Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten
Naturraum · Nordrhein-Westfalen und Hessen
D38

Ökopunkte im Naturraum D38
Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)

Der Naturraum D38 umfasst das Bergische Land und das Sauerland als Teil des Rheinischen Schiefergebirges, überwiegend in Nordrhein-Westfalen und mit dem Upland auch in Hessen. greeNature entwickelt hier bundesweit Kompensationsflächen und Ökopunkte nach der Ökokonto-Verordnung NRW und begleitet Eingriffsvorhaben von der Bilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung.

rund 9.080 km²
Gesamtfläche
Nordrhein-Westfalen und Hessen
Bundesländer
Mittelgebirge (Rheinisches Schiefergebirge)
Prägende Landschaft
D38
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D38 im Überblick

Das Bergische Land und Sauerland bildet die naturräumliche Großregion D38 des Bundesamts für Naturschutz und wird auch als Süderbergland oder Bergisch-Sauerländisches Gebirge bezeichnet. Der Naturraum erstreckt sich über rund 9.080 Quadratkilometer und liegt zum weitaus größten Teil in Nordrhein-Westfalen. Im Osten reicht er mit dem Upland und dem nordwestlichen Hessischen Hinterland nach Hessen hinein. Er entspricht in etwa den historischen Landschaften Sauerland, Bergisches Land, Siegerland und Wittgenstein.

Geologisch gehört die Region zum Rheinischen Schiefergebirge und ist von devonischen Schiefern, Grauwacken und Sandsteinen aufgebaut. Kennzeichnend sind bewaldete Bergrücken, tief eingeschnittene Kerbtäler und ein bewegtes Relief. Die höchsten Erhebungen liegen im Rothaargebirge, darunter der Langenberg mit etwa 843 Metern und der Kahle Asten mit rund 842 Metern. Flüsse wie Ruhr, Lenne, Volme, Wupper, Sieg und Eder prägen das Gewässernetz, das durch zahlreiche große Talsperren ergänzt wird.

Ökologisch ist der Naturraum von naturnahen Buchen- und Eichenwäldern, montanen Bergwiesen, Borstgrasrasen und Hochheiden sowie von strukturreichen Fließgewässern mit Auen geprägt. Große Nadelholzforste haben in den vergangenen Jahren durch Dürre und Borkenkäferbefall erhebliche Schäden erlitten, wodurch umfangreiche Flächen für einen naturnahen Waldumbau zur Verfügung stehen. Kalkgebiete mit Höhlen und alte Bergbaustollen bilden bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse.

Für die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG gilt in Nordrhein-Westfalen das Landesnaturschutzgesetz NRW in Verbindung mit der Ökokonto-Verordnung NRW. Die Bewertung von Eingriff und Ausgleich erfolgt über ein numerisches Biotopwertverfahren, dessen Ergebnisse in Ökopunkten ausgedrückt werden. Im hessischen Teil des Naturraums ist die dortige Kompensationsverordnung maßgeblich. greeNature kennt beide Systeme und entwickelt Maßnahmen, die den artenschutzrechtlichen Anforderungen des § 44 BNatSchG und, wo erforderlich, dem Erhalt des Erhaltungszustands über CEF-Maßnahmen gerecht werden.

Ersatzaufforstung mit standortgerechten Laubbaumarten

📍 Enthaltene Landkreise

Märkischer KreisOberbergischer KreisOlpeWuppertalHagenRemscheidSiegen-WittgensteinEnnepe-Ruhr-KreisHochsauerlandkreisSolingenRheinisch-Bergischer Kreis (tlw.)Mettmann (tlw.)Altenkirchen (Westerwald) (tlw.)Essen (tlw.)Rhein-Sieg-Kreis (tlw.)Waldeck-Frankenberg (tlw.)Leverkusen (tlw.)Mülheim an der Ruhr (tlw.)Bochum (tlw.)Soest (tlw.)Dortmund (tlw.)Kreis Unna (tlw.)Düsseldorf (tlw.)Marburg-Biedenkopf (tlw.)Lahn-Dill-Kreis (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Höchste Erhebungen Nordrhein-Westfalens im Rothaargebirge (Langenberg rund 843 m, Kahler Asten rund 842 m)
  • Zahlreiche große Talsperren wie Biggesee, Sorpesee, Möhnesee und Versetalsperre prägen Wasserwirtschaft und Landschaftsbild
  • Ausgedehnte naturnahe Buchenwälder sowie montane Bergwiesen, Borstgrasrasen und Hochheiden mit hohem Schutzwert
  • Umfangreiche Flächen ehemaliger Fichtenforste nach Dürre und Borkenkäfer bieten großes Potenzial für naturnahen Waldumbau
  • Karstgebiete mit Höhlen und alte Bergbaustollen dienen als bedeutende Fledermausquartiere
  • Traditionelle Niederwald- und Haubergswirtschaft im Siegerland als kulturhistorisch geprägter Lebensraum

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und ist mit den Naturschutzbehörden und dem Landesrecht in Nordrhein-Westfalen und Hessen vertraut. Im Naturraum D38 bilanzieren wir Eingriffe nach der Ökokonto-Verordnung NRW und dem LNatSchG NRW, stimmen Maßnahmen mit den Unteren Naturschutzbehörden ab und sichern Flächen über Ökokonten dauerhaft. Für den hessischen Teil berücksichtigen wir die dort geltende Kompensationsverordnung.

