Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume
Naturraum · Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern
D03

Ökopunkte im Naturraum D03
Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte

Anerkannte Kompensationsflächen und Ausgleichsmaßnahmen im Naturraum D03, dem Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte mit dem Uckermärkischen Hügelland. greeNature begleitet Ihr Vorhaben bundesweit als Full-Service-Partner, von der Flächenbereitstellung nach Brandenburger HVE und Flächenpoolverordnung bis zur langfristigen Pflege.

~2.900
km² Gesamtfläche
Brandenburg & MV
Bundesländer
Jungmoränen-Hügelland
Prägende Landschaft
D03
BfN-Haupteinheit
Landschaft und Ökologie

Der Naturraum D03 im Überblick

Der Naturraum D03, das Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte, umfasst das Uckermärkische Hügelland mit Uecker- und Randowtal. Er liegt überwiegend im Nordosten Brandenburgs und reicht mit den Tälern von Uecker und Randow bis nach Mecklenburg-Vorpommern. Die Weichsel-Eiszeit hat hier eine bewegte Jungmoränenlandschaft aus Grund- und Endmoränen, Sandern und zahlreichen Rinnenseen geformt. Prägend sind tausende Sölle, kleine eiszeitliche Toteisgewässer, die die offene Feldflur durchsetzen.

Auf den Endmoränenzügen stocken alte, naturnahe Buchenwälder, während die Niederungen von Kesselmooren, Kalk-Zwischenmooren und Feuchtwiesen geprägt sind. Hecken, Alleen und Feldgehölze gliedern die weite Agrarlandschaft und bilden ein wertvolles Biotopverbundnetz. Diese Strukturvielfalt macht die Uckermark zu einem der artenreichsten Räume Nordostdeutschlands.

Im Süden grenzt das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Grumsiner Buchenwald an, im Norden schließen der Naturpark Uckermärkische Seen sowie die Niederungen von Uecker und Randow an. Die großflächig unzerschnittenen Wälder und Feuchtgebiete sind bundesweit bedeutender Brutraum des Schreiadlers und Lebensraum von Schwarzstorch, Kranich, Seeadler, Fischotter und Biber.

Kompensation richtet sich im Hauptland Brandenburg nach der verbal-argumentativen Eingriffsbewertung gemäß den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE) sowie nach der Flächenpoolverordnung (FPV) über anerkannte Flächen- und Maßnahmenpools und Ökokonten. Für den mecklenburg-vorpommerschen Anteil gelten die dortigen landesrechtlichen Vorgaben. Rechtliche Grundlage bleibt die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG, ergänzt um den Artenschutz nach § 44 BNatSchG mit CEF- und gegebenenfalls FCS-Maßnahmen.

Blühfläche mit Kornblumen und Mohn, am Rand alte Kopfbäume

📍 Enthaltene Landkreise

Rostock (tlw.)Uckermark (tlw.)Mecklenburgische Seenplatte (tlw.)Vorpommern-Greifswald (tlw.)Barnim (tlw.)Vorpommern-Rügen (tlw.)

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Bundesweit bedeutender Brutraum des Schreiadlers
  • Tausende Sölle als eiszeitliche Kleingewässer und Amphibienlebensraum
  • Angrenzendes UNESCO-Weltnaturerbe Grumsiner Buchenwald im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin
  • Alte, naturnahe Buchenwälder auf den Endmoränenzügen
  • Uecker- und Randowtal als weiträumige Niederungs- und Feuchtlebensräume
  • Reich strukturierte Hecken-, Alleen- und Feldgehölzlandschaft
  • Rinnenseen, Kesselmoore und Kalk-Zwischenmoore der Jungmoräne

✅ greeNature in der Region

greeNature arbeitet bundesweit und kennt die naturschutzrechtlichen Anforderungen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Wir sind mit den unteren Naturschutzbehörden, dem Landesamt für Umwelt Brandenburg und den regionalen Flächenpools vertraut und begleiten die verbal-argumentative Eingriffsbewertung nach HVE ebenso wie die Anerkennung von Ökokonto-Maßnahmen im Naturraum D03.

Kompensation im D03

Typische Maßnahmen im Naturraum D03

💧

Sölle und Kleingewässer

Wiederherstellung und Neuanlage von Söllen und Kleingewässern in der Agrarlandschaft, Lebensraum für Rotbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch, mit Pufferstreifen gegen Nährstoffeinträge.

🌿

Feuchtgrünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland in den Niederungen von Uecker und Randow, angepasste Mahd und Wiedervernässung für Wiesenbrüter.

🌳

Buchenwald und Altholz

Erhalt und Entwicklung naturnaher Buchenwälder auf den Endmoränen, Alt- und Totholzanreicherung sowie Horstschutz als Lebensraum für Schreiadler, Schwarzstorch und Fledermäuse.

