Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand
Thüringen · Bilanzierungsmodell (ThürNatG)
Naturraum D18 · D48

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Saale-Orla-Kreis

Ökopunkte und Ausgleichsflächen aus anerkannten Ökokonten, bilanziert nach dem Thüringer Kompensationsmodell. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im Thüringer Schiefergebirge und an der Oberen Saale.

1.151 km²
Kreisfläche
~78.000
Einwohner
59
Städte und Gemeinden
Schleiz
Kreisstadt und Sitz
d48/d18/d17
BfN-Naturräume
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Saale-Orla-Kreis im Überblick

Der Saale-Orla-Kreis liegt im Südosten Thüringens und grenzt an Bayern und Sachsen. Thüringen ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert. Prägend ist der Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale, der mit mehreren sehr unterschiedlichen Naturräumen große geologische und biologische Vielfalt vereint. Zum Kreisgebiet gehören unter anderem das Obere Saaletal, die Orlasenke, das Hohe Thüringer Schiefergebirge mit dem Frankenwald-Nordrand, das Schwarza-Sormitz-Gebiet und die Plothener Teichplatte.

Geologisch reicht die Spanne von den Schiefern und Grauwacken des Schiefergebirges über Zechstein-Kalke bis zu den Buntsandsteinflächen im Norden. Die Obere Saale ist durch tiefe Kerbtäler und zwei der größten Talsperren Thüringens geprägt, die Bleilochtalsperre und die Talsperre Hohenwarte. Bergbäche wie Schwarza, Sormitz und Wisenta durchziehen die bewaldeten Höhen.

Naturschutzfachlich ist der Kreis dicht mit Natura-2000-Gebieten belegt, betreut über die Natura-2000-Station Obere Saale mit zahlreichen FFH-Gebieten und Vogelschutzgebieten. Von besonderer Bedeutung sind das Dreba-Plothener Teichgebiet (Naturschutzgebiet, zugleich FFH- und Vogelschutzgebiet) sowie bedeutende Fledermausquartiere, darunter Vorkommen der Kleinen Hufeisennase im Schwarzatal.

Die Wirtschaft und Infrastruktur erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf. Die Bundesautobahn A9 durchquert den Kreis, dazu kommen Bundesstraßen, Windenergie auf den Hochflächen, Freiflächen-Photovoltaik, Gewerbeflächen um Pößneck, Schleiz und Triptis sowie Rohstoffabbau. Eingriffe werden nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des ThürNatG und der Thüringer Kompensationsverordnung ausgeglichen.

Artenreiche Magerwiese mit Margeriten am Waldrand

🗺️ Zugehörige Naturräume

D18
Thüringer Becken und Randplatten
Zum Naturraum D18 ›
D48
Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge
Zum Naturraum D48 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Schleiz (KS)PößneckBad LobensteinNeustadt an der OrlaTriptisTannaHirschbergGefellWurzbachRanisRemptendorfZiegenrück

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale mit fünf sehr unterschiedlichen Naturräumen
  • Dreba-Plothener Teichgebiet, Naturschutzgebiet und Bestandteil von Natura 2000 (FFH und Vogelschutzgebiet)
  • Bleilochtalsperre und Talsperre Hohenwarte, zwei der größten Talsperren Thüringens, an der Oberen Saale
  • Bedeutende Fledermausquartiere, Kleine Hufeisennase im Schwarzatal, Bechsteinfledermaus an den Hängen der Bleilochtalsperre
  • Schwarza-Sormitz-Gebiet mit naturnahen, durchgängigen Bergbächen
  • Zechstein-Kalkmagerrasen und Silikathalden des früheren Schieferbergbaus als Sonderstandorte
  • Grünes Band entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze im Raum Hirschberg und Gefell

✅ greeNature vor Ort

greeNature arbeitet bundesweit und betreut Kompensation nach dem Thüringer Kompensationsmodell. Wir kennen die naturräumlichen Anforderungen im Schiefergebirge und an der Oberen Saale, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Saale-Orla-Kreises sowie die Bilanzierung nach ThürNatG und Thüringer Kompensationsverordnung aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Saale-Orla-Kreis

🌼

Bergwiesen und Extensivgrünland

Entwicklung und extensive Pflege artenreicher Berg- und Feuchtwiesen im Schiefergebirge über angepasste Mahd- und Beweidungskonzepte. Lebensraum für Schmetterlinge, Wiesenbrüter und Insekten und naturraumtreue Aufwertung nach dem Thüringer Bilanzierungsmodell.

