
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Nordhausen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Nordhausen, bilanziert über das Thüringer Bilanzierungsmodell auf Grundlage des Thüringer Gesetzes für Natur und Landschaft (ThürNatG). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für die Kompensation von Eingriffen zwischen Südharz, Gipskarst und Goldener Aue.
Der Landkreis Nordhausen im Überblick
Der Landkreis Nordhausen liegt im Norden Thüringens am südlichen Rand des Harzes und grenzt an Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Nordhausen. Der Kreis umfasst 15 Städte und Gemeinden. Da Thüringen nicht in Regierungsbezirke gegliedert ist, ist die Kreisverwaltung unmittelbar der Landesebene nachgeordnet, fachlich begleitet durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz.
Landschaftlich ist der Kreis dreigeteilt. Im Norden erhebt sich der bewaldete Südharz mit seiner ausgedehnten Gipskarstlandschaft, die durch Erdfälle, Dolinen, Höhlen und Karstquellen geprägt ist. In der Mitte zieht sich die fruchtbare Goldene Aue als breite Ebene an Helme und Zorge zwischen Harz und Kyffhäuser hindurch. Im Süden schließen die Muschelkalkhöhen von Hainleite und Windleite an, die naturräumlich bereits zum Thüringer Becken mit seinen Randplatten gehören.
Ökologisch bedeutsam ist vor allem der Thüringer Anteil am Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz, der weltweit einzigen bewaldeten Gipskarstlandschaft. Naturschutzgebiete wie der Alte Stolberg, der Kohnstein und die Rüdigsdorfer Schweiz sichern orchideenreiche Buchenwälder, Trockenrasen und Höhlensysteme. Die Höhlen und Stollen des Südharzes beherbergen zahlreiche Fledermausarten, in den Wäldern leben Wildkatze und Schwarzstorch. Diese Natura-2000-Kulisse bestimmt maßgeblich, wo Eingriffe zulässig sind und wie Kompensation naturraumgerecht auszugestalten ist.
Wirtschaftlich verbinden sich Land- und Forstwirtschaft, mittelständisches Gewerbe im Raum Nordhausen und Bleicherode, Rohstoffgewinnung sowie Tourismus im Harz. Verkehrsvorhaben entlang der Bundesautobahn A38 und der Bundesstraßen, der Ausbau der Windenergie, Gips- und Rohstoffabbau sowie die Siedlungs- und Gewerbeentwicklung lösen regelmäßig Eingriffe aus. Deren Ausgleich ist in Thüringen über das Thüringer Bilanzierungsmodell auf Grundlage der Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und des ThürNatG in Ökopunkten zu bilanzieren.

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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz (Thüringer Anteil), die weltweit einzige bewaldete Gipskarstlandschaft mit Erdfällen, Dolinen und Karstquellen
- Goldene Aue, fruchtbare Ebene an Helme und Zorge zwischen Südharz und Kyffhäuser
- Naturschutzgebiete Alter Stolberg, Kohnstein und Rüdigsdorfer Schweiz mit Trockenrasen, Streuobst und orchideenreichen Buchenwäldern
- Zahlreiche Höhlen und Stollen im Gipskarst als bedeutende Winterquartiere für viele Fledermausarten
- Muschelkalkhöhen von Hainleite und Windleite im Süden mit Halbtrockenrasen und Kalkbuchenwäldern
- Naturnahe Buchenwälder des Südharzrandes als Lebensraum von Wildkatze und Schwarzstorch
- FFH- und Vogelschutzgebiete der Natura-2000-Kulisse entlang von Südharz und Goldener Aue
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit der Kompensationspraxis in Thüringen vertraut. Wir bilanzieren Eingriffe über das Thüringer Bilanzierungsmodell nach dem ThürNatG, stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Nordhausen ab und arbeiten mit dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) zusammen. Die Besonderheiten der Region, von der weltweit einzigartigen Gipskarstlandschaft des Südharzes über die fruchtbare Goldene Aue bis zu den Muschelkalkhöhen von Hainleite und Windleite, berücksichtigen wir von der Bedarfsermittlung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring.
Typische Maßnahmen im Landkreis Nordhausen
Trockenrasen und Streuobstwiesen
Pflege und Neuanlage artenreicher Halbtrocken- und Trockenrasen sowie hochstämmiger Streuobstbestände auf den Gips- und Muschelkalkhängen des Südharzes, der Hainleite und der Windleite. Entbuschung, extensive Beweidung und angepasste Mahd erhalten wärmeliebende Lebensgemeinschaften und erreichen im Bilanzierungsmodell deutliche Aufwertungen.
Auenrenaturierung an Helme und Zorge
Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Entwicklung von Gewässerrandstreifen und Auwald in der Goldenen Aue. Naturnahe Fließgewässerabschnitte schaffen Lebensraum für Fische, Amphibien und den Eisvogel und verbessern zugleich den Wasser- und Retentionshaushalt.
