Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung
Sachsen · SächsÖKoVO / Ökokonto
Naturraum D19 · D16

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Chemnitz

Ökopunkte und Ausgleichsflächen in Chemnitz, bewertet nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen im Chemnitzer Stadtgebiet und im Umland, bundesweit tätig und behördenerfahren.

221
km² Stadtfläche
~247k
Einwohner
39
Stadtteile
2
Naturräume D19/D16
3.
größte Stadt Sachsens
Stadt und Ökologie

Die Stadt Chemnitz im Überblick

Chemnitz ist eine kreisfreie Stadt und mit rund 247.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Sachsens. Die Stadt liegt im Erzgebirgsbecken am nördlichen Fuß des Erzgebirges, dort wo das Bergland in das hügelige Erzgebirgsvorland übergeht. Namensgebend ist der Fluss Chemnitz, der im Stadtgebiet aus dem Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz entsteht und die Stadt nach Norden hin verlässt.

Naturräumlich gehört das Stadtgebiet überwiegend zum BfN-Naturraum D19 (Sächsisches Hügelland und Erzgebirgsvorland). Die südlichen Ortslagen steigen zum Naturraum D16 (Erzgebirge) an. Prägend sind die Talauen von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, ausgedehnte Waldbestände wie der Zeisigwald sowie ein Wechsel aus dicht bebauten Stadtteilen und landwirtschaftlich genutzten Randlagen.

Chemnitz gliedert sich in 39 Stadtteile, darunter acht in den 1990er Jahren eingemeindete Ortschaften wie Grüna, Röhrsdorf, Einsiedel und Klaffenbach, die dem Stadtgebiet einen ländlich geprägten Rand geben. Diese Mischung aus urbaner Verdichtung, Bergbaufolge- und Industrieflächen sowie naturnahen Talräumen schafft ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen.

Wirtschaftlich ist Chemnitz von Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie und IT geprägt. Große Arbeitgeber wie das VW-Motorenwerk, die Technische Universität sowie zahlreiche Industrie- und Gewerbestandorte bestimmen das Stadtbild. Wohnbau, Gewerbe, Verkehr und Stadtumbau lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus, deren Ausgleich sich nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem SächsNatSchG und der SächsÖKoVO richtet.

Artenreiches Extensivgrünland nach der ökologischen Aufwertung

🗺️ Zugehörige Naturräume

D19
Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Zum Naturraum D19 ›

📍 Stadtteile

Zentrum (KS)KaßbergSchloßchemnitzSonnenbergAltendorfGablenzHilbersdorfRabensteinAltchemnitzGrünaRöhrsdorfEinsiedelKlaffenbachWittgensdorf

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Chemnitztal entlang der Chemnitz, naturnaher Talraum als Biotopverbund durch die Stadt
  • FFH-Gebiet Zwönitztal im Süden des Stadtgebiets
  • NSG Am nördlichen Zeisigwald, größtes zusammenhängendes Waldgebiet der Stadt mit Porphyrtuff und versteinertem Wald
  • NSG Chemnitzaue bei Draisdorf, Auenlebensraum am Nordrand der Stadt
  • Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz zur Chemnitz im Stadtgebiet
  • Übergang vom Erzgebirgsvorland (D19) zum Erzgebirge (D16) mit unterschiedlichen Höhenstufen
  • Bergbaufolge-, Industrie- und Bahnflächen mit Potenzial für Entsiegelung und Artenschutz

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem sächsischen Kompensationsrecht vertraut. In Chemnitz arbeiten wir nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Freistaat Sachsen. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Chemnitz (Umweltamt) ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Erzgebirgsvorland, Talauen und stadtnahem Bergland. Von der Bilanzierung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.

Kompensation in der Stadt

Typische Maßnahmen in der Stadt Chemnitz

💧

Gewässerrenaturierung

Rückbau von Uferverbauungen und Sohlschwellen an Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, Anlage naturnaher Ufer, Auwaldstreifen und Laichgewässer. Aufwertung der Talauen als durchgängiger Biotopverbund durch das Stadtgebiet.

🧱

Entsiegelung von Brachflächen

Rückbau versiegelter Industrie-, Bahn- und Gewerbeflächen, Wiederherstellung durchlässiger Böden und Entwicklung von Vegetation. Im dicht bebauten Stadtgebiet ein wirksamer Ausgleich für neue Versiegelungen.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Ackerflächen in den ländlich geprägten Ortschaften in artenreiches Extensivgrünland, Lebensraum für Feldlerche, Insekten und Wiesenbrüter am Stadtrand.

🍎

Streuobst & Hecken

Anlage von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen an den Ortslagen von Grüna, Röhrsdorf, Einsiedel und Klaffenbach, Vernetzung von Offenland und Wald sowie Lebensraum für Wildbienen, Vögel und Kleinsäuger.

🌳

Waldumbau & Aufwertung

Umbau strukturarmer Nadelforste im Zeisigwald und in stadtnahen Waldbeständen zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern, Erhöhung von Alt- und Totholzanteilen als Habitat für Fledermäuse und Haselmaus.

