
Ökopunkte im Naturraum D11
Fläming
Der Fläming (BfN-Haupteinheit D11) liegt überwiegend im südwestlichen Brandenburg und reicht bis in den Osten Sachsen-Anhalts. greeNature entwickelt hier Kompensations- und Ökokonto-Maßnahmen mit räumlichem Bezug zum Eingriff und bringt sie in die verbal-argumentative Bewertung nach den brandenburgischen Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung ein. Als bundesweit tätiger Partner kennen wir die zuständigen Behörden und das Landesrecht der Region.
Der Naturraum D11 im Überblick
Der Fläming ist ein Höhenzug im Norddeutschen Tiefland und erstreckt sich von der Gegend um Magdeburg über rund 100 Kilometer nach Osten bis zur Dahme. Er gehört überwiegend zum südwestlichen Brandenburg und greift im Westen auf den Osten Sachsen-Anhalts über. Naturräumlich untergliedert er sich in den stärker reliefierten Hohen Fläming im Westen und den flacheren Niederen Fläming im Osten.
Anders als weite Teile Brandenburgs ist der Fläming durch die ältere Saale-Kaltzeit geprägt. Grund- und Stauchendmoränen sowie Sander bauen den Rücken auf und erreichen im Hagelberg 200,3 m ü. NHN. Charakteristisch sind tief eingeschnittene Trockentäler, die im Fläming Rummeln genannt werden, dazu naturnahe Fließgewässer wie Plane, Nuthe und Nieplitz, die nach Norden zu Havel und Spree entwässern.
Große Flächen tragen Kiefernforste, in die sich Buchen- und Eichenwaldinseln, Quellmoore und Erlenbrüche einfügen. Der Naturpark Hoher Fläming sichert einen bedeutenden Teil dieser Landschaft in Brandenburg. Die offenen Ackerlandschaften des Niederen Fläming sind unter anderem als Wintereinstandsgebiet der Großtrappe bekannt und beherbergen artenreiche Brutvogelvorkommen. Diese Vielfalt aus Wald, Offenland und Feuchtlebensräumen bietet ein breites Spektrum für wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Der Hauptteil des Naturraums liegt in Brandenburg. Dort wird die Eingriffsregelung nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) umgesetzt. Brandenburg schreibt kein festes Punktesystem vor, sondern bewertet Eingriff und Ausgleich verbal-argumentativ und berücksichtigt dabei die Besonderheiten des Einzelfalls. Vorgezogene Maßnahmen lassen sich über ein naturschutzrechtliches Ökokonto nach dem BbgNatSchAG bevorraten. Für den sachsen-anhaltischen Anteil des Fläming gilt das dortige Landesrecht mit eigenem Bewertungs- und Ökokontomodell.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Stauchendmoränen der Saale-Kaltzeit mit Höhen bis rund 200 m, eine seltene Reliefinsel im flachen Norddeutschen Tiefland
- Tief eingeschnittene Trockentäler, im Fläming Rummeln genannt, prägen das Landschaftsbild
- Ausgedehnte Kiefernforste mit eingestreuten Buchen- und Eichenwaldinseln
- Quellmoore, Erlenbrüche und naturnahe Fließgewässer wie Plane, Nuthe und Nieplitz
- Naturpark Hoher Fläming als großflächiges Schutzgebiet im brandenburgischen Teil
- Offene Ackerlandschaften des Niederen Fläming, unter anderem als Wintereinstandsgebiet der Großtrappe bekannt
- Sandtrockenrasen und Heideflächen auf nährstoffarmen, sandigen Böden
✅ greeNature in der Region
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben im Fläming über die Landesgrenze von Brandenburg und Sachsen-Anhalt hinweg. Wir kennen die zuständigen unteren Naturschutzbehörden der beteiligten Landkreise sowie die maßgeblichen Regelwerke, in Brandenburg die verbal-argumentative Bewertung nach den HVE und das Ökokonto nach BbgNatSchAG, in Sachsen-Anhalt das dortige Landesmodell. So stellen wir sicher, dass Maßnahmen fachlich anerkannt und rechtssicher angerechnet werden.
Typische Maßnahmen im Naturraum D11
Waldumbau naturferner Kiefernforste
Die Entwicklung strukturreicher Laub- und Mischwälder aus einförmigen Kiefernforsten verbessert Bodenschutz, Wasserhaushalt und Lebensraumqualität und lässt sich als Aufwertung anrechnen.
Renaturierung von Fließgewässern
An Fläming-Bächen wie Plane und Nuthe schaffen der Rückbau von Verbauungen und die Entwicklung naturnaher Ufer- und Sohlstrukturen wertvolle Habitate für Eisvogel und Gewässerfauna.
Extensivierung von Ackerflächen
Die extensive Bewirtschaftung mit Blühstreifen und Ackerrandsäumen im Niederen Fläming stärkt Feldvögel wie die Feldlerche und wertet ausgeräumte Offenlandschaften auf.
Anlage und Sanierung von Kleingewässern
Neue und wiederhergestellte Tümpel und Feldsölle fördern Amphibien und Libellen und ergänzen die Feuchtlebensräume der Quellmoore und Talniederungen.
Sandtrockenrasen und Heide entwickeln
Entbuschung und extensive Beweidung auf nährstoffarmen Sandböden fördern Sandtrockenrasen und Heiden als Lebensraum wärmeliebender Arten wie der Zauneidechse.
Wiedervernässung von Mooren und Erlenbrüchen
Die Wiedervernässung entwässerter Quellmoore und Erlenbruchwälder bindet Kohlenstoff, stabilisiert den Landschaftswasserhaushalt und schafft hochwertige Kompensationsflächen.
Geschützte Arten im Fläming
Feldlerche
Charakterart der offenen Ackerlandschaften im Niederen Fläming. Sie profitiert von Extensivierung, Blühstreifen und Lerchenfenstern und ist ein häufiger Bezugspunkt in der Eingriffsregelung.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die nach § 44 BNatSchG streng geschützte Art besiedelt Sandtrockenrasen, Waldränder und Böschungen. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene CEF-Maßnahmen erforderlich.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsempfindliche Art brütet in ruhigen, alten Waldbeständen des Fläming und jagt an naturnahen Fließgewässern und Feuchtwiesen. Der Erhalt großer Waldkomplexe ist entscheidend.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Wälder, Alleen und Gewässer des Fläming bieten Quartiere und Jagdreviere für mehrere streng geschützte Fledermausarten. Höhlenbäume und Quartiersangebote sind zentrale Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Der Wiesenbrüter besiedelt feuchtes Grünland und offene Ackerflächen. Feuchtgrünland-Entwicklung und die Anlage nasser Senken stärken die im Bestand rückläufige Art.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Fläming-Bächen wie Plane und Nuthe brütet der Eisvogel in Steilufern. Gewässerrenaturierung und der Erhalt strukturreicher Ufer verbessern seine Lebensbedingungen.
Mehr zur Art ›Ihr Weg zu Ökopunkten im D11
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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