Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Naturraum · Brandenburg und Berlin
D12

Ökopunkte im Naturraum D12
Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Naturraum D12. greeNature begleitet Ihre Kompensation nach der Brandenburger Eingriffsregelung (HVE) bundesweit und mit genauer Kenntnis der zuständigen Naturschutzbehörden.

Brandenburg & Berlin
Bundesländer
Heide- & Seenlandschaft
Prägende Landschaft
verbal-argumentativ
Bewertung (HVE)
D12
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D12 im Überblick

Der Naturraum D12, Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet, prägt weite Teile des Landes Brandenburg und reicht bis in den Südwesten Berlins. Es handelt sich um eine junge Moränenlandschaft der Weichsel-Eiszeit, in der sich flache Grundmoränenplatten wie die Nauener und die Teltower Platte mit breiten Niederungen von Havel, Nuthe und Notte abwechseln. Zahlreiche Seen, darunter der Scharmützelsee und der Schwielochsee, geben der Region ihren Charakter.

Geologisch dominieren nährstoffarme Sande auf Sandern und Talsandflächen. Auf diesen mageren Standorten stocken ausgedehnte Kiefernforste, dazwischen liegen offene Heideflächen und Sandtrockenrasen. In den grundwassernahen Niederungen haben sich Niedermoore entwickelt, die vielerorts entwässert wurden und heute ein hohes Potenzial für Wiedervernässung und Kompensation bieten.

Ökologisch ist der Naturraum durch das enge Nebeneinander von Gewässern, Wäldern und Feuchtgebieten wertvoll. Die seenreiche Landschaft ist ein Schwerpunktraum für Fischadler und Seeadler, klare Fließgewässer wie das Schlaubetal beherbergen den Eisvogel, und die zahlreichen Kleingewässer sind Lebensraum von Rotbauchunke und Kammmolch. Feuchtgebiete wie die Nuthe-Nieplitz-Niederung sind bedeutende Brut- und Rastgebiete.

Für die Kompensation gilt in Brandenburg die Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Die Bewertung von Eingriff und Ausgleich erfolgt nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) überwiegend verbal-argumentativ. Ökokonten sind über das Brandenburgische Naturschutzausführungsgesetz verankert. Maßgeblich ist die räumliche Bindung an den Naturraum nach dem Landschaftsprogramm (LaPro), die bei der Auswahl geeigneter Flächen sorgfältig zu beachten ist.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

📍 Enthaltene Landkreise

PotsdamOder-Spree (tlw.)Brandenburg an der Havel (tlw.)Dahme-Spreewald (tlw.)Potsdam-Mittelmark (tlw.)Teltow-Fläming (tlw.)Havelland (tlw.)Spree-Neiße (tlw.)Frankfurt (Oder) (tlw.)Jerichower Land (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Seenreiche Jungmoränenlandschaft der Weichsel-Eiszeit mit Scharmützelsee und Schwielochsee
  • Ausgedehnte Kiefernforste auf nährstoffarmen Sandern, mit hohem Potenzial für naturnahen Waldumbau
  • Grundmoränenplatten (Nauener und Teltower Platte) im Wechsel mit weiten Niederungen
  • Niedermoore in den Tälern von Havel, Nuthe und Notte, vielerorts für Wiedervernässung geeignet
  • Schlaubetal als naturnahes Fließgewässer mit hoher Bedeutung für Eisvogel und Fischotter
  • Südwestliche Randlagen Berlins liegen naturräumlich innerhalb des D12

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die brandenburgische Verwaltungspraxis, die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörden und die verbal-argumentative Bewertung nach der HVE. Wir berücksichtigen, dass die Kompensation in Brandenburg an den Naturraum gebunden ist und dabei die feinere Gliederung des Landschaftsprogramms (LaPro) maßgeblich ist. So sichern wir die rechtssichere Anrechenbarkeit Ihrer Maßnahmen im Naturraum D12.

Kompensation im D12

Typische Maßnahmen im Naturraum D12

💧

Moorwiedervernässung

Anhebung der Wasserstände in entwässerten Niedermooren der Havel-, Nuthe- und Notteniederung. Hoher ökologischer Aufwertungswert, Bindung von Kohlenstoff und Lebensraum für Wat- und Wiesenvögel.

🐸

Kleingewässer & Sölle

Neuanlage und Sanierung von Kleingewässern und Söllen als Laichhabitate für Rotbauchunke und Kammmolch, ergänzt um Landlebensräume als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG.

🌾

Heide & Sandtrockenrasen

Entwicklung und Pflege offener Heideflächen und Sandtrockenrasen auf den nährstoffarmen Sandern, Lebensraum für Zauneidechse, Ziegenmelker und wärmeliebende Insekten.

