
Ökopunkte im Naturraum D28
Lüneburger Heide
Kompensation und Ökopunkte im Naturraum D28 Lüneburger Heide und Wendland, bewertet nach dem niedersächsischen Biotopwertverfahren gemäß NAGBNatSchG. greeNature plant und betreut naturraumtreue Ausgleichsflächen im nordöstlichen Niedersachsen und arbeitet dabei bundesweit.
Der Naturraum D28 im Überblick
Der Naturraum D28, Lüneburger Heide und Wendland, liegt vollständig im nordöstlichen Niedersachsen zwischen der Unteren Elbeniederung im Norden, der Stader Geest im Westen und dem Weser-Aller-Flachland im Südwesten. Prägend sind die weiten, sanft gewellten Geestflächen mit ausgedehnten Heidelandschaften, dazwischen Kiefern- und Laubwälder, Flusstäler und im Osten die Niederungen des Wendlandes an der Mittelelbe.
Geologisch ist der Naturraum ein Erbe der Eiszeiten. Endmoränen und Sander der Saale-Kaltzeit bilden die Höhenzüge, deren bekanntester der Wilseder Berg mit rund 169 Metern ist, die höchste Erhebung der weiten norddeutschen Tiefebene. Die nährstoffarmen, stark podsolierten Sandböden waren für den Ackerbau kaum geeignet. Erst die jahrhundertelange Beweidung und Plaggennutzung ließ auf ihnen die charakteristische Calluna-Heide entstehen, eine Kulturlandschaft, die ohne Pflege wieder verbuschen würde.
Ökologisch verbindet der Naturraum sehr unterschiedliche Lebensräume. Auf den trockenen Sandheiden leben wärmeliebende Arten wie Zauneidechse, Schlingnatter und Heidelerche, in den Geestmooren und Feuchtheiden Moorfrosch und Kreuzotter. Die Heideflüsse Ilmenau, Luhe, Örtze und Böhme führen klares, sandgeprägtes Wasser. Im Wendland schützt das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue großflächige Auen, in denen Fischotter, Biber und Seeadler vorkommen. Das Naturschutzgebiet Lüneburger Heide rund um den Wilseder Berg gehört zu den ältesten Schutzgebieten Deutschlands.
Für Eingriffe in diesem Naturraum gilt die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Niedersachsen hat keine eigene Ökokonto- oder Kompensationsverordnung erlassen und schließt über § 6 NAGBNatSchG die Anwendung der Bundeskompensationsverordnung aus. Umfang und Wert von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden stattdessen über das Biotopwertverfahren auf Grundlage der Arbeitshilfen der Landesnaturschutzverwaltung (NLWKN) ermittelt. Artenschutzrechtliche Belange nach § 44 BNatSchG, etwa vorgezogene CEF-Maßnahmen, sind gesondert zu prüfen und naturraumtreu umzusetzen.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturschutzgebiet Lüneburger Heide, 1921 rund um den Wilseder Berg ausgewiesen und eines der ältesten Schutzgebiete Deutschlands
- Wilseder Berg mit rund 169 Metern, höchste Erhebung der norddeutschen Tiefebene weit und breit
- Eine der größten zusammenhängenden Heidelandschaften Mitteleuropas, erhalten durch traditionelle Beweidung mit Heidschnucken
- Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue im Wendland, Lebensraum von Fischotter, Biber und Seeadler
- Nährstoffarme, podsolierte Sandböden auf saalezeitlichen Moränen und Sandern
- Naturnahe Heideflüsse wie Ilmenau, Luhe, Örtze und Böhme mit sandgeprägten Bachabschnitten
✅ greeNature in der Region
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen in Niedersachsen im Detail. Wir setzen die Eingriffsregelung nach dem Biotopwertverfahren des NAGBNatSchG um, stimmen uns mit den unteren Naturschutzbehörden und dem NLWKN ab und sichern Kompensationsflächen ordnungsgemäß im Kompensationsverzeichnis. Für Vorhaben im Naturraum D28 sind wir Ihr Ansprechpartner von der Flächensuche bis zur dauerhaften Pflege.
Typische Maßnahmen im Naturraum D28
Heidepflege und Heideregeneration
Entkusselung, Plaggen, Schoppern und Beweidung mit Heidschnucken erhalten und verjüngen die Calluna-Heide auf den Geestflächen und sichern offene, magere Standorte.
Moor- und Feuchtheidenrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Geestmoore und Feuchtheiden, Schließen von Gräben und Rücknahme der Nährstoffbelastung als klimawirksame und artenschutzrelevante Maßnahme.
Waldumbau auf Geeststandorten
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu naturnahen Eichen-Birken- und Laubmischwäldern, standortgerecht, klimaresilient und langfristig gesichert.
Grünland-Extensivierung in den Flusstälern
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in den Auen von Ilmenau, Luhe und Örtze in artenreiche Feucht- und Nasswiesen für Wiesenvögel und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Anlage von Sandlinsen, Trockenbiotopen und Lesesteinstrukturen für Zauneidechse und Schlingnatter sowie Habitataufwertungen für Heidelerche und Ziegenmelker, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.
Gewässerrenaturierung
Renaturierung sandgeprägter Heidebäche mit Sohlanhebung, Totholzeinbau und Auwaldentwicklung, zugunsten von Fischotter, Eisvogel, Bachneunauge und Libellen.
Geschützte Arten im Lüneburger Heide
Heidevögel der offenen Geest
Birkhuhn, Ziegenmelker und Heidelerche sind auf weite, gehölzarme Heideflächen angewiesen. Für Vorhaben in ihrem Umfeld sind Habitaterhalt und CEF-Maßnahmen wie Heidepflege und Offenhaltung typische Bausteine.
Zauneidechse und Schlingnatter
Die trockenwarmen Sandheiden und Wegböschungen sind Rückzugsraum für wärmeliebende Reptilien. Anlage von Sandlinsen, Totholz- und Steinstrukturen als Leitbiotope gehört zu den häufigsten Artenschutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Laubwälder, Streuobst und strukturreiche Waldränder dienen Arten wie Großem Abendsegler, Breitflügelfledermaus und Braunem Langohr als Quartier und Jagdrevier. Quartier- und Habitatmaßnahmen sind möglich.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in Wäldern und Elbtalaue
Störungsarme Altholzbestände und feuchte Waldbäche bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Waldrandaufwertung und Gewässerrenaturierung stärken die Population im Naturraum.
Mehr zur Art ›Amphibien der Geestmoore
Moorfrosch, Laubfrosch und Kammmolch besiedeln Feuchtheiden, Kleingewässer und Moorrandzonen. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sind wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Fischotter an den Heideflüssen
Ilmenau, Luhe, Örtze und die Elbnebengewässer beherbergen Eisvogel, Fischotter und Biber. Naturnahe Ufer, Steilwände und durchgängige Gewässer sind Ziel entsprechender Renaturierungen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D28
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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