
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Unstrut-Hainich-Kreis, bewertet nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des ThürNatG und der Thüringer Kompensationsverordnung. greeNature begleitet Vorhaben als Full-Service-Partner, von der Eingriffsbilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung, Pflege und Dokumentation der Maßnahmen, bundesweit und mit regionalem Bezug.
Der Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis im Überblick
Der Unstrut-Hainich-Kreis liegt im Norden Thüringens zwischen dem bewaldeten Höhenzug des Hainich im Westen und der offenen Ackerlandschaft des Thüringer Beckens im Osten. Kreisstadt ist Mühlhausen/Thüringen. Thüringen gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass der Landkreis unmittelbar den obersten Landesbehörden nachgeordnet ist.
Geologisch prägen Muschelkalk im Hainich und fruchtbare Lössböden im Becken das Bild. Der Hainich trägt das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands, überwiegend Buchenwald, während das Becken von der Unstrut und ihren Zuflüssen durchzogen wird. Der Wechsel aus Kalkbuchenwald, Halbtrockenrasen und weiten Ackerfluren schafft ein vielfältiges Standortmosaik.
Ökologisch herausragend ist der Nationalpark Hainich, dessen alte Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe gehören. Der Landkreis hat Anteil am Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, am FFH-Gebiet und EU-Vogelschutzgebiet Hainich sowie an Kalktuffquellen und Kalkflachmooren Westthüringens. Der Hainich zählt zu den bedeutendsten Verbreitungsgebieten und Wanderkorridoren der Wildkatze.
Die Wirtschaft verbindet Landwirtschaft auf den ertragreichen Lössböden mit mittelständischem Gewerbe in Mühlhausen und dem Kur- und Gesundheitswesen in Bad Langensalza. Verkehrsvorhaben, Windenergie- und Photovoltaikanlagen im offenen Becken sowie Gewerbe- und Siedlungsentwicklung erzeugen regelmäßig Eingriffe, deren Ausgleich nach dem Thüringer Kompensationsmodell zu erbringen ist.

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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Hainich, größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet Deutschlands und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Alte Buchenwälder
- FFH-Gebiet Nr. 36 und EU-Vogelschutzgebiet (SPA) Nr. 14 Hainich
- Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal mit ausgedehnten Muschelkalk-Buchenwäldern
- Hainich als bedeutendes Verbreitungsgebiet und Wanderkorridor der Wildkatze
- Kalktuffquellen und Kalkflachmoore Westthüringens als seltene Quell- und Niedermoorlebensräume
- Unstrutaue mit Auengrünland und Feuchtlebensräumen sowie orchideenreiche Halbtrockenrasen am Hainichrand
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und begleitet Vorhaben in Thüringen nach dem Thüringer Kompensationsmodell, also der Bilanzierung auf Grundlage des ThürNatG und der Thüringer Kompensationsverordnung. Die naturschutzfachlichen Besonderheiten des Kreises, darunter die Kalkbuchenwälder des Hainich, Muschelkalk-Halbtrockenrasen, die Unstrutaue und die Kalktuffquellen Westthüringens, sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde in Mühlhausen kennen wir aus der Projektarbeit. Von der Eingriffsbilanzierung über die Flächenbereitstellung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring übernehmen wir den gesamten Ablauf.
Typische Maßnahmen im Landkreis Unstrut-Hainich-Kreis
Naturnaher Waldumbau
Entwicklung standortgerechter Kalkbuchenwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil und Förderung von Habitatbäumen für Fledermäuse, Spechte und die Wildkatze, angelehnt an das Leitbild des Hainich.
Kalkmagerrasen wiederherstellen
Entbuschung verbrachter Muschelkalkhänge, Wiederaufnahme der Schafbeweidung und Pflege orchideenreicher Halbtrockenrasen am Hainichrand, ein hochwertiger und prägender Lebensraumtyp der Region.
Unstrut-Auenrenaturierung
Anlage von Gewässerrandstreifen, Rückbau von Verbauungen und Entwicklung von Auengrünland an Unstrut und Notter, zur Verbesserung der Gewässerstruktur und zur Schaffung von Feuchtlebensräumen.
Ackerextensivierung und PIK
Feldlerchenfenster, Blüh- und Ackerrandstreifen im Thüringer Becken, auch als produktionsintegrierte Kompensation (PIK) mit fortgesetzter Bewirtschaftung durch den Landwirt.
Kleingewässer und Quellschutz
Neuanlage von Tümpeln und Laichgewässern für die Gelbbauchunke sowie Schutz und Wiederherstellung der seltenen Kalktuffquellen und Kalkflachmoore Westthüringens.
Artenschutz CEF und FCS
Sicherung von Wildkatzenkorridoren, Fledermausquartieren und Zauneidechsenhabitaten, maßgeschneidert nach § 44 BNatSchG, mit vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS).
Geschützte Arten im Nationalpark Hainich und Thüringer Becken
Wildkatze
Der Hainich zählt zu den bedeutendsten Verbreitungsgebieten der Europäischen Wildkatze in Deutschland und dient als Wanderkorridor zwischen den Waldkomplexen. Eingriffe in Waldrand- und Verbindungslagen erfordern eine sorgfältige artenschutzrechtliche Prüfung.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Bechsteinfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Buchenwälder des Hainich als Jagd- und Quartierraum, Baumhöhlen und Stollen dienen als Wochenstuben und Winterquartiere. Quartierverluste lösen häufig CEF-Maßnahmen aus.
Mehr zur Art ›Amphibien
Die Gelbbauchunke besiedelt Kleingewässer, Waldtümpel und Abgrabungen im Kreisgebiet, dazu kommt der Kammmolch in Stillgewässern. Neu angelegte Laichgewässer und Tümpelketten sind typische Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die offene, lössgeprägte Ackerlandschaft des Thüringer Beckens ist Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Feldlerchenfenster und Blühstreifen sind bewährte Maßnahmen im Offenland.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die großen, störungsarmen Laubwälder des Hainich bieten dem Schwarzstorch geeignete Bedingungen, die naturnahen Waldbäche liefern Nahrungshabitate. Vorhaben im Waldumfeld sind artenschutzrechtlich sorgfältig zu prüfen.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Die Haselmaus besiedelt strukturreiche Laubwälder, Waldränder und Hecken mit dichtem Unterwuchs. Bei der Rodung von Gehölzen ist sie eine häufige Zielart, für die Ersatzhabitate und Vernetzungsstrukturen geschaffen werden.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehrsinfrastruktur
Ausbau und Erhalt der Bundesstraßen B247 und B84, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke sowie die nahe gelegene A38 im Norden lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus.
Windenergie und Photovoltaik
Auf den offenen Höhen und im Thüringer Becken entstehen Windenergieanlagen und Photovoltaik-Freiflächen. Beide erfordern Kompensation und häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen für Greifvögel und Fledermäuse.
Gewerbe und Siedlung
Betriebserweiterungen und Gewerbegebietsausweisungen in Mühlhausen sowie die Kur- und Wohnbauentwicklung in Bad Langensalza erzeugen Kompensationsbedarf, der über anerkannte Ökokonten gedeckt werden kann.
Landwirtschaft und Flächenpool
Die ertragreichen Lössböden machen den Kreis zu einer starken Agrarregion. Landwirte können Ackerflächen und Auengrünland als Ausgleichsflächen anbieten, auch als produktionsintegrierte Kompensation mit weiterer Bewirtschaftung.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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