Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Naturraum · Schleswig-Holstein
D21

Ökopunkte im Naturraum D21
Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln

Ökopunkte im Naturraum D21 entstehen dort, wo Marschgrünland, Salzwiesen und Feuchtlebensräume der schleswig-holsteinischen Nordseeküste ökologisch aufgewertet werden. greeNature entwickelt und betreut naturraumtreue Kompensationsflächen nach der Ökokonto-VO Schleswig-Holsteins, von der Konzeption bis zur dauerhaften Pflege.

D21
BfN-Haupteinheit
Schleswig-Holstein
Bundesland
Seemarsch und Nordseeinseln
Prägende Landschaft
Ökokonto-VO SH
Landeskompensation
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D21 im Überblick

Der Naturraum D21, die Schleswig-Holsteinische Marsch (amtlich Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln), zieht sich als schmales Band entlang der Nordseeküste. Er reicht von der dänischen Grenze im Norden über den Westteil des Kreises Nordfriesland mit der Halbinsel Eiderstedt bis in den Westen des Kreises Dithmarschen und nach Brunsbüttel an der Elbmündung. Dazu gehören die Geestkerninseln Sylt, Amrum und Föhr, die eingedeichten Marschinseln Pellworm und Nordstrand, die Halligen sowie die Felseninsel Helgoland. Die Landschaft ist flach und liegt vielerorts nahe dem oder unter dem Meeresspiegel, geschützt durch ein durchgehendes System von Deichen.

Geologisch handelt es sich um junge Seemarsch aus marinen Ablagerungen der Nordsee. Die fruchtbaren Kleiböden werden überwiegend als Grünland und Acker genutzt und über Gräben, Grüppen, Siele und Schöpfwerke entwässert. Charakteristisch sind die Köge, also eingedeichtes Neuland, das der See über Jahrhunderte abgewonnen wurde. Die Geestkerne der Nordfriesischen Inseln bestehen dagegen aus pleistozänen Sanden und tragen Dünen, Heiden und Kliffs. Seewärts der Deiche schließen sich Vorländer und Salzwiesen an, die in das Wattenmeer übergehen.

Ökologisch ist die grünlandgeprägte Marsch von internationaler Bedeutung. Sie zählt zu den wichtigsten Brutgebieten für Wiesen- und Küstenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel und Säbelschnäbler und ist zugleich ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für arktische Gänse. Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer grenzen unmittelbar an. Großflächige Köge wie der Beltringharder Koog und der Speicherkoog Dithmarschen sind heute wertvolle Naturschutz- und Vogelschutzgebiete.

Für die Kompensation richtet sich die Eingriffsregelung in Schleswig-Holstein nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz. Aufwertungen lassen sich über das Ökokonto nach der Ökokonto-VO bevorraten und als Ökopunkte für spätere Eingriffe nutzen. Da der Ausgleich möglichst im betroffenen Naturraum wirksam werden soll, kommt der naturraumtreuen Flächenauswahl im Raum D21 besondere Bedeutung zu. Marschtypische Maßnahmen wie Wiesenvogelschutz, Wiedervernässung und Salzwiesenentwicklung schaffen hier einen hohen naturschutzfachlichen Wert.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

📍 Enthaltene Landkreise

Nordfriesland (tlw.)Dithmarschen (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer grenzen unmittelbar an die Marsch.
  • Geestkerninseln Sylt, Amrum und Föhr mit Dünen, Heiden und Kliffs sowie die Halligen als weltweit besondere Landschaftsform.
  • International bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für Wiesen- und Küstenvögel sowie für arktische Gänse.
  • Fruchtbare Kleiböden der Seemarsch, überwiegend als Grünland genutzt und über Gräben, Siele und Schöpfwerke entwässert.
  • Großflächige Köge wie der Beltringharder Koog und der Speicherkoog Dithmarschen als Naturschutz- und Vogelschutzgebiete.
  • Salzwiesen und Vorländer als naturnahe Übergangslebensräume zwischen Land und Watt.
  • Die Halbinsel Eiderstedt als traditionell bedeutender Wiesenvogel-Lebensraum.

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die Naturschutzbehörden und das Landesrecht Schleswig-Holsteins. Für den Naturraum D21 sichern wir geeignete Flächen in den Marschen und auf den Inseln, planen die Aufwertung nach der Eingriffsregelung und der Ökokonto-VO und stimmen die Maßnahmen mit den unteren Naturschutzbehörden, den Wasser- und Bodenverbänden sowie den Flächeneigentümern ab. Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir aus einer Hand. Weil der Ausgleich in Schleswig-Holstein möglichst naturraumtreu erfolgen soll, achten wir auf marschtypische Maßnahmen wie Wiesenvogelschutz, Wiedervernässung und Salzwiesenentwicklung. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.

Kompensation im D21

Typische Maßnahmen im Naturraum D21

🐦

Wiesenvogelschutz im Feuchtgrünland

Extensive Beweidung, späte Mahd, angehobene Wasserstände und die Anlage von Blänken sichern in der Marsch die Brutplätze von Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel und lassen sich als produktionsintegrierte Kompensation umsetzen.

