Junge Laubholzkultur aus Hainbuche und Eiche auf einer Ausgleichsfläche
Naturraum · Schleswig-Holstein
D23

Ökopunkte im Naturraum D23
Schleswig-Holsteinisches Hügelland

Ökopunkte und Kompensationsflächen im Naturraum D23, dem Schleswig-Holsteinischen Hügelland. greeNature begleitet Vorhabenträger bundesweit bei der Eingriffsregelung nach BNatSchG und der Ökokonto-VO Schleswig-Holstein, von der Flächensuche über die Maßnahmenplanung bis zur behördlichen Anerkennung.

Schleswig-Holstein
Bundesland
Östliches Hügelland
Prägende Landschaft
Ökokonto-VO
Kompensation SH
D23
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D23 im Überblick

Der Naturraum D23, das Schleswig-Holsteinische Hügelland, prägt den Osten Schleswig-Holsteins zwischen der dänischen Grenze im Norden und dem Herzogtum Lauenburg im Süden. Sanfte Kuppen des Baltischen Landrückens, zahlreiche Seen, tief eingeschnittene Ostseeförden wie Schlei, Kieler und Flensburger Förde sowie das dichte Netz der Knicks bilden eine der abwechslungsreichsten Kulturlandschaften Norddeutschlands.

Geologisch ist die Landschaft ein Erbe der Weichsel-Eiszeit. Grund- und Endmoränen, Sander und Schmelzwasserrinnen formten das bewegte Relief mit dem Bungsberg als höchster Erhebung Schleswig-Holsteins. Die fruchtbaren, lehmigen Moränenböden werden traditionell intensiv für Acker- und Grünlandwirtschaft genutzt, was den Naturschutz und die Kompensationsplanung vor besondere Aufgaben stellt.

Ökologisch bedeutsam ist die seenreiche Holsteinische Schweiz mit dem Großen Plöner See und dem Selenter See, ergänzt um alte Buchenwälder, Kleingewässer sowie die Naturparks Holsteinische Schweiz und Lauenburgische Seen. Charakteristische Arten sind die Rotbauchunke und der Kammmolch in den Kleingewässern sowie der Seeadler, der in Ostholstein einen seiner deutschen Verbreitungsschwerpunkte hat.

Für Vorhaben gilt die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG. In Schleswig-Holstein wird die Kompensation über die Ökokonto-VO und das Biotopwertverfahren abgewickelt, das den ökologischen Aufwertungsgewinn in Ökopunkten ausdrückt (ein Ökopunkt entspricht einem Quadratmeter). Ergänzend sind die artenschutzrechtlichen Vorgaben des § 44 BNatSchG zu beachten, etwa vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) für Amphibien, Fledermäuse oder die Haselmaus.

Junge Laubholzkultur aus Hainbuche und Eiche auf einer Ausgleichsfläche

📍 Enthaltene Landkreise

OstholsteinKielPlönLübeckFlensburg (tlw.)Stormarn (tlw.)Rendsburg-Eckernförde (tlw.)Schleswig-Flensburg (tlw.)Herzogtum Lauenburg (tlw.)Segeberg (tlw.)Neumünster (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Holsteinische Schweiz mit Großem Plöner See und Selenter See (Naturpark)
  • Baltischer Landrücken mit dem Bungsberg als höchster Erhebung Schleswig-Holsteins
  • Ostseeförden Schlei, Kieler und Flensburger Förde als eiszeitliche Rinnen
  • Knicklandschaft (Wallhecken) als prägendes und gesetzlich geschütztes Biotop
  • Naturpark Lauenburgische Seen an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern
  • Zahlreiche Kleingewässer als Lebensraum von Rotbauchunke und Kammmolch
  • Fruchtbare Moränenböden mit intensiver Acker- und Grünlandnutzung

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen in Schleswig-Holstein, von den unteren Naturschutzbehörden der Kreise bis zum Landesamt für Umwelt. Im Naturraum D23 begleiten wir Vorhabenträger bei der Flächensicherung, der Maßnahmenplanung nach der Ökokonto-VO und der Anerkennung von Ökopunkten als vorgezogene Kompensation.

