
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, bilanziert nach dem Thüringer Kompensationsmodell. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen zwischen Thüringer Wald und Rhön.
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Überblick
Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegt im Südwesten Thüringens und reicht vom Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Waldes im Norden bis zur Hohen Rhön und zum Grabfeld im Süden. Da Thüringen keine Regierungsbezirke führt, ist zwischen Kreis- und Landesebene keine Bezirksverwaltung zwischengeschaltet. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Meiningen.
Naturräumlich hat der Kreis Anteil an drei BfN-Großregionen. Der bewaldete Norden gehört zum Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge (D48) mit den Höhen des Thüringer Waldes um Oberhof und Brotterode. Das mittlere und westliche Kreisgebiet mit dem Salzungen-Meininger Werrabergland und der Thüringer Rhön zählt zum Osthessischen Bergland (D47), der äußerste Süden greift auf die Mainfränkischen Platten (D56) im Grabfeld über.
Ökologisch bedeutsam sind die Bergwiesen und Bergmähwiesen der Rhön, die Kalk- und Basaltkuppen der Kuppenrhön sowie die naturnahen Bergmischwälder des Thüringer Waldes. Prägendes Fließgewässer ist die Werra mit ihren Zuflüssen und Auen. Weite Teile des Kreises liegen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und im Naturpark Thüringer Wald.
Die Wirtschaft verbindet mittelständische Industrie (Werkzeug-, Metall- und Fahrzeugbau um Schmalkalden und Zella-Mehlis) mit Land- und Forstwirtschaft sowie einem starken Tourismus, etwa dem Wintersportstandort Oberhof. Verkehrs-, Gewerbe- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Thüringen nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG), des ThürNatG und der Thüringer Kompensationsverordnung zu erbringen ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, dessen thüringischer Teil rund 84.000 ha in den Naturräumen Hohe Rhön und Vorderrhön umfasst
- Naturpark Thüringer Wald im Nordwesten des Kreises mit dem Rennsteig als Höhenkammweg
- Zahlreiche FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet, in der Rhön betreut durch die Natura-2000-Station Rhön mit Sitz in Kaltensundheim
- Artenreiche Bergwiesen und Bergmähwiesen (FFH-Lebensraumtyp) als Lebensraum von Braunkehlchen, Wiesenpieper und Birkhuhn
- Kalk- und Basaltkuppen der Kuppenrhön mit Kalkmagerrasen und wärmeliebenden Arten
- Werra und ihre Nebengewässer mit Auen, Feucht- und Nassgrünland als Biotopverbundachse
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Thüringer Kompensationssystem vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie den regionalen Natura-2000-Stationen zusammen, kennen die Bilanzierung nach ThürNatG und Thüringer Kompensationsverordnung und die Besonderheiten der Bergwiesen-, Wald- und Werralandschaften in den Naturräumen D48, D47 und D56. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.
Typische Maßnahmen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
Bergwiesen und Bergmähwiesen
Wiederherstellung und extensive Pflege der artenreichen Berg- und Bergmähwiesen in der Rhön und im Thüringer Wald durch angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung und Beweidung. Solche Maßnahmen erreichen im Thüringer Kompensationsmodell hohe Aufwertungen und sichern FFH-Lebensraumtypen.
Renaturierung von Werra und Bächen
Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung der Werra und ihrer Zuflüsse. Neu angelegte Auengewässer und Feuchtsenken schaffen Lebensraum für Amphibien, Libellen und den Eisvogel.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Fichtenforste des Thüringer Waldes in standortgerechte Bergmischwälder mit Buche, Bergahorn, Tanne und Esche. Alt- und Totholzstrukturen fördern Höhlenbrüter, Fledermäuse und die Wildkatze.
Streuobst und Hecken im Werratal
Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Hecken und Feldgehölzen an den wärmebegünstigten Hängen des Werraberglandes. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und werten die Agrarlandschaft für Vögel und Insekten auf.
Kalkmagerrasen der Kuppenrhön
Entbuschung und Beweidung der Kalk- und Basaltkuppen zur Erhaltung wärmeliebender Magerrasen. Sie beherbergen seltene Orchideen, Schmetterlinge und Wildbienen und zählen zu den hochwertigen Kompensationszielen der Region.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse in Wald und Gebäuden, Habitatstrukturen für die Haselmaus sowie Ersatzlaichgewässer für Amphibien, abgestimmt auf das jeweilige Vorhaben.
Geschützte Arten im Südthüringen zwischen Thüringer Wald und Rhön
Wildkatze im Thüringer Wald
Die zusammenhängenden Laub- und Bergmischwälder des Thüringer Waldes zählen zu den Kernlebensräumen der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Waldumbau, Totholzanreicherung und der Verbund von Waldflächen sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Waldtälern
Der Schwarzstorch brütet in ungestörten Altholzbeständen und jagt an naturnahen Bächen und Feuchtwiesen. Gewässerrenaturierung und der Schutz störungsarmer Waldbereiche sichern seine Brut- und Nahrungshabitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse in Wald und Rhön
Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen alte Wälder, Höhlen und Gebäude der Region. Bei Baumfällung oder Gebäudeabriss sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG erforderlich.
Mehr zur Art ›Haselmaus in Hecken und Laubwald
Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Laubwälder, Waldränder und Heckenzüge des Werraberglandes. Erhalt und Neuanlage von Gehölzstrukturen im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten.
Mehr zur Art ›Amphibien an Quellen und Bächen
Feuersalamander in den Bachtälern des Thüringer Waldes sowie Gelbbauchunke und Grasfrosch in wechselfeuchten Senken sind auf saubere Kleingewässer angewiesen. Neue oder wiederhergestellte Laichgewässer gleichen Eingriffe aus.
Mehr zur Art ›Birkhuhn und Wiesenbrüter der Rhön
Die offenen Bergwiesen und Hochmoorreste der Hohen Rhön sind Rückzugsraum für Birkhuhn, Braunkehlchen und Wiesenpieper. Extensive Grünlandpflege und Moorschutz erhalten diese offene, störungsarme Landschaft.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau und die Erhaltung der Bundesstraßen (B19, B62, B247), Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Werra und Bäche lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature entwickelt naturraumtreue Kompensationsflächen für Straßenbaulastträger und Kommunen.
Windenergie und Erneuerbare
Windenergievorhaben im Umfeld des Thüringer Waldes sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen (CEF und FCS) für Fledermäuse und windkraftsensible Vogelarten.
Gewerbe und Industrie
Erweiterungen und Neuansiedlungen im Werkzeug-, Metall- und Fahrzeugbau um Schmalkalden, Zella-Mehlis und Meiningen sowie neue Gewerbegebiete erzeugen Kompensationsbedarf. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.
Tourismus und Wintersport Oberhof
Der Ausbau der Sport- und Tourismusinfrastruktur am Wintersportstandort Oberhof im sensiblen Bergwald- und Bergwiesenraum erfordert sorgfältig geplante Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Einklang mit dem Biosphärenreservat und den FFH-Zielen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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