🌾

Hecken, Alleen, Feldgehölze

Anlage und Ergänzung von Hecken, Baumreihen und Feldgehölzen zur Biotopvernetzung in der offenen Feldflur, Trittsteinbiotope und Leitstrukturen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

🏞️

Gewässerrenaturierung

Renaturierung von Uecker, Randow und Nebengewässern, Anlage von Uferrandstreifen und Gehölzsäumen, Verbesserung der Durchgängigkeit als Lebensraum für Fischotter, Biber und Eisvogel.

🛡️

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Sicherung von Nahrungshabitaten des Schreiadlers, Feldlerchenfenster und Fledermausquartiere, abgestimmt auf das Landesrecht.

Artenvielfalt D03

Geschützte Arten im Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte

🦅

Schreiadler

Die Uckermark zählt zu den bundesweit wichtigsten Brutgebieten des Schreiadlers. Er benötigt störungsarme Wälder mit angrenzendem, extensiv genutztem Feucht- und Nassgrünland als Nahrungshabitat, das durch Horstschutz und Grünlandpflege gesichert wird.

🐦‍⬛

Schwarzstorch

Der Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, ruhigen Laubwäldern und sucht Nahrung an Waldbächen, Söllen und Feuchtwiesen. Maßnahmen zum Erhalt alter Waldbestände und naturnaher Kleingewässer kommen ihm unmittelbar zugute.

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🐸

Rotbauchunke und Laubfrosch

Die zahlreichen Sölle und Kleingewässer der Jungmoräne sind Lebensraum von Rotbauchunke, Laubfrosch und Moorfrosch. Typische Maßnahmen sind Neuanlage und Entschlammung von Kleingewässern sowie Pufferstreifen zur Ackerflur.

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🦎

Kammmolch

Der Kammmolch besiedelt fischfreie, gut besonnte Kleingewässer mit reicher Unterwasservegetation. Kompensationsmaßnahmen schaffen und vernetzen geeignete Laichgewässer mit strukturreichen Landlebensräumen im Umfeld.

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🐦

Eisvogel

An Uecker, Randow und den klaren Seen brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Gewässerrenaturierung, Uferrandstreifen und die Entwicklung von Abbruchkanten verbessern Brut- und Jagdreviere.

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🦇

Fledermäuse

Alte Buchenwälder und Alleen bieten Quartiere für waldgebundene Arten wie die Mopsfledermaus. Erhalt von Höhlenbäumen und Alt­holz sowie strukturreiche Jagdlebensräume sind hier typische Maßnahmen.

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So einfach geht es

Ihr Weg zu Ökopunkten im D03

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zum Naturraum D03

Der Kern des Uckermärkischen Hügellandes liegt im brandenburgischen Landkreis Uckermark. Nach Süden reicht er in Teile des Landkreises Barnim, im Norden greifen die Uecker- und Randowniederungen in die mecklenburg-vorpommerschen Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte über.
Im Hauptland Brandenburg erfolgt die Bewertung von Eingriff und Ausgleich überwiegend verbal-argumentativ nach den Hinweisen zum Vollzug der Eingriffsregelung (HVE), ergänzt um Biotoptypenkartierung. Anders als in Baden-Württemberg oder Bayern gibt es kein landesweit einheitliches Ökopunktesystem. Vorleistungen lassen sich über Flächen- und Maßnahmenpools sowie Ökokonten nach der Flächenpoolverordnung anrechnen. Für den mecklenburg-vorpommerschen Anteil gilt das dortige Landesrecht.
Die Kosten hängen von Lage, Maßnahmentyp, Flächenverfügbarkeit und Vertragsbedingungen ab und lassen sich nicht pauschal beziffern. greeNature erstellt Ihnen auf Basis Ihres konkreten Kompensationsbedarfs ein transparentes, individuelles Angebot. Sprechen Sie uns für eine unverbindliche Einschätzung an.
Verbreitet sind die Wiederherstellung von Söllen und Kleingewässern, die Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland in den Uecker- und Randowniederungen, der Erhalt naturnaher Buchenwälder mit Alt- und Totholz, die Anlage von Hecken und Alleen zur Biotopvernetzung sowie Gewässerrenaturierungen an Uecker und Randow.
Das Uckermärkische Hügelland ist eine reich gegliederte Jungmoränenlandschaft mit tausenden Söllen, Rinnenseen und Kesselmooren. Die alten Buchenwälder finden im angrenzenden UNESCO-Weltnaturerbe Grumsin ihren Höhepunkt. Als bundesweiter Verbreitungsschwerpunkt des Schreiadlers und Lebensraum von Schwarzstorch, Fischotter und Biber bietet der Raum ein hohes Potenzial für wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Ja. Neben der Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG greift der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG. Bei betroffenen Arten wie Schreiadler, Fledermäusen oder Amphibien können vorgezogene CEF-Maßnahmen und im Einzelfall FCS-Maßnahmen erforderlich werden. greeNature prüft die artenschutzrechtliche Betroffenheit und setzt die notwendigen Maßnahmen um.
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