Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche
Naturraum · Niedersachsen
D31

Ökopunkte im Naturraum D31
Weser-Aller-Flachland

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Naturraum D31 Weser-Aller-Flachland, dem sandgeprägten Tiefland zwischen Weser und Aller. Bilanziert nach niedersächsischem Naturschutzrecht und dem Biotopwertverfahren. greeNature solutions begleitet Ihr Vorhaben von der Flächensuche bis zum Monitoring.

D31
BfN-Haupteinheit
Niedersachsen
Bundesland
Geest, Sand und Flussniederungen
Prägende Landschaft
Weser, Aller, Leine und Oker
Prägende Flüsse
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D31 im Überblick

Das Weser-Aller-Flachland bildet die naturräumliche Haupteinheit D31 des Bundesamtes für Naturschutz. Es erstreckt sich als breites Tiefland im mittleren und östlichen Niedersachsen zwischen der Weser im Westen und der Aller im Norden und Osten, südlich der Lüneburger Heide und nördlich der Niedersächsischen Börden.

Geologisch prägen eiszeitliche Sande und Geestplatten das Bild. Die Böden sind überwiegend sandig, nährstoffarm und vielerorts grundwasserbeeinflusst. Zwischen den Geestrücken ziehen sich die weiten Niederungen von Aller, Leine, Oker und Fuhse, die bei Hochwasser bis heute großflächig überflutet werden.

Ökologisch bedeutsam sind die Flussniederungen mit Feuchtgrünland, Altarmen und Auwaldresten, dazu Reste der früher weit verbreiteten Sandheiden, bodensaure Eichen-Birkenwälder und Moorstandorte. Diese Lebensräume sind durch Entwässerung und Nutzungsintensivierung stark zurückgegangen und stehen im Mittelpunkt der Kompensationsplanung.

Für die naturschutzrechtliche Kompensation ist der Naturraum attraktiv, weil grundwassernahe Sandstandorte und schmale Niederungsparzellen häufig geringe Erträge liefern. Genau dort ist das Aufwertungspotenzial am größten, und genau solche Flächen sichert greeNature für Ökokonten und projektbezogene Maßnahmen.

Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche

📍 Enthaltene Landkreise

Nienburg/Weser (tlw.)Verden (tlw.)Heidekreis (tlw.)Celle (tlw.)Gifhorn (tlw.)Wolfsburg (tlw.)Helmstedt (tlw.)Region Hannover (tlw.)Peine (tlw.)Braunschweig (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Weite Niederungen von Aller, Leine und Oker mit Feuchtgrünland und regelmäßiger Überflutungsdynamik
  • Reste von Sandheiden und Binnendünen als nährstoffarme Sonderstandorte
  • Bodensaure Eichen-Birkenwälder und Kiefernforste auf den Geestplatten
  • Nieder- und Hochmoorreste mit hohem Renaturierungspotenzial
  • Altarme und Flutmulden als Laichgewässer und Rasthabitate
  • Wiesenbrütergebiete in den grundwassernahen Grünlandniederungen

✅ greeNature in der Region

Wir kennen die unteren Naturschutzbehörden zwischen Nienburg, Celle und Wolfsburg und die Praxis des niedersächsischen Biotopwertverfahrens. Für Vorhaben im Weser-Aller-Flachland sichern wir naturraumtreue Flächen in den Niederungen und auf den Geeststandorten und übernehmen Herstellung, Pflege und Dokumentation.

Kompensation im D31

Typische Maßnahmen im Naturraum D31

💧

Auenrenaturierung an Aller und Oker

Anbindung von Altarmen, Anlage von Flutmulden und Rücknahme von Uferverbau. Die wiederhergestellte Überflutungsdynamik schafft Laichgewässer für Amphibien und Fische sowie Nahrungsflächen für Watvögel.

🌾

Grünland-Extensivierung in den Niederungen

Umwandlung intensiv genutzter Niederungsflächen in artenreiches Feuchtgrünland mit später Mahd und reduzierter Düngung. Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz, Großer Brachvogel und Bekassine.

🌿

Heide- und Sandmagerrasenpflege

Entkusselung, Plaggen und Beweidung auf nährstoffarmen Sandstandorten. Die offenen, besonnten Flächen sind Lebensraum wärmeliebender Insekten und Reptilien und gehören zu den seltensten Biotoptypen des Naturraums.

🐸

Kleingewässer und Amphibienhabitate

Neuanlage fischfreier, besonnter Stillgewässer mit angebundenem Landlebensraum aus Totholz und Steinhaufen. Als vorgezogene CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG für Kammmolch und weitere Amphibien.

