
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Hildburghausen
Ökopunkte und rechtssichere Kompensation im Landkreis Hildburghausen. greeNature entwickelt Ausgleichsflächen zwischen dem Thüringer Wald und dem Grabfeld, bilanziert nach dem Thüringer Kompensationsmodell und begleitet Vorhaben von der Planung bis zur behördlichen Anerkennung.
Der Landkreis Hildburghausen im Überblick
Der Landkreis Hildburghausen liegt im fränkisch geprägten Süden Thüringens und reicht vom Kamm des Thüringer Waldes im Nordosten bis in das Grabfeld und das Heldburger Unterland an der bayerischen Grenze.
Naturräumlich gehört der Kreis zum Thüringer Wald (D48) sowie zu den Mainfränkischen Platten (D56), zu denen das Grabfeld mit den Basaltkegeln der Gleichberge zählt.
Waldreiche Mittelgebirgslagen, das Werratal und die Kalk-Ackerhügelländer des Grabfelds bilden eine große Lebensraumvielfalt und einen entsprechend anspruchsvollen Kompensationsbedarf.
Metallverarbeitung, Holz- und Kunststoffindustrie sowie Automobilzulieferer prägen die Wirtschaft und führen mit Gewerbe- und Verkehrsvorhaben regelmäßig zu Eingriffen in Natur und Landschaft.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D48 ›
Zum Naturraum D56 ›
Zum Naturraum D59 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Biosphärenreservat Thüringer Wald mit den naturnahen Bergwäldern des Vessertals im Norden des Kreisgebiets
- FFH- und EU-Vogelschutzgebiet Gleichberge mit artenreichen Buchenwäldern und Basaltblockhalden
- 24 ausgewiesene Naturschutzgebiete sowie Anteile am Naturpark Thüringer Wald
- Die Werra als prägendes Fließgewässer mit Auen und Feuchtlebensräumen
- Kalkmagerrasen und Streuobstbestände im Grabfeld als wertvolle Trittsteinbiotope
- Ausgedehnte, wenig zerschnittene Waldkomplexe des Thüringer Waldes als Lebensraum störungsempfindlicher Arten
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und begleitet Vorhabenträger im Landkreis Hildburghausen bei der naturschutzrechtlichen Kompensation. Wir entwickeln und sichern Ausgleichsflächen im Werratal, im Thüringer Wald und im Grabfeld, bilanzieren nach dem Thüringer Kompensationsmodell und stimmen Maßnahmen frühzeitig mit der Unteren Naturschutzbehörde ab. Von der Konzeption über die Umsetzung bis zur dauerhaften Pflege und zum Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Hildburghausen
Kalkmagerrasen und Trockenrasen
Pflege und Neuentwicklung artenreicher Halbtrockenrasen im Grabfeld und an den Gleichbergen, etwa durch Entbuschung und extensive Schaf- oder Ziegenbeweidung.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Nadelforste im Thüringer Wald zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern mit erhöhten Alt- und Totholzanteilen.
Streuobstwiesen
Anlage und Sanierung von Streuobstbeständen mit hochstämmigen Sorten als Lebensraum für Höhlenbrüter, Insekten und Fledermäuse.
Fließgewässerrenaturierung
Renaturierung von Werra-Abschnitten und Nebenbächen, Rückbau von Uferverbau sowie Entwicklung von Auwald und Gewässerrandstreifen.
Amphibiengewässer
Neuanlage besonnter Kleingewässer und Tümpel für Amphibien, verbunden mit strukturreichen Landlebensräumen im Umfeld.
Ackerextensivierung und Feldhecken
Extensivierung von Ackerflächen im Grabfeld sowie Anlage von Hecken, Säumen und Blühflächen für Feldvögel und weitere Offenlandarten.
Geschützte Arten im Werratal, Thüringer Wald und Grabfeld
Wildkatze
Die störungsempfindliche Europäische Wildkatze besiedelt die zusammenhängenden Wälder des Thüringer Waldes und gilt als Leitart für großflächige, unzerschnittene Waldlebensräume.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in ruhigen Altholzbeständen der Bergwälder und jagt an naturnahen Bächen und Feuchtwiesen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Wälder, alte Stollen und Muschelkalkstandorte bieten mehreren Fledermausarten Quartiere. Sie unterliegen dem strengen Artenschutz nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die Zauneidechse besiedelt besonnte Trockenrasen, Böschungen und Blockhalden im Grabfeld und an den Gleichbergen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in den offenen Ackerlandschaften des Grabfelds und reagiert empfindlich auf eine Intensivierung der Nutzung.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Der Eisvogel ist an naturnahen Abschnitten der Werra und ihrer Zuflüsse mit steilen Uferabbrüchen anzutreffen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Bundesfernstraßen
Aus- und Neubauvorhaben an Bundesstraßen sowie an der A73 im Kreisgebiet erfordern Kompensation für Flächenverbrauch und Zerschneidung von Lebensräumen.
Gewerbe- und Industrieflächen
Erweiterungen von Gewerbegebieten für Metallverarbeitung, Kunststoff- und Automobilzulieferbetriebe lösen Eingriffe in Boden und Offenland aus.
Windenergie
Windenergievorhaben in den Höhenlagen berühren Wald- und Artenschutzbelange und erfordern Ausgleich sowie artenschutzrechtliche Prüfungen mit CEF- und FCS-Maßnahmen.
Siedlung und Hochwasserschutz
Neue Wohn- und Verkehrsflächen sowie Hochwasserschutzmaßnahmen an der Werra führen zu Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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