Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese
Schleswig-Holstein · Ökokonto-VO (Schleswig-Holstein)
Naturraum D22

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Kreis Pinneberg

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Kreis Pinneberg, entwickelt und gesichert über ein anerkanntes Ökokonto nach der Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein und dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG SH). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für rechtssichere Kompensation zwischen Elbmarsch, Geest und Helgoland.

664
km² Kreisfläche
~326k
Einwohner
49
Städte und Gemeinden
2
Naturräume D21/D22
10
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Kreis Pinneberg im Überblick

Der Kreis Pinneberg liegt im Süden Schleswig-Holsteins unmittelbar westlich und nordwestlich der Hansestadt Hamburg und gehört zur Metropolregion Hamburg. Offizielle Kreisstadt ist Pinneberg, der Verwaltungssitz der Kreisverwaltung befindet sich seit 2011 in Elmshorn. Auf rund 664 km² leben etwa 326.000 Menschen in 49 Städten und Gemeinden. Damit ist Pinneberg der flächenkleinste und zugleich bevölkerungsreichste Kreis des Landes. Regierungsbezirke bestehen in Schleswig-Holstein nicht.

Landschaftlich hat der Kreis Anteil an zwei BfN-Großlandschaften. Entlang der Elbe prägen die fruchtbaren Schleswig-Holsteinischen Marschen (D21) mit der Haseldorfer und der Seestermüher Marsch das Bild, zu dieser Großlandschaft zählt naturräumlich auch die zum Kreisgebiet gehörende Nordseeinsel Helgoland. Der größere, östliche Teil des Kreises liegt auf der sandigen Schleswig-Holsteinischen Geest (D22) mit Knicklandschaft, Mooren und nährstoffarmen Böden.

Ökologisch ist der Kreis von zehn Naturschutzgebieten und mehreren Natura-2000-Flächen geprägt. Dazu gehören die tidebeeinflusste Unterelbe mit ihren Marschen und Vorländern, der marine Lebensraum des Helgoländer Felssockels sowie kleinräumige Besonderheiten wie die Liether Kalkgrube und die Binnendünen der Holmer Sandberge. Die für Schleswig-Holstein typischen Knicks (Wallhecken) durchziehen die Geest und bilden ein wichtiges Biotopverbundsystem.

Wirtschaftlich prägen das weltweit größte zusammenhängende Baumschulgebiet mit rund 318 Betrieben auf etwa 3.600 Hektar, die Rosenzucht sowie die Rolle als wachsender Wohn- und Gewerbestandort im Hamburger Umland den Kreis. Die Autobahn A23, der Schienenausbau und laufende Bauleitplanungen erzeugen einen kontinuierlichen Kompensationsbedarf. Alle Eingriffe sind über die Eingriffsregelung nach §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG SH) auszugleichen.

Margeriten und Glockenblumen in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D22
Schleswig-Holsteinische Geest
Zum Naturraum D22 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Pinneberg (KS)ElmshornWedelQuickbornSchenefeldBarmstedtUetersenTorneschHalstenbekRellingenMoorregeHaseldorfHelgoland

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Tidebeeinflusste Unterelbe mit dem FFH-Gebiet Schleswig-Holsteinisches Elbästuar und angrenzende Flächen sowie dem EU-Vogelschutzgebiet Unterelbe, bedeutend für Wiesenvögel und Wanderfische
  • Haseldorfer und Seestermüher Marsch mit ausgedehntem Feuchtgrünland als Brut- und Rastraum für Wiesenvögel entlang der Elbe
  • Nordseeinsel Helgoland mit dem marinen FFH-Gebiet Helgoländer Felssockel, dem einzigen Felslebensraum der deutschen Nordsee
  • Naturschutzgebiet Liether Kalkgrube bei Elmshorn, ein geologisch bedeutsamer Aufschluss mit Zechstein und Gips
  • Binnendünen und Sandmagerrasen der Holmer Sandberge als Lebensraum wärmeliebender Arten wie der Zauneidechse
  • Knicklandschaft und Moore der Geest, etwa das Tävsmoor, als Rückzugsraum moortypischer Arten und Element des Biotopverbunds
  • Fließgewässer Pinnau, Krückau und Bilsbek mit teils naturnahen Abschnitten und Renaturierungspotenzial

