Energie und Infrastruktur
Großprojekte
aus einer Hand

Projektsteuerung

Ganzheitliche Projektsteuerung für Kompensation in Energie- und Infrastrukturprojekten. Erfahrung aus Großprojekten wie SuedLink und Rhein-Main-Link.

700 km
SuedLink Trasse
70.000 ha
Bearbeitungsraum
600 km
Rhein-Main-Link

Kompensation für Energie- und Infrastrukturprojekte

Große Vorhaben in Energie und Infrastruktur erzeugen umfangreichen Kompensationsbedarf über lange Trassen und viele Zuständigkeiten hinweg. greeNature steuert diese Prozesse ganzheitlich, damit Fachplanung, Behördenabstimmung, Flächensicherung und Monitoring ineinandergreifen.

Unsere Erfahrung stammt aus Großprojekten wie der HGÜ-Stromtrasse SuedLink mit rund 700 Kilometern Trassenlänge und etwa 70.000 Hektar Bearbeitungsraum sowie dem Rhein-Main-Link mit rund 600 Kilometern und etwa 30.000 Hektar. In solchen Projekten koordinieren wir Kompensation zuverlässig über Ländergrenzen hinweg.

Wo Kompensation in Großprojekten scheitert

Der Kompensationsbedarf eines Einzelvorhabens ist eine Rechenaufgabe. Der Kompensationsbedarf einer 700 Kilometer langen Trasse ist ein Organisationsproblem. Die Fachlichkeit ist dabei selten der Engpass. Es sind die Schnittstellen: mehrere Planfeststellungsabschnitte mit jeweils eigener Genehmigungsbehörde, Flächen in unterschiedlichen Naturräumen und Bundesländern mit unterschiedlichen Bewertungsverfahren, wechselnde Fachgutachter, Bauzeitenfenster, die sich nach Brutzeiten und Vegetationsperioden richten, und ein Datenbestand, der über Jahre konsistent bleiben muss.

Typische Reibungspunkte, die wir in solchen Projekten immer wieder sehen:

  • Bilanzen, die nicht zusammenpassen. Jeder Abschnitt rechnet für sich, am Ende fehlt die projektweite Gesamtbilanz, die die Behörde sehen will.
  • Flächen, die zu spät gesucht werden. Wenn die Eingriffsbilanzierung steht, ist der Bedarf fix. Verfügbare Flächen im richtigen Naturraum sind dann nicht mehr verhandelbar, sondern knapp.
  • Datenstände, die auseinanderlaufen. Fachplanung, Bauleitung und Behörde arbeiten mit unterschiedlichen Ständen derselben Geometrie. Nachforderungen sind die Folge.
  • Verantwortung, die nach der Genehmigung verwaist. Pflege und Monitoring laufen über Jahrzehnte, die Projektorganisation aber endet mit der Inbetriebnahme.

Was wir übernehmen

greeNature steuert die Kompensation als durchgehenden Strang neben dem Bauprojekt, von der ersten Bedarfsabschätzung bis zum Ende der Bindungsfrist.

  1. Bedarf und Machbarkeit. Wir schätzen den Kompensationsbedarf früh ab, prüfen die Flächenverfügbarkeit in den betroffenen Naturräumen und zeigen, welche Anteile über Ökokonten und welche über projekteigene Maßnahmen zu decken sind.
  2. Behörden und Verfahren. Wir führen die Abstimmung mit den unteren Naturschutzbehörden und den Genehmigungsbehörden je Abschnitt und halten die Anforderungen der jeweiligen Landesverfahren auseinander.
  3. Flächensicherung. Wir bringen Flächen aus eigenem Portfolio ein, verhandeln mit Eigentümern und Bewirtschaftern und sichern die Maßnahmen dauerhaft rechtlich.
  4. Umsetzung und Bauzeit. Wir planen die Herstellung entlang der Vegetations- und Bauzeitenfenster, beauftragen und überwachen die ausführenden Betriebe und dokumentieren den Fortschritt.
  5. Datenführung. Alle Flächen, Bilanzen, Verträge und Monitoringergebnisse liegen in einem geprüften Datenmodell und sind für Bauherr, Fachplanung und Behörde über ein zentrales Geoportal zugänglich.
  6. Pflege und Monitoring. Wir führen die Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen über die gesamte Bindungsfrist durch und liefern die Erfolgskontrollen in den festgelegten Intervallen.