Kompensation im D38

Typische Maßnahmen im Naturraum D38

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umwandlung geschädigter Fichtenforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder. Auf den großen Kalamitätsflächen des Sauerlands entstehen so klimastabile, artenreiche Laubwälder mit hohem ökologischen Wert.

💧

Fließgewässer- und Auenrenaturierung

Rückbau von Verbauungen, Anschluss von Auen und Förderung der Durchgängigkeit an Lenne, Volme, Sieg und ihren Zuflüssen. Das verbessert Struktur und Lebensraumqualität der Mittelgebirgsbäche.

🌾

Extensivierung von Bergwiesen

Wiederherstellung und extensive Pflege von montanen Bergwiesen und Borstgrasrasen im Rothaargebirge durch angepasste Mahd und Beweidung ohne Düngung.

🏞️

Renaturierung von Heiden und Mooren

Wiedervernässung von Niedermooren und Pflege von Hochheiden, etwa im Umfeld des Kahlen Asten, zur Sicherung seltener, an nährstoffarme Standorte gebundener Lebensgemeinschaften.

🦇

Sicherung von Fledermausquartieren

Erhalt und Aufwertung von Winterquartieren in Höhlen und alten Bergbaustollen sowie Entwicklung von Jagdhabitaten und Quartierbäumen für die im Naturraum reichen Fledermausbestände.

🐸

Anlage von Amphibiengewässern

Neuanlage und Vernetzung von Kleingewässern und Feuchtbiotopen als Laichhabitate. Solche Gewässer eignen sich auch als CEF-Maßnahmen im Rahmen des Artenschutzes nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt D38

Geschützte Arten im Bergisches Land, Sauerland (Süderbergland)

🐦

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, störungsarmen Laubwäldern des Sauerlands und des Rothaargebirges und ist auf naturnahe Waldbäche als Nahrungshabitat angewiesen.

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🐱

Wildkatze

Die Europäische Wildkatze breitet sich über das Rothaargebirge und die großen Waldgebiete wieder aus und profitiert von strukturreichen, unzerschnittenen Laubwäldern.

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🦇

Fledermäuse

Höhlen und alte Bergbaustollen im Sauerland zählen zu den bedeutendsten Fledermausquartieren der Region und beherbergen unter anderem Große Mausohren und Bechsteinfledermäuse.

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🐟

Eisvogel

An den klaren Fließgewässern von Lenne, Volme und Sieg findet der Eisvogel Steilufer zum Brüten und fischreiche Abschnitte zur Nahrungssuche.

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🦎

Feuersalamander

Der Feuersalamander ist ein charakteristischer Bewohner der kühlen, quellnahen Laubwaldbäche im Bergischen Land und Sauerland und reagiert empfindlich auf Gewässerverschmutzung.

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🐭

Haselmaus

Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Laub- und Mischwälder mit dichter Strauchschicht sowie Waldränder und Hecken und ist auf gut vernetzte Gehölzlebensräume angewiesen.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D38

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D38

Das Bergische Land und Sauerland liegt zum größten Teil in Nordrhein-Westfalen. Der östliche Rand mit dem Upland und dem nordwestlichen Hessischen Hinterland gehört zu Hessen. Für die Kompensation ist daher überwiegend das Landesrecht von Nordrhein-Westfalen maßgeblich.
In Nordrhein-Westfalen gelten das Landesnaturschutzgesetz NRW und die Ökokonto-Verordnung NRW. Eingriff und Ausgleich werden über ein numerisches Biotopwertverfahren bewertet, dessen Ergebnis in Ökopunkten ausgedrückt wird. Im hessischen Teil ist die dortige Kompensationsverordnung anzuwenden.
Ökopunkte sind die Recheneinheit für den ökologischen Wert einer Fläche oder Maßnahme. Sie ergeben sich aus der Aufwertung eines Biotoptyps multipliziert mit der Fläche. Vorgezogen umgesetzte Maßnahmen können auf einem Ökokonto verbucht und später einem Eingriff zugeordnet werden.
Aufgrund der großen Schadflächen aus Dürre und Borkenkäferbefall bietet sich der Umbau von Fichtenforsten in naturnahe Laubwälder an. Ebenso wirksam sind die Renaturierung von Mittelgebirgsbächen, die Extensivierung von Bergwiesen sowie die Sicherung von Fledermausquartieren.
Bei Vorkommen streng geschützter Arten wie Schwarzstorch, Wildkatze oder Fledermäusen können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, sogenannte CEF-Maßnahmen, notwendig werden, um den Erhaltungszustand der lokalen Populationen zu wahren. greeNature prüft dies im Rahmen der Eingriffsplanung.
Ja, greeNature ist bundesweit tätig und kennt die Kompensationssysteme der Länder. Im Naturraum D38 begleiten wir Vorhaben sowohl auf nordrhein-westfälischer als auch auf hessischer Seite und stimmen die Maßnahmen mit den zuständigen Naturschutzbehörden ab.
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