
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Stadt Chemnitz
Ökopunkte und Ausgleichsflächen in Chemnitz, bewertet nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen im Chemnitzer Stadtgebiet und im Umland, bundesweit tätig und behördenerfahren.
Die Stadt Chemnitz im Überblick
Chemnitz ist eine kreisfreie Stadt und mit rund 247.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Sachsens. Die Stadt liegt im Erzgebirgsbecken am nördlichen Fuß des Erzgebirges, dort wo das Bergland in das hügelige Erzgebirgsvorland übergeht. Namensgebend ist der Fluss Chemnitz, der im Stadtgebiet aus dem Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz entsteht und die Stadt nach Norden hin verlässt.
Naturräumlich gehört das Stadtgebiet überwiegend zum BfN-Naturraum D19 (Sächsisches Hügelland und Erzgebirgsvorland). Die südlichen Ortslagen steigen zum Naturraum D16 (Erzgebirge) an. Prägend sind die Talauen von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, ausgedehnte Waldbestände wie der Zeisigwald sowie ein Wechsel aus dicht bebauten Stadtteilen und landwirtschaftlich genutzten Randlagen.
Chemnitz gliedert sich in 39 Stadtteile, darunter acht in den 1990er Jahren eingemeindete Ortschaften wie Grüna, Röhrsdorf, Einsiedel und Klaffenbach, die dem Stadtgebiet einen ländlich geprägten Rand geben. Diese Mischung aus urbaner Verdichtung, Bergbaufolge- und Industrieflächen sowie naturnahen Talräumen schafft ein vielfältiges Mosaik an Lebensräumen.
Wirtschaftlich ist Chemnitz von Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie und IT geprägt. Große Arbeitgeber wie das VW-Motorenwerk, die Technische Universität sowie zahlreiche Industrie- und Gewerbestandorte bestimmen das Stadtbild. Wohnbau, Gewerbe, Verkehr und Stadtumbau lösen regelmäßig Eingriffe in Natur und Landschaft aus, deren Ausgleich sich nach der Eingriffsregelung der §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem SächsNatSchG und der SächsÖKoVO richtet.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D19 ›
Zum Naturraum D16 ›
📍 Stadtteile
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Chemnitztal entlang der Chemnitz, naturnaher Talraum als Biotopverbund durch die Stadt
- FFH-Gebiet Zwönitztal im Süden des Stadtgebiets
- NSG Am nördlichen Zeisigwald, größtes zusammenhängendes Waldgebiet der Stadt mit Porphyrtuff und versteinertem Wald
- NSG Chemnitzaue bei Draisdorf, Auenlebensraum am Nordrand der Stadt
- Zusammenfluss von Zwönitz und Würschnitz zur Chemnitz im Stadtgebiet
- Übergang vom Erzgebirgsvorland (D19) zum Erzgebirge (D16) mit unterschiedlichen Höhenstufen
- Bergbaufolge-, Industrie- und Bahnflächen mit Potenzial für Entsiegelung und Artenschutz
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem sächsischen Kompensationsrecht vertraut. In Chemnitz arbeiten wir nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen im Freistaat Sachsen. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Chemnitz (Umweltamt) ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Erzgebirgsvorland, Talauen und stadtnahem Bergland. Von der Bilanzierung über die Flächensicherung bis zu Umsetzung, Pflege und Monitoring begleiten wir Ihr Vorhaben durchgehend.
Typische Maßnahmen in der Stadt Chemnitz
Gewässerrenaturierung
Rückbau von Uferverbauungen und Sohlschwellen an Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz, Anlage naturnaher Ufer, Auwaldstreifen und Laichgewässer. Aufwertung der Talauen als durchgängiger Biotopverbund durch das Stadtgebiet.
Entsiegelung von Brachflächen
Rückbau versiegelter Industrie-, Bahn- und Gewerbeflächen, Wiederherstellung durchlässiger Böden und Entwicklung von Vegetation. Im dicht bebauten Stadtgebiet ein wirksamer Ausgleich für neue Versiegelungen.