🌳

Erstaufforstung und Waldumbau

Umbau strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Eichen-Birken- und Buchenmischbestände, dazu Erstaufforstung auf Grenzertragsstandorten. Beides zählt zugleich für die Ersatzaufforstung nach Landeswaldgesetz.

🌳

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Geestflur. Sie verbinden isolierte Lebensräume und schaffen Trittsteine für Rebhuhn, Feldhase und Wildbienen.

Artenvielfalt D31

Geschützte Arten im Weser-Aller-Flachland

🐦

Kiebitz und Wiesenbrüter

Die Grünlandniederungen von Aller und Leine gehören zu den wichtigsten Wiesenbrütergebieten Niedersachsens. Der Kiebitz ist bei Eingriffen regelmäßig auf vorgezogene CEF-Maßnahmen wie Blänken, Flutmulden und eine angepasste Mahd angewiesen.

Mehr zur Art ›
🐟

Eisvogel an Fließgewässern

Naturnahe Abschnitte von Aller, Oker und Fuhse mit Steilufern und klarem Wasser bieten dem Eisvogel Brutplätze. Bei Gewässerausbau sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen die typischen Ausgleichsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien der Niederungen

Altarme, Flutmulden und Abbaugewässer beherbergen Kammmolch, Laubfrosch und Knoblauchkröte. Alle Arten sind streng geschützt, Eingriffe in ihre Laichgewässer verlangen vorgezogene Ersatzgewässer im räumlichen Zusammenhang.

Mehr zur Art ›
🦎

Zauneidechse auf Sandstandorten

Bahndämme, Sandgruben und Heidereste im Naturraum sind typische Zauneidechsenhabitate. Bei Bauvorhaben sind Reptilienschutzzaun, Umsiedlung und ein vorbereitetes Ersatzhabitat mit Sonnplätzen und Eiablageplätzen Standard.

Mehr zur Art ›
So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D31

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D31

Das Weser-Aller-Flachland ist die naturräumliche Haupteinheit D31 nach der Gliederung des Bundesamtes für Naturschutz. Es umfasst das sandgeprägte Tiefland im mittleren und östlichen Niedersachsen zwischen Weser und Aller, etwa zwischen Nienburg, Celle, Gifhorn, Wolfsburg und dem Braunschweiger Raum. Nach Norden schließt die Lüneburger Heide an, nach Süden die Niedersächsischen Börden und das Nördliche Harzvorland. Für die Kompensation ist die Zuordnung wichtig, weil Ausgleichsmaßnahmen einen räumlich-funktionalen Bezug zum Eingriffsort brauchen.
Maßgeblich ist niedersächsisches Landesrecht. Eingriff und Ausgleich werden nach dem Niedersächsischen Ausführungsgesetz zum Bundesnaturschutzgesetz und dem dort verankerten Biotopwertverfahren bilanziert. Jedem Biotoptyp wird ein Wert zugeordnet, die Aufwertung ergibt sich aus der Differenz zwischen Ausgangs- und Zielzustand multipliziert mit der Fläche. Bei Vorhaben in Bundeszuständigkeit kann stattdessen die BKompV gelten. Welches Verfahren im Einzelfall angewendet wird, klärt die zuständige untere Naturschutzbehörde.
Gut geeignet sind grundwassernahe Niederungsflächen mit schwacher Ertragskraft, intensiv genutztes Grünland in den Flussauen, strukturarme Kiefernforste auf den Geestplatten sowie ehemalige Abbaustellen. Auf solchen Standorten ist der Abstand zwischen Ausgangszustand und erreichbarem Zielzustand am größten, und damit die erzielbare Aufwertung. Ob eine konkrete Fläche in Frage kommt, prüfen wir anhand von Gemarkung, Flurstück, Größe und Lage im Naturraum.
greeNature hält in Niedersachsen Flächen in behördlich anerkannten Ökokonten vor und entwickelt laufend neue Maßnahmenflächen. Ob für Ihr Vorhaben Punkte aus dem Bestand passen, hängt vom bilanzierten Bedarf, vom Eingriffsort und von den Anforderungen der Genehmigungsbehörde ab. Nennen Sie uns Bedarf, Standort und Zeitrahmen, dann prüfen wir die Verfügbarkeit und melden uns mit einer konkreten Einschätzung.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Naturraum D31 anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Weser-Aller-Flachland.