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und übernimmt Kompensationsprojekte auch im Kreis Pinneberg. Wir arbeiten nach der Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein und dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG SH), entwickeln Maßnahmen als bevorratetes Ökokonto und lassen sie durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises in Elmshorn anerkennen. Die anerkannten Maßnahmen werden im Kompensationsflächenkataster geführt und können später einem Eingriff zugeordnet werden. Die Bandbreite der Naturräume von der Elbmarsch über die Geest bis zur Insel Helgoland berücksichtigen wir bei der Auswahl geeigneter Flächen und Maßnahmen.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Kreis Pinneberg

🐄

Marschgrünland extensivieren

Umwandlung intensiv genutzter Marschwiesen in extensives Feuchtgrünland mit Blänken, Flutmulden und Grabenrandstreifen in der Haseldorfer und Seestermüher Marsch. Diese Flächen sind Lebensraum für Wiesenvögel wie Kiebitz und Uferschnepfe entlang der Elbe.

🌿

Knicks anlegen und pflegen

Neuanlage und fachgerechte Pflege von Knicks (Wallhecken) auf der Geest, dem prägenden Landschaftselement Schleswig-Holsteins. Fachgerechtes Auf-den-Stock-Setzen und Überhälterbäume erhalten die Funktion der Knicks als Biotopverbund und Lebensraum zahlreicher Arten.

🌊

Fließgewässer- und Auenrenaturierung

Rückbau von Uferverbau, Anbindung von Altarmen und Zulassen eigendynamischer Entwicklung an Pinnau, Krückau und Bilsbek. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Auwald als Lebensraum für Eisvogel, Fische und Amphibien.

💧

Moorrenaturierung und Wiedervernässung

Rückbau von Entwässerungsgräben und Anhebung der Wasserstände in Geestmooren wie dem Tävsmoor. Solche Maßnahmen sichern Moorlebensräume, binden Kohlenstoff und schaffen Habitate für moortypische Arten.

🦎

Sandmagerrasen und Binnendünen entwickeln

Freistellung und Pflege offener Sandstandorte, etwa im Umfeld der Holmer Sandberge, durch Entkusselung, Beweidung und das Schaffen offener Bodenstellen. Diese wärmebegünstigten Flächen fördern Zauneidechse und trockenheitsliebende Arten der Geest.

🦇

Artenschutz CEF und FCS

Ersatzquartiere für Fledermäuse, Steilwände für den Eisvogel, besonnte Ersatzhabitate für die Zauneidechse sowie neue Laichgewässer für Amphibien, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme nach § 44 und § 45 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Elbmarschen, Geest und Nordseeinsel Helgoland westlich von Hamburg

🐦

Kiebitz in den Elbmarschen

Das feuchte Marschgrünland der Haseldorfer und Seestermüher Marsch ist Brutraum für den Kiebitz und weitere Wiesenvögel. Extensivierung, Blänken und Flutmulden sowie Gelege- und Brutplatzschutz sichern und stützen die Bestände dieser gefährdeten Offenlandart.

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🕊️

Feldlerche auf Marsch und Geest

Die Feldlerche brütet in der offenen Feldflur der Marsch und der Geest. Extensive Ackerrandstreifen, Blühflächen und Feldlerchenfenster verbessern das Nahrungs- und Bruthabitat dieser stark rückläufigen Art der Agrarlandschaft.

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🦎

Zauneidechse auf Sandstandorten

Sandige Böschungen, Bahndämme und die Binnendünen der Holmer Sandberge sind Lebensraum der Zauneidechse (Anhang IV der FFH-Richtlinie). Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben sind Fang und Umsiedlung sowie die Anlage besonnter Ersatzhabitate aus Sand, Stein und Totholz bewährte Maßnahmen.

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🐸

Amphibien in Marsch- und Geestgewässern

Grabensysteme der Marsch und fischfreie Kleingewässer der Geest beherbergen Arten wie Moorfrosch und Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie). Neuanlage und Vernetzung geeigneter Laichgewässer mit reicher Ufervegetation sind wirksame CEF- und FCS-Maßnahmen.

