands
- Kannenbäckerland mit einer der größten Tonlagerstätten Europas, Basis der Keramikindustrie
- Tertiärer Vulkanismus, Basalt als prägendes Gestein und regionaler Rohstoff
- Ausgedehnte Grünland- und Wiesenlandschaften bei rauem, atlantisch geprägtem Klima
- Buchenwälder, Eichen-Hainbuchenwälder und naturnahe Bachtäler mit Erlen-Auwald
✅ greeNature in der Region
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die zuständigen Naturschutzbehörden sowie das Landesrecht in Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Für Vorhaben im Westerwald übernehmen wir die Flächensicherung, die Maßnahmenplanung nach LKompVO (in den hessischen und nordrhein-westfälischen Anteilen nach den jeweiligen Landesverfahren) und die vollständige Abstimmung mit den Unteren Naturschutzbehörden.
Typische Maßnahmen im Naturraum D39
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiche Wiesen und Feuchtwiesen des Hohen Westerwaldes, wertvoll für Wiesenbrüter und die charakteristische Offenlandfauna.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder mit Alt- und Totholzanteilen, klimaresilient und Lebensraum für Schwarzstorch und höhlenbewohnende Arten.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Verbauungen an den Bachtälern des Westerwaldes, Ufergehölzpflanzung und Anlage naturnaher Sohlstrukturen für Eisvogel, Bachneunauge und Groppe.
Teiche und Feuchtbiotope
Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern und Tümpeln im Umfeld der Seenplatte, Laichhabitate für Kammmolch, Gelbbauchunke und weitere Amphibien.
Hecken und Biotopvernetzung
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Waldrändern als Trittsteine und Wanderkorridore, unter anderem für Haselmaus und Wildkatze zwischen den Waldkomplexen.
Artenschutz CEF und FCS
Maßgeschneiderte vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Quartierangebote für Fledermäuse in alten Basaltbrüchen und Waldbeständen.
Geschützte Arten im Westerwald
Schwarzstorch
Die ausgedehnten, störungsarmen Laubwälder mit begleitenden Bachtälern bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Maßnahmen zielen auf Horstschutz, naturnahe Waldränder und renaturierte Fließgewässer.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Der Westerwald gehört zum Verbreitungsgebiet der streng geschützten Wildkatze, etwa im Korridor an der Kalteiche. Waldvernetzung und strukturreiche Waldränder sichern den genetischen Austausch.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Struktur- und beerenreiche Waldränder, Hecken und Gebüsche sind Lebensraum der Haselmaus. Als Anhang-IV-Art nach § 44 BNatSchG löst sie regelmäßig CEF-Maßnahmen bei Eingriffen aus.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Bächen und den Ufern der Westerwälder Weiher jagt der Eisvogel. Gewässerrenaturierung und die Anlage von Steilufern als Bruthabitat sind typische Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Die Teichlandschaft der Seenplatte und zahlreiche Kleingewässer beherbergen Kammmolch und weitere Amphibien. Anlage und Vernetzung fischfreier Laichgewässer erhöhen den Kompensationswert.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Buchenwälder und aufgelassene Basaltbrüche dienen zahlreichen Fledermausarten als Quartier und Jagdgebiet. Quartiersicherung und Jagdhabitatpflege sind nach § 44 BNatSchG möglich.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D39
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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