Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Sachsen-Anhalt · ÖkokontoVO LSA / Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt
Naturraum D20 · D18 · D19

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Saalekreis

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Saalekreis, bewertet nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen zwischen Saaleaue, Porphyrkuppenlandschaft und Querfurter Platte, bundesweit tätig und behördenerfahren.

1.434
km² Kreisfläche
~181.000
Einwohner (Stand 2025)
20
Städte und Gemeinden
3
Naturräume D18/D19/D20
~19 km²
Geiseltalsee, größter künstlicher See Deutschlands
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Saalekreis im Überblick

Der Saalekreis liegt im Süden Sachsen-Anhalts und umschließt die kreisfreie Stadt Halle (Saale) fast vollständig. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist die Domstadt Merseburg an der Saale. Sachsen-Anhalt gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, der Landkreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden.

Naturräumlich trifft im Kreisgebiet dreierlei aufeinander: die fruchtbare Querfurter Platte als Teil des Thüringer Beckens und seiner Randplatten (D18), die markanten Porphyrkuppen nordwestlich von Halle im Sächsischen Hügelland und Erzgebirgsvorland (D19) sowie der Übergang zum Östlichen Harzvorland und den Börden (D20). Durchzogen wird der Kreis vom Tal der Saale.

Ökologisch prägend sind die Auen von Saale, Weißer Elster und Luppe mit ihren Hartholzauwäldern und Feuchtwiesen, die weitgehend gehölzfreie Porphyrkuppenlandschaft mit ihren Trocken- und Felsrasen sowie die Bergbaufolgelandschaft Geiseltal um den Geiseltalsee, in der aus dem früheren Braunkohletagebau neue Lebensräume entstanden sind.

Wirtschaftlich ist der Süden des Kreises durch die chemische Industrie in Leuna und Schkopau, den Strukturwandel im Geiseltal sowie durch Verkehr, Logistik und Energievorhaben geprägt. Werkserweiterungen, Infrastruktur, Freiflächen-Photovoltaik und die Nachnutzung von Bergbaufolgeflächen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D20
Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet
Zum Naturraum D20 ›
D18
Thüringer Becken und Randplatten
Zum Naturraum D18 ›
D19
Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Zum Naturraum D19 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Merseburg (KS)LeunaBad DürrenbergBraunsbedraMücheln (Geiseltal)QuerfurtBad LauchstädtSchkopauTeutschenthalLandsbergPetersbergSalzatalKabelsketalWettin-Löbejün

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • FFH-Gebiet Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle (rund 822 Hektar) mit Trocken-, Fels- und Sandtrockenrasen auf saurem Porphyr
  • EU-Vogelschutzgebiet Saale-Elster-Aue südlich Halle mit Auwald, Altwässern und Feuchtgrünland
  • NSG Bergbaufolgelandschaft Geiseltal mit Halden und strukturreichen Ufern am Geiseltalsee, dem größten künstlichen See Deutschlands
  • Querfurter Platte als weite Schwarzerde-Ackerlandschaft mit Bedeutung für Feldvögel wie die Feldlerche
  • Rund 23 ausgewiesene Naturschutzgebiete im Kreisgebiet (Stand 2017)
  • Fließgewässer Saale, Weiße Elster, Luppe, Geisel und Salza mit begleitenden Auen
  • Porphyrkuppen um Petersberg und Wettin-Löbejün als markante Hartgesteinsinseln über dem Löss

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Sachsen-Anhalts vertraut. Im Saalekreis arbeiten wir nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises (Umweltamt in Merseburg) ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Saaleaue, Porphyrkuppenlandschaft und Querfurter Platte.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Saalekreis

🌊

Auen und Fließgewässer

Entwicklung von Hartholzauwäldern, Altarmen und Uferrandstreifen an Saale, Weißer Elster und Luppe, ergänzt um Steilwände als Bruthabitat für den Eisvogel.

🪨

Trocken- und Felsrasen auf Porphyr

Entbuschung, Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Pflegemahd auf den Porphyrkuppen nordwestlich von Halle, um die wärmeliebenden Magerrasen und ihre Arten zu erhalten.

🏞️

Bergbaufolgelandschaft Geiseltal

Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Sukzessionsflächen auf Halden und an den Ufern des Geiseltalsees, abgestimmt auf die Ziele der Renaturierung.

🌾

Ackerextensivierung und Feldvogelschutz

Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen, Ackerrandstreifen und Feldraine in der Schwarzerdelandschaft der Querfurter Platte.