🦎

Artenschutz CEF/FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Bahn- und Böschungsflächen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen sowie Eisvogel-Steilwände an den Talgewässern.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Erzgebirgsbecken am Nordrand des Erzgebirges

🐦

Eisvogel

Die naturnahen Abschnitte von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz bieten dem Eisvogel Nahrungs- und Bruthabitate. Typische Maßnahmen sind das Modellieren von Steilwänden und Uferabbrüchen sowie die Aufwertung der Gewässerstruktur.

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🦇

Fledermäuse

Waldbestände wie der Zeisigwald, alte Bergbaustollen und Gebäude im Stadtgebiet dienen als Quartier und Jagdrevier. Quartiersverluste bei Sanierungen und Abrissen werden über CEF-Maßnahmen und Ersatzquartiere ausgeglichen.

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🦎

Zauneidechse

Bahnanlagen, Böschungen, Halden und Industriebrachen sind wichtige Lebensräume der besonders geschützten Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.

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🐸

Amphibien

Teiche, Tümpel und Auengewässer in den Talräumen und am Stadtrand beherbergen Erdkröte, Grasfrosch und Molcharten, darunter der Kammmolch. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.

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🌾

Feldlerche

In den offenen Feldfluren der eingemeindeten Ortschaften brütet die Feldlerche. Extensivierung von Ackerland, Feldlerchenfenster und blütenreiche Randstreifen sichern ihren Bestand am Stadtrand.

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🌰

Haselmaus

Struktur- und beerenreiche Waldränder sowie Hecken im Übergang zum Erzgebirge bieten der Haselmaus Lebensraum. Waldrandgestaltung und Heckenverbund fördern die Art und dienen zugleich dem Biotopverbund.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏘️

Wohnbau & Innenentwicklung

Neubaugebiete, Nachverdichtung und die Aktivierung von Brachflächen im Stadtgebiet erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. greeNature ermittelt den Kompensationsbedarf nach SächsÖKoVO und stellt geeignete Flächen und Maßnahmen bereit.

🏭

Gewerbe & Industrie

Erweiterungen im Automobil- und Maschinenbau, das VW-Motorenwerk, der Technologiepast rund um die Technische Universität sowie neue Gewerbe- und Industrieflächen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich fachlich und behördlich zu begleiten ist.

🚉

Verkehr & Infrastruktur

Ausbau des Chemnitzer Modells (Stadtbahn), Straßen- und Brückenbauten, Leitungstrassen sowie die Anbindung an die A72 und die Bundesstraßen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung.

🌆

Stadtumbau & Kulturhauptstadt

Der Stadtumbau, Freiraum- und Grünprojekte sowie Vorhaben im Umfeld der Kulturhauptstadt Europas 2025 verbinden städtebauliche Entwicklung mit Anforderungen an Grünausstattung und Kompensation im Stadtgebiet.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
in der Stadt Chemnitz

Chemnitz gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D19 (Sächsisches Hügelland und Erzgebirgsvorland). Die südlichen Ortslagen steigen zum Naturraum D16 (Erzgebirge) an. Für die Bewertung nach SächsÖKoVO ist die genaue Zuordnung des Eingriffsorts entscheidend, greeNature ermittelt diese für Ihr Vorhaben.
In Sachsen werden Eingriff und Kompensation über ein Biotopwertverfahren bilanziert. Maßgeblich ist die Sächsische Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) in Verbindung mit der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen. Der anrechenbare Wert einer Ökokonto-Maßnahme ergibt sich aus der Differenz zwischen Zielzustand und Ausgangszustand der Fläche. greeNature übernimmt Bewertung, Bilanzierung, Flächenbereitstellung und die vollständige Abstimmung mit der Behörde.
Als kreisfreie Stadt ist Chemnitz zugleich Untere Naturschutzbehörde. Zuständig ist das Umweltamt der Stadt Chemnitz, Friedensplatz 1, 09111 Chemnitz. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung bis zur Anerkennung.
Im urbanen Kontext sind häufige Maßnahmen die Renaturierung von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, die Entsiegelung von Industrie- und Bahnbrachen, der Waldumbau im Zeisigwald sowie Extensivierung von Grünland und Anlage von Streuobst und Hecken in den ländlich geprägten Ortschaften. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Zauneidechse, Fledermäuse und Eisvogel.
Ja. Im und am Stadtgebiet liegen die FFH-Gebiete Chemnitztal und Zwönitztal sowie mehrere Naturschutzgebiete wie Am nördlichen Zeisigwald und Chemnitzaue bei Draisdorf. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können Anforderungen des besonderen Artenschutzes nach § 44 BNatSchG und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) oder Maßnahmen zur Sicherung des Erhaltungszustands (FCS) auslösen. greeNature berät Sie zu allen naturschutzrechtlichen Anforderungen.
Ja. Geeignet sind unter anderem Gewässerrandbereiche und Talauen, extensivierbares Grünland, strukturarme Waldflächen mit Umbaupotenzial sowie versiegelte Brachflächen mit Entsiegelungspotenzial. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature prüft die Eignung, übernimmt Planung, Umsetzung, Pflege und Monitoring und führt die Fläche als anerkannte Ökokonto- oder Kompensationsfläche nach SächsÖKoVO.
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