
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Sonneberg
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Sonneberg, bewertet nach dem Thüringer Bilanzierungsmodell auf Grundlage der §§ 13 bis 15 BNatSchG und des Thüringer Gesetzes für Natur und Landschaft (ThürNatG). greeNature solutions begleitet Vorhaben im Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald von der Bilanzierung bis zur dauerhaft gesicherten Fläche und ist bundesweit tätig.
Der Landkreis Sonneberg im Überblick
Der Landkreis Sonneberg liegt im äußersten Süden Thüringens an der Grenze zu Bayern und ist nach Fläche wie Einwohnerzahl der kleinste Landkreis der ostdeutschen Länder. Er gliedert sich naturräumlich in das Oberland um Neuhaus am Rennweg und Lauscha in den Kammlagen des Thüringer Waldes, das tiefer gelegene Unterland um die Kreisstadt Sonneberg sowie das westliche Hinterland mit dem Schalkauer Plateau. Über den Norden verläuft der Rennsteig auf dem Gebirgskamm.
Geologisch prägen Schiefer und Grauwacke des Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirges den größten Teil des Kreises, während die Kammlagen im Norden dem Thüringer Wald zuzurechnen sind. Das raue, niederschlagsreiche Mittelgebirgsklima und die sauren, oft flachgründigen Böden bringen ausgedehnte Buchen- und Fichtenwälder, Bergwiesen sowie zahlreiche klare Gebirgsbäche wie Steinach und Röden hervor.
Ökologisch bedeutsam sind der Anteil am Naturpark Thüringer Wald, montane FFH-Waldlebensräume im Schiefergebirge und das Grüne Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Süden des Kreises. Diese strukturreichen Wälder und Offenlandbiotope sind Lebensraum unter anderem für Wildkatze, Schwarzstorch und Feuersalamander.
Wirtschaftlich ist der Landkreis durch die Glasindustrie um Lauscha, die traditionsreiche Spielzeug- und Kunststoffbranche in Sonneberg sowie durch überregionale Verkehrsachsen geprägt. Ausbau von Gewerbe- und Industrieflächen, Verkehrs- und Energievorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, der in Thüringen über das Thüringer Bilanzierungsmodell bewertet wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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Zum Naturraum D62 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, Biotopverbund aus Offenland, Säumen und Feuchtlebensräumen
- Anteil am Naturpark Thüringer Wald mit Rennsteig-Kammlagen, Bergwiesen und Quellmooren
- Montane Buchen- und Fichtenwälder des Thüringer Schiefergebirges als FFH-Lebensräume
- Klare Gebirgsbäche (Steinach, Röden) mit Feuersalamander und Groppe
- Schalkauer Plateau, offene Agrarlandschaft im Hinterland des Kreises
- Traditionsstandorte der Glas- und Spielzeugindustrie (Lauscha, Sonneberg) mit Entsiegelungs- und Aufwertungspotenzial
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit den Abläufen der Eingriffsregelung in Thüringen vertraut. Wir kennen das Thüringer Bilanzierungsmodell, die Anforderungen der unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Sonneberg und das Zusammenspiel mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN). Für die Bergregion um Thüringer Wald, Schiefergebirge und Frankenwald entwickeln wir naturraumtreue Maßnahmen und begleiten Vorhaben von der Bilanzierung über die Maßnahmenplanung bis zur dauerhaft gesicherten Ausgleichsfläche.
Typische Maßnahmen im Landkreis Sonneberg
Bergwiesenpflege
Wiederaufnahme und Sicherung der Mahd auf artenreichen Berg-Mähwiesen in den Kammlagen, Erhalt von Arnika, Bärwurz und blütenreichen Beständen als Lebensraum für Insekten und Wiesenbrüter.
Waldumbau
Überführung naturferner Fichtenforste in standortgerechte Bergmischwälder aus Buche, Bergahorn und Tanne, Erhöhung von Struktur- und Altholzanteilen und Stabilität gegenüber Trockenheit und Borkenkäfer.
Gewässerrenaturierung
Anbindung von Auen, Rücknahme von Uferverbau und Durchgängigkeit an Gebirgsbächen wie Steinach und Röden, Schaffung von Laich- und Larvalhabitaten für Feuersalamander, Groppe und Bachneunauge.
Moor- und Quellrenaturierung
Wiedervernässung entwässerter Quell- und Hangmoore in den Kammlagen, Rückbau von Gräben und Stabilisierung des Wasserhaushalts als Beitrag zu Biotop- und Klimaschutz.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Maßnahmen für Wildkatze und Schwarzstorch (Waldruhezonen, Horstschutz), Fledermausquartiere und Zauneidechsen-Habitate, abgestimmt auf den besonderen Artenschutz nach § 44 BNatSchG.
Hecken & Biotopverbund
Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen auf dem Schalkauer Plateau und entlang des Grünen Bandes, Trittsteinbiotope für Feldlerche, Neuntöter und Haselmaus.
Geschützte Arten im Thüringer Schiefergebirge und Frankenwald
Wildkatze
Die zusammenhängenden Wälder von Thüringer Wald, Schiefergebirge und Frankenwald sind Kernlebensraum der Europäischen Wildkatze. Waldruhezonen, Biotopverbund und der Verzicht auf Zerschneidung sichern ihre Ausbreitung zwischen den Mittelgebirgen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der störungsempfindliche Schwarzstorch brütet in den ausgedehnten, gewässerreichen Wäldern des Schiefergebirges. Horstschutz, ungestörte Waldbereiche und naturnahe Bäche als Nahrungshabitat sind typische FCS-Maßnahmen bei forst- und infrastrukturnahen Eingriffen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Bergwälder, alte Stollen und Gebäude bieten Quartiere für Arten wie Großes Mausohr, Mopsfledermaus und Bechsteinfledermaus. Quartiersicherung und Erhalt strukturreicher Jagdhabitate sind häufige Auflagen bei Sanierungs- und Bauvorhaben.
Mehr zur Art ›Feuersalamander & Amphibien
Der Feuersalamander ist Charakterart der klaren, kühlen Gebirgsbäche. Zusammen mit Bergmolch, Grasfrosch und Erdkröte profitiert er von der Renaturierung von Bächen, Quellfluren und Kleingewässern in den bewaldeten Tälern.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Steinach und Röden brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferabbrüche, strukturreiche Gewässerränder und ein stabiler Fischbestand sind Voraussetzung, wiederhergestellte Steilwände sind typische Kompensationsbausteine.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Auf dem offenen Schalkauer Plateau und in den Agrarflächen des Unterlands lebt die Feldlerche als Bodenbrüter der Feldflur. Blühstreifen, Lerchenfenster und extensiv genutzte Ackerränder sind bewährte CEF-Maßnahmen im Offenland.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie & Gewerbe
Erweiterung und Neuansiedlung in der Kunststoff-, Spielzeug- und Glasbranche sowie neue Gewerbegebiete in Sonneberg und Umgebung führen regelmäßig zu Flächenverbrauch und Kompensationspflichten nach der Eingriffsregelung.
Verkehr & Infrastruktur
Bundesautobahn A73, Bundesstraßen wie die B89 und die ICE-Neubaustrecke München, Berlin mit dem Bleßbergtunnel binden die Region an. Aus- und Umbaumaßnahmen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Energie
Das Pumpspeicherwerk Goldisthal, Windenergie auf den Kammlagen und Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation sowie CEF- und FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten.
Siedlungsentwicklung
Wohn- und Gewerbebauflächen in den Städten und Gemeinden des Kreises erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Wald- und Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Kompensationsflächen einbringen und bleiben Eigentümer.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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