Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Naturraum · Niedersachsen
D26

Ökopunkte im Naturraum D26
Ostfriesisch-Oldenburgische Geest

Ökopunkte und Kompensation in der Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest (BfN-Naturraum D26) in Nordwest-Niedersachsen. greeNature entwickelt bundesweit Kompensationsmaßnahmen und kennt die Eingriffsregelung nach NAGBNatSchG und die Bewertung über das niedersächsische Biotopwertverfahren.

D26
BfN-Haupteinheit
Niedersachsen
Bundesland
Geest, Hochmoore und Wallhecken
Prägende Landschaft
Aurich, Leer, Ammerland, Cloppenburg u. a.
Wichtige Landkreise
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D26 im Überblick

Die Ostfriesisch-Oldenburgische Geest (BfN-Naturraum D26) erstreckt sich über den Nordwesten Niedersachsens. Sie ist ein weithin ebenes Tiefland ohne nennenswerte Erhebungen und gehört zum Norddeutschen Tiefland. Prägend sind Grundmoränenplatten aus der Saaleeiszeit, ausgedehnte Moore in den Niederungen sowie kulturhistorisch bedeutsame Wallhecken und Feldgehölze. Das Oberflächenwasser fließt über kleinere Zuflüsse von Ems und Weser zur Nordsee ab, das Klima ist atlantisch geprägt mit hohen Niederschlägen.

Naturräumlich gliedert sich D26 unter anderem in die Hunte-Leda-Moorniederung, die Ostfriesischen Zentralmoore, die Ostfriesische Geest und die Oldenburger Geest. Auf trockeneren Standorten haben sich Podsolböden entwickelt, in den grundwassernahen Niederungen anmoorige und moorige Böden. Die Landnutzung wird von intensiver Grünlandwirtschaft bestimmt, der Waldanteil ist gering und besteht überwiegend aus Nadelholzforsten.

Der Schutzgebietsanteil ist im Naturraum vergleichsweise niedrig. Bedeutende Gebiete sind Hochmoore und Feucht- sowie Nasswiesen wie das Fehntjer Tief und das Große Moor bei Aurich, die Lebensraum für Wiesenvögel und moortypische Arten bieten und wichtige Rasthabitate für durchziehende Vögel darstellen. Viele ehemalige Hochmoore sind heute entwässert, landwirtschaftlich genutzt oder wurden für den Torfabbau in Anspruch genommen.

Für Vorhabenträger ergibt sich daraus ein klarer Kompensationsrahmen. Eingriffe werden nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem NAGBNatSchG bewertet, in Niedersachsen über ein Biotopwertverfahren. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich über ein Ökokonto nach § 16 BNatSchG bevorraten und werden im behördlichen Kompensationsverzeichnis geführt. Maßnahmen mit hoher naturschutzfachlicher Wirkung sind hier besonders die Wiedervernässung von Mooren und die Aufwertung von Feuchtgrünland.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

📍 Enthaltene Landkreise

AmmerlandWittmund (tlw.)Oldenburg (tlw.)Aurich (tlw.)Leer (tlw.)Friesland (tlw.)Cloppenburg (tlw.)Oldenburg (tlw.)Emsland (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Weithin ebenes atlantisch geprägtes Tiefland ohne nennenswerte Erhebungen
  • Ausgedehnte Hochmoore in den Niederungen, viele davon entwässert oder durch Torfabbau überprägt
  • Kulturhistorisch bedeutsame Wallhecken und Feldgehölze als landschaftsprägendes Element
  • Bedeutende Feucht- und Nasswiesen wie das Fehntjer Tief und das Große Moor bei Aurich
  • Vergleichsweise geringer Schutzgebiets- und Waldanteil, Nutzung von intensiver Grünlandwirtschaft dominiert
  • Wichtige Rasthabitate für durchziehende und überwinternde Vogelarten
  • Hohes Aufwertungspotenzial durch Moorwiedervernässung und Extensivierung von Grünland

✅ greeNature in der Region

greeNature ist bundesweit tätig und kennt die niedersächsische Eingriffsregelung nach NAGBNatSchG sowie die zuständigen unteren Naturschutzbehörden und das Kompensationsverzeichnis. Für die Ostfriesisch-Oldenburgische Geest entwickeln wir Maßnahmen, die zum Naturraum passen, von der Moorwiedervernässung bis zur Wallheckenpflege, und begleiten die naturschutzfachliche Bewertung über das Biotopwertverfahren.

