
Ökopunkte im Naturraum D34
Westfälische Tieflandsbucht
Ökopunkte und Kompensationsflächen im Naturraum D34 (Westfälische Tieflandsbucht), bewertet nach dem Biotopwertverfahren und über Ökokonten gemäß § 32 LNatSchG NRW. greeNature ist bundesweit tätig und Ihr Full-Service-Partner für Eingriffsregelung und Artenschutz im Münsterland und in den Hellwegbörden.
Der Naturraum D34 im Überblick
Der Naturraum D34, Westfälische Tieflandsbucht (auch Westfälische oder Münsterländer Bucht), bildet den südwestlichen Teil des Norddeutschen Tieflands. Er liegt fast vollständig in Nordrhein-Westfalen, kleinere Randbereiche im Norden reichen nach Niedersachsen bis in den Raum südlich von Osnabrück. Die weite, flachwellige Landschaft wird im Norden und Osten vom Teutoburger Wald und Eggegebirge, im Süden vom Sauerland umrahmt.
Geologisch entstand die Bucht als Meeresbucht der Kreidezeit, ihr Untergrund besteht aus oberkreidezeitlichen Ablagerungen. Im Quartär hinterließen Eisvorstöße Grundmoränen und Schmelzwassersande. Das nördliche Münsterland ist überwiegend sandig geprägt, während sich im Süden entlang des Hellwegs fruchtbare Lössböden der Hellwegbörden erstrecken. Die Flüsse Ems, Lippe, Werse und Berkel durchziehen den Naturraum und bilden wichtige Auen- und Biotopverbundachsen.
Ökologisch prägend ist die Münsterländer Parklandschaft mit ihrem kleinräumigen Wechsel aus Grünland, Äckern, Wallhecken und Kleingewässern. Große zusammenhängende Waldgebiete wie die Davert südlich von Münster ergänzen das Bild. Die Rieselfelder Münster sind ein international bedeutendes Rast- und Brutgebiet für Wat- und Wasservögel. Das Münsterland gilt zudem als eine der wichtigsten Rückzugsräume des Steinkauzes in Mitteleuropa, und die feuchten Niederungen sind Lebensraum für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Für die Kompensation gilt in Nordrhein-Westfalen das Biotopwertverfahren nach der numerischen Bewertung der Biotoptypen (LANUV). Vorgezogene Maßnahmen werden über Ökokonten nach § 32 LNatSchG NRW und der Ökokonto-Verordnung geführt und bei den Unteren Naturschutzbehörden geführt. NRW gliedert das Land in fünf Kompensationsräume, die sich an den naturräumlichen Einheiten orientieren, sodass Ausgleich möglichst im selben Raum erfolgt. Grundlage bleibt die Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG, ergänzt um den Artenschutz nach § 44 BNatSchG mit vorgezogenen CEF-Maßnahmen.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Münsterländer Parklandschaft mit einem dichten Netz aus Wallhecken und Kleingewässern
- Rieselfelder Münster: EU-Vogelschutzgebiet und international bedeutendes Rastgebiet für Watvögel
- Davert: großes zusammenhängendes Laubwaldgebiet südlich von Münster
- Hellwegbörden im Süden: fruchtbare Lössböden und bedeutendes Feldvogelgebiet
- Ems- und Lippeaue als überregionale Biotopverbundachsen
- Münsterland als eine der Hochburgen des Steinkauzes in Mitteleuropa
- Sandheiden und Moorreste im nördlichen Münsterland als Reptilien- und Amphibienlebensraum
✅ greeNature in der Region
greeNature arbeitet bundesweit und ist mit den Anforderungen in Nordrhein-Westfalen bestens vertraut. Wir kennen die Praxis der Unteren Naturschutzbehörden, das Biotopwertverfahren nach LANUV, die Ökokonto-Verordnung nach § 32 LNatSchG NRW sowie die Gliederung des Landes in Kompensationsräume. So sichern wir für Vorhaben im Münsterland und in den Hellwegbörden einen räumlich passenden und rechtssicheren Ausgleich.
Typische Maßnahmen im Naturraum D34
Fließgewässer- und Auenrenaturierung
Wiederherstellung naturnaher Gewässerläufe und Auen an Ems, Lippe, Werse und Berkel, mit Uferabflachungen, Steilwänden für den Eisvogel und der Anbindung von Altarmen.
Feuchtgrünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches, extensiv bewirtschaftetes Feuchtgrünland als Brut- und Nahrungshabitat für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.
Wallhecken und Feldgehölze
Anlage und Wiederherstellung der typischen Wallhecken der Münsterländer Parklandschaft zur Biotopvernetzung und als Lebensraum für Vögel und Kleinsäuger.
Kleingewässer und Amphibienbiotope
Neuanlage von Blänken und Kleingewässern in der Feldflur als Laichhabitat für Kammmolch und weitere Amphibien, mit strukturreichen Landlebensräumen im Umfeld.
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Eichen-Hainbuchen- und Buchenwälder auf sandigen und lehmigen Standorten, klimaresilient und langfristig gesichert.
Streuobstwiesen
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen mit extensivem Unterwuchs, ein charakteristischer Lebensraum des Steinkauzes im Münsterland.
Geschützte Arten im Westfälische Tieflandsbucht
Kiebitz
Die feuchten Niederungen und Grünländer der Bucht sind Brutgebiet des Kiebitzes. Typische Maßnahmen sind Wiedervernässung, Feuchtgrünland-Extensivierung und die Anlage von Blänken.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Agrarlandschaft der Hellwegbörden und des Münsterlands sind Feldlerchenfenster und Blühstreifen bewährte CEF-Maßnahmen bei Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An den naturnahen Abschnitten von Ems, Lippe und Werse brütet der Eisvogel in Steilufern. Renaturierungen mit Abbruchkanten und störungsarmen Uferzonen fördern die Art.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
Die kleingewässerreiche Parklandschaft bietet Lebensraum für den Kammmolch und weitere Amphibien. Neu angelegte Blänken und vernetzte Landhabitate erhöhen den Kompensationswert.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Laubwälder wie die Davert sowie Wallhecken und Streuobstbestände sind Quartier- und Jagdgebiet für Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und weitere Arten.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Störungsarme, gewässerreiche Waldgebiete der Bucht bieten dem Schwarzstorch Nahrungs- und Bruthabitate. Waldrenaturierung und Gewässerentwicklung wirken hier zusammen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D34
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
Alles zum Naturraum D34
Ökopunkte im Naturraum D34 anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Westfälische Tieflandsbucht.