💧

Wiedervernässung und Grabenrandgestaltung

Das Anheben der Wasserstände sowie die naturnahe Gestaltung von Marschgräben, Grüppen und Kleingewässern schafft Feuchtlebensräume und wertet zuvor stark entwässerte Flächen deutlich auf.

🌾

Umwandlung von Acker in Dauergrünland

Die Rückführung intensiv genutzter Marschäcker in extensiv genutztes, spät gemähtes Dauergrünland stärkt Wiesenvögel und Bodenbrüter und mindert zugleich Nährstoffausträge in die Gewässer.

🌊

Salzwiesen- und Vorlandentwicklung

Beweidungsverzicht oder extensive Beweidung im Deichvorland fördert naturnahe Salzwiesen als Brut- und Rasthabitat und stärkt zugleich den natürlichen Küstenschutz vor dem Deich.

🐸

Kleingewässer und Priele für Amphibien

Die Neuanlage besonnter, fischfreier Kleingewässer und die Wiederherstellung von Prielstrukturen fördern Amphibien und Libellen und vernetzen die Feuchtlebensräume im Marschgrünland.

🏝️

Dünen- und Heidepflege auf den Inseln

Entkusselung, extensive Beweidung und das Offenhalten von Sandflächen auf den Geestkernen von Sylt, Amrum und Föhr erhalten die Dünen- und Heidelebensräume und ihre spezialisierten Arten.

Artenvielfalt D21

Geschützte Arten im Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln

🐦

Kiebitz

Charakterart des Marschgrünlands. Der Kiebitz brütet auf offenen, feuchten Wiesen und Weiden und profitiert von hohen Wasserständen, Blänken und später Mahd, die sich gut als CEF- und Kompensationsmaßnahmen umsetzen lassen.

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🪶

Uferschnepfe und Rotschenkel

Die Marschen zählen zu den wichtigsten Brutgebieten dieser Wiesenlimikolen in Deutschland. Sie benötigen feuchtes, extensiv genutztes Grünland mit weichem, stocherfähigem Boden und guter Übersicht.

🌾

Feldlerche

Die Feldlerche brütet in der offenen Marsch aus Grünland und Acker. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Randstreifen verbessern ihren Bruterfolg und lassen sich als Kompensation anrechnen.

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Ringel- und Nonnengänse

Das Wattenmeer und die angrenzenden Köge und Salzwiesen sind international bedeutende Rast- und Überwinterungsgebiete für arktische Gänse. Extensives Grünland und ungestörte Rastflächen sichern die Bestände.

🦎

Zauneidechse

Die Zauneidechse besiedelt Dünen, Binnendünen und Heideflächen der Geestkerninseln sowie trockenwarme Böschungen. Für die streng geschützte Art nach § 44 BNatSchG sind besonnte Sandstrukturen und Lesesteinhaufen wichtige CEF-Bausteine.

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🐸

Amphibien der Marschgräben

In wenig belasteten Gräben und Kleingewässern der Marsch leben Amphibien wie Moorfrosch und Kammmolch. Naturnahe Grabenränder und neu angelegte Kleingewässer fördern ihre Bestände und den Biotopverbund.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D21

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

D27
Stader Geest
D28
Lüneburger Heide
Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D21

Sie bildet die BfN-Haupteinheit D21 (amtlich Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln) und umfasst die Nordseemarschen sowie die Inseln und Halligen an der Westküste Schleswig-Holsteins. Angrenzende Naturräume sind die Schleswig-Holsteinische Geest (D27) und die Untere Elbeniederung (D28).
Der Naturraum D21 liegt vollständig in Schleswig-Holstein, vor allem im Westen der Kreise Nordfriesland und Dithmarschen. Die Insel Helgoland gehört zum Kreis Pinneberg.
In Schleswig-Holstein richtet sich die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz. Aufwertungsmaßnahmen können über das Ökokonto nach der Ökokonto-VO umgesetzt und als Ökopunkte für spätere Eingriffe genutzt werden. Der Ausgleich soll dabei möglichst im betroffenen Naturraum wirksam werden.
Zum Charakter des Naturraums passen der Wiesenvogelschutz im Feuchtgrünland, die Wiedervernässung und Grabenrandgestaltung, die Umwandlung von Acker in extensives Dauergrünland, die Salzwiesen- und Vorlandentwicklung, die Anlage von Kleingewässern für Amphibien sowie die Dünen- und Heidepflege auf den Nordfriesischen Inseln.
Die Preise für Ökopunkte hängen von Lage, Maßnahmentyp, Verfügbarkeit und Vertragsbedingungen ab. Pauschale Angaben sind nicht möglich. greeNature erstellt Ihnen auf Basis Ihres konkreten Kompensationsbedarfs ein transparentes, individuelles Angebot.
greeNature sichert geeignete Flächen im Naturraum D21, plant die Aufwertung nach der Ökokonto-VO, stimmt die Maßnahmen mit den Behörden und Verbänden ab und übernimmt Umsetzung, Pflege und Monitoring. So erhalten Vorhabenträger und Kommunen naturraumtreue Kompensation aus einer Hand.
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