Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel
Schleswig-Holstein · Ökokonto-VO (Schleswig-Holstein)
Naturraum D23

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Kiel

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation in der Landeshauptstadt Kiel, an der Kieler Förde zwischen Ostsee, Hügelland und Geest.

118,6
km² Stadtfläche
~253k
Einwohner
30
Stadtteile
Ostsee
Lage an der Kieler Förde
D23/D22
Naturräume Hügelland/Geest
Stadt und Ökologie

Die Stadt Kiel im Überblick

Kiel ist die Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins und mit rund 253.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes sowie die größte deutsche Stadt an der Ostsee. Als kreisfreie Stadt grenzt Kiel im Westen und Norden an den Kreis Rendsburg-Eckernförde und im Osten und Süden an den Kreis Plön. Schleswig-Holstein gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass die Stadt unmittelbar dem Land nachgeordnet ist.

Landschaftlich prägt die Kieler Förde das Stadtbild, eine tief ins Land reichende Ostseebucht, die als eiszeitlich geformte, vom Meer überflutete Schmelzwasserrinne entstanden ist. Der überwiegende Teil des Stadtgebiets liegt im jungglazialen Schleswig-Holsteinischen Hügelland (Naturraum D23) mit welligen Moränenrücken, im Westen geht die Landschaft in die höher gelegene, sandige Geest (Naturraum D22) über. Im Südwesten reihen sich Seen wie Schulensee und Drachensee entlang der Eider, im Osten mündet die Schwentine in die Förde.

Ökologisch bedeutsam ist der Übergang von den Gewässern der Kieler Bucht über Steilküsten und Seen bis in die Knicklandschaft am Stadtrand. Das Natura-2000-Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht ist ein international bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Meeres- und Wasservögel. Im Stadtgebiet liegen Naturschutzgebiete wie der Tröndelsee sowie der Wellsee mit der Wellsau-Niederung, dazu Ostseesteilufer im Norden.

Wirtschaftlich ist Kiel von maritimer Wirtschaft, Hafen und Werften, von Landesverwaltung und der Christian-Albrechts-Universität geprägt. Wohnungsbau, die Konversion früherer militärischer Flächen wie des Marinefliegerhorstes Holtenau, Hafen- und Verkehrsvorhaben erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung.

Blütenreiche Hangwiese mit Margeriten unter blauem Himmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D23
Schleswig-Holsteinisches Hügelland
Zum Naturraum D23 ›

📍 Stadtteile

Altstadt (KS)VorstadtDamperhofBrunswikDüsternbrookWikGaarden-OstEllerbekNeumühlen-DietrichsdorfHoltenauFriedrichsortSuchsdorfMettenhofElmschenhagen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Kieler Förde als tief ins Stadtgebiet reichende Ostseebucht, prägend für Klima, Hafen und Uferlebensräume
  • Natura-2000-Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht (DE 1530-491), bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Meeres- und Wasservögel
  • Naturschutzgebiete im Stadtgebiet wie der Tröndelsee sowie der Wellsee mit der Wellsau-Niederung
  • Ostseesteilküsten im Norden am Heischer Tal und an der Schilkseer Steilküste
  • Seenkette im Südwesten mit Schulensee und Drachensee entlang der oberen Eider
  • Knicklandschaft (Wallhecken) und Gehölze am Stadtrand als Biotopverbund im Übergang von Hügelland und Geest

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben in der Landeshauptstadt Kiel und ihrem Umland. Wir arbeiten mit den Vorgaben der Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein und des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG SH), kennen die Praxis der Unteren Naturschutzbehörde im Kieler Umweltschutzamt und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Förde, Hügelland und Geest. Gerade im dicht bebauten Stadtraum spielen Entsiegelung, Knickpflege und Gewässerrenaturierung eine große Rolle.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Kiel

🧱

Entsiegelung und Bodenaufwertung

Rückbau versiegelter Flächen auf aufgegebenen Kasernen-, Hafen- und Konversionsarealen, Wiederherstellung durchlässiger Böden und standortgerechter Vegetation als Ausgleich im Stadtraum.

💧

Gewässerrenaturierung

Renaturierung von Schwentine, Eider und städtischen Bächen durch Uferabflachung, standortgerechte Gehölze und die Entwicklung durchgängiger Gewässerstrukturen bis in die Förde.

🌿

Knickneuanlage und Knickpflege

Anlage und fachgerechte Pflege von Wallhecken (Knicks) am Stadtrand und im Umland. Diese typischen Landschaftselemente Schleswig-Holsteins schaffen Biotopverbund und Deckung für Feldvögel, Kleinsäuger und Insekten.

🌾

Grünlandaufwertung im Umland

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd und Beweidung als dauerhafter Lebensraum für Wiesenbrüter und Insekten.