Kompensation im D26

Typische Maßnahmen im Naturraum D26

💧

Moorwiedervernässung

Anhebung der Wasserstände in entwässerten Hochmoorflächen, um torfbildende Vegetation zu regenerieren und Treibhausgasemissionen zu mindern.

🌾

Feuchtgrünland extensivieren

Umwandlung von Intensivgrünland in extensiv genutztes Feucht- und Nasswiesen mit angepasster Mahd zum Schutz von Wiesenvögeln.

🌳

Wallhecken pflegen und anlegen

Erhalt, fachgerechte Pflege und Neuanlage der landschaftstypischen Wallhecken als Biotopverbund und Lebensraum für Vögel, Insekten und Fledermäuse.

🏞️

Fließgewässer renaturieren

Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung der Tiefs und Bäche zur Verbesserung von Gewässerstruktur und Durchgängigkeit.

🐸

Kleingewässer und Blänken

Anlage von flachen Stillgewässern und Blänken als Laichhabitate für Amphibien und Nahrungsflächen für Wat- und Wiesenvögel.

🌲

Waldumbau standortheimisch

Umwandlung strukturarmer Nadelforste in standortgerechte, heimische Laubwaldbestände zur Erhöhung der Lebensraumvielfalt.

Artenvielfalt D26

Geschützte Arten im Ostfriesisch-Oldenburgische Geest

🐦

Kiebitz

Charakterart der Feucht- und Nasswiesen, brütet auf offenen, feuchten Grünlandflächen und profitiert stark von Extensivierung und Wiedervernässung.

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🪶

Uferschnepfe

Wiesenvogel der feuchten Niederungen, in Nordwest-Niedersachsen von landesweiter Bedeutung und auf extensiv genutztes Feuchtgrünland angewiesen.

🐦

Feldlerche

Brutvogel der offenen Geest- und Grünlandflächen, deren Bestände von strukturreicher, extensiver Bewirtschaftung abhängen.

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🐸

Moorfrosch

Amphibienart der Moore und Feuchtwiesen, die auf besonnte Kleingewässer und intakte Wasserstände in den Niederungen angewiesen ist.

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🦇

Fledermäuse

Nutzen Wallhecken und Feldgehölze als Leitstrukturen und Jagdhabitate, streng geschützt nach § 44 BNatSchG.

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🦎

Zauneidechse

Besiedelt trockenwarme Sandstandorte und Böschungen auf den Podsolböden der Geest, streng geschützt nach § 44 BNatSchG.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D26

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D26

Die Ostfriesisch-Oldenburgische Geest liegt vollständig im Nordwesten Niedersachsens und umfasst unter anderem die Landkreise Aurich, Leer, Wittmund, Friesland, Ammerland, Cloppenburg und Teile des Emslandes sowie die Stadt Oldenburg.
Es gilt die Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem NAGBNatSchG. Die naturschutzfachliche Bewertung erfolgt in Niedersachsen über ein Biotopwertverfahren, vorgezogene Maßnahmen können über ein Ökokonto nach § 16 BNatSchG bevorratet werden.
Besonders wirksam sind die Wiedervernässung von Mooren, die Extensivierung von Feuchtgrünland zum Schutz von Wiesenvögeln, die Pflege und Neuanlage von Wallhecken sowie die Renaturierung von Fließgewässern und die Anlage von Kleingewässern.
Für streng geschützte Arten wie Fledermäuse, Zauneidechse oder Wiesenvögel sind die artenschutzrechtlichen Verbote des § 44 BNatSchG zu beachten. Bei Bedarf werden vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) geplant, die den Erhaltungszustand der lokalen Population sichern.
Ein Ökokonto ermöglicht es, Aufwertungsmaßnahmen vorab durchzuführen und die erzielte naturschutzfachliche Aufwertung als Guthaben zu bevorraten. Dieses kann später einem konkreten Eingriff zugeordnet werden. Die Maßnahmen werden im behördlichen Kompensationsverzeichnis geführt.
Ja. greeNature arbeitet bundesweit und entwickelt in der Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest Kompensationsmaßnahmen, die zum Naturraum passen, und begleitet die Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden.
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