
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Mittelsachsen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Mittelsachsen, bewertet nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). greeNature ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation im Mittelsächsischen Hügelland und im Osterzgebirge.
Der Landkreis Mittelsachsen im Überblick
Der Landkreis Mittelsachsen liegt im Zentrum des Freistaats Sachsen und reicht vom Mittelsächsischen Lösshügelland im Norden über das Erzgebirgsvorland bis in die Höhenlagen des Osterzgebirges an der Grenze zu Tschechien. Kreisstadt ist die Universitäts- und Bergstadt Freiberg. Sachsen gliedert sich seit 2012 nicht mehr in Regierungsbezirke, sodass der Landkreis unmittelbar dem Land zugeordnet ist.
Naturräumlich verbindet der Kreis zwei sehr unterschiedliche Landschaften. Der Norden gehört zum BfN-Naturraum D19 (Sächsisches Elb- und Lösshügelland) mit tiefgründigen, fruchtbaren Lössböden und einer alten Ackerbaulandschaft. Der Süden zählt zum Naturraum D19 (Sächsisches Bergland, Erzgebirge und Vogtland) mit Bergwäldern, Bergwiesen und den kerbtalartig eingeschnittenen Tälern von Freiberger Mulde und Zschopau.
Ökologisch prägend sind die naturnahen Flusstäler der Freiberger Mulde und der Zschopau, ausgedehnte Fichten- und Bergmischwälder sowie die artenreichen Bergwiesen des Erzgebirges. Der Landkreis weist zahlreiche Schutzgebiete auf, darunter FFH- und EU-Vogelschutzgebiete sowie Anteile am Naturpark Erzgebirge/Vogtland. Der historische Altbergbau des Freiberger Reviers hinterließ ein weit verzweigtes Stollensystem, das heute bedeutende Winterquartiere für Fledermäuse bildet.
Wirtschaftlich ist Mittelsachsen von der Halbleiter- und Solarindustrie um Freiberg, vom Maschinen- und Fahrzeugbau sowie von der Holz- und Papierindustrie geprägt. Betriebserweiterungen, Verkehrsvorhaben und der Ausbau erneuerbarer Energien lösen regelmäßig Eingriffe aus, die nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen sind. Die Bewertung folgt der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D19 ›
Zum Naturraum D16 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Freiberger Mulde und Zschopau als naturnahe Flusstäler mit Lebensraum für Eisvogel, Wasseramsel und Biber
- Historisches Stollensystem des Freiberger Bergbaureviers als bedeutende Fledermaus-Winterquartiere
- Artenreiche Berg- und Bergmähwiesen des Osterzgebirges (FFH-Lebensraumtypen)
- Anteile am Naturpark Erzgebirge/Vogtland
- Fruchtbares Mittelsächsisches Lösshügelland als traditionelle Ackerbaulandschaft
- 23 FFH-Gebiete und 8 EU-Vogelschutzgebiete im Kreisgebiet
✅ greeNature vor Ort
greeNature arbeitet bundesweit und ist mit dem sächsischen Kompensationssystem vertraut. In Mittelsachsen richten sich Ausgleich und Ersatz nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen, geführt über das sächsische Kompensationsflächenkataster. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Mittelsachsen ab und begleiten Vorhaben von der Flächensicherung über die Umsetzung bis zur langfristigen Pflege und zum Monitoring.
Typische Maßnahmen im Landkreis Mittelsachsen
Gewässerrenaturierung an der Freiberger Mulde
Rückbau von Uferverbau, Anlage von Gewässerrandstreifen und Entwicklung von Steilwänden und Ufergehölzen an Freiberger Mulde, Zschopau und ihren Nebenbächen. Naturnahe Gewässer verbessern die Lebensräume für Eisvogel, Wasseramsel und die Fischfauna.
Waldumbau im Osterzgebirge
Umbau strukturarmer Fichtenforste in klimaresiliente Bergmischwälder aus Buche, Tanne, Bergahorn und Vogelbeere. Der Umbau mindert die Anfälligkeit für Sturm und Borkenkäfer und erhöht den ökologischen Wert der Bergwälder.