💧

Fließgewässer- und Auenrenaturierung

Wiederherstellung durchgängiger Bergbäche an Schwarza, Sormitz, Wisenta und Orla mit Uferabbrüchen, Totholz und begleitendem Auwald. Fördert Eisvogel, Groppe, Bachneunauge und die Selbstdynamik der Gewässer.

🌊

Teich- und Feuchtlebensräume

Anlage und Pflege naturnaher, fischfreier Kleingewässer im Umfeld der Plothener Teichlandschaft. Laichgewässer für Kammmolch und weitere Amphibien sowie Verlandungszonen für Libellen und Röhrichtbewohner.

🦇

Fledermausquartiere sichern

Sicherung und Optimierung von Winter- und Wochenstubenquartieren in Schieferstollen, Kellern, Dachböden und Kirchen, mit Schwerpunkt Kleine Hufeisennase und Bechsteinfledermaus. Typische vorgezogene Maßnahme (CEF) nach § 44 BNatSchG.

🌱

Kalkmagerrasen und Silikathalden

Entbuschung und Beweidung wärmeliebender Zechstein-Kalkmagerrasen sowie Pflege der Schiefer-Silikathalden des früheren Bergbaus. Lebensraum für Zauneidechse, Wildbienen und seltene Orchideen.

🌳

Waldumbau und Biotopverbund

Umbau naturferner Fichtenforste zu klimastabilen Laub- und Mischwäldern sowie Anlage von Hecken und strukturreichen Waldrändern. Trittsteine und Verbund für Haselmaus, Wildkatze und Waldarten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Thüringer Schiefergebirge und Obere Saale

🦇

Fledermäuse im Schiefergebirge

Alte Schieferstollen, Keller und Kirchendachböden beherbergen bedeutende Quartiere, darunter die Kleine Hufeisennase im Schwarzatal und die Bechsteinfledermaus an den Hängen der Bleilochtalsperre. Quartiersicherung und Erhalt der Jagdhabitate sind typische CEF-Maßnahmen.

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🕊️

Schwarzstorch

Die ausgedehnten, störungsarmen Wälder des Schiefergebirges mit ihren klaren Bergbächen bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Bei Eingriffen in Waldgebiete und an Fließgewässern ist er regelmäßig in der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung zu betrachten.

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🐈

Wildkatze

Das Thüringer Schiefergebirge zählt zu den Kerngebieten der Europäischen Wildkatze. Waldverbund, Totholz und unzerschnittene Räume sind entscheidend. Querungshilfen und Waldrandgestaltung dienen der Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS).

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🐸

Kammmolch und Amphibien

Die Plothener Teichlandschaft und zahlreiche Kleingewässer beherbergen Kammmolch, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neu angelegte, fischfreie Laichgewässer sind bewährte CEF-Maßnahmen bei Eingriffen im Umfeld der Teichgebiete.

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🐦

Eisvogel

An Saale, Orla und den naturnahen Bergbächen brütet der Eisvogel in Steilufern. Uferabbrüche, Sitzwarten und störungsarme Gewässerabschnitte sichern seine Fortpflanzungsstätten bei Gewässer- und Infrastrukturvorhaben.

