
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Dithmarschen
Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation an der Dithmarscher Westküste zwischen Nordsee, Marsch und Geest.
Der Landkreis Dithmarschen im Überblick
Der Kreis Dithmarschen liegt an der Nordseeküste im Westen Schleswig-Holsteins, eingefasst von der Eider im Norden und der Elbmündung im Süden. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Heide. Schleswig-Holstein gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, sodass der Kreis unmittelbar dem Land nachgeordnet ist.
Landschaftlich prägt ein deutlicher Gegensatz den Kreis. Im Westen erstreckt sich die weite, fruchtbare Marsch hinter den Seedeichen (Naturraum D21, Schleswig-Holsteinische Marschen und Nordseeinseln), im Osten schließt die höher gelegene, von Knicks durchzogene Geest an (Naturraum D22, Schleswig-Holsteinische Geest).
Ökologisch bedeutsam ist der Übergang vom Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (UNESCO-Weltnaturerbe) über die eingedeichten Köge bis in das offene Marschgrünland. Diese Räume sind international bedeutende Rast- und Brutgebiete für Watt- und Wiesenvögel und stehen weitgehend unter dem Schutz von FFH- und EU-Vogelschutzrichtlinie.
Wirtschaftlich verbindet Dithmarschen Landwirtschaft, Industrie und Energie. Der Industriestandort Brunsbüttel an der Elbe, große Vorhaben der Energiewende und der Netzausbau sowie fortlaufende Maßnahmen des Küstenschutzes erzeugen regelmäßig erheblichen Kompensationsbedarf nach der Eingriffsregelung.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D22 ›
Zum Naturraum D21 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (UNESCO-Weltnaturerbe) mit vorgelagertem FFH- und EU-Vogelschutzgebiet
- Speicherkoog Dithmarschen mit den Naturschutzgebieten Kronenloch und Wöhrdener Loch als Rast- und Brutvogelgebiet
- FFH-Gebiet Schleswig-Holsteinisches Elbästuar und angrenzende Flächen im Süden bei Brunsbüttel
- Weites Marschgrünland als Lebensraum für Wiesenvögel wie Uferschnepfe, Rotschenkel und Kiebitz
- Knicklandschaft (Wallhecken) der Dithmarscher Geest als Biotopverbund und Refugium für Vögel und Insekten
- Eider- und Miele-Niederungen mit Grabensystemen und Kleingewässern der Marsch
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsvorhaben an der schleswig-holsteinischen Westküste. Wir arbeiten mit den Vorgaben der Ökokonto-Verordnung Schleswig-Holstein und des Landesnaturschutzgesetzes (LNatSchG SH), kennen die Praxis der Unteren Naturschutzbehörde in Heide und die naturschutzfachlichen Besonderheiten von Marsch, Geest und Knicklandschaft.
Typische Maßnahmen im Landkreis Dithmarschen
Wiedervernässung von Marschgrünland
Anhebung der Wasserstände in Grüppen und Gräben sowie extensive Beweidung des Marschgrünlands. Ziel sind feuchte Wiesen als Brut- und Nahrungshabitat für Uferschnepfe, Rotschenkel und Kiebitz.
Knickneuanlage und Knickpflege
Anlage und fachgerechte Pflege von Wallhecken (Knicks) auf der Geest. Diese typischen Landschaftselemente Schleswig-Holsteins schaffen Biotopverbund und Deckung für Feldvögel, Kleinsäuger und Insekten.
Kleingewässer und Blänken
Neuanlage von Blänken, Söllen und Kleingewässern in der Marsch und auf der Geest als Laichgewässer für Amphibien und als Nahrungsflächen für Watvögel.
Gewässerrenaturierung
Renaturierung von Geestbächen und Marschgräben, etwa an der Miele, durch Uferabflachung, standortgerechte Gehölze und die Entwicklung durchgängiger Gewässerstrukturen.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsenhabitate an Deich- und Bahnböschungen, Fledermausquartiere und Feldlerchenfenster in der Agrarflur.
Grünlandextensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Extensivgrünland mit angepasster Mahd und Beweidung als dauerhafter Lebensraum für Wiesenbrüter.
Geschützte Arten im Dithmarscher Marsch und Geest an der Nordseeküste
Kiebitz und Wiesenvögel
Das offene Marschgrünland Dithmarschens ist Brutraum für Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. Wiedervernässung und extensive Beweidung sind hier zentrale Maßnahmen zur Sicherung der Bestände.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in den weiten Acker- und Grünlandflächen der Marsch und Geest. Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Randstreifen zählen zu den wirksamen Maßnahmen in der Agrarlandschaft.
Mehr zur Art ›Amphibien und Kammmolch
In Kleingewässern der Marsch und der Geest kommen Moorfrosch, Erdkröte und der nach FFH-Anhang IV geschützte Kammmolch vor. Neu angelegte Blänken und Sölle schaffen geeignete Laichgewässer.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Braunes Langohr nutzen Gebäude, Knicks und Altbäume als Quartier und Jagdgebiet. Quartierverluste bei Bau- und Abbrucharbeiten erfordern Ersatzquartiere nach § 44 BNatSchG.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Auf trockenwarmen Böschungen von Deichen, Bahn- und Straßendämmen der Geest lebt die Zauneidechse. Bei Eingriffen sind vorgezogene Ausgleichsflächen mit Sonn- und Versteckstrukturen typische CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Watt- und Küstenvögel
Wattenmeer und Köge sind international bedeutende Rastgebiete für Ringelgans, Nonnengans, Alpenstrandläufer und Pfeifente. Der Schutz ihrer Nahrungs- und Ruheflächen prägt die naturschutzfachlichen Anforderungen an der Küste.
Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Hafen Brunsbüttel
Der Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel an der Elbe mit chemischer Industrie, Logistik und Energieinfrastruktur wird fortlaufend erweitert. Erweiterungen, neue Anlagen und Leitungstrassen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung aus.
Industrieansiedlung bei Heide
Die Entwicklung großer Gewerbe- und Industrieflächen im Raum Heide, unter anderem für eine Batteriezellenfertigung, beansprucht erhebliche Flächen. Solche Vorhaben erfordern umfangreiche Kompensation und begleitende Artenschutzmaßnahmen.
Energiewende und Netzausbau
Dithmarschen zählt zu den windstärksten Regionen Deutschlands. Windenergieanlagen, Umspannwerke, Konverterstandorte und der Ausbau der Übertragungsnetze an der Westküste erzeugen laufenden Kompensations- und CEF-Bedarf.
Küstenschutz und Verkehr
Deichverstärkungen, Sielbauwerke sowie der Aus- und Neubau von Straßen und Bahnstrecken sichern Küste und Erreichbarkeit. Diese Vorhaben greifen in Marsch- und Gewässerlebensräume ein und ziehen naturschutzrechtlichen Ausgleich nach sich.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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