Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche
Sachsen-Anhalt · ÖkokontoVO LSA / Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt
Naturraum D09 · D29

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Stendal

Sofort verfügbare Ökopunkte aus behördlich anerkannten Ökokonten. greeNature solutions ist Ihr bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Kompensation nach der Ökokonto-Verordnung Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt, in der Altmark und der Elbtalaue.

2.423
km² Kreisfläche
~110k
Einwohner
25
Städte & Gemeinden
2
Naturräume D29/D09
~37.750
Einwohner Kreisstadt Stendal
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Stendal im Überblick

Der Landkreis Stendal liegt im Nordosten von Sachsen-Anhalt und ist mit rund 2.423 km² der flächengrößte Landkreis des Landes. Er umfasst weite Teile der östlichen Altmark und wird im Osten von der Elbe begrenzt. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist die Hansestadt Stendal, in der über ein Drittel der Kreisbevölkerung lebt. Seit der Auflösung der Regierungsbezirke in Sachsen-Anhalt gehört der Kreis keiner Bezirksebene mehr an.

Naturräumlich prägt die Altmark mit ihren pleistozänen Sandplatten, Grundmoränen und weiten Niederungen den größten Teil des Kreisgebiets (BfN-Naturraum D29, Wendland und Altmark). Entlang der Elbe schließt sich die Elbtalniederung an (BfN-Naturraum D09) mit ausgedehnten Auen, Altwässern und Deichvorländern. Charakteristisch sind die weiträumige Grünlandlandschaft der Altmärkischen Wische sowie die Niederungen von Tanger, Uchte, Milde und Havel.

Ökologisch ist der Landkreis von überregionaler Bedeutung. Große Teile der Elb- und Havelaue gehören zum Biosphärenreservat Mittelelbe und zum grenzübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Hier liegen einige der größten zusammenhängenden Hartholzauenwälder Mitteleuropas sowie umfangreiche EU-Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete an Elbe, Havel, Tanger, Uchte und Milde. Die Untere Havelniederung zählt zu den bedeutendsten Feuchtgebieten des westlichen Mitteleuropas.

Wirtschaftlich verbinden sich Land- und Forstwirtschaft mit Industrie und Energieerzeugung. Am Standort Arneburg betreibt Mercer Stendal eines der modernsten Zellstoffwerke Europas samt Biomassekraftwerk, ergänzt um den wachsenden Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA). Der geplante Weiterbau der Autobahn A14, der Ausbau der Windenergie in der Altmark sowie Gewerbe-, Bahn- und Siedlungsvorhaben lösen regelmäßig Eingriffe aus, deren Ausgleich nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt zu erbringen ist.

Naturnaher Laubmischwald als Kompensationsfläche

🗺️ Zugehörige Naturräume

D09
Elbtalniederung
Zum Naturraum D09 ›
D29
Wendland und Altmark
Zum Naturraum D29 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Stendal (KS)TangermündeTangerhütteOsterburg (Altmark)Bismark (Altmark)HavelbergArneburgSeehausen (Altmark)GoldbeckSchönhausen (Elbe)KlietzKamern

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Biosphärenreservat Mittelelbe und UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, ausgedehnte Hartholzauenwälder
  • EU-Vogelschutzgebiete an Elbe und Havel, Rast- und Brutgebiet für Kranich, Seeadler und Weißstorch
  • FFH-Gebiete der Niederungen von Elbe, Havel, Tanger, Uchte und Milde
  • Untere Havelniederung, eines der größten Feuchtgebiete des westlichen Mitteleuropas
  • Altmärkische Wische, weiträumige Grünland- und Niederungslandschaft an der Elbe
  • Pleistozäne Sandplatten und Trockenstandorte der östlichen Altmark

✅ greeNature vor Ort

greeNature solutions ist bundesweit tätig und arbeitet in Sachsen-Anhalt konsequent nach der Ökokonto-Verordnung des Landes (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. Wir kennen die Anforderungen der Unteren Naturschutzbehörde im Landkreis Stendal, die naturschutzfachlichen Besonderheiten der Altmark und der Elbtalaue sowie die Abläufe der Eingriffsregelung und übernehmen die vollständige Abstimmung mit der Behörde.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Stendal

💧

Auenrenaturierung an der Elbe

Wiederanbindung von Altwässern, Anlage von Flutrinnen und naturnahe Gestaltung von Deichvorländern in der Elb- und Havelaue, Aufwertung von Laich- und Bruthabitaten in einem der bedeutendsten Auengebiete Mitteleuropas.

