Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen
Thüringen · Bilanzierungsmodell (ThürNatG)
Naturraum D18

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Greiz

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für Kompensation nach dem Thüringer Kompensationsmodell im Vogtland und im Tal der Weißen Elster.

~846
km² Kreisfläche
~94k
Einwohner
42
Städte und Gemeinden
D17
BfN-Naturraum (Vogtland)
A4 / A9
Autobahnen im Kreis
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Greiz im Überblick

Der Landkreis Greiz liegt im Osten Thüringens und bildet den Übergang zwischen dem Vogtland und dem Tal der Weißen Elster. Namensgebend ist die Kreisstadt Greiz mit ihrem Fürstlich Greizer Park. Thüringen gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, für die Kompensation zuständig ist die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Greiz.

Geologisch prägen Schiefer, Grauwacke und Diabas des Ostthüringer Schiefergebirges den Landkreis. Über lange Zeiträume haben die Weiße Elster und ihre Nebenbäche tiefe Kerbtäler mit Silikatfelsen, Hangwäldern und schmalen Talauen geschaffen, während sich der Norden zur Leipziger Tieflandsbucht öffnet.

Ökologisch bedeutsam sind das FFH-Gebiet Elstertal zwischen Greiz und Wünschendorf mit naturnahen Eichen-Hainbuchen- und Schluchtwäldern sowie das Weidatal an der Talsperre Weida mit Erlen-Eschenwäldern und Feuchtwiesen. Bergwiesen und Magerrasen der Hochflächen ergänzen das Biotopmosaik.

Wirtschaftlich prägen mittelständische Industrie (Medizintechnik in Zeulenroda-Triebes, die Köstritzer Schwarzbierbrauerei), die Autobahnen A4 und A9 sowie die Bergbaufolgelandschaft der Wismut bei Ronneburg den Kreis. Verkehrs-, Gewerbe- und Energievorhaben lösen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach dem Thüringer Kompensationsmodell aus.

Weiträumige Erstaufforstung mit jungen Eichen in Pflanzreihen

🗺️ Zugehörige Naturräume

D18
Thüringer Becken und Randplatten
Zum Naturraum D18 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Greiz (KS)Zeulenroda-TriebesBad KöstritzRonneburgWeidaBerga/ElsterMünchenbernsdorfAuma-WeidatalLangenwetzendorfHohenleubenKraftsdorfHarth-Pöllnitz

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Elstertal zwischen Greiz und Wünschendorf, Silikatfelsen und naturnahe Hang- und Schluchtwälder
  • FFH-Gebiet Weidatal an der Talsperre Weida, Erlen-Eschenwälder, Feuchtwiesen und naturnahe Bachabschnitte
  • Talsperren Weida und Zeulenroda, Trinkwasserschutz und wertvolle Feuchtlebensräume
  • Bergbaufolgelandschaft der Wismut bei Ronneburg (Neue Landschaft Ronneburg, BUGA 2007)
  • Bergwiesen und Schiefer-Magerrasen der vogtländischen Hochflächen
  • Weiße Elster als prägendes Fließgewässer mit Auen- und Talstrukturen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Vorhaben in ganz Ostthüringen. Wir kennen die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Greiz, die Bilanzierung nach dem Thüringer Kompensationsmodell und die naturräumlichen Besonderheiten des Vogtlands und des Weiße-Elster-Tals aus der Projektpraxis.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Greiz

💧

Fließgewässerrenaturierung

Rückbau von Verbauungen und Anlage naturnaher Ufer an Weißer Elster und Weida, Schaffung von Laich- und Bruthabitaten für Fische, Eisvogel und Gebirgsstelze.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Talwiesen in artenreiche Feucht- und Bergwiesen, Lebensraum für Wiesenbrüter, Amphibien und blütenbesuchende Insekten.

🌳

Waldumbau und Erstaufforstung

Entwicklung standortgerechter Laubmischwälder aus nadelholzdominierten Beständen des Schiefergebirges, klimaresilient und struktur­reich für Schwarzstorch und Waldarten.

🍎

Streuobstwiesen

Anlage und Pflege traditioneller Streuobstbestände an den Hanglagen des Vogtlands, Lebensraum für Steinkauz, Gartenrotschwanz und Wildbienen.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Maßgeschneiderte Maßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Fledermausquartiere in ehemaligen Bergbauanlagen, Eisvogel-Steilwände und Habitatstrukturen für den Schwarzstorch.

⛏️

Bergbaufolge und Haldenbegrünung

Renaturierung und naturnahe Gestaltung von Bergbaufolgeflächen im Raum Ronneburg, Entwicklung von Magerrasen, Gehölzsäumen und Trittsteinbiotopen.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Vogtland und Weiße-Elster-Tal

🐦

Schwarzstorch

Die störungsarmen Hang- und Schluchtwälder des Schiefergebirges mit ihren naturnahen Bächen bieten dem Schwarzstorch Nahrungs- und Bruthabitate. Waldruhezonen und die Renaturierung von Waldbächen sind typische Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Ehemalige Bergbauanlagen und Stollen im Raum Ronneburg sowie alte Keller und Baumhöhlen dienen als Winterquartiere und Wochenstuben. Quartiersicherung ist eine häufige CEF-Maßnahme bei Abriss- und Bauvorhaben.

