Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche
Naturraum · Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen
D37

Ökopunkte im Naturraum D37
Harz

Kompensation und Ökopunkte im Naturraum D37 Harz, dem nördlichsten deutschen Mittelgebirge. Der größte und höchste Teil liegt in Sachsen-Anhalt, sodass sich die Bilanzierung überwiegend nach dem Bewertungsmodell des Landes und dem Ökokonto nach § 9 NatSchG LSA richtet. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für rechtssichere Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

~2.226
km² Gesamtfläche
1.141 m
Brocken, höchste Erhebung
3
Bundesländer
D37
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D37 im Überblick

Der Naturraum D37, Harz, ist das nördlichste deutsche Mittelgebirge und erstreckt sich über rund 2.226 km² zwischen Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und einem kleinen Südteil in Thüringen. Der bewaldete Oberharz und Westharz liegen in Niedersachsen (Raum Goslar und Göttingen), während der Hochharz mit dem Brocken (1.141 m ü. NHN, höchste Erhebung Norddeutschlands) sowie der flächenmäßig größere Mittel- und Unterharz zu Sachsen-Anhalt gehören.

Geologisch besteht der Harz überwiegend aus alten Meeresablagerungen wie Grauwacke, Tonschiefer und Kalkstein sowie aus magmatischen Gesteinen, darunter der prägende Brockengranit. Tief eingeschnittene, naturnahe Kerbtäler wie das Bodetal, das Okertal und das Selketal, dazu Wasserfälle, Blockhalden und Quellbereiche, gliedern das wellige Bergland.

Ökologisch reicht die Spanne von Bergfichtenwäldern der Hochlagen über naturnahe Buchen-, Schlucht- und Blockhaldenwälder bis zu hervorragend erhaltenen Hoch- und Übergangsmooren und naturnahen Bergbächen. Der länderübergreifende Nationalpark Harz sichert große Teile des Hochharzes. Die jüngere Borkenkäferkalamität hat auf ausgedehnten Flächen den Umbau der einst forstlich geförderten Fichtenreinbestände hin zu klimastabilen Bergmischwäldern zur zentralen Aufgabe gemacht.

Für die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG gilt im Schwerpunkt das Recht Sachsen-Anhalts, also das Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt mit Biotopwerten und das Ökokonto nach § 9 NatSchG LSA. Im niedersächsischen West- und Oberharz kommt das NAGBNatSchG mit dem Biotopwertverfahren zur Anwendung, im Thüringer Südharz das ThürNatG. greeNature ordnet Ihr Vorhaben dem jeweils maßgeblichen Landesrecht zu und übernimmt die Kompensation als Full-Service.

Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche

📍 Enthaltene Landkreise

Goslar (tlw.)Harz (tlw.)Mansfeld-Südharz (tlw.)Göttingen (tlw.)Nordhausen (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Brocken (1.141 m), höchste Erhebung Norddeutschlands mit subalpiner Kuppenflora
  • Nationalpark Harz, größter Waldnationalpark Deutschlands, länderübergreifend Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
  • Hervorragend erhaltene Hoch- und Übergangsmoore der Hochlagen (Bruchberg, Oderbrück)
  • Naturnahe Bergbäche, Wasserfälle und tief eingeschnittene Schluchttäler wie das Bodetal
  • Oberharzer Wasserwirtschaft (UNESCO-Welterbe) mit historischen Teichen und Gräben als wertvolle Sekundärlebensräume
  • Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Biotopverbund quer durch den Harz
  • Stabile Population der Europäischen Wildkatze und Wiederansiedlung des Luchses

✅ greeNature in der Region

greeNature ist bundesweit tätig und kennt die zuständigen Stellen und das Landesrecht der Harzregion. Im sachsen-anhaltischen Schwerpunkt arbeiten wir mit dem Landesverwaltungsamt und den unteren Naturschutzbehörden der Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz, im niedersächsischen West- und Oberharz mit dem NLWKN und im Thüringer Südharz mit der dortigen Naturschutzverwaltung. So bringen wir Eingriff, Bewertungsmodell und geeignete Kompensationsflächen rechtssicher zusammen.

Kompensation im D37

Typische Maßnahmen im Naturraum D37

🌲

Waldumbau zu Bergmischwald

Umbau der durch Borkenkäfer geschädigten Fichtenreinbestände in standortgerechte, klimastabile Buchen-Bergmischwälder. Naturnahe Bestockung, Förderung der Naturverjüngung und dauerhafte Sicherung als hochwertige Kompensation in den Hochlagen des Harzes.

💧

Moorrenaturierung

Wiedervernässung entwässerter Hoch- und Übergangsmoore durch Verschluss von Gräben und Anhebung des Wasserstands. Regeneration torfbildender Vegetation, Lebensraum für spezialisierte Arten und wirksamer Beitrag zum Wasser- und Klimaschutz.

🏞️

Renaturierung von Bergbächen

Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit an Harzer Fließgewässern, Rückbau von Querbauwerken, Anlage von Kiesbänken und Ufergehölzen. Lebensraumaufwertung für Feuersalamander, Groppe, Bachforelle und Eisvogel.