Bergwiesenpflege
Erhalt und Wiederherstellung artenreicher Berg- und Bergmähwiesen des Erzgebirges durch angepasste Mahd und Entbuschung. Diese FFH-Lebensraumtypen beherbergen Arnika, Trollblume und eine reiche Insektenfauna.
Artenschutz CEF/FCS
Sicherung und Optimierung alter Bergbaustollen des Freiberger Reviers als Fledermaus-Winterquartiere, Zauneidechsenhabitate auf Bahndämmen und Bergbauhalden sowie Amphibiengewässer, abgestimmt auf die Anforderungen des § 44 BNatSchG.
Hecken und Feldraine im Lösshügelland
Anlage von Hecken, Säumen und Feldrainen in der ausgeräumten Ackerflur des Mittelsächsischen Hügellandes. Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn, Feldhase und Wildbienen stärken den Biotopverbund.
Amphibiengewässer und Teiche
Neuanlage und Sanierung von Tümpeln, Teichen und Blänken als Laichgewässer für Kammmolch, Erdkröte und Grasfrosch, verbunden mit strukturreichen Landlebensräumen im Umfeld.
Geschützte Arten im Mittelsächsisches Hügelland und Osterzgebirge
Eisvogel
Der Eisvogel besiedelt die Steilufer von Freiberger Mulde und Zschopau. Er braucht naturnahe Ufer mit Abbruchkanten für die Brut und klare, fischreiche Gewässer. Gewässerrenaturierungen schaffen geeignete Bruthabitate.
Mehr zur Art ›Fledermäuse im Altbergbau
Die weit verzweigten Stollen des Freiberger Bergbaureviers zählen zu den bedeutenden Winterquartieren für Großes Mausohr, Wasser- und Fransenfledermaus. Der Erhalt und die verschlussgerechte Sicherung der Stollen sind typische Artenschutzmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die Europäische Wildkatze breitet sich in den zusammenhängenden Wäldern des Erzgebirges wieder aus. Störungsarme Waldränder, Totholz und vernetzte Gehölzstrukturen fördern ihre Ausbreitung.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch
Der Schwarzstorch brütet in ruhigen, altholzreichen Waldbeständen des Osterzgebirges und nutzt naturnahe Waldbäche als Nahrungsraum. Störungsarme Horstumfelder und fischreiche Bäche sichern die Vorkommen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Die Feldlerche brütet in der offenen Ackerlandschaft des Mittelsächsischen Lösshügellandes. Blühstreifen, Feldlerchenfenster und extensiv genutzte Ackerrandstreifen verbessern ihren Bruterfolg.
Mehr zur Art ›Kammmolch und Amphibien
Der Kammmolch besiedelt besonnte, fischfreie Kleingewässer und ist nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie streng geschützt. Neue Laichgewässer und vernetzte Landlebensräume stützen die Bestände.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Halbleiter- und Solarindustrie
Der Raum Freiberg ist ein bedeutender Standort der Halbleiter- und Solarindustrie. Werkserweiterungen, neue Produktionsanlagen und die zugehörige Infrastruktur erzeugen Eingriffe, die nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG auszugleichen sind.
Infrastruktur und Verkehr
Die Bundesautobahnen A4 und A14 durchqueren den Landkreis, dazu kommen Bundesstraßen wie die B169 und B173 sowie mehrere Bahnstrecken. Aus- und Neubau, Ortsumgehungen und Brückenbauwerke lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.
Erneuerbare Energien
Windkraftanlagen auf den Höhen und Photovoltaik-Freiflächen im Lösshügelland erfordern naturschutzrechtliche Kompensation. Bei betroffenen Arten wie Rotmilan oder Feldlerche können vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und FCS-Maßnahmen erforderlich werden.
Gewerbe und Siedlungsentwicklung
Maschinen- und Fahrzeugbau, Holz- und Papierindustrie sowie neue Wohn- und Gewerbegebiete in Freiberg, Döbeln und Mittweida erzeugen Kompensationsbedarf. Eigentümer geeigneter Flächen können als Flächenanbieter profitieren.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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