🌲

Naturnaher Waldumbau

Überführung strukturarmer Kiefernforste in standortgerechte Kiefern-Laubmischwälder mit Eiche und Buche, für mehr Struktur, Klimaresilienz und Artenvielfalt.

🌊

Gewässerrenaturierung

Renaturierung von Fließgewässern wie Dahme, Spree und Schlaube mit Uferentwicklung, Sohlanhebung und Auwald, als Lebensraum für Eisvogel und Fischotter.

🌿

Grünland-Extensivierung

Extensivierung feuchter Niederungswiesen in Nuthe-Nieplitz und angrenzenden Talzügen, mit angepasster Mahd und Beweidung für Wiesenbrüter wie den Kiebitz.

Artenvielfalt D12

Geschützte Arten im Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet

🦅

Fischadler & Seeadler

Die seenreiche Landschaft des D12 ist ein Schwerpunktraum für Fischadler und Seeadler. Horstschutz, ungestörte Gewässer und störungsarme Altholzbestände sind hier entscheidende Faktoren.

🐦

Eisvogel

An klaren Fließgewässern wie dem Schlaubetal und den Uferzonen der Dahme brütet der Eisvogel in Steilwänden. Renaturierung und Uferabbrüche sichern geeignete Bruthabitate.

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🦎

Zauneidechse

Sandtrockenrasen, Heideflächen und lichte Kiefernwälder auf den Sandern bieten der Zauneidechse Lebensraum. Anlage von Sandlinsen, Totholz und Lesesteinhaufen dient als CEF-Maßnahme.

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🐸

Rotbauchunke & Kammmolch

Die zahlreichen Kleingewässer und Sölle der Grundmoränenplatten beherbergen Rotbauchunke und Kammmolch. Gewässerneuanlage und Vernetzung von Landlebensräumen fördern die Bestände.

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🦇

Fledermäuse

Alte Laubwälder, Gewässer und Höhlenbäume bieten Arten wie Großem Mausohr und Mopsfledermaus Quartier und Jagdrevier. Quartier- und Habitatmaßnahmen sind nach HVE anrechenbar.

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🐦

Kiebitz & Wiesenbrüter

Feuchte Niederungswiesen in Nuthe-Nieplitz und den Talzügen sind Brutgebiet für Kiebitz und weitere Wiesenbrüter. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung sichern die Habitate.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D12

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Weitere Naturräume

Ökopunkte in benachbarten Naturräumen

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Mecklenburgische Seenplatte
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Nordostmecklenburgisches Tiefland mit Oderhaffgebiet
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Fläming
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Oberlausitzer Heideland
Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D12

Der Naturraum D12, Mittelbrandenburgische Platten und Niederungen sowie Ostbrandenburgisches Heide- und Seengebiet, liegt weit überwiegend im Land Brandenburg. Er umfasst zentrale und östliche Teile des Landes, darunter Räume um Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Auch südwestliche Randlagen Berlins gehören naturräumlich dazu.
In Brandenburg richtet sich die Kompensation nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG. Eingriff und Ausgleich werden nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) überwiegend verbal-argumentativ bewertet, standardisierte Punktetabellen kommen nicht zur Anwendung. Ökokonten sind über das Brandenburgische Naturschutzausführungsgesetz verankert.
Ja. In Brandenburg soll der Ausgleich innerhalb desselben Naturraums und möglichst im betroffenen Landkreis erfolgen. Maßgeblich ist dabei die feinere Gliederung des Landschaftsprogramms (LaPro), die den Bundes-Naturraum D12 weiter untergliedert. Für die rechtssichere Anrechenbarkeit ist deshalb die LaPro-Zuordnung und nicht allein der BfN-Code entscheidend.
Verbreitet sind die Wiedervernässung entwässerter Niedermoore in den Niederungen, die Neuanlage von Kleingewässern für Rotbauchunke und Kammmolch, die Entwicklung von Heideflächen und Sandtrockenrasen, der naturnahe Umbau von Kiefernforsten sowie die Renaturierung von Fließgewässern wie Dahme, Spree und Schlaube.
Kennzeichnend ist das enge Nebeneinander von Seen, Kiefernwäldern, Heiden und Feuchtgebieten in einer jungen Moränenlandschaft. Die seenreiche Region ist ein Schwerpunktraum für Fischadler und Seeadler, klare Fließgewässer beherbergen den Eisvogel, und die vielen Kleingewässer sind Lebensraum bedrohter Amphibien wie der Rotbauchunke.
Bei dauerhaften Eingriffen sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dauerhaft zu sichern und zu unterhalten. Die Sicherung erfolgt in der Regel dinglich oder vertraglich über lange Zeiträume. greeNature übernimmt die vollständige Flächenbetreuung, die Pflegedokumentation und die Berichterstattung gegenüber den Behörden.
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