Extensivierung von Feuchtgrünland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in der Helme- und Zorgeaue in artenreiches, extensiv bewirtschaftetes Nass- und Feuchtgrünland. Späte Mahdtermine, Verzicht auf Düngung und die Anlage von Blänken schaffen Brut- und Nahrungshabitate für Wiesenbrüter und Feldvögel.
Naturnaher Waldumbau im Südharz
Überführung strukturarmer Bestände in standortgerechte Laub- und Buchenwälder mit hohem Alt- und Totholzanteil. Solche Maßnahmen sichern Lebensräume von Wildkatze und Schwarzstorch, vernetzen Waldbiotope und dienen als dauerhaft gesicherte Kompensationsflächen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa die Sicherung und Ergänzung von Fledermausquartieren in Höhlen, Stollen und Gebäuden, Habitatstrukturen für die Zauneidechse an besonnten Hängen sowie Ersatzlaichgewässer für Amphibien, abgestimmt auf das jeweilige Vorhaben.
Hecken und Feldgehölze in der Agrarlandschaft
Neuanlage und Sanierung von Hecken, Feldgehölzen und Ackerrandstreifen in der ausgeräumten Ackerlandschaft der Goldenen Aue und der Randplatten. Diese Strukturen vernetzen Lebensräume, wirken als Trittsteinbiotope und stützen Feldvögel wie die Feldlerche.
Geschützte Arten im Südharz, Gipskarst und Goldene Aue
Fledermäuse im Gipskarst
Die Höhlen, Stollen und alten Bergbaubereiche des Südharzes zählen zu den bedeutenden Fledermausquartieren der Region und beherbergen viele der streng geschützten Arten nach Anhang IV der FFH-Richtlinie. Bei Eingriffen an Quartieren oder Jagdhabitaten sind Ersatzquartiere und Habitatsicherung als CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Wildkatze im Südharz
Die naturnahen Buchen- und Mischwälder des südlichen Harzrandes sind Lebensraum der Europäischen Wildkatze. Waldumbau, der Erhalt von Alt- und Totholz sowie durchgängige Waldverbindungen sichern ihre Rückzugs- und Wanderräume und lassen sich als Kompensationsmaßnahmen ausgestalten.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch in den Waldtälern
Der Schwarzstorch brütet in störungsarmen Altholzbeständen des Südharzes und nutzt naturnahe Bäche und Feuchtwiesen als Nahrungsraum. Horstschutz, die Renaturierung von Waldgewässern und die Beruhigung von Brutwäldern sind typische Maßnahmen zu seinem Schutz.
Mehr zur Art ›Feldlerche der Goldenen Aue
Die offene Ackerlandschaft der Goldenen Aue und der Randplatten ist Lebensraum der stark rückläufigen Feldlerche. Lerchenfenster, extensive Ackerrandstreifen und blütenreiche Brachen sind bewährte Artenschutzmaßnahmen nach § 44 BNatSchG bei Eingriffen in die Feldflur.
Mehr zur Art ›Zauneidechse an Trockenhängen
Besonnte Gips- und Kalkhänge, Böschungen und Wegränder bieten der Zauneidechse Lebensraum. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind der Erhalt und die Neuschaffung von Steinriegeln, Säumen und Sonnenplätzen als vorgezogene CEF-Maßnahme erforderlich.
Mehr zur Art ›Amphibien in Karstgewässern
Karstgewässer, Tümpel und wechselfeuchte Senken sind Lebensraum von Kammmolch, Feuersalamander und weiteren Amphibien. Neue oder wiederhergestellte Laichgewässer im räumlichen Zusammenhang sichern die Fortpflanzungsstätten bei Eingriffen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Straßen- und Verkehrsinfrastruktur
Die Bundesautobahn A38 (Göttingen nach Halle) und mehrere Bundesstraßen queren den Landkreis. Aus- und Umbauten, Ortsumgehungen und Ingenieurbauwerke lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, die über Ökopunkte gedeckt werden können.
Windenergie und Netzausbau
Der Ausbau der Windenergie in den Vorranggebieten des Kreises und die zugehörigen Leitungstrassen erzeugen Kompensationsbedarf und machen häufig artenschutzrechtliche Prüfungen sowie FCS-Maßnahmen für windkraftsensible Arten erforderlich.
Gips- und Rohstoffgewinnung
Der Abbau von Gips und weiteren Rohstoffen im Südharz steht in besonderem Spannungsfeld zum Karst- und Naturschutz. Solche Vorhaben erfordern umfangreiche Ausgleichs-, Ersatz- und Renaturierungsmaßnahmen, die sich über Ökopunkte abbilden lassen.
Siedlungs- und Gewerbeentwicklung
Im Raum Nordhausen und Bleicherode entstehen Wohn- und Gewerbegebiete. Die naturschutzrechtliche Kompensation lässt sich über bevorratete Ökopunkte und Flächen aus dem Ökokonto effizient abdecken.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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