
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kyffhäuserkreis
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten im Kyffhäuserkreis. greeNature solutions, Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach dem Thüringer Kompensationsmodell zwischen Kyffhäuser, Goldener Aue und Thüringer Becken.
Der Landkreis Kyffhäuserkreis im Überblick
Der Kyffhäuserkreis liegt im Norden Thüringens. Thüringen gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass der Kreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Sondershausen, eine ehemalige Residenz- und Bergbaustadt am Südrand der Hainleite. Namensgebend ist der Kyffhäuser, eines der kleinsten Mittelgebirge Europas, das den Kreis im Norden prägt.
Landschaftlich reicht das Kreisgebiet von den bewaldeten Muschelkalk-Höhenzügen der Hainleite, Windleite und Schmücke über die offene Ackerlandschaft des nördlichen Thüringer Beckens bis in die fruchtbare Goldene Aue mit der Helme-Niederung. Der Kyffhäuser selbst besteht aus Zechstein-Gipskarst und trägt europaweit bedeutende Trocken- und Halbtrockenrasen. Naturräumlich gehört der gesamte Kreis zur BfN-Großregion Thüringer Becken (D18).
Ökologisch prägend sind der Naturpark Kyffhäuser, der zugehörige Geopark und ein dichtes Netz aus Naturschutzgebieten sowie FFH- und Vogelschutzgebieten des europäischen Natura-2000-Verbunds. Der Gipskarst des Kyffhäusers mit seinen Höhlen, die großen Laubwälder der Hohen Schrecke als Wildkatzenlebensraum und die Feuchtgebiete der Goldenen Aue zählen zu den naturschutzfachlich wertvollsten Strukturen der Region.
Wirtschaftlich ist der Kreis vom historischen Kali- und Salzbergbau um Sondershausen und Roßleben, von leistungsfähiger Landwirtschaft auf den Lössböden des Thüringer Beckens sowie von mittelständischer Elektro- und Metallindustrie geprägt. Bergbaufolgeflächen, Windenergie, Straßen- und Gewerbevorhaben lösen regelmäßig Kompensationsbedarf aus, der in Thüringen nach dem Thüringer Kompensationsmodell über Biotopwerte bilanziert wird.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D18 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Naturpark Kyffhäuser und Geopark Kyffhäuser mit europaweit bedeutendem Zechstein-Gipskarst
- FFH-Gebiet Kyffhäuser mit orchideenreichen Trocken- und Halbtrockenrasen
- Hohe Schrecke, großes zusammenhängendes Laubwaldgebiet und Lebensraum der Europäischen Wildkatze
- 23 Naturschutzgebiete im Kreisgebiet
- Goldene Aue und Helme-Niederung als Feucht- und Vogellebensraum nahe der Talsperre Kelbra
- Hainleite, Windleite und Schmücke als bewaldete Muschelkalk-Randplatten des Thüringer Beckens
- Esperstedter Ried als geschütztes Quell- und Feuchtgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und arbeitet in Thüringen konsequent nach den Vorgaben des Thüringer Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung. Wir bilanzieren Kompensation nach dem Thüringer Kompensationsmodell über Biotopwerte (Werteinheiten), kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Kyffhäuserkreis und stimmen Maßnahmen am Kyffhäuser, in der Goldenen Aue und im Thüringer Becken fachlich fundiert mit den Behörden ab.
Typische Maßnahmen im Landkreis Kyffhäuserkreis
Trocken- und Halbtrockenrasen
Wiederherstellung und dauerhafte Pflege der Gips- und Muschelkalk-Trockenrasen am Kyffhäuser und an der Hainleite durch Entbuschung sowie extensive Schaf- und Ziegenbeweidung. Aufwertung nach dem Thüringer Kompensationsmodell und Erhalt geschützter FFH-Lebensraumtypen.
Naturnaher Waldumbau
Umbau naturferner Nadelforste in standortgerechte Buchen- und Eichenmischwälder in Hoher Schrecke, Hainleite und Windleite, Anreicherung mit Totholz und Habitatbäumen als Lebensraum für Wildkatze, Fledermäuse und Haselmaus.