🌼

Bergwiesen und Bergmähwiesen

Pflege und Wiederherstellung artenreicher, extensiv genutzter Bergmähwiesen (FFH-Lebensraumtyp 6520) durch angepasste Mahd ohne Düngung. Erhalt der traditionellen Kulturlandschaft und wertvoller Insekten- und Pflanzengemeinschaften.

🪵

Totholz und Prozessschutz

Anreicherung von stehendem und liegendem Totholz sowie Sicherung natürlicher Waldentwicklung in Blockhalden- und Schluchtwäldern. Lebensraum für Spechte, Fledermäuse und totholzgebundene Käfer mit hohem Aufwertungspotenzial.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach saP, etwa Sicherung von Fledermausquartieren in historischen Bergbaustollen, Wildkatzenkorridore, Amphibiengewässer und Horstschutz für den Schwarzstorch, bilanziert nach dem maßgeblichen Landesrecht.

Artenvielfalt D37

Geschützte Arten im Harz

🐈

Europäische Wildkatze

Der Harz beherbergt eine stabile Population der streng geschützten Wildkatze. Bei Eingriffen in strukturreiche Wälder sind Wanderkorridore, Alt- und Totholz sowie störungsarme Rückzugsräume in der saP zu berücksichtigen und über CEF-Maßnahmen zu sichern.

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🐦‍⬛

Schwarzstorch

Als störungsempfindlicher Brutvogel naturnaher Wälder mit Bächen ist der Schwarzstorch bei Vorhaben im Harz regelmäßig zu prüfen. Horstschutzzonen, ungestörte Nahrungsgewässer und der Erhalt alter Laubwaldbestände sichern seine Fortpflanzungsstätten.

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🦇

Fledermäuse

Historische Bergbaustollen, Höhlen und alte Laubwälder bieten bedeutende Winterquartiere und Jagdhabitate, etwa für Mausohr, Bechsteinfledermaus und Wasserfledermaus. Quartiersicherung und Jagdgebietsaufwertung sind typische CEF- und FCS-Maßnahmen.

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🐸

Feuersalamander und Amphibien

Naturnahe, kühle Quellbäche der Harzer Täler sind Kernlebensraum des Feuersalamanders, dazu kommen Bergmolch und Grasfrosch. Der Erhalt unverbauter Bachläufe und die Anlage von Laichgewässern wirken als vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.

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🐦

Eisvogel

An den klaren Fließgewässern und Talsperren des Harzes brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Die Renaturierung von Uferabschnitten, Anlage von Bruthilfen und Sicherung fischreicher, störungsarmer Gewässer sind geeignete Kompensationsmaßnahmen.

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🐾

Luchs und Bergwaldarten

Seit der Wiederansiedlung ab dem Jahr 2000 lebt der Luchs wieder im Harz, begleitet von montanen Arten wie Raufußkauz, Sperlingskauz und Ringdrossel. Großflächiger Waldbiotopverbund und ungestörte Altholzinseln stützen ihren günstigen Erhaltungszustand.

So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D37

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D37

Da der größte und höchste Teil des Harzes in Sachsen-Anhalt liegt, richtet sich die Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG im Schwerpunkt nach dem Recht Sachsen-Anhalts, also dem Bewertungsmodell des Landes und dem Ökokonto nach § 9 NatSchG LSA. Im niedersächsischen West- und Oberharz gilt das NAGBNatSchG mit dem Biotopwertverfahren, im Thüringer Südharz das ThürNatG.
In Sachsen-Anhalt werden vorzeitig durchgeführte Maßnahmen über das Ökokonto anerkannt und ihre Wertsteigerung anhand von Biotopwerten des Bewertungsmodells bilanziert. Auch in Niedersachsen und Thüringen bestehen Ökokontoregelungen. greeNature ordnet die verfügbaren Flächen dem jeweils maßgeblichen Landessystem zu und prüft die Anrechenbarkeit für Ihr Vorhaben.
In der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung sind vor allem Wildkatze, Fledermäuse, Schwarzstorch, Feuersalamander und weitere Bergwaldarten relevant. Für betroffene Fortpflanzungs- und Ruhestätten sichern vorgezogene CEF-Maßnahmen die ökologische Funktion, bei Bedarf ergänzt um FCS-Maßnahmen.
Naturschutzfachlich hochwertig sind der Waldumbau geschädigter Fichtenbestände zu Bergmischwald, die Wiedervernässung von Mooren, die Renaturierung von Bergbächen, die Pflege von Bergmähwiesen sowie Totholzanreicherung und Prozessschutz. Diese Maßnahmen passen zum montanen Charakter des Naturraums und erzielen hohe Aufwertungen.
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sollen im räumlichen und funktionalen Zusammenhang zum Eingriff liegen und dem betroffenen Naturraum dienen. Bei Vorhaben nahe der Landesgrenzen ist zusätzlich das jeweilige Landesrecht zu beachten. greeNature klärt vorab, welche Flächen und Systeme für Ihr Projekt anrechenbar sind.
greeNature übernimmt den gesamten Prozess von der Bilanzierung über die Flächensicherung und Behördenabstimmung bis zur Umsetzung und dauerhaften Pflege. Als bundesweit tätiger Partner kennen wir die Behörden und das Landesrecht in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen und begleiten Ihr Vorhaben rechtssicher.
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