
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Weimarer Land
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Weimarer Land, bilanziert nach dem Thüringer Kompensationsmodell. greeNature begleitet Vorhaben von der Eingriffsbewertung bis zur dauerhaften Sicherung der Maßnahmen, bundesweit tätig und mit regionalem Bezug zum Thüringer Becken und zur Ilm-Saale-Platte.
Der Landkreis Weimarer Land im Überblick
Der Landkreis Weimarer Land liegt in Mittelthüringen und umschließt die Stadt Weimar vollständig. Er reicht vom fruchtbaren Thüringer Becken im Norden bis zu den Muschelkalkhöhen der Ilm-Saale-Platte im Süden.
Mit rund drei Vierteln landwirtschaftlicher Nutzfläche ist der Kreis stark agrarisch geprägt. Kompensation setzt daher vor allem an ausgeräumten Ackerfluren, an den Auen von Ilm und Saale sowie an den Kalkmagerrasen der Randplatten an.
Die Bewertung von Eingriffen und Ausgleichsmaßnahmen erfolgt nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des Thüringer Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung, eingebettet in die Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Wirtschaftlich prägen Landwirtschaft, das Kur- und Gesundheitswesen in Bad Berka und Bad Sulza sowie die Nähe zu den Oberzentren Weimar, Jena und Erfurt den Kreis. Daraus entsteht regelmäßig Kompensationsbedarf.

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🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturräumlich teilt sich der Kreis in das nördliche Thüringer Becken mit fruchtbaren Lössböden und die südliche Ilm-Saale-Platte aus Muschelkalk.
- Das FFH-Gebiet Ilmtal zwischen Bad Berka und Weimar sichert naturnahe Flussauen, Auwaldreste und angrenzende Kalkhänge.
- Auf den Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte finden sich artenreiche Kalk-Trocken- und Halbtrockenrasen mit seltenen Orchideen und wärmeliebenden Insekten.
- Mit dem Stausee Hohenfelden und den Gewässern im Ilmtal bestehen bedeutende Gewässerlebensräume und Rastplätze für Wasservögel.
- Der Kreis umschließt die Stadt Weimar vollständig und reicht im Osten bis zum Zusammenfluss von Ilm und Saale bei Großheringen.
- Acht Naturschutzgebiete, darunter Seeteich Blankenhain und Großschwabhäuser Hain, sowie mehrere Landschaftsschutzgebiete prägen das Schutzgebietsnetz.
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und sichert im Weimarer Land Kompensationsmaßnahmen, die zur Landschaft aus Thüringer Becken und Ilm-Saale-Platte passen. Wir bilanzieren Eingriffe nach dem Thüringer Kompensationsmodell, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde in Apolda ab und übernehmen Planung, Umsetzung, Monitoring und die dauerhafte rechtliche Sicherung. Schwerpunkte liegen auf der Renaturierung der Ilm- und Saaleauen, der Pflege der Muschelkalk-Trockenrasen und der ökologischen Aufwertung der Lössackerflur. Als bundesweit tätiges Unternehmen begleiten wir kommunale wie private Vorhabenträger.
Typische Maßnahmen im Landkreis Weimarer Land
Kalk-Trockenrasen pflegen
Erhalt und Entwicklung artenreicher Halbtrocken- und Trockenrasen auf den Muschelkalkhängen der Ilm-Saale-Platte durch Entbuschung und extensive Beweidung, Lebensraum für Orchideen und wärmeliebende Insekten.
Ilm- und Saaleauen renaturieren
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Förderung der Auendynamik, um Auwald, Feuchtlebensräume und Fischhabitate an Ilm und Saale zu verbessern.
Ackerflächen extensivieren
Anlage von Blühflächen, Ackerrandstreifen und Lerchenfenstern in der intensiv genutzten Lössackerflur des Thüringer Beckens zur Förderung von Feldvögeln und Ackerwildkräutern.
Streuobstwiesen anlegen und pflegen
Neuanlage und Nachpflanzung hochstämmiger Obstbestände als Lebensraum für Höhlenbrüter, Fledermäuse und Insekten, verbunden mit extensiver Grünlandnutzung.
Kalkbuchenwald und Waldränder entwickeln
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechtem Laub- und Kalkbuchenwald, Förderung von Alt- und Totholz sowie stufig aufgebauter Waldränder.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Trittsteinbiotopen in der offenen Feldflur zur Vernetzung von Trockenrasen, Auen und Waldlebensräumen.
Geschützte Arten im Thüringer Becken und Ilm-Saale-Platte
Feldlerche
Charakterart der offenen Lössackerflur des Thüringer Beckens. Ihre Bestände leiden unter der intensiven Landwirtschaft, Lerchenfenster und Blühstreifen zählen zu den wirksamen Fördermaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Nach § 44 BNatSchG streng geschützte Reptilienart der besonnten Muschelkalkhänge, Böschungen und Bahndämme. Bei Infrastruktur- und Gewerbeprojekten sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nötig.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Arten, darunter Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr, nutzen die Kalkbuchenwälder und die Auwälder des Ilmtals als Jagd- und Quartierlebensraum. Quartierbäume und Leitstrukturen sind bei Vorhaben zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brutvogel naturnaher Fließgewässer mit Steilufern an Ilm und Saale. Uferrenaturierung und die Sicherung von Abbruchkanten verbessern seine Lebensbedingungen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützte Amphibienart der Teich- und Kleingewässerlandschaft, etwa im Umfeld von Stauseen und Feldsöllen. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern zählen zu den typischen Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsarmen Wälder der Ilm-Saale-Platte bieten dem Schwarzstorch Brutmöglichkeiten, naturnahe Bäche liefern Nahrungshabitate. Vorhaben im Waldumfeld erfordern eine sorgfältige artenschutzrechtliche Prüfung.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Umbau von Bundesautobahn A 4, Bundes- und Landesstraßen sowie Bahnstrecken erzeugen Eingriffe, die nach der Eingriffsregelung auszugleichen sind.
Gewerbe- und Siedlungsentwicklung
Die Ausweisung von Gewerbe- und Wohngebieten im Umland von Weimar, Apolda und Erfurt führt zu Flächenversiegelung und Kompensationsbedarf.
Erneuerbare Energien
Freiflächen-Photovoltaik und Windenergieanlagen auf Acker- und Offenlandflächen lösen Ausgleichs- und artenschutzrechtliche Anforderungen aus.
Wasserwirtschaft und Hochwasserschutz
Maßnahmen an Ilm und Saale, an Stauanlagen und im Hochwasserschutz verbinden wasserbauliche Vorhaben mit naturschutzfachlicher Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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