🌿

Grünland-Extensivierung

Umwandlung intensiv genutzter Flächen in artenreiches Feuchtgrünland in der Altmärkischen Wische und den Niederungen von Tanger, Uchte und Milde, Lebensraum für Wiesenbrüter wie Kiebitz, Uferschnepfe und Braunkehlchen.

🌳

Hartholzaue und Auwald

Entwicklung standortgerechter Auwälder mit Stieleiche, Ulme und Esche sowie Erstaufforstung auf Grenzertragsstandorten der Altmark, Aufwertung nach dem Biotopwertverfahren des Bewertungsmodells Sachsen-Anhalt.

🦫

Artenschutz CEF/FCS

Maßnahmen für Elbebiber und Fischotter, Laichgewässer für Rotbauchunke und Kammmolch, Fledermausquartiere in Auwald und Gebäuden, Zauneidechsenhabitate auf Bahn- und Deichböschungen, maßgeschneidert nach § 44 BNatSchG.

🌾

Hecken und Feldgehölze

Anlage von Hecken, Feldgehölzen und Säumen in der ausgeräumten Ackerflur der Altmark, Trittsteinbiotope für Feldlerche, Rebhuhn und Wildbienen sowie Biotopverbund zwischen den Niederungen.

🐟

Fließgewässer und Kleingewässer

Renaturierung von Tanger, Uchte und Milde, Rückbau von Verrohrungen, Anlage naturnaher Kleingewässer und Sohlgleiten zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische und Rundmäuler.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Altmark und Elbtalaue

🦫

Elbebiber & Fischotter

Der Elbebiber ist das Wahrzeichen des Biosphärenreservats Mittelelbe und findet in den Auen und Altwässern optimale Lebensräume. Elbe, Havel und ihre Nebengewässer sind Kernhabitate für Fischotter (Anhang II FFH-Richtlinie). Typische Maßnahmen sind naturnahe Gewässer und Uferstrukturen.

🕊️

Schwarzstorch & Seeadler

Die ausgedehnten Auenwälder bieten Brutplätze für Schwarzstorch und Seeadler, in den Niederungen rasten und überwintern große Kranich- und Gänsetrupps. Für Vorhaben im Umfeld der Vogelschutzgebiete sind FCS-Maßnahmen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG zu prüfen.

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🐦

Eisvogel

An den Steilufern von Elbe, Havel und Tanger brütet der Eisvogel. CEF-Maßnahmen umfassen die Modellierung von Steilwänden und Uferabbrüchen sowie die Anlage fischreicher Kleingewässer.

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🐸

Amphibien der Elbaue

Die Rotbauchunke (Anhang II FFH-Richtlinie) und der Kammmolch besiedeln die Flutrinnen und Kleingewässer der Elbtalniederung. Anlage und Vernetzung besonnter Laichgewässer sind häufige Kompensationsmaßnahmen bei Eingriffen in der Aue.

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🐤

Kiebitz & Wiesenbrüter

Das Feuchtgrünland der Altmärkischen Wische und der Havelniederung ist Lebensraum für Kiebitz, Uferschnepfe und Rotschenkel. Extensivierung und Wiedervernässung schaffen geeignete Brut- und Nahrungsflächen für diese stark rückläufigen Arten.

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🦇

Fledermäuse

Alte Auwälder, Kirchen und landwirtschaftliche Gebäude beherbergen Arten wie Großes Mausohr, Abendsegler und Zwergfledermaus. Quartiere in Baumhöhlen und an Gebäuden sowie strukturreiche Jagdgebiete sind typische CEF-Maßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Industrie am Standort Arneburg (IGPA)

Am ehemaligen Kernkraftwerksstandort betreibt Mercer Stendal ein großes Zellstoffwerk mit Biomassekraftwerk. Der wachsende Industrie- und Gewerbepark Altmark (IGPA) zieht Ansiedlungen im Bereich Bioenergie und Weiterverarbeitung an, deren Flächeninanspruchnahme regelmäßig Kompensationsbedarf auslöst.

