Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche
Thüringen · Bilanzierungsmodell (ThürNatG)
Naturraum D47 · D48 · D56

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, bilanziert nach dem Thüringer Kompensationsmodell. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen zwischen Thüringer Wald und Rhön.

1.251
km² Kreisfläche
~120.000
Einwohner (2024)
38
Städte und Gemeinden
Meiningen
Kreisstadt und Kreissitz
D48/D47
BfN-Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen im Überblick

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen liegt im Südwesten Thüringens und reicht vom Rennsteig auf dem Kamm des Thüringer Waldes im Norden bis zur Hohen Rhön und zum Grabfeld im Süden. Da Thüringen keine Regierungsbezirke führt, ist zwischen Kreis- und Landesebene keine Bezirksverwaltung zwischengeschaltet. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Meiningen.

Naturräumlich hat der Kreis Anteil an drei BfN-Großregionen. Der bewaldete Norden gehört zum Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge (D48) mit den Höhen des Thüringer Waldes um Oberhof und Brotterode. Das mittlere und westliche Kreisgebiet mit dem Salzungen-Meininger Werrabergland und der Thüringer Rhön zählt zum Osthessischen Bergland (D47), der äußerste Süden greift auf die Mainfränkischen Platten (D56) im Grabfeld über.

Ökologisch bedeutsam sind die Bergwiesen und Bergmähwiesen der Rhön, die Kalk- und Basaltkuppen der Kuppenrhön sowie die naturnahen Bergmischwälder des Thüringer Waldes. Prägendes Fließgewässer ist die Werra mit ihren Zuflüssen und Auen. Weite Teile des Kreises liegen im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und im Naturpark Thüringer Wald.

Die Wirtschaft verbindet mittelständische Industrie (Werkzeug-, Metall- und Fahrzeugbau um Schmalkalden und Zella-Mehlis) mit Land- und Forstwirtschaft sowie einem starken Tourismus, etwa dem Wintersportstandort Oberhof. Verkehrs-, Gewerbe- und Energievorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich in Thüringen nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG), des ThürNatG und der Thüringer Kompensationsverordnung zu erbringen ist.

Extensiv genutzte Blumenwiese als Ausgleichsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D47
Osthessisches Bergland (Vogelsberg und Rhön)
Zum Naturraum D47 ›
D48
Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
Zum Naturraum D48 ›
D56
Mainfränkische Platten
Zum Naturraum D56 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Meiningen (KS)SchmalkaldenZella-MehlisSteinbach-HallenbergOberhofWasungenKaltennordheimFloh-SeligenthalBreitungen/WerraBrotterode-TrusetalRhönblickGrabfeld

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, dessen thüringischer Teil rund 84.000 ha in den Naturräumen Hohe Rhön und Vorderrhön umfasst
  • Naturpark Thüringer Wald im Nordwesten des Kreises mit dem Rennsteig als Höhenkammweg
  • Zahlreiche FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet, in der Rhön betreut durch die Natura-2000-Station Rhön mit Sitz in Kaltensundheim
  • Artenreiche Bergwiesen und Bergmähwiesen (FFH-Lebensraumtyp) als Lebensraum von Braunkehlchen, Wiesenpieper und Birkhuhn
  • Kalk- und Basaltkuppen der Kuppenrhön mit Kalkmagerrasen und wärmeliebenden Arten
  • Werra und ihre Nebengewässer mit Auen, Feucht- und Nassgrünland als Biotopverbundachse

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Thüringer Kompensationssystem vertraut. Wir arbeiten mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie den regionalen Natura-2000-Stationen zusammen, kennen die Bilanzierung nach ThürNatG und Thüringer Kompensationsverordnung und die Besonderheiten der Bergwiesen-, Wald- und Werralandschaften in den Naturräumen D48, D47 und D56. Von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

🌼

Bergwiesen und Bergmähwiesen

Wiederherstellung und extensive Pflege der artenreichen Berg- und Bergmähwiesen in der Rhön und im Thüringer Wald durch angepasste Mahd, Verzicht auf Düngung und Beweidung. Solche Maßnahmen erreichen im Thüringer Kompensationsmodell hohe Aufwertungen und sichern FFH-Lebensraumtypen.

💧

Renaturierung von Werra und Bächen

Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und naturnahe Umgestaltung der Werra und ihrer Zuflüsse. Neu angelegte Auengewässer und Feuchtsenken schaffen Lebensraum für Amphibien, Libellen und den Eisvogel.

🌳

Naturnaher Waldumbau

Umbau strukturarmer Fichtenforste des Thüringer Waldes in standortgerechte Bergmischwälder mit Buche, Bergahorn, Tanne und Esche. Alt- und Totholzstrukturen fördern Höhlenbrüter, Fledermäuse und die Wildkatze.

🍎

Streuobst und Hecken im Werratal

Anlage und Pflege von Streuobstbeständen, Hecken und Feldgehölzen an den wärmebegünstigten Hängen des Werraberglandes. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume und werten die Agrarlandschaft für Vögel und Insekten auf.

🌾

Kalkmagerrasen der Kuppenrhön

Entbuschung und Beweidung der Kalk- und Basaltkuppen zur Erhaltung wärmeliebender Magerrasen. Sie beherbergen seltene Orchideen, Schmetterlinge und Wildbienen und zählen zu den hochwertigen Kompensationszielen der Region.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse in Wald und Gebäuden, Habitatstrukturen für die Haselmaus sowie Ersatzlaichgewässer für Amphibien, abgestimmt auf das jeweilige Vorhaben.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Südthüringen zwischen Thüringer Wald und Rhön

🐈

Wildkatze im Thüringer Wald

Die zusammenhängenden Laub- und Bergmischwälder des Thüringer Waldes zählen zu den Kernlebensräumen der Europäischen Wildkatze (Anhang IV FFH-Richtlinie). Waldumbau, Totholzanreicherung und der Verbund von Waldflächen sind typische Maßnahmen.