Mehr zur Art ›
🐟

Eisvogel

An der Weißen Elster und der Weida brütet der Eisvogel in natürlichen Steilufern. Uferentfesselung und die Modellierung von Abbruchkanten schaffen dauerhaft geeignete Brutplätze.

Mehr zur Art ›
🐈

Wildkatze

Die zusammenhängenden Waldgebiete des Vogtlands und des Ostthüringer Schiefergebirges gehören zum Verbreitungsraum der Wildkatze. Waldrandgestaltung und Biotopverbund verbessern ihre Wanderkorridore.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien

Feuchtwiesen und Kleingewässer an den Talsperren Weida und Zeulenroda beherbergen Grasfrosch, Erdkröte und Molche. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sind wirksame Ausgleichsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
🌾

Feldlerche

Die offene Feldflur des Ronneburger Acker-Hügellands im Norden des Kreises ist Lebensraum der Feldlerche. Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen wirken dem Bestandsrückgang entgegen.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Die Autobahnen A4 und A9 durchqueren den Landkreis, hinzu kommen Bundesstraßen, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke. Aus- und Neubau lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

⚙️

Industrie und Gewerbe

Mittelständische Betriebe wie die Medizintechnik in Zeulenroda-Triebes und die Köstritzer Schwarzbierbrauerei sowie neue Gewerbegebiete erzeugen bei Erweiterungen und Ansiedlungen Kompensationsbedarf, greeNature begleitet das Flächenmanagement.

⚡

Energie und Erneuerbare

Windenergie auf den vogtländischen Hochflächen und Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Maßnahmen, unter anderem für Fledermäuse und Greifvögel.

🏘️

Bergbausanierung und Siedlung

Die Sanierung der Wismut-Hinterlassenschaften bei Ronneburg sowie Wohn- und Siedlungsentwicklung in Greiz, Weida und Zeulenroda-Triebes gehen mit naturschutzfachlichen Ausgleichsmaßnahmen einher.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

AL
Landkreis Altenburger Land
Nordöstlicher Nachbar
SA
Landkreis Saale-Holzland-Kreis
Westlicher Nachbar
SA
Landkreis Saale-Orla-Kreis
Südwestlicher Nachbar
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Greiz

Der Landkreis Greiz gehört naturräumlich zum BfN-Naturraum D17 (Vogtland), konkret zum Ostthüringer Schiefergebirge-Vogtland. Prägend sind die Schiefergebirgshochflächen, die Kerbtäler der Weißen Elster und der Weida sowie Bergwiesen, während sich der Norden zur Leipziger Tieflandsbucht öffnet. Für die Kompensationspflicht ist die genaue Verortung des Eingriffs maßgeblich, greeNature ordnet Ihr Vorhaben kostenlos ein.
In Thüringen werden Eingriffe und Kompensation nach dem Thüringer Kompensationsmodell auf Grundlage des Thüringer Naturschutzgesetzes (ThürNatG) und der Thüringer Kompensationsverordnung bilanziert. Die Bewertung erfolgt über ein Biotopwertverfahren in Werteinheiten. greeNature übernimmt Bedarfsermittlung, Flächenbereitstellung aus anerkannten Ökokonten, die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und die gesamte Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Amt für Umwelt beim Landratsamt Greiz, Dr.-Scheube-Straße 6, 07973 Greiz. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufige Maßnahmen sind die Renaturierung von Weißer Elster und Weida, die Extensivierung von Tal- und Bergwiesen, der Umbau nadelholzgeprägter Wälder in standortgerechte Laubmischwälder, Streuobstwiesen an den Hanglagen sowie die naturnahe Gestaltung von Bergbaufolgeflächen im Raum Ronneburg. Hinzu kommen artenschutzrechtliche Maßnahmen für Schwarzstorch, Fledermäuse und Eisvogel.
Ja. Zu den FFH-Gebieten zählen das Elstertal zwischen Greiz und Wünschendorf mit Silikatfelsen und Schluchtwäldern sowie das Weidatal an der Talsperre Weida. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Maßnahmen nach § 44 BNatSchG auslösen, darunter vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Sicherung des günstigen Erhaltungszustands (FCS). greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Talwiesen an Weißer Elster und Weida, Hanglagen mit Streuobstpotenzial sowie Waldflächen für den Umbau zu Laubmischwald. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Anerkennung des Ökokontos mit der Unteren Naturschutzbehörde ab.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Greiz anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Greiz.