🌳

Streuobst und Hecken

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Feldgehölzen und Hecken zur Biotopvernetzung in der ausgeräumten Agrarlandschaft.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS), etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer nach § 44 BNatSchG.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Saaleaue, Porphyrkuppen und Querfurter Platte

🐦

Feldlerche

Die offenen Schwarzerdeäcker der Querfurter Platte sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensiv genutzte Randstrukturen zählen zu den typischen Maßnahmen.

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🦎

Zauneidechse

Die besonnten Porphyrkuppen, Trockenrasen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Kernlebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben gehört sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.

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🦎

Kammmolch

Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie, gut besonnte Kleingewässer der Aue. Für ihn werden gezielt Laichgewässer mit geeignetem Landlebensraum im Umfeld entwickelt.

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🐸

Rotbauchunke und Amphibien

Die Stillgewässer und Feuchtsenken der Saale-Elster-Aue bieten Lebensraum für Rotbauchunke, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer sind gängige Maßnahmen.

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🐟

Eisvogel

An Saale, Weißer Elster und Luppe lebt der Eisvogel. Naturnahe Ufer, durchgängige Gewässer und Abbruchkanten als Brutwände stützen den Bestand.

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🦇

Fledermäuse

Auwälder, alte Baumbestände und Bergbaufolgeflächen dienen Fledermausarten wie dem Großen Mausohr als Jagd- und Quartierraum. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und gehölzbegleitende Strukturen sind übliche CEF-Maßnahmen.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Chemie und Industrie

Die Chemiestandorte Leuna und Schkopau (Buna) mit ihren Werkserweiterungen, neuen Anlagen und Logistikflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

🏞️

Bergbaufolge und Strukturwandel

Sanierung, Nachnutzung und touristische Erschließung im Geiseltal berühren Naturhaushalt und Landschaftsbild und lösen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Autobahnen und Bundesstraßen im Kreisgebiet, darunter die Westumfahrung Halle (A 143) durch die Saale-Elster-Aue, sowie Bahn- und Ortsumgehungsvorhaben führen zu Eingriffen, für die Kompensation nach Landesrecht bereitzustellen ist.

☀️

Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen sowie Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und, je nach betroffener Art, CEF- und FCS-Maßnahmen.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

BU
Landkreis Burgenlandkreis
Südlicher Nachbar
MA
Landkreis Mansfeld-Südharz
Nordwestlicher Nachbar
SA
Landkreis Salzlandkreis
Nördlicher Nachbar
AN
Landkreis Anhalt-Bitterfeld
Nordöstlicher Nachbar
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Saalekreis

Der Kreis liegt im Übergang dreier BfN-Naturräume: der Querfurter Platte im Thüringer Becken und seinen Randplatten (D18), der Porphyrkuppenlandschaft im Sächsischen Hügelland und Erzgebirgsvorland (D19) und dem Östlichen Harzvorland und den Börden (D20). Für die Bewertung nach Landesrecht ist der Naturraumbezug des Eingriffs maßgeblich. greeNature ordnet Ihr Vorhaben ein und stimmt die geeignete Kompensation ab.
In Sachsen-Anhalt werden Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt bewertet. Die Aufwertung einer Fläche wird in Wertpunkten ausgedrückt und kann über ein anerkanntes Ökokonto vorgehalten werden. greeNature übernimmt Bewertung, Bilanzierung, Flächenbereitstellung und die vollständige Abstimmung mit der Behörde.
Untere Naturschutzbehörde ist das Umweltamt des Landkreises Saalekreis mit Sitz am Domplatz 9 in 06217 Merseburg. greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufig sind die Entwicklung der Auen an Saale, Weißer Elster und Luppe, die Pflege der Trocken- und Felsrasen auf den Porphyrkuppen, die naturschutzfachliche Gestaltung von Bergbaufolgeflächen im Geiseltal sowie Feldvogelschutz und Ackerextensivierung auf der Querfurter Platte. Die Auswahl richtet sich nach Eingriff, Naturraum und den Zielen der Behörde.
Neben der Eingriffsregelung gilt der besondere Artenschutz nach § 44 BNatSchG. Wo geschützte Arten betroffen sind, sichern vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) die Funktion der Lebensstätten vor dem Eingriff, FCS-Maßnahmen wahren den günstigen Erhaltungszustand. Typische Zielarten im Saalekreis sind Feldlerche, Zauneidechse, Kammmolch, Amphibien der Aue, Eisvogel und Fledermäuse.
Nein. greeNature arbeitet bundesweit und ist mit dem Kompensationsrecht Sachsen-Anhalts vertraut. Für den Saalekreis planen und bilanzieren wir nach der ÖkoKVO LSA und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt und begleiten Vorhaben von der ersten Einordnung bis zur behördlichen Abnahme.
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