🐸

Kleingewässer und Blänken

Neuanlage von Kleingewässern, Söllen und Blänken an Seen und in Niederungen als Laichgewässer für Amphibien und als Nahrungsflächen für Wat- und Wasservögel.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsenhabitate an Bahn- und Hafenböschungen, Fledermausquartiere an Gebäuden sowie Nisthilfen für gebäudebrütende Arten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Kieler Förde und Ostholsteinisches Hügelland

🦆

Meeres- und Wasservögel der Kieler Bucht

Die östliche Kieler Bucht ist ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Meeresenten wie Eider-, Berg- und Trauerente. Der Schutz der Förde- und Küstengewässer sichert diese Bestände.

🦇

Fledermäuse im Siedlungsraum

Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus nutzen Gebäude, Parks und Gehölze im Stadtgebiet als Quartier und Jagdrevier. Quartiersverluste bei Abriss und Sanierung erfordern häufig CEF-Maßnahmen.

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🐦

Eisvogel an Schwentine und Eider

Naturnahe Uferabschnitte mit Steilwänden an Schwentine, Eider und den Seen bieten dem Eisvogel Brutplätze. Uferabbrüche und Gewässerrenaturierungen zählen zu den wirksamen Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse an Bahn- und Hafenflächen

Trockenwarme Böschungen, Bahndämme und Ruderalflächen im Hafen- und Gewerbeumfeld sind Lebensraum der Zauneidechse. Sie ist eine häufige Zielart bei Konversions- und Infrastrukturvorhaben.

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🐸

Amphibien und Kammmolch

In Kleingewässern an Tröndelsee, Wellsee und Schulensee kommen Erdkröte, Moorfrosch und der nach FFH-Anhang IV geschützte Kammmolch vor. Neu angelegte Blänken schaffen geeignete Laichgewässer.

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🌾

Feldlerche und Kiebitz am Stadtrand

In den Acker- und Grünlandflächen im Süden und Westen der Stadt, etwa bei Meimersdorf und Wellsee, brüten Feldlerche und Kiebitz. Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Flächen stützen die Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnungsbau und Flächenkonversion

Neue Wohnbaugebiete und die Umnutzung früherer militärischer Flächen, etwa des Marinefliegerhorstes Holtenau, sowie Erweiterungen am Stadtrand lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus. greeNature stellt passende Ökokonto-Flächen bereit und übernimmt die Behördenabstimmung.

⚓

Hafen, Werften und maritime Wirtschaft

Ausbau von See- und Fährhafen, Werftanlagen und maritimer Infrastruktur an der Kieler Förde greifen in Ufer- und Wasserflächen ein und erzeugen Kompensationsbedarf, auch mit Blick auf die Gewässer der Kieler Bucht.

🛤️

Verkehr und Infrastruktur

Straßen- und ÖPNV-Vorhaben, Brücken und Querungen des Nord-Ostsee-Kanals bei Holtenau sowie Leitungstrassen erfordern naturschutzrechtliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

⚡

Gewerbe und Energiewende

Gewerbegebiete, der Ausbau von Fernwärme und Energieinfrastruktur sowie der Netzausbau im Zuge der Energiewende lösen Eingriffe aus, die über die Eingriffsregelung zu kompensieren sind.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Kiel

Kiel liegt überwiegend im BfN-Naturraum Schleswig-Holsteinisches Hügelland (D23), geprägt durch jungglaziale Moränen und die Kieler Förde als überflutete Schmelzwasserrinne. Im Westen geht das Stadtgebiet in die Schleswig-Holsteinische Geest (D22) über. Für die Kompensation ist die naturräumliche Einordnung des Eingriffs wichtig, greeNature ermittelt sie kostenlos für Sie.
Grundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG und das Landesnaturschutzgesetz Schleswig-Holstein (LNatSchG SH). Über die Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein lassen sich anerkannte Maßnahmen vorab umsetzen und für spätere Eingriffe bevorraten. greeNature übernimmt Bilanzierung, Flächenzuordnung und die Abstimmung mit der Naturschutzbehörde.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist die Landeshauptstadt Kiel, Umweltschutzamt, Untere Naturschutzbehörde, Holstenstraße 106-108, 24103 Kiel. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Im dicht bebauten Stadtraum sind Entsiegelung von Konversionsflächen, Gewässerrenaturierung an Schwentine und Eider, Knickneuanlage und Knickpflege am Stadtrand, Kleingewässer für Amphibien sowie Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse und gebäudebewohnende Fledermäuse häufige Bausteine.
Ja. Die Kieler Förde grenzt an das Natura-2000-Meeresgebiet der östlichen Kieler Bucht (DE 1530-491), ein bedeutendes Rast- und Überwinterungsgebiet für Meeres- und Wasservögel. Eingriffe im Umfeld können artenschutzrechtliche Prüfungen und FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät zu den FFH- und artenschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland- und Gewässerrandflächen, Knickstandorte sowie Flächen mit Aufwertungspotenzial in den Niederungen von Schwentine und Eider. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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