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🦎

Zauneidechse

Auf besonnten Zechstein-Magerrasen, Schieferhalden, Bahndämmen und Steinbruchböschungen findet die Zauneidechse geeignete Lebensräume. Sie ist eine häufige Zielart bei Bau-, Rohstoff- und Trassenvorhaben, mit Habitatanlage und Umsiedlung als CEF-Maßnahme.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Die Bundesautobahn A9 (Berlin und München) durchquert den Kreis im Raum Triptis, Schleiz und Bad Lobenstein, dazu kommen Bundesstraßen wie B2, B90 und B281 sowie Ortsumgehungen. Aus- und Neubau lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach dem Thüringer Kompensationsmodell aus.

💨

Windenergie

Auf den Hochflächen des Schiefergebirges und der Ostthüringisch-Vogtländischen Hochflächen entstehen Windenergieanlagen. Sie erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen, unter anderem zu Fledermäusen und Großvögeln, sowie naturschutzrechtliche Kompensation.

☀️

Photovoltaik und Gewerbe

Freiflächen-Photovoltaik sowie Gewerbe- und Industrieflächen in Pößneck, Schleiz und Triptis führen zu Flächenversiegelung und damit zu Kompensationsbedarf, von der Bilanzierung bis zur dauerhaften Sicherung der Ausgleichsflächen.

⛏️

Rohstoffabbau

Der Abbau von Diabas, Grauwacke und Kalkstein in den Steinbrüchen der Region greift in Natur und Landschaft ein. Renaturierung, Entwicklung von Sekundärlebensräumen und Ersatzmaßnahmen sind hier gefragt.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

SA
Landkreis Saale-Holzland-Kreis
Nördlicher Nachbar · Thüringen
GR
Landkreis Greiz
Nordöstlicher Nachbar · Ostthüringen
SA
Landkreis Saalfeld-Rudolstadt
Westlicher Nachbar · Thüringer Schiefergebirge
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Saale-Orla-Kreis

Der überwiegende Teil gehört zum BfN-Naturraum D48 (Thüringisch-Fränkisches Mittelgebirge) mit dem Thüringer Schiefergebirge, dem Frankenwald-Nordrand, dem Oberen Saaletal und dem Schwarza-Sormitz-Gebiet. Der Norden mit Orlasenke und Saale-Sandsteinplatte zählt zum Naturraum D18 (Thüringer Becken mit Randplatten), der Osten mit den Ostthüringisch-Vogtländischen Hochflächen zum Naturraum D17 (Vogtland). Für die Bilanzierung nach dem Thüringer Kompensationsmodell ist die naturraumtreue Zuordnung des Eingriffs maßgeblich.
Ökopunkte entstehen aus anerkannten Ökokonten und Kompensationsmaßnahmen, die nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des Thüringer Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung bilanziert werden. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Naturraumzuordnung, Maßnahmenplanung, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die Dokumentation.
Untere Naturschutzbehörde ist das Landratsamt Saale-Orla-Kreis, Oschitzer Straße 4, 07907 Schleiz. Es begleitet Eingriffsverfahren, führt Ökokonten und erkennt Kompensationsmaßnahmen an. greeNature koordiniert die Abstimmung mit der Behörde vollständig für Sie.
Im Schiefergebirge und an der Oberen Saale zählen dazu die Entwicklung artenreicher Bergwiesen, die Renaturierung von Bergbächen an Schwarza, Sormitz und Orla, die Pflege von Zechstein-Kalkmagerrasen, naturnahe Kleingewässer in der Plothener Teichlandschaft und die Sicherung von Fledermausquartieren. Die konkrete Auswahl richtet sich nach Naturraum und Eingriff.
Ja. Im Kreisgebiet liegen zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete, betreut über die Natura-2000-Station Obere Saale, darunter das Dreba-Plothener Teichgebiet sowie Hänge an der Bleilochtalsperre. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG (CEF) und bei einer Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG (FCS) erfordern.
Ja. Geeignet sind zum Beispiel Grünland in den Bachtälern, aufwertbare Fichtenforste, Teichflächen und magere Hanglagen. Über ein Ökokonto lassen sich Aufwertungen dauerhaft sichern. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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