
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Bautzen
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Bautzen, bewertet nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO). greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen in der Oberlausitz, bundesweit tätig und behördenerfahren.
Der Landkreis Bautzen im Überblick
Der Landkreis Bautzen ist der flächengrößte Landkreis Sachsens und liegt in der Oberlausitz im Osten des Freistaats. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist die Große Kreisstadt Bautzen an der Spree. Sachsen führt seit der Kreisreform 2008 keine Regierungsbezirke mehr, der Landkreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden.
Naturräumlich reicht der Kreis vom Oberlausitzer Bergland mit seinen Basaltkuppen und Bachtälern im Süden über das fruchtbare Lössgefilde um Bautzen und Kamenz bis in die weiten Sander- und Heideflächen der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Norden. Diese Spanne bildet sich in den BfN-Naturräumen D19, D14 und D13 ab.
Ökologisch prägend sind die jahrhundertealte Karpfenteichwirtschaft und das UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, eine der größten zusammenhängenden Teichlandschaften Mitteleuropas. Hinzu kommen das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide, das größte Naturschutzgebiet Sachsens, sowie die Fließgewässer Spree und Schwarze Elster.
Wirtschaftlich ist der Kreis durch Bahn- und Fahrzeugbau, Batterieproduktion (Kamenz) und den Strukturwandel im Lausitzer Braunkohlerevier geprägt. Industrieansiedlungen, Verkehrsausbau, Energievorhaben und die Sanierung von Bergbaufolgeflächen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D13 ›
Zum Naturraum D19 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft (seit 1996), Natura-2000-Gebiet mit FFH- und Vogelschutzstatus
- NSG Königsbrücker Heide, größtes Naturschutzgebiet Sachsens, ehemaliger Truppenübungsplatz, FFH- und Vogelschutzgebiet
- Eine der größten zusammenhängenden Teichlandschaften Mitteleuropas mit traditioneller Karpfenteichwirtschaft
- Oberlausitzer Bergland im Süden mit Basaltkuppen, naturnahen Bachtälern und einem kurzen Abschnitt an der Grenze zu Tschechien
- Fruchtbares Lössgefilde um Bautzen und Kamenz mit intensiv genutzten Ackerböden
- Bergbaufolgelandschaft im Norden, Renaturierung ehemaliger Braunkohletagebaue im Übergang zum Lausitzer Seenland
- Spree und Schwarze Elster als prägende Fließgewässer mit begleitenden Auen
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem sächsischen Kompensationsrecht vertraut. In der Oberlausitz arbeiten wir nach der Sächsischen Ökokonto-Verordnung (SächsÖKoVO) und der Handlungsempfehlung zur Bewertung und Bilanzierung von Eingriffen in Sachsen. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Bautzen ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Bergland, Lössgefilde und Teichlandschaft.
Typische Maßnahmen im Landkreis Bautzen
Teiche und Verlandungszonen
Extensivierung der Teichwirtschaft, Anlage von Flachwasser- und Verlandungszonen sowie naturnahe Uferstrukturen in der Oberlausitzer Teichlandschaft. Lebensraum für Amphibien, Libellen und Wasservögel.
Heide- und Offenlandpflege
Entbuschung, Beweidung und Mahd von Sand- und Zwergstrauchheiden nach dem Vorbild der Königsbrücker Heide. Erhalt offener, magerer Standorte für wärmeliebende Arten.
Waldumbau naturnaher Wälder
Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern sowie Renaturierung von Moor- und Bruchwaldstandorten mit Stärkung der Biotopvernetzung.
Bergbaufolgelandschaft
Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Sukzessionsflächen auf sanierten Braunkohleflächen im Norden des Kreises, abgestimmt auf die Ziele des Strukturwandels.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS), etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer nach § 44 BNatSchG.
Fließgewässer und Auen
Auenentwicklung, Uferrandstreifen und Gewässerrandbepflanzung an Spree und Schwarzer Elster, ergänzt um Steilwände als Bruthabitat für den Eisvogel.
Geschützte Arten im Oberlausitz zwischen Bergland und Teichlandschaft
Rotbauchunke und Laubfrosch
Die eutrophen Stillgewässer der Teichlandschaft sind Kernlebensraum der europarechtlich geschützten Rotbauchunke sowie von Laubfrosch und Moorfrosch. Neuanlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer sind typische Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie, gut besonnte Teiche und Tümpel der Oberlausitz. Für ihn werden gezielt Laichgewässer mit Landlebensraum im Umfeld entwickelt.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Mopsfledermaus und Großes Mausohr nutzen die alten Wälder und Teichgebiete als Jagd- und Quartierräume. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und jagdgebietsnahe Gehölzstrukturen sind gängige CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Schwarzstorch und Kranich
Die störungsarmen Wälder und Teiche bieten Brut- und Nahrungsräume für den Schwarzstorch und den Kranich. Ruhezonen, extensive Feuchtgrünländer und naturnahe Waldbäche stützen die Bestände.
Mehr zur Art ›Eisvogel und Fischotter
An Spree, Schwarzer Elster und den Teichen leben Eisvogel und der nach Anhang II FFH-Richtlinie geschützte Fischotter. Steilwände, durchgängige Gewässer und ungestörte Uferstreifen sind wirksame Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Sandige Heideflächen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Lebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben zählt sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Industrie und Fahrzeugbau
Am Standort Kamenz produziert Accumotive (Mercedes-Benz) Batteriesysteme, in Bautzen ist der Schienenfahrzeugbau ansässig. Werkserweiterungen, neue Produktionshallen und Logistikflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Strukturwandel und Bergbaufolge
Der Kohleausstieg im Lausitzer Revier bringt Sanierung und Renaturierung von Bergbaufolgeflächen sowie geförderte Neuansiedlungen mit sich. Beides berührt Naturhaushalt und Landschaftsbild und löst Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus.
Verkehr und Infrastruktur
Der Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden nach Görlitz, Maßnahmen an der A4 und B96 sowie Ortsumgehungen führen zu Eingriffen, für die Kompensation nach sächsischem Recht bereitzustellen ist.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen sowie Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und, je nach Art, CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Bautzen
Ökopunkte im Landkreis Bautzen anfragen
Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Bautzen.