
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Vogtlandkreis
Ökopunkte und Kompensationsflächen aus anerkannten Ökokonten im Vogtlandkreis. greeNature ist Ihr Full-Service-Partner für die naturschutzrechtliche Kompensation nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) zwischen dem Tal der Weißen Elster, dem Göltzschtal und dem Elstergebirge.
Der Landkreis Vogtlandkreis im Überblick
Der Vogtlandkreis liegt im äußersten Südwesten Sachsens und grenzt an Thüringen, Bayern und die Tschechische Republik. Mit rund 1.412 km² und etwa 216.000 Einwohnern in 37 Städten und Gemeinden zählt er zu den flächengrößeren Landkreisen Sachsens. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Plauen. Einen Regierungsbezirk gibt es nicht, denn Sachsen hat die Direktionsbezirke im Jahr 2012 aufgelöst.
Naturräumlich gehört das Kreisgebiet zum Sächsischen Bergland (BfN-Naturraum D16, Erzgebirge und Vogtland). Prägend sind die Mittelgebirgslandschaft des Vogtlands, das Elstergebirge im Süden sowie die Täler von Weißer Elster, Göltzsch und Trieb mit bewaldeten Steilhängen, Bergwiesen und naturnahen Fließgewässern.
Ökologisch bedeutsam sind die Natura-2000-Gebiete Elstertal oberhalb Plauen und Vogtländische Pöhle und Täler, die großen Talsperren Pöhl, Pirk und Dröda, der Naturpark Erzgebirge/Vogtland sowie die Moor- und Quellgebiete um die Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach. Diese Kulisse setzt bei Eingriffen hohe naturschutzfachliche Maßstäbe.
Eingriffe in Natur und Landschaft folgen den §§ 13 bis 15 BNatSchG, in Sachsen konkretisiert durch das SächsNatSchG und die Sächsische Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). Vermeidbare Beeinträchtigungen sind zu unterlassen, unvermeidbare auszugleichen oder zu ersetzen. Wirtschaftlich prägen die Textilindustrie (Plauener Spitze), der Musikinstrumentenbau im Musikwinkel um Markneukirchen, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie der Kur- und Tourismussektor die Region. Verkehrs-, Energie- und Gewerbevorhaben lösen hier regelmäßig Kompensationsbedarf nach sächsischem Naturschutzrecht aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D16 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Elstertal oberhalb Plauen, ein naturnaher Abschnitt der Weißen Elster mit Auwald, Felshängen und Hangwäldern
- FFH-Gebiet Vogtländische Pöhle und Täler mit Bergwiesen, Fließgewässern und bedeutenden Fledermausvorkommen
- Talsperren Pöhl, Pirk und Dröda als große Wasserflächen mit Bedeutung für Trink- und Brauchwasser sowie Erholung
- Naturpark Erzgebirge/Vogtland, der den bewaldeten Süden des Kreisgebiets einschließt
- Staatsbäder Bad Elster und Bad Brambach mit Moor- und Mineralquellenvorkommen im Elstergebirge
- Lage an der Grenze zur Tschechischen Republik (Karlovarský kraj) mit grenzübergreifenden Lebensräumen im Elstergebirge
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und betreut Kompensationsvorhaben auch im Vogtlandkreis. Wir kennen die Bewertung und Bilanzierung nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der zugehörigen Handlungsempfehlung sowie die Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Vogtlandkreises aus der Projektpraxis. Von der Bedarfsanalyse über die Bilanzierung des Eingriffs und die Flächensicherung bis zum Monitoring übernehmen wir den vollständigen Prozess.
Typische Maßnahmen im Landkreis Vogtlandkreis
Fließgewässer-Renaturierung
Rückbau von Uferverbauungen, Anlage von Gewässerrandstreifen und Entwicklung von Auwald an Weißer Elster, Göltzsch und Trieb. Die Wiederherstellung durchgängiger, strukturreicher Bäche wertet Laich- und Jagdhabitate innerhalb der Natura-2000-Kulisse auf.
Bergwiesen und Magerrasen
Pflege und Neuentwicklung artenreicher Berg- und Feuchtwiesen sowie magerer Hangstandorte, wie sie für das Vogtland typisch sind. Angepasste Mahd ohne Düngung erhält blütenreiche Bestände als Lebensraum für Insekten und Wiesenbrüter.
