
Ökopunkte im Naturraum D19
Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Der Naturraum D19, Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland, umfasst die fruchtbaren Lösslandschaften und die Elbtalweitung um Meißen, Dresden und Riesa. greeNature entwickelt und betreut hier naturraumtreue Ausgleichsflächen und Ökokonten nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung, von der Flächensicherung bis zur dauerhaften Pflege.
Der Naturraum D19 im Überblick
Der Naturraum D19, Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland, erstreckt sich beiderseits der mittleren Elbe um Meißen, Dresden und Riesa. Es verbindet die weiten Lösshügellandschaften der Lommatzscher Pflege (linkselbisch) und der Großenhainer Pflege (rechtselbisch) mit der Dresdner Elbtalweitung und dem Elbe-Durchbruchstal bei Meißen.
Über dem Untergrund aus Rotliegend, Porphyr und Gneis liegen mächtige, während der Eiszeiten abgelagerte Lössdecken, aus denen tiefgründige, sehr fruchtbare Böden hervorgegangen sind. Die Lommatzscher Pflege gilt als Kornkammer Sachsens und zählt zu den ertragreichsten Ackerlandschaften Deutschlands.
Prägend ist das Band der Elbe mit ihren Auenwiesen, Altwässern und steilen, südexponierten Talhängen. Auf den warmen Porphyrkuppen und Terrassenhängen zwischen Radebeul, Meißen und Diesbar-Seußlitz liegt das Weinbaugebiet Sächsisches Elbland, eine der nördlichsten Weinregionen Deutschlands mit Trockenmauern und Weinbergterrassen.
Aus dieser Vielfalt (fruchtbares Offenland, Elbaue und wärmeliebende Trockenstandorte) ergeben sich unterschiedlichste Ansätze für die Kompensation. Nach der Eingriffsregelung sollen Ausgleich und Ersatz möglichst im betroffenen Naturraum wirksam werden, was die naturraumtreue Flächenauswahl im Elb- und Lösshügelland besonders wichtig macht.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Lommatzscher Pflege und Großenhainer Pflege mit den fruchtbarsten Lössböden Sachsens, eine historische Altsiedellandschaft und traditionelle Kornkammer des Landes.
- Weinbaugebiet Sächsisches Elbland (Radebeul, Meißen, Diesbar-Seußlitz), eine der nördlichsten und kleinsten Weinregionen Deutschlands mit Steillagen und Trockenmauern.
- EU-Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet Elbtal zwischen Schöna und Mühlberg, eines der wichtigsten Brutgebiete des Wachtelkönigs im Freistaat Sachsen.
- Elbaue mit Auenwiesen, Altwässern und einer bedeutenden Population des Elbebibers.
- Trockenwarme Elbtalhänge und Porphyrkuppen (unter anderem das Spaargebirge bei Meißen) mit Trockenrasen und wärmeliebenden Arten.
- Naturschutzgebiet Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain nördlich von Riesa mit Sandheiden, Binnendünen und Sandtrockenrasen.
- Die Elbe als überregionaler Biotopverbund und Wanderkorridor durch Sachsen.
✅ greeNature in der Region
greeNature ist als Partner für Naturschutz-Kompensation im Sächsischen Elb- und Lösshügelland aktiv und entwickelt Ökokonto- und Ausgleichsflächen gemeinsam mit Grundeigentümern, Landwirten, Winzern und Kommunen. Wir sichern geeignete Flächen, planen naturraumtypische Maßnahmen nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und übernehmen Umsetzung, dauerhafte Pflege und Dokumentation für die Anerkennung durch die zuständigen Naturschutzbehörden. Weil die Eingriffsregelung eine räumliche Nähe von Eingriff und Ausgleich vorsieht, achten wir darauf, dass Kompensation möglichst im betroffenen Naturraum wirksam wird, etwa über Auengrünland, Trockenrasen an den Elbtalhängen oder die Aufwertung der Lössackerlandschaft. Besteht artenschutzrechtlicher Bedarf nach § 44 BNatSchG, konzipieren wir auch vorgezogene CEF-Maßnahmen, die die ökologische Funktion für die betroffenen Arten durchgängig sichern.
