
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Saalekreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Saalekreis, bewertet nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen zwischen Saaleaue, Porphyrkuppenlandschaft und Querfurter Platte, bundesweit tätig und behördenerfahren.
Der Landkreis Saalekreis im Überblick
Der Saalekreis liegt im Süden Sachsen-Anhalts und umschließt die kreisfreie Stadt Halle (Saale) fast vollständig. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist die Domstadt Merseburg an der Saale. Sachsen-Anhalt gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, der Landkreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden.
Naturräumlich trifft im Kreisgebiet dreierlei aufeinander: die fruchtbare Querfurter Platte als Teil des Thüringer Beckens und seiner Randplatten (D18), die markanten Porphyrkuppen nordwestlich von Halle im Sächsischen Hügelland und Erzgebirgsvorland (D19) sowie der Übergang zum Östlichen Harzvorland und den Börden (D20). Durchzogen wird der Kreis vom Tal der Saale.
Ökologisch prägend sind die Auen von Saale, Weißer Elster und Luppe mit ihren Hartholzauwäldern und Feuchtwiesen, die weitgehend gehölzfreie Porphyrkuppenlandschaft mit ihren Trocken- und Felsrasen sowie die Bergbaufolgelandschaft Geiseltal um den Geiseltalsee, in der aus dem früheren Braunkohletagebau neue Lebensräume entstanden sind.
Wirtschaftlich ist der Süden des Kreises durch die chemische Industrie in Leuna und Schkopau, den Strukturwandel im Geiseltal sowie durch Verkehr, Logistik und Energievorhaben geprägt. Werkserweiterungen, Infrastruktur, Freiflächen-Photovoltaik und die Nachnutzung von Bergbaufolgeflächen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D20 ›
Zum Naturraum D18 ›
Zum Naturraum D19 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- FFH-Gebiet Porphyrkuppenlandschaft nordwestlich Halle (rund 822 Hektar) mit Trocken-, Fels- und Sandtrockenrasen auf saurem Porphyr
- EU-Vogelschutzgebiet Saale-Elster-Aue südlich Halle mit Auwald, Altwässern und Feuchtgrünland
- NSG Bergbaufolgelandschaft Geiseltal mit Halden und strukturreichen Ufern am Geiseltalsee, dem größten künstlichen See Deutschlands
- Querfurter Platte als weite Schwarzerde-Ackerlandschaft mit Bedeutung für Feldvögel wie die Feldlerche
- Rund 23 ausgewiesene Naturschutzgebiete im Kreisgebiet (Stand 2017)
- Fließgewässer Saale, Weiße Elster, Luppe, Geisel und Salza mit begleitenden Auen
- Porphyrkuppen um Petersberg und Wettin-Löbejün als markante Hartgesteinsinseln über dem Löss
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Sachsen-Anhalts vertraut. Im Saalekreis arbeiten wir nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises (Umweltamt in Merseburg) ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Saaleaue, Porphyrkuppenlandschaft und Querfurter Platte.
Typische Maßnahmen im Landkreis Saalekreis
Auen und Fließgewässer
Entwicklung von Hartholzauwäldern, Altarmen und Uferrandstreifen an Saale, Weißer Elster und Luppe, ergänzt um Steilwände als Bruthabitat für den Eisvogel.
Trocken- und Felsrasen auf Porphyr
Entbuschung, Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Pflegemahd auf den Porphyrkuppen nordwestlich von Halle, um die wärmeliebenden Magerrasen und ihre Arten zu erhalten.
Bergbaufolgelandschaft Geiseltal
Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Sukzessionsflächen auf Halden und an den Ufern des Geiseltalsees, abgestimmt auf die Ziele der Renaturierung.
Ackerextensivierung und Feldvogelschutz
Feldlerchenfenster, mehrjährige Blühstreifen, Ackerrandstreifen und Feldraine in der Schwarzerdelandschaft der Querfurter Platte.
Streuobst und Hecken
Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Feldgehölzen und Hecken zur Biotopvernetzung in der ausgeräumten Agrarlandschaft.
Artenschutz CEF und FCS
Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS), etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer nach § 44 BNatSchG.
Geschützte Arten im Saaleaue, Porphyrkuppen und Querfurter Platte
Feldlerche
Die offenen Schwarzerdeäcker der Querfurter Platte sind Lebensraum der Feldlerche und weiterer Feldvögel. Feldlerchenfenster, Blühstreifen und extensiv genutzte Randstrukturen zählen zu den typischen Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Zauneidechse
Die besonnten Porphyrkuppen, Trockenrasen, Bahndämme und Bergbaufolgeflächen sind Kernlebensraum der Zauneidechse. Bei Infrastruktur- und Siedlungsvorhaben gehört sie zu den häufigsten Zielarten für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen.
Mehr zur Art ›Kammmolch
Der Kammmolch (Anhang II und IV der FFH-Richtlinie) besiedelt fischfreie, gut besonnte Kleingewässer der Aue. Für ihn werden gezielt Laichgewässer mit geeignetem Landlebensraum im Umfeld entwickelt.
Mehr zur Art ›Rotbauchunke und Amphibien
Die Stillgewässer und Feuchtsenken der Saale-Elster-Aue bieten Lebensraum für Rotbauchunke, Laubfrosch und weitere Amphibien. Neuanlage und Vernetzung besonnter Kleingewässer sind gängige Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Eisvogel
An Saale, Weißer Elster und Luppe lebt der Eisvogel. Naturnahe Ufer, durchgängige Gewässer und Abbruchkanten als Brutwände stützen den Bestand.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
Auwälder, alte Baumbestände und Bergbaufolgeflächen dienen Fledermausarten wie dem Großen Mausohr als Jagd- und Quartierraum. Quartiersicherung, Höhlenbaumschutz und gehölzbegleitende Strukturen sind übliche CEF-Maßnahmen.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Chemie und Industrie
Die Chemiestandorte Leuna und Schkopau (Buna) mit ihren Werkserweiterungen, neuen Anlagen und Logistikflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.
Bergbaufolge und Strukturwandel
Sanierung, Nachnutzung und touristische Erschließung im Geiseltal berühren Naturhaushalt und Landschaftsbild und lösen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus.
Verkehr und Infrastruktur
Autobahnen und Bundesstraßen im Kreisgebiet, darunter die Westumfahrung Halle (A 143) durch die Saale-Elster-Aue, sowie Bahn- und Ortsumgehungsvorhaben führen zu Eingriffen, für die Kompensation nach Landesrecht bereitzustellen ist.
Erneuerbare Energien
Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen sowie Windenergievorhaben erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und, je nach betroffener Art, CEF- und FCS-Maßnahmen.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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