Naturnaher Waldumbau
Umbau strukturarmer Fichtenforste in klimastabile Mischwälder mit Buche, Tanne und Eiche sowie die Entwicklung gestufter Waldränder. Diese Maßnahmen verbessern Wasserhaushalt, Bodenschutz und Habitatqualität in den Mittelgebirgslagen.
Streuobst und Hecken
Anlage und Sanierung von Streuobstwiesen, Feldgehölzen und Hecken in der vogtländischen Kulturlandschaft. Als Trittsteinbiotope vernetzen sie Lebensräume und schaffen Nahrungs- und Bruthabitate für Vögel, Fledermäuse und Kleinsäuger.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzquartiere für Fledermäuse, Habitatstrukturen für die Zauneidechse an Böschungen sowie Steilwände für den Eisvogel.
Kleingewässer und Amphibien
Neuanlage fischfreier Laichgewässer und Renaturierung von Tümpeln als Fortpflanzungshabitat für streng geschützte Amphibien wie den Kammmolch. Ergänzend werden Landlebensräume und Wanderkorridore aus dem Umfeld entwickelt.
Geschützte Arten im Vogtland und Elstergebirge
Fledermäuse
In den Wäldern, Höhlen und Stollen des Vogtlands leben mehrere streng geschützte Fledermausarten, darunter Mopsfledermaus und Großes Mausohr (beide Anhang II FFH-Richtlinie). Bei Eingriffen sind Quartierkartierungen, der Erhalt von Leitstrukturen und Ersatzquartiere erforderlich.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Die störungsarmen, gewässerreichen Waldgebiete des Vogtlands bieten dem Schwarzstorch Brut- und Nahrungshabitate. Bei Vorhaben in Horstnähe sind Schutzradien, Bauzeitenregelungen und der Erhalt naturnaher Bachauen als Nahrungsflächen zu beachten.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
In Kleingewässern und Talsperrenrandbereichen kommt der Kammmolch (Anhang II FFH-Richtlinie) gemeinsam mit weiteren streng geschützten Amphibien vor. Die Neuanlage fischfreier Laichgewässer ist eine wirksame Maßnahme für den Erhalt der Populationen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An naturnahen Abschnitten von Weißer Elster und Göltzsch brütet der Eisvogel in Uferabbrüchen. Die Modellierung von Steilwänden und die Renaturierung von Gewässerufern sind typische, an die Art angepasste Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sonnenexponierte Hänge, Bahndämme und Wegränder sind Lebensraum der streng geschützten Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Gewerbevorhaben sind häufig vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen mit Habitatstrukturen wie Sand-, Stein- und Totholzhaufen nötig.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Als Brutvogel der offenen Feldflur des vogtländischen Berglands ist die Feldlerche durch die Intensivierung der Landwirtschaft zurückgegangen. Lerchenfenster, Blühstreifen und extensive Ackerrandstreifen sind bewährte Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Verkehr und Infrastruktur
Die Bundesautobahn A72 (Chemnitz,Hof), Bundesstraßen wie die B92 und B173 sowie der Ausbau von Bahnstrecken führen zu erheblichen Eingriffen in Boden, Gehölze und Gewässer und damit zu Kompensationsbedarf nach sächsischem Naturschutzrecht.
Energie
Der Ausbau von Windenergie in den Höhenlagen und von Freiflächen-Photovoltaik sowie Leitungstrassen erfordert naturschutzrechtliche Kompensation und artenschutzrechtliche Prüfungen, insbesondere im Umfeld von Wald-, Wiesen- und Gewässerlebensräumen.
Gewerbe und Siedlung
Neue Wohn- und Gewerbegebiete in Plauen, Reichenbach, Auerbach und Oelsnitz erfordern Ausgleichsmaßnahmen im Rahmen der Bauleitplanung (§ 1a BauGB). Kommunen und Flächeneigentümer können geeignete Flächen als Ökokonto bereitstellen.
Rohstoffgewinnung
Der Abbau von Hartgesteinen wie Diabas und Granit in vogtländischen Steinbrüchen greift in Boden, Relief und Lebensräume ein. Erweiterungen und Rekultivierungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten sowie artenschutzrechtliche Anforderungen aus.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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