Kompensation im D23

Typische Maßnahmen im Naturraum D23

🌳

Knick-Neuanlage und Knickpflege

Wiederherstellung und fachgerechte Pflege von Wallhecken, dem prägenden und gesetzlich geschützten Landschaftselement Schleswig-Holsteins, mit hohem Biotopwert und Vernetzungsfunktion.

🐸

Kleingewässer und Amphibientümpel

Neuanlage und Optimierung besonnter Stillgewässer als Laichhabitat für Rotbauchunke und Kammmolch, geeignet als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland in Niederungen und Seeuferbereichen als Lebensraum für Wiesenvögel wie den Kiebitz.

💧

Gewässerrenaturierung

Entwicklung naturnaher Fließgewässer, Uferrandstreifen und Seeufer, die Steilufer und strukturreiche Gewässer für den Eisvogel schaffen.

🌲

Naturnaher Waldumbau

Entwicklung standortgerechter Buchen- und Eichen-Hainbuchenwälder auf Moränenstandorten, klimaresilient und langfristig dinglich gesichert.

🦇

Artenschutz CEF/FCS

Maßgeschneiderte Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen, etwa Fledermausquartiere, Haselmaus-Vernetzung in Knicks und Habitatschutz für streng geschützte Arten.

Artenvielfalt D23

Geschützte Arten im Schleswig-Holsteinisches Hügelland

🐸

Rotbauchunke

Charakteristische, stark gefährdete Amphibienart der ostholsteinischen Kleingewässer und Knicklandschaft, europäisch streng geschützt nach FFH-Anhang IV.

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🦎

Kammmolch

Größter heimischer Molch, an fischfreie, gut besonnte Kleingewässer gebunden und Art der FFH-Anhänge II und IV, häufig Gegenstand von CEF-Maßnahmen.

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🦅

Seeadler

Greifvogel mit einem deutschen Verbreitungsschwerpunkt in der seen- und waldreichen Holsteinischen Schweiz und im Naturpark Lauenburgische Seen.

🐦

Eisvogel

Brütet an Steilufern naturnaher Fließgewässer und Seen, profitiert von Gewässerrenaturierungen und strukturreichen Uferbereichen.

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🐭

Haselmaus

Nachtaktiver Bilch der Knicks, Gehölze und Waldränder, auf durchgängige Gehölzstrukturen angewiesen und streng geschützt nach FFH-Anhang IV.

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🦇

Fledermäuse

Arten wie Teich- und Breitflügelfledermaus jagen über Seen, Knicks und Waldrändern und benötigen Quartiere sowie vernetzte Leitstrukturen.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D23

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D23

Das Schleswig-Holsteinische Hügelland liegt vollständig in Schleswig-Holstein und umfasst den östlichen, seenreichen Teil des Landes von Angeln über die Holsteinische Schweiz bis zum Herzogtum Lauenburg.
In Schleswig-Holstein richtet sich die Kompensation nach der Ökokonto-VO und dem Biotopwertverfahren. Der ökologische Aufwertungsgewinn wird in Ökopunkten ausgedrückt, wobei ein Ökopunkt einem Quadratmeter entspricht.
Ökopunkte entstehen, wenn eine Fläche naturschutzfachlich aufgewertet und als Ökokonto anerkannt wird. Sie lassen sich später als vorgezogene Kompensation auf ausgleichspflichtige Eingriffe anrechnen.
Im Hügelland sind unter anderem Rotbauchunke, Kammmolch, Haselmaus, Fledermäuse und der Seeadler relevant. Für streng geschützte Arten nach § 44 BNatSchG können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) erforderlich sein.
Knicks, also die typischen Wallhecken Schleswig-Holsteins, sind gesetzlich geschützte Biotope mit hohem Biotopwert. Ihre Neuanlage und fachgerechte Pflege sind anerkannte und wirkungsvolle Kompensationsmaßnahmen.
Ja. greeNature arbeitet bundesweit und kennt die Landesregelungen sowie die zuständigen Behörden in Schleswig-Holstein. Wir begleiten Vorhaben im Naturraum D23 von der Flächensuche bis zur behördlichen Anerkennung.
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