
Ökopunkte im Naturraum D02
Nordostmecklenburgisches Tiefland mit Oderhaffgebiet
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Naturraum D02, bewertet nach den Hinweisen zur Eingriffsregelung und der Ökokontoverordnung Mecklenburg-Vorpommern (ÖkoKtoVO M-V). greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Ihre Kompensation im östlichen Vorpommern von der Bewertung bis zur anerkannten Maßnahme.
Der Naturraum D02 im Überblick
Der Naturraum D02, Nordostmecklenburgisches Tiefland mit Oderhaffgebiet, prägt weite Teile des östlichen Mecklenburg-Vorpommern zwischen der Ostseeküste im Norden und dem Rückland der Mecklenburg-Brandenburgischen Seenplatte im Süden. Es handelt sich um flach bis flachwellige Grundmoränenplatten aus der Weichsel-Eiszeit mit vergleichsweise nährstoffreichen Lehmböden. Diese guten Böden machen die Landschaft zu einem der wichtigsten Ackerbaugebiete des Landes, entsprechend gering fällt der Waldanteil aus.
Geologisch bestimmen Geschiebemergel und Grundmoräne das Bild, durchsetzt von zahlreichen Söllen (eiszeitlichen Toteislöchern) und von Niedermooren in den Schmelzwasserrinnen. Die Platten werden von den Tälern der Flüsse Peene, Tollense, Trebel und Recknitz gegliedert, in denen sich ausgedehnte Talmoore erstrecken. Das Peenetal zählt zu den größten naturnahen Niedermooren Mitteleuropas.
Trotz der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung besitzt der Naturraum eine hohe ökologische Bedeutung. Die Sölle sind wertvolle Kleingewässer und Laichhabitate für Rotbauchunke, Kammmolch und Laubfrosch. Feuchtwiesen und Moore dienen Wiesenvögeln und dem Kranich als Brutgebiet, und die strukturreichen Feldgehölze und Wälder Vorpommerns gehören zu den letzten bundesweit bedeutenden Rückzugsräumen von Schreiadler und Seeadler.
Eingriffe werden in Mecklenburg-Vorpommern nach den Hinweisen zur Eingriffsregelung (HzE) bewertet, die Bevorratung und der Handel mit Ökopunkten richten sich nach der Ökokontoverordnung M-V (ÖkoKtoVO M-V). Grundlage bilden die §§ 13 bis 15 BNatSchG sowie der Artenschutz nach § 44 BNatSchG mit CEF- und FCS-Maßnahmen. greeNature stimmt Maßnahmen und Flächen mit den zuständigen unteren Naturschutzbehörden ab und sorgt für eine rechtssichere Zuordnung.

📍 Enthaltene Landkreise
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Grundmoränenplatten mit nährstoffreichen Lehmböden, eines der wichtigsten Ackerbaugebiete Mecklenburg-Vorpommerns
- Zahlreiche Sölle (eiszeitliche Kleingewässer) als Lebensraum für Rotbauchunke, Kammmolch und Laubfrosch
- Ausgedehnte Niedermoore in den Tälern von Peene, Tollense, Trebel und Recknitz
- Das Peenetal als eines der größten naturnahen Talmoore Mitteleuropas
- Vorpommern als bundesweit bedeutendes Brutgebiet für Schreiadler, Seeadler und Kranich
- Geringer Waldanteil und ausgeräumte Agrarflächen mit hohem Aufwertungspotenzial für Wald-, Gewässer- und Moormaßnahmen
✅ greeNature in der Region
greeNature ist bundesweit tätig und mit den Behörden und Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern vertraut. Wir kennen die Anforderungen der Hinweise zur Eingriffsregelung und der Ökokontoverordnung M-V und stimmen Maßnahmen mit den zuständigen unteren Naturschutzbehörden im östlichen Vorpommern ab. So lassen sich Ausgleichsflächen und Ökopunkte für Vorhaben in Greifswald, Demmin, Anklam oder im ländlichen Raum rechtssicher zuordnen.
Typische Maßnahmen im Naturraum D02
Sölle- und Kleingewässerrenaturierung
Entschlammung, Wiederherstellung und Neuanlage der eiszeitlichen Sölle als Laichgewässer für Rotbauchunke, Kammmolch und Laubfrosch, eine typische CEF-Maßnahme in der Lehmplattenlandschaft.
Moorwiedervernässung
Wiedervernässung entwässerter Niedermoore in den Tälern von Peene und Tollense, wirksam für Klimaschutz, Wasserhaushalt und Artenvielfalt zugleich, mit hoher Aufwertung nach HzE.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Niederungen und Talrandlagen in artenreiches Feucht- und Nassgrünland als Brut- und Nahrungsraum für Wiesenvögel und Kranich.
Erstaufforstung & Waldrand
Standortgerechte Laubwälder aus Stieleiche, Hainbuche und Erle auf ausgeräumten Ackerstandorten mit geringem Waldanteil, langfristig gesichert und strukturreich gestaltet.
Hecken & Feldgehölze
Biotopvernetzung in der offenen Agrarlandschaft durch Hecken, Feldgehölze und Säume als Trittsteine und Leitstrukturen für Neuntöter, Haselmaus und Feldvögel.
Artenschutz CEF/FCS
Feldlerchenfenster, Horst- und Nahrungsraumschutz für Schreiadler und Seeadler sowie Fledermausquartiere, abgestimmt mit den unteren Naturschutzbehörden nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Nordostmecklenburgisches Tiefland mit Oderhaffgebiet
Amphibien der Sölle
Rotbauchunke und Laubfrosch sind Charakterarten der eiszeitlichen Sölle. Typische Maßnahmen sind die Renaturierung und Neuanlage von Kleingewässern als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch (Anhang II und IV FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie Sölle und Kleingewässer der Lehmplatten. Erhalt und Neuanlage besonnter Laichgewässer sichern seine Populationen.
Mehr zur Art ›Wiesenbrüter der Niederungen
Kiebitz und Bekassine nutzen feuchte Niederungen und Talmoore als Brutgebiet. Grünlandextensivierung, Flutmulden und Wiedervernässung schaffen geeignete Lebensräume.
Mehr zur Art ›Feldlerche in der Agrarlandschaft
In der weiträumigen Ackerlandschaft D02 sind Feldlerchenfenster, Blühstreifen und Extensivsäume typische CEF-Maßnahmen für Bau- und Infrastrukturvorhaben.
Mehr zur Art ›Eisvogel an den Flusstälern
An Peene, Tollense und Trebel brütet der Eisvogel in Steilufern. Gewässerrenaturierung, naturnahe Uferabbrüche und Gehölzsäume fördern seinen Bestand.
Mehr zur Art ›Schreiadler, Seeadler & Kranich
Vorpommern gehört zu den letzten bundesweiten Rückzugsräumen des Schreiadlers. Erhalt von Feuchtwiesen, Mooren und alten Waldbeständen dient auch Seeadler und Kranich.
Ihr Weg zu Ökopunkten im D02
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in benachbarten Naturräumen
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