
Ökopunkte im Naturraum D36
Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Naturraum D36, Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland. greeNature solutions ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im niedersächsisch-nordrhein-westfälischen Bergland, von der Eingriffsregelung nach NAGBNatSchG in Niedersachsen bis zur Landeskompensationsverordnung NRW.
Der Naturraum D36 im Überblick
Der Naturraum D36, Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland, erstreckt sich beiderseits der Weser über den Süden Niedersachsens und den Osten Nordrhein-Westfalens. Als Teil der deutschen Mittelgebirgsschwelle reicht er vom Wiehengebirge und Wesergebirge mit dem Weserdurchbruch der Porta Westfalica über das Lippische Bergland bis in das obere Wesertal um Hameln, Holzminden und Höxter. Bewaldete Höhenzüge, offene Bördenlandschaften und das breite Wesertal wechseln hier auf engem Raum.
Geologisch ist das Weserbergland ein klassisches Schichtstufenland aus Gesteinen des Mesozoikums. Über tonig-sandigem Buntsandstein, der die großen Waldgebiete des Sollings trägt, folgen Muschelkalk und Keuper. Die härteren Kalk- und Sandsteinbänke bilden die langgestreckten Bergrücken von Ith, Süntel, Wiehen- und Wesergebirge, während die weicheren Ton- und Mergelschichten die dazwischen liegenden Mulden und Täler prägen. An der Porta Westfalica hat sich die Weser quer durch den Gebirgszug gesägt.
Auf den Kalkstandorten von Muschelkalk und Kalkstein stocken artenreiche Kalkbuchenwälder, an sonnenexponierten Hängen kleinflächig Kalkmagerrasen und Halbtrockenrasen mit einer reichen Orchideen- und Insektenfauna. Streuobstwiesen, Hecken und magere Mähwiesen kennzeichnen die bäuerliche Kulturlandschaft, etwa in der Warburger Börde. Im Wesertal begleiten Auwaldreste, Feuchtgrünland und Altarme den Fluss.
Große Teile des Naturraums sind über die Naturparke Weserbergland Schaumburg-Hameln und Solling-Vogler sowie über zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete gesichert. Für Kompensationsvorhaben bietet das Weserbergland hohes Potenzial in naturnahen Buchenwäldern, Kalkmagerrasen, Streuobstbeständen und in der Renaturierung von Weser und Nebenbächen. Als Hauptland gilt Niedersachsen mit der Eingriffsregelung nach NAGBNatSchG, im nordrhein-westfälischen Anteil greift die Landeskompensationsverordnung NRW.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Porta Westfalica, der Weserdurchbruch zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge, bildet das nördliche Tor des Naturraums
- Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln und Naturpark Solling-Vogler sichern große, zusammenhängende Waldlandschaften
- Artenreiche Kalkbuchenwälder und Kalkmagerrasen auf Muschelkalk in Ith, Süntel, Wesergebirge und Egge
- Der Solling ist mit der Großen Blöße (527,8 m) die höchste Erhebung und eine der größten Buntsandstein-Waldlandschaften Norddeutschlands
- Der Kammzug des Wiehengebirges zieht sich über rund 95 km von Bramsche bis zur Porta Westfalica
- Das Wesertal wirkt als überregionaler Biotopverbund und als Leitlinie für den Vogelzug
✅ greeNature in der Region
greeNature ist bundesweit tätig und kennt die naturschutzfachlichen Anforderungen sowie das jeweils geltende Landesrecht im Weserbergland. Im niedersächsischen Anteil arbeiten wir nach der Eingriffsregelung des NAGBNatSchG und dem Biotopwertverfahren, im nordrhein-westfälischen Anteil nach der Landeskompensationsverordnung NRW. Von der Flächenakquise über die Maßnahmenplanung bis zur langfristigen Pflege und Dokumentation begleiten wir Ihr Kompensationsvorhaben im Naturraum D36 und stimmen es mit den zuständigen unteren Naturschutzbehörden ab.
Typische Maßnahmen im Naturraum D36
Kalkbuchenwald & Waldumbau
Entwicklung und naturnahe Bewirtschaftung von Kalk- und Hainsimsen-Buchenwäldern, Anreicherung mit Alt- und Totholz sowie Habitatbäumen als Lebensraum für Schwarzstorch, Fledermäuse und Haselmaus.
Kalkmagerrasen & Halbtrockenrasen
Wiederherstellung und Pflege orchideenreicher Kalkmagerrasen auf Muschelkalk durch Entbuschung, Schaf- und Ziegenbeweidung sowie extensive Mahd.
Streuobst & Hecken
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Hecken und Feldgehölzen in der Bergland-Kulturlandschaft als Biotopverbund und Nahrungshabitat für Steinkauz, Neuntöter und Fledermäuse.
Fließgewässer & Weser-Auen
Renaturierung von Weser und Nebenbächen, Rückbau von Uferverbau, Anlage von Ufergehölzen und Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische, Eisvogel und Amphibien.
Feucht- und Magergrünland
Extensivierung von Grünland im Wesertal und in den Bergmulden, Wiedervernässung von Feuchtwiesen und angepasste Mahd zugunsten von Wiesenbrütern und Insektenvielfalt.
Waldarten- und Höhlenschutz
Sicherung von Quartierbäumen, Felsen und alten Stollen als Winterquartiere für Fledermäuse sowie gezielte CEF-Maßnahmen für Arten der strukturreichen Wälder.
Geschützte Arten im Unteres Weserbergland und Oberes Weser-Leinebergland
Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Buchen- und Mischwäldern des Sollings und des Weserberglands und nutzt naturnahe Bäche und Feuchtwiesen zur Nahrungssuche. Wirksame Maßnahmen sind Horstschutz, Waldrandgestaltung und die Renaturierung von Fließgewässern.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze (FFH-Anhang IV) besiedelt die großen, strukturreichen Laubwälder von Solling, Vogler und Wesergebirge. Unzerschnittene Waldkomplexe, Totholz und Waldkorridore sichern ihren Lebensraum und sind für Biotopverbund- und CEF-Maßnahmen relevant.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Kalkbuchenwälder, Höhlenbäume und ehemalige Bergwerksstollen im Weserbergland beherbergen Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus. Quartierbäume, Winterquartiere und Jagdhabitate lassen sich gezielt für den Artenschutz entwickeln.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus (FFH-Anhang IV) lebt in den unterholzreichen Laubwäldern, Waldrändern und Hecken des Berglands. Der Erhalt strukturreicher Gehölzsäume und die Vernetzung von Waldrand und Hecke gehören zu den typischen Maßnahmen für die Art.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Weser, Emmer, Hamel und weiteren naturnahen Bächen jagt der Eisvogel und benötigt saubere, fischreiche Gewässer mit Steilufern für die Brut. Die Renaturierung von Ufern und die Anlage von Abbruchkanten fördern die Art unmittelbar.
Mehr zur Art ›Amphibien
In besonnten Tümpeln, Steinbrüchen und quelligen Waldbächen leben Gelbbauchunke, Kammmolch und Feuersalamander. Anlage und Renaturierung von Kleingewässern sowie der Schutz von Laichhabitaten zählen zu den wirksamen Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D36
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
Alles zum Naturraum D36
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