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🐟

Eisvogel an Pinnau und Krückau

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden bieten dem streng geschützten Eisvogel Brutplätze. Bei Eingriffen an Gewässern, etwa Brücken- oder Uferbau, sind Steilwandmodellierungen und Uferrenaturierungen typische CEF-Maßnahmen.

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🦇

Fledermäuse in Knicks und Wäldern

Knicks, Alleen, Gebäude und Waldbestände dienen Fledermäusen als Jagd- und Quartierraum. Alle heimischen Arten sind streng geschützt (Anhang IV, teils Anhang II der FFH-Richtlinie), bei Abriss und Sanierung sind Ersatzquartiere als CEF-Maßnahme erforderlich.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Der Ausbau der Autobahn A23, Ortsumgehungen sowie der Ausbau der Schienenverbindungen und der AKN Richtung Hamburg lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus. greeNature begleitet solche Vorhaben von der Bilanzierung bis zur Umsetzung.

🏘️

Siedlung und Gewerbe (Metropolregion Hamburg)

Als wachsender Wohn- und Gewerbestandort im Hamburger Umland weist der Kreis laufend neue Baugebiete aus, etwa in Elmshorn, Pinneberg, Wedel und Quickborn. Diese Bauleitplanungen erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, für den Ökokonto-Flächen bereitgestellt werden können.

⚡

Energie und Netzausbau

Windenergieanlagen auf Geest- und Marschstandorten, Photovoltaik-Freiflächen sowie der Ausbau von Höchstspannungstrassen durch Schleswig-Holstein erzeugen Kompensationsbedarf und können artenschutzrechtliche CEF- und FCS-Maßnahmen für Vögel und Fledermäuse erforderlich machen.

🌊

Hochwasser- und Küstenschutz an der Elbe

Deichverstärkungen, Sielbauwerke und Maßnahmen des Hochwasserschutzes entlang der Unterelbe greifen in Marsch und Vorland ein. Solche Vorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich, häufig in Form von Vorlandentwicklung und extensivem Marschgrünland.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

ST
Landkreis Steinburg
Nördlicher Nachbar in Schleswig-Holstein, Stör und Krückau
SE
Landkreis Segeberg
Östlicher Nachbar in Schleswig-Holstein, Geest
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Kreis Pinneberg

Der Kreis Pinneberg hat Anteil an zwei BfN-Großlandschaften: den Schleswig-Holsteinischen Marschen und Nordseeinseln (D21) mit den Elbmarschen und der Insel Helgoland sowie der Schleswig-Holsteinischen Geest (D22) im östlichen Kreisgebiet. Für den Umfang des Ausgleichs ist die genaue Zuordnung des Eingriffsorts entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
In Schleswig-Holstein richtet sich die Kompensation nach den §§ 13 bis 19 BNatSchG in Verbindung mit dem Landesnaturschutzgesetz (LNatSchG SH) und der Ökokonto-Verordnung. Maßnahmen werden vorab umgesetzt, von der Unteren Naturschutzbehörde anerkannt und im Kompensationsflächenkataster geführt, bis sie einem Eingriff zugeordnet werden. greeNature übernimmt Planung, Anerkennung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist der Kreis Pinneberg, Fachdienst Umwelt, Team Naturschutz, Kurt-Wagener-Straße 11-13, 25337 Elmshorn. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Anerkennung des Ökokontos bis zur Abnahme vollständig für Sie.
Je nach Naturraum sind das die Extensivierung von Marschgrünland in den Elbmarschen, die Anlage und Pflege von Knicks auf der Geest, Gewässer- und Auenrenaturierung an Pinnau und Krückau, Moorwiedervernässung sowie die Entwicklung von Sandmagerrasen. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Wiesenvögel, Zauneidechse, Amphibien, Eisvogel und Fledermäuse.
Ja, dazu zählen das FFH-Gebiet Schleswig-Holsteinisches Elbästuar und angrenzende Flächen, das EU-Vogelschutzgebiet Unterelbe sowie der Helgoländer Felssockel. Eingriffe im Umfeld können eine FFH-Verträglichkeitsprüfung nach § 34 BNatSchG und artenschutzrechtliche FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu den Anforderungen.
Ja, gut geeignet sind feuchte Grünlandflächen in der Elbmarsch, gewässernahe Auenstandorte an Pinnau und Krückau sowie strukturarme Geestflächen mit Entwicklungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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