
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Weimar
Ökopunkte und Ausgleichsflächen für die kreisfreie Stadt Weimar. greeNature solutions begleitet Eingriffsvorhaben im Ilmtal und Thüringer Becken als Full-Service-Partner nach dem Thüringer Kompensationsmodell (ThürNatG).
Die Stadt Weimar im Überblick
Weimar ist eine kreisfreie Stadt im Osten des Freistaats Thüringen und liegt im Übergangsbereich vom Thüringer Becken zur südöstlich anschließenden Ilm-Saale-Platte. Die Stadt wird vom Tal der Ilm durchzogen, deren Auen mit dem historischen Park an der Ilm und dem Webicht bis in das Stadtzentrum reichen.
Naturräumlich gehört das Stadtgebiet überwiegend zum Naturraum D18 (Thüringer Becken), einem weiträumigen, flachwelligen Keuper-Hügelland mit fruchtbaren Löss- und Muschelkalkböden. Nach Norden steigt das Gelände zum bewaldeten Ettersberg an, der höchsten Erhebung des Thüringer Beckens.
Ökologisch prägend sind das Ilmtal mit seinen Feucht- und Auenlebensräumen, die Trocken- und Halbtrockenrasen am Südhang des Ettersbergs sowie die Waldflächen des Großen Ettersbergs. Mehrere Natura-2000-Gebiete berühren das Stadtgebiet, darunter das FFH-Gebiet Großer Ettersberg und das Vogelschutzgebiet Ackerhügelland nördlich Weimar mit Ettersberg.
Als Kulturstadt mit UNESCO-Welterbe, Bauhaus-Universität und wachsender Einwohnerzahl entwickelt Weimar laufend Wohn- und Gewerbeflächen sowie Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben. Diese Eingriffe lösen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung aus, der in Thüringen über das Thüringer Kompensationsmodell (ThürNatG) bilanziert wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D18 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Großer Ettersberg (DE 4933-301), Buchenwälder und Kalk-Trockenrasen
- EU-Vogelschutzgebiet Ackerhügelland nördlich Weimar mit Ettersberg
- FFH-Gebiet Ilmtal zwischen Bad Berka und Weimar, naturnaher Flusslauf mit Auwaldresten
- Naturschutzgebiet Südhang Ettersberg mit wärmeliebenden Halbtrockenrasen
- Ilmaue mit Park an der Ilm und Webicht, Grünverbund bis in die Innenstadt
- Übergang Thüringer Becken zur Ilm-Saale-Platte, Muschelkalk- und Lössböden
✅ greeNature vor Ort
greeNature solutions ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben auch in Thüringen. Wir kennen die Anforderungen des Thüringer Kompensationsmodells nach ThürNatG, arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Weimar zusammen und stimmen Maßnahmen, Bilanzierung und Ökokonto-Buchungen vollständig für Sie ab.
Typische Maßnahmen in der Stadt Weimar
Ilm-Gewässerrenaturierung
Aufwertung von Uferbereichen und Auen entlang der Ilm, Anlage von Flachwasserzonen, Altarmen und Gehölzsäumen. Solche Maßnahmen verbessern den Biotopverbund im Ilmtal und schaffen Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.
Entsiegelung und Innenentwicklung
Rückbau versiegelter Flächen aus Gewerbe- und Verkehrsbrachen im Stadtgebiet, Wiederherstellung durchwurzelbarer Böden und Begrünung. Nach dem Thüringer Bilanzierungsmodell werden entsiegelte, für die Biotopentwicklung vorbereitete Flächen als Aufwertung anerkannt.
Kalk-Trockenrasen am Ettersberg
Pflege und Neuentwicklung von Halbtrocken- und Trockenrasen an den wärmebegünstigten Hängen des Ettersbergs durch Entbuschung, extensive Beweidung und Mahd. Lebensraum für Wildbienen, Tagfalter und Zauneidechse.
Grünlandaufwertung in der Ilmaue
Umwandlung intensiv genutzter Auenflächen im Stadtumland in artenreiches Extensivgrünland mit angepasstem Mahdregime. Fördert Wiesenbrüter, Amphibien und die Vernetzung der Feuchtlebensräume.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen für gebäude- und baumbewohnende Arten, etwa Fledermausquartiere, Nisthilfen und Ersatzhabitate. Zielführend bei Sanierungen im Welterbe-Bestand und bei Eingriffen in ettersbergnahe Waldbestände.
Hecken und Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Ackerrandstreifen im Ackerhügelland nördlich der Stadt. Trittsteinbiotope für Feldlerche, Neuntöter und Rebhuhn sowie Pufferung des Vogelschutzgebiets am Ettersberg.
Geschützte Arten im Ilmtal und Thüringer Becken
Fledermäuse am Ettersberg
Die Buchenwälder und Höhlenbäume des Großen Ettersbergs sind Lebensraum für das Große Mausohr und weitere Fledermausarten. Quartiere in alten Bäumen, Gebäuden und Stollen sind bei Eingriffen zu sichern, häufig über CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenhängen
Die Halbtrockenrasen am Südhang des Ettersbergs sowie Bahndämme und Böschungen im Stadtgebiet bieten der Zauneidechse Lebensraum. Bei Bauvorhaben sind Ersatzhabitate mit Sonn- und Versteckplätzen ein typischer Baustein.
Mehr zur Art ›Eisvogel im Ilmtal
Der naturnahe Lauf der Ilm mit Steilufern und strukturreichen Auen bietet dem Eisvogel Brut- und Jagdrevier. Renaturierte Uferabbrüche und Gehölzsäume stärken die Bestände entlang des Gewässers.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
Kleingewässer, Auentümpel und Waldweiher am Ettersberg beherbergen Amphibien einschließlich des Kammmolchs, einer Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Neu angelegte Laichgewässer sind eine wirksame Kompensationsmaßnahme.
Mehr zur Art ›Feldlerche im Ackerhügelland
Das Offenland nördlich Weimars ist Teil des EU-Vogelschutzgebiets und Brutgebiet der Feldlerche sowie weiterer Feldvögel. Extensive Ackerstreifen und Lerchenfenster erhalten geeignete Bruthabitate.
Mehr zur Art ›Trockenrasen-Lebensgemeinschaften
Die Kalkmagerrasen am Ettersberg tragen wärmeliebende Orchideen, Wildbienen und Tagfalter. Der Erhalt dieser Offenlandbiotope durch Beweidung und Entbuschung ist eine hochwertige Aufwertungsmaßnahme.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Siedlungsentwicklung
Weimar wächst und weist neue Wohngebiete sowie Nachverdichtungen aus. Eingriffe in Boden, Grünflächen und Gehölzbestände lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die nach dem Thüringer Kompensationsmodell bilanziert werden.
Gewerbe und Infrastruktur
Erweiterungen von Gewerbe- und Sondergebieten sowie Vorhaben rund um die Bauhaus-Universität und Kultureinrichtungen erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature liefert passende Flächen und Maßnahmen aus einer Hand.
Verkehr und Leitungstrassen
Ausbau und Sanierung von Bundes- und Landesstraßen, Bahnanlagen sowie Ver- und Entsorgungstrassen im Stadtgebiet ziehen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten und artenschutzrechtliche Prüfungen nach sich.
Energie und Netzausbau
Photovoltaik-Freiflächen im Stadtumland und Maßnahmen zum Netzausbau erfordern Kompensation und, bei betroffenen Arten, CEF- oder FCS-Maßnahmen nach den §§ 44 und 45 BNatSchG.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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