Streuobstwiese mit jungen Hochstämmen und Verbissschutz
Sachsen · SächsÖKoVO / Ökokonto
Naturraum D19

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Leipzig

Sofort verfügbare Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Leipzig, bewertet nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). greeNature begleitet Vorhabenträger im Leipziger Neuseenland und im Muldental als Full-Service-Partner für Kompensation, von der Bilanzierung bis zur dauerhaften Pflege.

1.651
km² Kreisfläche
~260.000
Einwohner
30
Gemeinden
D10/D19
BfN-Naturräume
SächsÖKoVO
Bewertung der Kompensation
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Leipzig im Überblick

Der Landkreis Leipzig liegt im Nordwesten Sachsens und umschließt gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen die kreisfreie Stadt Leipzig. Er entstand 2008 aus dem Landkreis Leipziger Land und dem Muldentalkreis. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Borna, bevölkerungsreichste Stadt ist Grimma. Da Sachsen keine Regierungsbezirke mehr führt, sind die Landkreise und kreisfreien Städte unmittelbar für die Naturschutzverwaltung zuständig.

Naturräumlich prägt die flache Leipziger Tieflandsbucht den Kreis, die zum Elbe-Mulde-Tiefland (BfN-Naturraum D10) gehört. Nach Süden geht die Landschaft in das Sächsische Löss- und Hügelland (D19) über, etwa im Kohrener Land um Geithain und Frohburg. Im Norden ragen die Hohburger Berge mit ihren Porphyrkuppen aus der Ebene auf. Für die naturraumtreue Bilanzierung nach SächsÖKoVO ist diese Zuordnung des Eingriffsortes maßgeblich.

Ökologisch bedeutsam sind das Leipziger Auensystem, einer der größten zusammenhängenden Hartholzauwälder Mitteleuropas, sowie die Fließgewässer Mulde, Weiße Elster, Pleiße und Parthe mit ihren Auen. Mehrere FFH-Gebiete, darunter die Partheaue und Abschnitte des Auensystems, unterliegen dem Verschlechterungsverbot und der FFH-Verträglichkeitsprüfung. Aus den stillgelegten Braunkohletagebauen ist mit dem Leipziger Neuseenland eine großflächige Bergbaufolgelandschaft entstanden.

Kompensationsbedarf entsteht im Landkreis regelmäßig durch die Sanierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft, durch Verkehrs- und Energievorhaben sowie durch die Siedlungs- und Gewerbeentwicklung im Umland von Leipzig. Eingriff und Ausgleich werden nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung im Freistaat Sachsen erfasst. greeNature ordnet Ihren Eingriff der richtigen Grundlage zu und stellt passende Flächen und Ökopunkte bereit.

Streuobstwiese mit jungen Hochstämmen und Verbissschutz

🗺️ Zugehörige Naturräume

D19
Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Zum Naturraum D19 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Borna (KS)GrimmaMarkkleebergWurzenMarkranstädtGeithainColditzBrandisFrohburgGroitzschPegauZwenkauBöhlenNaunhof

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Leipziger Auensystem, FFH-Gebiet mit einem der größten Hartholzauwälder Mitteleuropas
  • Leipziger Neuseenland, Bergbaufolgelandschaft mit gefluteten Tagebauseen wie Cospudener, Zwenkauer und Störmthaler See
  • FFH-Gebiet Partheaue mit Auenwiesen und naturnahen Bachabschnitten
  • Fließgewässer Mulde, Weiße Elster, Pleiße und Parthe mit ihren Auenlebensräumen
  • Hohburger Berge mit Porphyrkuppen im Norden und Kohrener Lösshügelland im Süden
  • Rast- und Brutvogelvorkommen in der offenen Bergbaufolgelandschaft des Neuseenlandes

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte im Landkreis Leipzig. Wir kennen das Umweltamt des Landratsamtes als untere Naturschutzbehörde, die Bewertung nach SächsÖKoVO und der sächsischen Handlungsempfehlung sowie die Besonderheiten von Auwald, Muldental und Bergbaufolgelandschaft aus der Praxis. Ihr Vorhaben begleiten wir von der Flächenauswahl über die Behördenabstimmung bis zur Anerkennung und dauerhaften Pflege.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Leipzig

🌊

Auenrevitalisierung

Wiederanbindung von Altarmen und Flutrinnen im Leipziger Auensystem, Vernässung von Hartholzauwald und Anlage von Auengewässern als Lebensraum für Fische, Amphibien sowie Wat- und Wasservögel.

💧

Fließgewässerrenaturierung

Renaturierung von Abschnitten an Mulde, Weißer Elster, Pleiße und Parthe mit Steilufern, Kiesbänken und Gehölzsäumen, Lebensraum für Eisvogel, Biber und Fischfauna.

🏞️

Bergbaufolgelandschaft

Ökologische Aufwertung von Kippenflächen im Leipziger Neuseenland, Entwicklung von Sandtrockenrasen, Röhrichten und Sukzessionsflächen als anrechenbares Guthaben nach SächsÖKoVO.

