
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Neumünster
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der kreisfreien Stadt Neumünster, im Herzen Schleswig-Holsteins auf der Geest zwischen Dosenmoor, Einfelder See und den Niederungen von Schwale und Stör.
Die Stadt Neumünster im Überblick
Neumünster ist eine kreisfreie Stadt im Zentrum Schleswig-Holsteins und mit rund 79.500 Einwohnern die kleinste der vier kreisfreien Städte des Landes sowie die einzige ohne unmittelbaren Meereszugang. Als bedeutender Verkehrsknoten liegt die Stadt am Autobahnkreuz der A7 und A215 und an mehreren Bahnstrecken. Schleswig-Holstein gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass die Stadt unmittelbar dem Land nachgeordnet ist.
Naturräumlich gehört das Stadtgebiet zur Schleswig-Holsteinischen Geest (Naturraum D22), genauer zur flachwelligen Holsteinischen Vorgeest mit überwiegend sandigen, nährstoffarmen Böden. Die Stadt liegt auf der Wasserscheide zwischen der nach Norden entwässernden Eider und der nach Süden zur Elbe fließenden Stör.
Ökologisch prägend ist das Dosenmoor am Nordrand der Stadt, mit rund 521 Hektar das größte Hochmoor der schleswig-holsteinischen Jungmoräne und zugleich FFH-Gebiet (NSG Dosenmoor). Hinzu kommen der Einfelder See im Norden, die durch das Stadtgebiet fließende Schwale sowie das Landschaftsschutzgebiet Stadtrand Neumünster.
Wirtschaftlich ist Neumünster durch Handel, Logistik und Gewerbe geprägt, unter anderem durch das Designer Outlet Center und die verkehrsgünstige Lage. Wohnbau, die Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen sowie Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D22 ›
Zum Naturraum D23 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet NSG Dosenmoor am Nordrand der Stadt, mit rund 521 Hektar das größte Hochmoor der schleswig-holsteinischen Jungmoräne und Lebensraum zahlreicher moortypischer Arten
- Einfelder See im Norden des Stadtgebiets als naturnahes Stillgewässer mit angrenzenden Feucht- und Verlandungsbereichen
- Die Schwale durchfließt das Stadtgebiet und mündet in die Stör, deren Quellbereich auf der Wasserscheide zwischen Eider und Elbe liegt
- Landschaftsschutzgebiet Stadtrand Neumünster als grüner Ring aus Grünland, Knicks und Gehölzen um die Stadt
- Knicklandschaft (Wallhecken) der Holsteinischen Vorgeest als Biotopverbund für Feldvögel, Kleinsäuger und Insekten
- Verkehrsknoten aus A7, A215 und Bahnstrecken mit begleitenden Böschungen und Randflächen als Sekundärlebensräume und Ausgleichsbedarf
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in Neumünster und im Herzen Schleswig-Holsteins. Wir arbeiten mit den Vorgaben der Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein und des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG SH), kennen die Praxis der Unteren Naturschutzbehörde im Fachdienst Natur und Umwelt der Stadt und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Hochmoor, Geest und städtischem Umfeld.
Typische Maßnahmen in der Stadt Neumünster
Moorrenaturierung und Wiedervernässung
Anhebung der Wasserstände und Rückbau von Entwässerungsgräben in Moor- und Niederungsbereichen im Umfeld des Dosenmoors. Ziel sind wachsende Torfmoosrasen, ein stabiler Wasserhaushalt und die Bindung von Kohlenstoff.
Entsiegelung im Stadtgebiet
Rückbau versiegelter Flächen wie aufgegebener Betriebs-, Verkehrs- und Hofflächen und Umwandlung in durchlässige, begrünte Böden. Entsiegelung wertet den Naturhaushalt im urbanen Raum auf und verbessert die Versickerung.
Gewässerrenaturierung an Schwale und Stör
Renaturierung von Fließgewässern durch Uferabflachung, standortgerechte Ufergehölze und die Entwicklung durchgängiger, strukturreicher Gewässerläufe als Lebensraum für Fische, Libellen und den Eisvogel.
Grünlandaufwertung im Umland
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd und Beweidung als dauerhafter Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.
Knickneuanlage und Knickpflege
Anlage und fachgerechte Pflege von Wallhecken (Knicks), den typischen Landschaftselementen der Geest. Sie schaffen Biotopverbund und Deckung für Feldvögel, Kleinsäuger und Insekten.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsenhabitate an Bahn- und Straßenböschungen, Ersatzquartiere für Fledermäuse und die Anlage von Kleingewässern für Amphibien.
Geschützte Arten im Holsteinische Vorgeest auf der Schleswig-Holsteinischen Geest
Zauneidechse
Auf trockenwarmen Böschungen von Bahn- und Straßendämmen sowie sandigen Geestflächen lebt die Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Ausgleichsflächen mit Sonn- und Versteckstrukturen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Braunes Langohr nutzen Gebäude, Knicks und Altbäume im Stadtgebiet als Quartier und Jagdgebiet. Quartierverluste bei Bau- und Abbrucharbeiten erfordern Ersatzquartiere nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Amphibien
In Kleingewässern, Mooren und Niederungen kommen Moorfrosch, Erdkröte und Grasfrosch vor. Neu angelegte und wiedervernässte Gewässer schaffen geeignete Laichhabitate und vernetzen Teillebensräume.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Schwale und Stör sowie am Einfelder See jagt der Eisvogel. Renaturierte Ufer mit Steilwänden und klarem, fischreichem Wasser sichern Brutplätze und Nahrungsräume.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in den offenen Acker- und Grünlandflächen im Umland der Stadt. Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Randstreifen zählen zu den wirksamen Maßnahmen in der Agrarlandschaft.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenvögel
Feuchtes Grünland und Niederungen im Umland bieten dem Kiebitz Brut- und Nahrungsraum. Wiedervernässung und extensive Beweidung sind zentrale Maßnahmen zur Sicherung der Bestände.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau und Neubaugebiete
Die Ausweisung neuer Wohn- und Mischgebiete zur Deckung des Wohnraumbedarfs beansprucht Flächen am Stadtrand und im Bestand. Solche Vorhaben lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus.
Gewerbe- und Industrieflächen
Die Entwicklung und Erweiterung von Gewerbe- und Industriegebieten, unter anderem im Nordwesten an den Autobahnanschlüssen, beansprucht erhebliche Flächen und erfordert umfangreiche Kompensation.
Verkehrs- und Infrastrukturvorhaben
Als Knotenpunkt von A7, A215 und mehreren Bahnstrecken ist Neumünster fortlaufend von Aus- und Umbauten der Verkehrsinfrastruktur betroffen. Trassen und Anlagen erzeugen Eingriffe mit begleitendem Ausgleichsbedarf.
Einzelhandel und Stadterneuerung
Große Handels- und Stadtentwicklungsvorhaben wie das Designer Outlet Center und die Erneuerung innerstädtischer Quartiere verändern versiegelte und begrünte Flächen und ziehen naturschutzrechtliche Kompensation nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
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