
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Wartburgkreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Wartburgkreis, bewertet nach dem Thüringer Kompensationsmodell. greeNature begleitet Vorhaben von der Bilanzierung nach ThürNatG bis zur dauerhaften Sicherung der Maßnahmen, bundesweit und mit regionalem Bezug.
Der Landkreis Wartburgkreis im Überblick
Der Wartburgkreis liegt im Westen Thüringens an der Grenze zu Hessen und reicht vom Hainich im Norden über das Werratal und das Salzunger Werrabergland bis zum Thüringer Wald im Osten und zur Vorderrhön im Süden. Mit der Wiedereingliederung der Stadt Eisenach im Jahr 2021 zählt er zu den größten Landkreisen Thüringens. Thüringen gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass der Kreis unmittelbar den obersten Landesbehörden nachgeordnet ist.
Naturräumlich ist der Kreis vielgestaltig: Muschelkalkhöhen des Hainich, das Buntsandstein-Berg- und Hügelland des Werraberglands, die Basaltkuppen der Vorderrhön und die bewaldeten Höhen des Thüringer Waldes treffen hier aufeinander. Dieses Mosaik aus Buchenwäldern, Kalkmagerrasen, Auen und Bergwiesen bietet ein breites Spektrum an hochwertigen Kompensationsflächen.
Die Bewertung von Eingriffen und Ausgleichsmaßnahmen erfolgt nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des Thüringer Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung, eingebettet in die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Die Wirtschaft ist von der Automobilindustrie um Eisenach, dem Kalibergbau im Werra-Revier (Merkers, Unterbreizbach), der Holzverarbeitung sowie dem Kur- und Gesundheitswesen (Bad Liebenstein, Bad Salzungen) geprägt. Verkehrsvorhaben entlang der A4, Windenergie- und Photovoltaikprojekte sowie Gewerbeansiedlungen lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Hainich mit einem der größten zusammenhängenden Laubwälder Deutschlands, als Teil der Alten Buchenwälder zugleich UNESCO-Weltnaturerbe.
- Der Kreis hat Anteil am Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal und mit seinem Südteil am Biosphärenreservat Rhön.
- Das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zieht sich als Biotopverbund und Wildkatzenkorridor durch den Westen des Kreises, etwa im Werratal bei Treffurt und Creuzburg.
- Orchideenreiche Kalkmagerrasen und Wacholderheiden auf Muschelkalk prägen das Hainich-Randgebiet und den Werra-Ringgau.
- Das Salzunger Werrabergland ist ein Buntsandstein-Berg- und Hügelland mit Streuobst, Hecken und naturnahen Bachtälern rund um Bad Salzungen.
- Im Osten reicht der Thüringer Wald um Ruhla mit montanen Buchen- und Fichtenwäldern und Bergwiesen entlang des Rennsteigs in den Kreis hinein.
✅ greeNature vor Ort
greeNature entwickelt und sichert im Wartburgkreis Kompensationsmaßnahmen, die zur Vielfalt aus Hainich-Buchenwäldern, Werrabergland, Vorderrhön und Thüringer Wald passen. Wir bilanzieren Eingriffe nach dem Thüringer Kompensationsmodell, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde in Bad Salzungen ab und übernehmen Planung, Umsetzung, Monitoring und die dauerhafte rechtliche Sicherung. Schwerpunkte liegen auf naturnahem Waldumbau, der Pflege von Kalkmagerrasen und Wacholderheiden, der Renaturierung von Werra und Hörsel sowie der Stärkung des Biotopverbunds am Grünen Band. Als bundesweit tätiges Unternehmen begleiten wir kommunale wie private Vorhabenträger.
Typische Maßnahmen im Landkreis Wartburgkreis
Buchen- und Laubwälder entwickeln
Umbau strukturarmer Bestände zu standortgerechtem Laubmischwald, Förderung von Alt- und Totholz und naturnaher Waldränder, etwa im Umfeld des Hainich und der Muschelkalkhöhen.
Kalkmagerrasen und Wacholderheiden pflegen
Entbuschung verbrachter Muschelkalkhänge und Wiederaufnahme der Schafbeweidung zur Sicherung orchideenreicher Halbtrockenrasen im Werra-Ringgau und am Rand des Hainich.
Fließgewässer und Auen renaturieren
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Förderung der Eigendynamik an Werra, Hörsel und ihren Zuflüssen zur Aufwertung von Gewässer- und Auenlebensräumen.
Streuobstwiesen anlegen und pflegen
Neuanlage und Nachpflanzung hochstämmiger Obstbestände im Werrabergland als Lebensraum für Höhlenbrüter, Insekten und Fledermäuse, verbunden mit extensiver Grünlandnutzung.
Berg- und Feuchtwiesen extensivieren
Wiederherstellung und extensive Mahd artenreicher Bergmähwiesen und Nasswiesen im Rhönvorland und im Thüringer Wald zur Sicherung von Wiesenbrütern und Feuchtlebensräumen.
Biotopverbund am Grünen Band stärken
Entwicklung von Waldkorridoren, Hecken und Offenland entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze als Wanderkorridor für Wildkatze und weitere Arten.
Geschützte Arten im Werrabergland zwischen Hainich, Thüringer Wald und Rhön
Wildkatze
Die Europäische Wildkatze (FFH-Anhang IV) hat im Hainich und in den Wäldern des Werraberglands feste Bestände. Unzerschnittene Waldkomplexe, Totholz und Waldkorridore, etwa entlang des Grünen Bandes, sichern ihren Lebensraum.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mehrere streng geschützte Arten, darunter die Bechsteinfledermaus, nutzen die alten Buchenwälder des Hainich und Muschelkalkhöhlen als Quartier- und Jagdlebensräume. Quartierbäume und Leitstrukturen sind bei Vorhaben zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in alten, ungestörten Wäldern des Thüringer Waldes und der Rhön und nutzt naturnahe Bäche zur Nahrungssuche. Horstschutz und Fließgewässerrenaturierung fördern die Art.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Ackerlandschaften des Werra-Gäus, deren Bestände unter der intensiven Nutzung leiden. Lerchenfenster und Ackerrandstreifen zählen zu den wirksamen Fördermaßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brutvogel naturnaher Fließgewässer mit Steilufern an Werra und Hörsel. Uferrenaturierung und die Sicherung von Abbruchkanten verbessern seine Lebensbedingungen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Nach § 44 BNatSchG streng geschützte Reptilienart an Buntsandstein-Böschungen, Bahndämmen und Waldrändern. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nötig.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Umbau der Bundesautobahn A4, von Bundesstraßen und Bahnstrecken durch das Werratal erzeugen Eingriffe, die nach der Eingriffsregelung auszugleichen sind.
Automobil- und Gewerbeindustrie
Das Automobilwerk und Zulieferbetriebe um Eisenach sowie die Erweiterung von Gewerbe- und Industriegebieten führen zu Flächenversiegelung und Kompensationsbedarf.
Kalibergbau im Werra-Revier
Gewinnung und Haldenwirtschaft an den Standorten Merkers und Unterbreizbach verbinden bergbauliche Vorhaben mit naturschutzfachlichem Ausgleich.
Erneuerbare Energien
Windenergie auf den bewaldeten Höhen und Freiflächen-Photovoltaik auf Acker- und Konversionsflächen lösen Ausgleichs- und artenschutzrechtliche Anforderungen aus.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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