Typische Maßnahmen im Naturraum D19
Ackerrandstreifen und Blühflächen
Anlage extensiver Ackerrandstreifen, mehrjähriger Blühflächen und von Feldlerchenfenstern in der intensiv genutzten Lössackerlandschaft der Lommatzscher und Großenhainer Pflege. Diese Strukturen fördern Feldvögel, Insekten und die Restvorkommen des Feldhamsters.
Trockenrasen und Weinbergsbrachen
Entbuschung, extensive Beweidung und Erhalt von Trockenrasen, Weinbergsbrachen und Trockenmauern an den warmen, südexponierten Elbtalhängen und Porphyrkuppen. Diese Standorte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen des Naturraums.
Auengrünland und Wiesenbrüterschutz
Extensivierung und Wiedervernässung von Auenwiesen entlang der Elbe mit angepasstem, spätem Mahdregime. Solche Flächen sichern Wiesenbrüter wie Wachtelkönig und Kiebitz und lassen sich als produktionsintegrierte Kompensation umsetzen.
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Entwicklung von Steilwänden und Ufergehölzen an Elbe-Nebenbächen wie Ketzerbach, Jahna und Döllnitz. Naturnahe Gewässer verbessern die Lebensräume für Eisvogel und Biber.
Kleingewässer und Amphibienlaichgewässer
Neuanlage besonnter, fischfreier Tümpel und Kleingewässer in der Elbaue und in der Feldflur. Als CEF-Maßnahmen sichern sie Fortpflanzungsstätten für Kammmolch und Rotbauchunke und werten den Biotopverbund auf.
Hecken, Feldgehölze und Streuobst
Anlage von Hecken, Feldgehölzen, Säumen und hochstämmigen Streuobstwiesen zur Biotopvernetzung in der ausgeräumten Lösslandschaft. Diese Trittsteinbiotope fördern Höhlenbrüter, Insekten und Kleinsäuger.
Geschützte Arten im Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Feldlerche
Charakterart der offenen Lössackerlandschaft. Sie brütet am Boden und leidet unter dichten, gleichförmigen Feldbeständen. Ackerrandstreifen, Blühflächen und Feldlerchenfenster verbessern ihren Bruterfolg und lassen sich als Kompensation anrechnen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sie besiedelt Weinbergsmauern, besonnte Böschungen und Säume der Elbtalhänge sowie die Sandheiden der Gohrischheide. Für die streng geschützte Art sind Trockenmauern, Lesesteinhaufen und offene Sandstellen als Lebens- und Fortpflanzungsraum entscheidend.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Der Eisvogel besiedelt die Elbe und ihre Nebenbäche. Er benötigt naturnahe Ufer mit Steilwänden für die Brut sowie klare, fischreiche Gewässer. Gewässerrenaturierungen und die Entwicklung von Uferstrukturen schaffen geeignete Lebensräume.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Alte Weinbergskeller, Elbschlösser, Stollen und Baumhöhlen sind Quartiere für zahlreiche Arten, darunter die Mopsfledermaus in der Gohrischheide. Quartiersicherung und der Erhalt von Jagdhabitaten entlang der Elbtalhänge sind wirksame Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenbrüter
Der Kiebitz brütet in feuchten Senken und Auenwiesen der Elbaue, in der auch der Wachtelkönig eines seiner wichtigsten sächsischen Brutgebiete besitzt. Extensives Grünland, Nassstellen und späte Mahd sichern diese Bestände.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch laicht in fischfreien Kleingewässern und Tümpeln der Elbaue und der Feldflur. Die Art der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie profitiert von der Neuanlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer, die sich gut als Kompensationsmaßnahme eignen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D19
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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