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🐦

Schwarzstorch in den Waldtälern

Der Schwarzstorch brütet in ungestörten Altholzbeständen und jagt an naturnahen Bächen und Feuchtwiesen. Gewässerrenaturierung und der Schutz störungsarmer Waldbereiche sichern seine Brut- und Nahrungshabitate.

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🦇

Fledermäuse in Wald und Rhön

Bechsteinfledermaus, Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen alte Wälder, Höhlen und Gebäude der Region. Bei Baumfällung oder Gebäudeabriss sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme nach § 44 BNatSchG erforderlich.

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🌰

Haselmaus in Hecken und Laubwald

Die streng geschützte Haselmaus besiedelt strukturreiche Laubwälder, Waldränder und Heckenzüge des Werraberglandes. Erhalt und Neuanlage von Gehölzstrukturen im räumlichen Zusammenhang sichern ihre Fortpflanzungsstätten.

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🦎

Amphibien an Quellen und Bächen

Feuersalamander in den Bachtälern des Thüringer Waldes sowie Gelbbauchunke und Grasfrosch in wechselfeuchten Senken sind auf saubere Kleingewässer angewiesen. Neue oder wiederhergestellte Laichgewässer gleichen Eingriffe aus.

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🐓

Birkhuhn und Wiesenbrüter der Rhön

Die offenen Bergwiesen und Hochmoorreste der Hohen Rhön sind Rückzugsraum für Birkhuhn, Braunkehlchen und Wiesenpieper. Extensive Grünlandpflege und Moorschutz erhalten diese offene, störungsarme Landschaft.

Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau und die Erhaltung der Bundesstraßen (B19, B62, B247), Ortsumgehungen und Brückenbauwerke über Werra und Bäche lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature entwickelt naturraumtreue Kompensationsflächen für Straßenbaulastträger und Kommunen.

⚡

Windenergie und Erneuerbare

Windenergievorhaben im Umfeld des Thüringer Waldes sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen (CEF und FCS) für Fledermäuse und windkraftsensible Vogelarten.

🏭

Gewerbe und Industrie

Erweiterungen und Neuansiedlungen im Werkzeug-, Metall- und Fahrzeugbau um Schmalkalden, Zella-Mehlis und Meiningen sowie neue Gewerbegebiete erzeugen Kompensationsbedarf. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.

🎿

Tourismus und Wintersport Oberhof

Der Ausbau der Sport- und Tourismusinfrastruktur am Wintersportstandort Oberhof im sensiblen Bergwald- und Bergwiesenraum erfordert sorgfältig geplante Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Einklang mit dem Biosphärenreservat und den FFH-Zielen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

WA
Landkreis Wartburgkreis
Nordwestlicher Nachbar · Werratal und Rhön
GO
Landkreis Gotha
Nördlicher Nachbar · Thüringer Wald
IL
Landkreis Ilm-Kreis
Nordöstlicher Nachbar · Thüringer Wald
HI
Landkreis Hildburghausen
Südöstlicher Nachbar · Werra und Grabfeld
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Der Kreis hat Anteil an drei BfN-Naturräumen. Der bewaldete Norden gehört zum Thüringisch-Fränkischen Mittelgebirge (D48) mit dem Thüringer Wald, das mittlere und westliche Kreisgebiet mit dem Salzungen-Meininger Werrabergland und der Thüringer Rhön zum Osthessischen Bergland (D47), der äußerste Süden im Grabfeld zu den Mainfränkischen Platten (D56). Für die Kompensation ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Die Bewertung erfolgt nach dem Thüringer Kompensationsmodell, also der Bilanzierung nach dem Thüringer Gesetz für Natur und Landschaft (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung auf Grundlage der Eingriffsregelung (§§ 13 bis 15 BNatSchG). greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächensicherung, Maßnahmenplanung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Fachdienst Wasser und Naturschutz, Obertshäuser Platz 1, 98617 Meiningen. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme für Sie.
Verbreitet sind die Wiederherstellung und Pflege von Berg- und Bergmähwiesen in Rhön und Thüringer Wald, die Renaturierung der Werra und ihrer Bäche, naturnaher Waldumbau von Fichtenforsten zu Bergmischwäldern, die Entbuschung und Beweidung von Kalkmagerrasen der Kuppenrhön sowie Streuobst- und Heckenpflanzungen im Werratal. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen (CEF und FCS) etwa für Fledermäuse, Haselmaus und Amphibien.
Ja. Im Kreis liegen zahlreiche FFH-Gebiete und ein Vogelschutzgebiet des Netzes Natura 2000, unter anderem in der Thüringer Rhön (betreut durch die Natura-2000-Station Rhön in Kaltensundheim) und im Thüringer Wald. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung und bei artenschutzrechtlicher Betroffenheit Maßnahmen zur Kohärenzsicherung (§ 45 Abs. 7 BNatSchG) auslösen. greeNature berät Sie zu den FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Bergwiesen und Grünland in Rhön und Thüringer Wald, Talauen entlang der Werra sowie Waldflächen mit Potenzial für naturnahen Umbau. In vielen Fällen bleiben Sie Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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