🛣️

Autobahn A14 und Verkehr

Der Weiterbau der Bundesautobahn A14 (Magdeburg, Schwerin) verläuft durch den Landkreis Stendal und erzeugt zusammen mit dem Ausbau von Bundes- und Landesstraßen erheblichen Ausgleichs- und Ersatzbedarf nach der Eingriffsregelung.

🌬️

Wind- und Solarenergie

Die Altmark zählt zu den windhöffigen Regionen Sachsen-Anhalts. Repowering und neue Windparks sowie Photovoltaik-Freiflächenanlagen erfordern artenschutzrechtliche Prüfungen und Kompensation, insbesondere für Groß- und Greifvögel sowie Fledermäuse.

🚄

Bahn, Gewerbe und Siedlung

Stendal ist Knoten an der Schnellfahrstrecke Hannover, Berlin. Bahnausbau, Gewerbegebietsentwicklung und kommunale Siedlungsvorhaben lösen naturschutzrechtliche Ausgleichspflichten aus. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ökokonto- oder Ausgleichsflächen einbringen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

AL
Landkreis Altmarkkreis Salzwedel
Westlicher Nachbar · westliche Altmark
BÖ
Landkreis Börde
Südwestlicher Nachbar
JE
Landkreis Jerichower Land
Südlicher Nachbar · Elbe
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Stendal

Der Landkreis Stendal gehört überwiegend zum BfN-Naturraum D29 (Wendland und Altmark) mit pleistozänen Sandplatten, Grundmoränen und weiten Niederungen. Entlang der Elbe schließt sich der Naturraum D09 (Elbtalniederung) mit Auen, Altwässern und Deichvorländern an. Für die Bewertung nach dem Modell Sachsen-Anhalt ist die naturräumliche Zuordnung des Eingriffs maßgeblich. greeNature ermittelt diese für Sie.
In Sachsen-Anhalt werden vorgezogene Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung (ÖkoKVO LSA) anerkannt und in einem Ökokonto verbucht. Die Aufwertung einer Fläche wird nach dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt in Werteinheiten (ökologischen Punkten) aus der Differenz des Biotopwerts vor und nach der Maßnahme ermittelt. Diese Punkte lassen sich bei einem konkreten Eingriff anrechnen. greeNature übernimmt Bedarfsanalyse, Flächenzuordnung, Behördenabstimmung und Dokumentation.
Zuständige Untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt des Landkreises Stendal, Hospitalstraße 1-2, 39576 Hansestadt Stendal. greeNature koordiniert alle behördlichen Abstimmungen für Sie, von der Maßnahmenplanung über die Anerkennung im Ökokonto bis zur Abnahme.
In der Elb- und Havelaue sind Auenrenaturierung, die Wiederanbindung von Altwässern, die Entwicklung von Hartholzauenwäldern sowie die Extensivierung und Wiedervernässung von Feuchtgrünland verbreitet. Hinzu kommen Artenschutzmaßnahmen für Elbebiber, Rotbauchunke und Wiesenbrüter. In der offenen Ackerflur der Altmark sind Hecken, Feldgehölze und die Renaturierung kleiner Fließgewässer geeignete Maßnahmen.
Ja. Große Teile der Elb-, Havel-, Tanger-, Uchte- und Milde-Niederungen sind als FFH- und EU-Vogelschutzgebiete Teil des Biosphärenreservats Mittelelbe. Eingriffe im Umfeld dieser Gebiete können artenschutzrechtliche Prüfungen nach § 44 BNatSchG sowie CEF- oder FCS-Maßnahmen erfordern. greeNature berät Sie zu allen Anforderungen der Eingriffsregelung nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Ja. Besonders geeignet sind Grünland in den Niederungen der Wische und der Havelaue, ackerbaulich genutzte Flächen mit Aufwertungspotenzial sowie Uferrandstreifen an Elbe, Tanger und Milde. Sie bleiben Eigentümer und erhalten eine Nutzungsentschädigung. greeNature übernimmt Planung, Anerkennung im Ökokonto, Umsetzung, Pflege und Monitoring.
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