🌿

Grünland und Streuobst

Extensivierung von Grünland und Anlage von Streuobstwiesen im Kohrener Lösshügelland, Umwandlung strukturarmer Ackerlagen in artenreiche Wiesen und Säume.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Maßnahmen für die Zauneidechse auf Böschungen und Bahndämmen, Laichgewässer für den Kammmolch sowie Fledermausquartiere, abgestimmt auf die Zugriffsverbote des § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken und Biotopverbund

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Ackerrandstreifen in der ausgeräumten Lössackerlandschaft, Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn und Feldhase.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Leipziger Neuseenland und Muldental

🐦

Eisvogel

An naturnahen Steilufern von Mulde, Weißer Elster und Parthe brütet der Eisvogel. Renaturierte Gewässer mit Abbruchkanten und klarem Wasser fördern seinen Bestand und sind typische CEF-Maßnahmen.

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🦫

Biber und Fischotter

Die Auen von Mulde, Weißer Elster und Pleiße sind Kernlebensraum für Biber und Fischotter, beide Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie. Naturnahe Ufer und Auengewässer sichern ihre Ausbreitung.

🦇

Fledermäuse im Auwald

Der Leipziger Auwald und alte Baumbestände beherbergen Wasserfledermaus, Abendsegler und Großes Mausohr. Höhlenbäume und Quartiere sind bei Eingriffen nach § 44 BNatSchG zu berücksichtigen.

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🐸

Kammmolch und Amphibien

In Auengewässern und Kleingewässern der Bergbaufolgelandschaft leben Kammmolch, Rotbauchunke und weitere Amphibien. Neu angelegte Laichgewässer sichern die ökologische Funktion im räumlichen Zusammenhang.

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🦎

Zauneidechse

Böschungen, Bahndämme und trockenwarme Kippenstandorte im Neuseenland bieten der Zauneidechse Lebensraum. Bei Infrastrukturvorhaben ist sie eine häufige Zielart der speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung.

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🌾

Feldlerche und Kiebitz

In der offenen Lössackerlandschaft und in feuchten Senken brüten Feldlerche und Kiebitz. Blüh- und Brachestreifen sowie extensiv genutztes Grünland stützen ihre rückläufigen Bestände.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

⛏️

Braunkohlesanierung und Rekultivierung

Die Sanierung stillgelegter Tagebaue und die Gestaltung der Bergbaufolgelandschaft im Leipziger Neuseenland sind mit umfangreichen Rekultivierungs- und Kompensationsmaßnahmen verbunden, die sich als Aufwertung nach SächsÖKoVO abbilden lassen.

🛤️

Verkehrsinfrastruktur

Autobahnen wie die A38 und A72, Bundes- und Staatsstraßen sowie Bahnstrecken und Ortsumgehungen lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🔆

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Kippen- und Konversionsflächen sowie Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtliche Kompensation und häufig artenschutzrechtliche Maßnahmen für Offenland- und Greifvogelarten.

🏘️

Siedlung und Gewerbe

Wohn- und Gewerbegebiete im Umland von Leipzig, etwa in Markkleeberg, Markranstädt und Brandis, führen zu Flächenverbrauch und entsprechendem Kompensationsbedarf. Flächeneigentümer können Grundstücke als Ausgleichsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

LE
Landkreis Leipzig
Kreisfreie Stadt, nördlich umschlossen
NO
Landkreis Nordsachsen
Nördlicher und östlicher Nachbar
MI
Landkreis Mittelsachsen
Südöstlicher Nachbar
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Leipzig

Der überwiegende Teil des Landkreises liegt in der Leipziger Tieflandsbucht, die zum BfN-Naturraum D10 (Elbe-Mulde-Tiefland) gehört. Der Süden um Geithain und Frohburg geht in den Naturraum D19 (Sächsisches Elb- und Lösshügelland) über. Für die Bilanzierung nach SächsÖKoVO ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffsortes entscheidend, wir ermitteln sie für Ihr Vorhaben.
Maßgeblich ist die Sächsische Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) auf Grundlage der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG und des Sächsischen Naturschutzgesetzes. Die Bewertung erfolgt über ein Biotopwertverfahren nach der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Freistaat Sachsen. Der anrechenbare Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen Ausgangs- und Zielzustand der Fläche.
Zuständige untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt des Landratsamtes Landkreis Leipzig, Stauffenbergstraße 4, 04552 Borna. Es prüft die Maßnahmen, erteilt die Zustimmung und führt das Kompensationsflächenkataster. greeNature koordiniert die Abstimmung mit der Behörde vollständig für Sie.
Auf den nährstoffarmen Kippenstandorten lassen sich Sandtrockenrasen, Röhrichte und offene Sukzessionsflächen entwickeln. Neu angelegte Kleingewässer schaffen Laichhabitate für Amphibien, besonnte Böschungen sichern Lebensraum für die Zauneidechse. Solche Aufwertungen werden nach SächsÖKoVO als Guthaben bewertet.
Für Vorhaben im Wirkbereich eines FFH-Gebietes gilt das Verschlechterungsverbot, in der Regel ist eine FFH-Verträglichkeitsprüfung erforderlich. Werden Fortpflanzungs- oder Ruhestätten geschützter Arten berührt, greifen die Zugriffsverbote des § 44 BNatSchG, die durch vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und bei Bedarf Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) beantwortet werden.
Ja. Geeignet sind besonders Auen- und Grünlandflächen an Mulde, Elster und Parthe sowie Ackerlagen im Lösshügelland mit Aufwertungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer der Fläche, greeNature übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und stimmt die Maßnahme mit der unteren Naturschutzbehörde ab.
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