Auenrenaturierung Helme und Unstrut
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen, Flutmulden und Auwaldsäumen in der Goldenen Aue und im Unstruttal, Lebensraum für Eisvogel, Fische und Wasserinsekten.
Feldflurbiotope im Ackerland
Anlage von Blühstreifen, Ackerrandstreifen, Lerchenfenstern, Hecken und Feldgehölzen in der ausgeräumten Ackerlandschaft des Thüringer Beckens zur Vernetzung von Offenlandbiotopen und Förderung der Feldlerche.
Feuchtgebiete und Kleingewässer
Wiedervernässung von Ried- und Feuchtwiesen, etwa im Esperstedter Ried, sowie Neuanlage und Sanierung von Kleingewässern und Amphibientümpeln für Kammmolch und weitere Amphibien.
Artenschutz CEF/FCS
Sicherung von Gipskarsthöhlen und Stollen als Fledermausquartiere, Anlage von Zauneidechsenhabitaten an Bahn- und Wegböschungen sowie vorgezogene CEF-Maßnahmen, abgestimmt auf § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Kyffhäuser, Goldene Aue und nördliches Thüringer Becken
Europäische Wildkatze
Die großen Laubwälder der Hohen Schrecke, der Hainleite und der Windleite gehören zu den Verbreitungsschwerpunkten der Wildkatze in Thüringen. Strukturreiche Wälder mit Totholz, Lichtungen und ungestörten Rückzugsräumen sind für ihren Erhalt entscheidend und typisches Ziel von Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Gipskarst
Die Höhlen und Stollen des Kyffhäuser Gipskarsts zählen zu den bedeutenden Fledermausquartieren der Region und werden von Arten wie der Mopsfledermaus als Winterquartier genutzt. Quartiersicherung und die Erhaltung von Jagdlebensräumen sind zentrale Artenschutzaufgaben nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Trocken- und Halbtrockenrasen am Kyffhäuser sowie Bahn- und Wegböschungen bieten der Zauneidechse besonnte Lebensräume mit Versteck- und Eiablageplätzen. Bei Eingriffen sind häufig vorgezogene CEF-Maßnahmen zur Sicherung ihrer Vorkommen erforderlich.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die weiten Ackerfluren des Thüringer Beckens sind Lebensraum der Feldlerche, deren Bestände durch die Intensivierung der Landwirtschaft unter Druck stehen. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensiv genutzte Ackerrandstreifen sind bewährte Aufwertungsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
In den Ried- und Feuchtgebieten sowie in Kleingewässern des Kreises kommt der Kammmolch vor, eine Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Anlage und Vernetzung fischfreier, besonnter Laichgewässer sind wirksame Kompensationsmaßnahmen für diese Art.
Mehr zur Art ›Kiebitz
Die Feuchtwiesen der Goldenen Aue und der Helme-Niederung boten dem Kiebitz traditionell Brutlebensräume, seine Bestände sind jedoch stark rückläufig. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung können geeignete Brut- und Nahrungshabitate wiederherstellen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Kali-, Salzbergbau und Bergbaufolge
Der Bergbau um Sondershausen und Roßleben, die fortgeführte Gewinnung von Industriesalz und die Sicherung von Halden und Bergbaufolgeflächen erzeugen Eingriffe, die naturschutzrechtlich auszugleichen sind. greeNature entwickelt hierfür naturraumtreue Kompensationsflächen.
Windenergie im Thüringer Becken
Neubau und Repowering von Windenergieanlagen in den Vorranggebieten des Thüringer Beckens lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus und erfordern häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa für windkraftsensible Arten.
Verkehr und Infrastruktur
Unterhaltung und Ausbau der Autobahnen A71 und A38 sowie der Bundesstraßen B4, B85 und B86 und begleitender Bahnvorhaben führen zu Kompensationsbedarf, der nach dem Thüringer Kompensationsmodell bilanziert wird.
Gewerbe und Agrarstruktur
Die Entwicklung von Gewerbe- und Industriegebieten sowie Maßnahmen der Flurneuordnung in der intensiv genutzten Ackerlandschaft erzeugen Eingriffe, für die Ausgleichs- und Ersatzflächen im betroffenen Naturraum bereitzustellen sind.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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