Warum das bei uns zusammenläuft

Der Unterschied zu einer reinen Steuerungsleistung liegt darin, dass wir die Fläche mitbringen. Wer nur koordiniert, ist darauf angewiesen, dass ein Dritter rechtzeitig eine geeignete Fläche liefert. Wir betreiben eigene, behördlich anerkannte Ökokonten und halten ein Flächenportfolio von mehr als 10.000 Hektar in allen 16 Bundesländern. Dazu kommt eine eigene GIS- und Drohnenabteilung, die den Datenstand tagesaktuell hält, statt ihn extern einzukaufen.

Zu den Vorhaben, in denen wir Kompensation gesteuert haben, zählen die HGÜ-Verbindung SuedLink mit rund 700 Kilometern Trassenlänge und etwa 70.000 Hektar Bearbeitungsraum sowie der Rhein-Main-Link mit rund 600 Kilometern und etwa 30.000 Hektar. Auftraggeber sind unter anderem DB InfraGO, TenneT TSO, Amprion, Open Grid Europe und OMV Deutschland.

Die fachlichen Bausteine, die in einer solchen Steuerung zusammenkommen, finden Sie einzeln beschrieben unter Ökopunkte kaufen, Ausgleichsmaßnahmen, Artenschutz nach CEF und FCS, Ersatzaufforstung und Geodatenmanagement.

Ihr Nutzen

Ein Ansprechpartner

Wir bündeln Fachplanung, Behörden, Flächen und Monitoring in einer Steuerung.

Erfahrung im großen Maßstab

Kompensation auf mehreren zehntausend Hektar Bearbeitungsraum, koordiniert über Ländergrenzen hinweg.

Termin- und Kostentreue

Klare Prozesse und eigene GIS-Abteilung sorgen für belastbare Planung.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Die Fachplanung beantwortet, welche Maßnahme fachlich richtig ist. Die Projektsteuerung sorgt dafür, dass diese Maßnahme im richtigen Verfahren, auf einer verfügbaren Fläche, im richtigen Zeitfenster und mit belastbarer Dokumentation tatsächlich entsteht. Bei einem Einzelvorhaben fällt beides oft zusammen. Bei einer Trasse über mehrere Bundesländer nicht: Dort laufen Planfeststellungsabschnitte parallel, jeder Abschnitt hat eine eigene Genehmigungsbehörde, und die Kompensation muss über alle Abschnitte hinweg bilanziert und nachgewiesen werden. Genau diese Klammer ist die Projektsteuerung.
Eine feste Schwelle gibt es nicht. Ausschlaggebend ist weniger die Fläche als die Zahl der Schnittstellen. Sobald mehrere Genehmigungsbehörden beteiligt sind, mehrere Fachgutachter zuliefern, Flächen in verschiedenen Naturräumen oder Bundesländern liegen oder die Umsetzung über mehrere Vegetationsperioden läuft, entsteht Koordinationsaufwand, der neben dem Tagesgeschäft selten zuverlässig zu leisten ist. Bei linearen Vorhaben ist das meist ab dem ersten Planfeststellungsabschnitt der Fall.
So früh wie möglich, idealerweise bereits in der Trassen- oder Standortfindung. Zu diesem Zeitpunkt lässt sich noch beeinflussen, wie hoch der Kompensationsbedarf ausfällt und ob im betroffenen Naturraum überhaupt geeignete Flächen verfügbar sind. Wer die Kompensation erst nach Abschluss der Eingriffsbilanzierung angeht, hat die Variablen bereits festgeschrieben und kann nur noch abarbeiten. Wir steigen aber auch in laufende Verfahren ein, übernehmen bestehende Datenbestände und führen sie in einen geprüften Stand über.
Beides, und das ist der Kern unseres Ansatzes. Wir bringen eigene Flächen und eigene Ökokonten mit, setzen Maßnahmen selbst um und übernehmen Pflege und Monitoring über die Bindungsfrist. Dadurch verlagert sich die Verantwortung nicht an der Schnittstelle zwischen Planung und Ausführung, und der Bauherr behält eine Ansprechperson über die gesamte Laufzeit.
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