Grünland-Extensivierung
Umwandlung intensiv genutzter Wiesen und Ackerflächen in den ländlich geprägten Ortschaften in artenreiches Extensivgrünland, Lebensraum für Feldlerche, Insekten und Wiesenbrüter am Stadtrand.
Streuobst & Hecken
Anlage von Streuobstwiesen und Heckenstrukturen an den Ortslagen von Grüna, Röhrsdorf, Einsiedel und Klaffenbach, Vernetzung von Offenland und Wald sowie Lebensraum für Wildbienen, Vögel und Kleinsäuger.
Waldumbau & Aufwertung
Umbau strukturarmer Nadelforste im Zeisigwald und in stadtnahen Waldbeständen zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern, Erhöhung von Alt- und Totholzanteilen als Habitat für Fledermäuse und Haselmaus.
Artenschutz CEF/FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach § 44 BNatSchG, etwa Ersatzhabitate für die Zauneidechse auf Bahn- und Böschungsflächen, Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen sowie Eisvogel-Steilwände an den Talgewässern.
Geschützte Arten im Erzgebirgsbecken am Nordrand des Erzgebirges
Eisvogel
Die naturnahen Abschnitte von Chemnitz, Zwönitz und Würschnitz bieten dem Eisvogel Nahrungs- und Bruthabitate. Typische Maßnahmen sind das Modellieren von Steilwänden und Uferabbrüchen sowie die Aufwertung der Gewässerstruktur.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Waldbestände wie der Zeisigwald, alte Bergbaustollen und Gebäude im Stadtgebiet dienen als Quartier und Jagdrevier. Quartiersverluste bei Sanierungen und Abrissen werden über CEF-Maßnahmen und Ersatzquartiere ausgeglichen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Bahnanlagen, Böschungen, Halden und Industriebrachen sind wichtige Lebensräume der besonders geschützten Zauneidechse. Bei Bau- und Infrastrukturvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Amphibien
Teiche, Tümpel und Auengewässer in den Talräumen und am Stadtrand beherbergen Erdkröte, Grasfrosch und Molcharten, darunter der Kammmolch. Anlage und Vernetzung von Laichgewässern sind bewährte Kompensationsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
In den offenen Feldfluren der eingemeindeten Ortschaften brütet die Feldlerche. Extensivierung von Ackerland, Feldlerchenfenster und blütenreiche Randstreifen sichern ihren Bestand am Stadtrand.
Mehr zur Art ›Haselmaus
Struktur- und beerenreiche Waldränder sowie Hecken im Übergang zum Erzgebirge bieten der Haselmaus Lebensraum. Waldrandgestaltung und Heckenverbund fördern die Art und dienen zugleich dem Biotopverbund.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Wohnbau & Innenentwicklung
Neubaugebiete, Nachverdichtung und die Aktivierung von Brachflächen im Stadtgebiet erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. greeNature ermittelt den Kompensationsbedarf nach SächsÖKoVO und stellt geeignete Flächen und Maßnahmen bereit.
Gewerbe & Industrie
Erweiterungen im Automobil- und Maschinenbau, das VW-Motorenwerk, der Technologiepast rund um die Technische Universität sowie neue Gewerbe- und Industrieflächen lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich fachlich und behördlich zu begleiten ist.
Verkehr & Infrastruktur
Ausbau des Chemnitzer Modells (Stadtbahn), Straßen- und Brückenbauten, Leitungstrassen sowie die Anbindung an die A72 und die Bundesstraßen erzeugen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach der Eingriffsregelung.
Stadtumbau & Kulturhauptstadt
Der Stadtumbau, Freiraum- und Grünprojekte sowie Vorhaben im Umfeld der Kulturhauptstadt Europas 2025 verbinden städtebauliche Entwicklung mit Anforderungen an Grünausstattung und Kompensation im Stadtgebiet.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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