
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Ilm-Kreis
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation im Ilm-Kreis, von der Bilanzierung nach dem Thüringer Kompensationsmodell (ThürNatG und Thüringer Kompensationsverordnung) bis zur dauerhaften Sicherung der Flächen.
Der Landkreis Ilm-Kreis im Überblick
Der Ilm-Kreis liegt im Zentrum Thüringens und trägt seinen Namen nach dem Fluss Ilm. Kreisstadt ist Arnstadt, größte Stadt ist die Universitätsstadt Ilmenau. Thüringen ist nicht in Regierungsbezirke gegliedert, die Kreisverwaltung nimmt die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde selbst wahr.
Landschaftlich reicht der Kreis vom fruchtbaren Thüringer Becken im Norden über die Muschelkalk-Randplatten bis in die bewaldeten Kammlagen des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges im Süden. Diese Spanne von der Ackerebene bis in Höhenlagen um 900 Meter schafft ein Mosaik aus offener Feldflur, Streuobsthängen, Bergwiesen und ausgedehnten Waldgebieten.
Ökologisch bedeutsam sind die Fließgewässer Ilm und Gera, die Bergwiesen und Buchenwälder des Naturparks Thüringer Wald entlang des Rennsteigs sowie zahlreiche FFH- und Vogelschutzgebiete, die von der Natura-2000-Station Gotha/Ilm-Kreis betreut werden. Der Kreis trägt eine besondere Verantwortung für die Kleine Hufeisennase, deren Vorkommen bundesweit bedeutsam ist.
Wirtschaftlich prägend ist das Industriegebiet Erfurter Kreuz nördlich von Arnstadt, das größte zusammenhängende Industriegebiet Thüringens am Autobahnkreuz A4/A71. Zusammen mit der Technischen Universität Ilmenau, dem Straßen- und Schienenausbau sowie der Energiewende entsteht hier regelmäßig Kompensationsbedarf, der über das Thüringer Kompensationsmodell nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG abzuwickeln ist.

🗺️ Zugehörige Naturräume
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📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Industriegebiet Erfurter Kreuz, größtes Industriegebiet Thüringens am Kreuz der A4 und A71
- Naturpark Thüringer Wald mit dem Rennsteig in den südlichen Kammlagen
- Kleine Hufeisennase (Anhang II FFH-Richtlinie), bundesweit bedeutsames Vorkommen
- FFH- und Vogelschutzgebiete der Natura-2000-Station Gotha/Ilm-Kreis
- Ilm und Gera als naturnahe Fließgewässer mit Eisvogel und Groppe
- Muschelkalk-Halbtrockenrasen und Streuobstwiesen am Nordrand des Thüringer Beckens
- Bergwiesen und Fichtenwälder der Höhenlagen um Ilmenau und Großbreitenbach
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und kennt die Verwaltungspraxis in Thüringen. Wir stimmen Kompensationskonzepte mit der Unteren Naturschutzbehörde des Ilm-Kreises und dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ab und bilanzieren nach dem Thüringer Kompensationsmodell (ThürNatG und Thüringer Kompensationsverordnung) in Ökopunkten. Für die bewaldeten Kammlagen des Thüringer Waldes ebenso wie für die Agrarlandschaft des Thüringer Beckens entwickeln wir Maßnahmen, die fachlich tragfähig und behördlich anerkennungsfähig sind.
Typische Maßnahmen im Landkreis Ilm-Kreis
Naturnaher Waldumbau
Überführung von Fichten-Reinbeständen der Kammlagen in standortgerechte Buchen- und Bergmischwälder. Das erhöht die Strukturvielfalt und sichert Lebensräume für Wildkatze, Schwarzstorch und Haselmaus.
Bergwiesen und Bergmähwiesen
Wiederherstellung und extensive Pflege artenreicher Bergwiesen im Thüringer Wald durch aushagernde Mahd. Lebensraum für Braunkehlchen, seltene Falter und Wildbienen.
Fließgewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen und Anlage von Gewässerrandstreifen an Ilm und Gera. So entstehen Laich- und Bruthabitate für Eisvogel, Groppe und Bachneunauge.
Kalk-Halbtrockenrasen und Streuobst
Pflege und Neuanlage von Muschelkalk-Trockenrasen und Streuobstwiesen am Nordrand des Kreises. Lebensraum für Wildbienen, Neuntöter und wärmeliebende Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Sicherung von Sommer- und Winterquartieren der Kleinen Hufeisennase sowie Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Bahndämmen und Gewerbeflächen, maßgeschneidert nach dem Thüringer Kompensationsmodell.
Hecken und Ackerrandstreifen
Anlage von Hecken, Feldrainen und Blühstreifen in der ausgeräumten Ackerflur des Thüringer Beckens. Trittsteinbiotope für Feldlerche, Feldhase und Rebhuhn.
Geschützte Arten im Zwischen Thüringer Wald und Thüringer Becken
Wildkatze
Die zusammenhängenden Laubwälder des Thüringer Waldes und der Randplatten sind Kernlebensraum der Europäischen Wildkatze. Biotopverbund und naturnaher Waldumbau sichern ihre Wanderkorridore, ein häufiges FCS-Thema bei Straßen- und Trassenvorhaben.
Kleine Hufeisennase
Der Ilm-Kreis trägt für die Kleine Hufeisennase (Anhang II FFH-Richtlinie) besondere Verantwortung, eines der wenigen deutschen Vorkommen liegt in den Kalkgebieten am Rand des Thüringer Beckens. Quartiersschutz und Jagdhabitate sind typische CEF-Maßnahmen nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsarmen Waldbäche und Altholzbestände des Thüringer Waldes bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. FCS-Maßnahmen sichern das Horstumfeld und naturnahe Fließgewässer.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Ilm und Gera brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Renaturierte Gewässerabschnitte mit Abbruchkanten und sauberem Wasser sind wirksame Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In der offenen Ackerlandschaft des Thüringer Beckens ist die Feldlerche eine Charakterart. Blühstreifen, Lerchenfenster und extensiv bewirtschaftete Ackerränder wirken den Bestandsrückgängen entgegen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahndämme, Ruderalflächen und Gewerbestandorte am Erfurter Kreuz sind wichtige Habitate der Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Umsiedlungen und Ersatzhabitate nach § 44 BNatSchG erforderlich.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Gewerbe (Erfurter Kreuz)
Das Industriegebiet Erfurter Kreuz nördlich von Arnstadt ist das größte zusammenhängende Industriegebiet Thüringens am Autobahnkreuz A4/A71. Ansiedlungen und Erweiterungen in Automotive, Fertigung und Logistik erzeugen regelmäßig hohen Kompensationsbedarf. greeNature stellt die passenden Ökopunkte bereit und übernimmt die Behördenabstimmung.
Verkehr und Schiene
Die Autobahnen A71 und A4, Ortsumgehungen sowie die ICE-Neubaustrecke zwischen Nürnberg und Erfurt mit ihren Tunnelbauwerken im Thüringer Wald lösen umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus, häufig verbunden mit artenschutzrechtlichen Maßnahmen für Fledermäuse und Wildkatze.
Energie und Erneuerbare
Windenergie auf den Höhenlagen, Photovoltaik-Freiflächenanlagen und der Netzausbau erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, etwa für Fledermäuse und Greifvögel.
Siedlung und Hochschulstandort
Wohn- und Gewerbebauflächen in Arnstadt, in der TU-Stadt Ilmenau und in Stadtilm erfordern Ausgleichsmaßnahmen. Grundstückseigentümer und Landwirte können ihre Flächen als Ökokonto einbringen und bleiben Eigentümer.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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