
Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Burgenlandkreis
Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Burgenlandkreis, bewertet nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. greeNature begleitet Vorhabenträger in der Saale-Unstrut-Region als Full-Service-Partner für naturschutzrechtliche Kompensation, von der Bilanzierung des Eingriffs bis zur dauerhaften Sicherung und Pflege der Maßnahmen, bundesweit und mit regionalem Bezug.
Der Landkreis Burgenlandkreis im Überblick
Der Burgenlandkreis liegt im Süden Sachsen-Anhalts an der Grenze zu Thüringen und Sachsen. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Naumburg (Saale) mit seinem Dom St. Peter und Paul. Sachsen-Anhalt gliedert sich nicht in Regierungsbezirke, für die naturschutzrechtliche Kompensation ist die Untere Naturschutzbehörde beim Landkreis (Umweltamt) zuständig. Der Kreis umfasst rund 1.414 km², etwa 172.000 Einwohner und 33 Städte und Gemeinden.
Naturräumlich liegt der Kreis im Übergang zwischen dem Thüringer Becken und Randplatten (BfN-Naturraum D18) mit der Querfurter Platte und den Unteren Unstrutplatten und dem Mitteldeutschen Schwarzerdegebiet (D20) mit den fruchtbaren Löss- und Schwarzerdeböden um Weißenfels, Lützen und Zeitz. Prägend sind die Täler von Saale, Unstrut und Weißer Elster sowie die Muschelkalk-Steilhänge des Saale-Unstrut-Triaslandes. Für eine naturraumtreue Bilanzierung des Eingriffsortes ist diese Zuordnung maßgeblich.
Ökologisch bedeutsam ist der Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland, der mit über 40 FFH-Gebieten und zwei EU-Vogelschutzgebieten Teil des europäischen Natura-2000-Netzes ist. An den warmtrockenen Muschelkalkhängen stocken Trocken- und Halbtrockenrasen mit wärmeliebenden Arten, in den Flussauen wechseln Feuchtgrünland und Auwaldreste. Die geschützten Steillagen bilden zugleich das nördlichste zusammenhängende Weinbaugebiet Deutschlands.
Kompensationsbedarf entsteht im Burgenlandkreis regelmäßig durch die Braunkohlegewinnung und die Bergbaufolge im Raum Profen und Zeitz, durch Verkehrs- und Energievorhaben, durch Gewerbe- und Logistikansiedlungen sowie durch Siedlungs- und Hochwasserschutzmaßnahmen. Eingriff und Ausgleich werden nach der Ökokonto-Verordnung Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell des Landes erfasst. greeNature ordnet Ihren Eingriff der richtigen Grundlage zu und stellt passende Flächen und Ökopunkte bereit.

🗺️ Zugehörige Naturräume
Zum Naturraum D19 ›
Zum Naturraum D18 ›
📍 Ausgewählte Gemeinden
🌿 Ökologische Besonderheiten
- Geo-Naturpark Saale-Unstrut-Triasland mit rund 1.000 km² Fläche, über 40 FFH-Gebieten und zwei EU-Vogelschutzgebieten als Teil des Natura-2000-Netzes
- FFH-Gebiet Unstrutaue bei Burgscheidungen (FFH0272) mit naturnahen Auenlebensräumen entlang der Unstrut
- Naturschutzgebiete an den Muschelkalkhängen wie Neue Göhle bei Freyburg, Tote Täler und die Trockenrasenflächen bei Karsdorf mit wärmeliebender Flora und Fauna
- Nördlichstes zusammenhängendes Weinbaugebiet Deutschlands (Saale-Unstrut) mit Trocken- und Halbtrockenrasen an den steilen, klimatisch begünstigten Kalkhängen
- Fruchtbare Löss- und Schwarzerdeböden auf den weitgehend ausgeräumten Ackerhochflächen mit Aufwertungspotenzial für Feldflur und Offenlandarten
- Braunkohle- und Bergbaufolgelandschaft im Raum Profen, Zeitz und Hohenmölsen mit großflächigem Renaturierungs- und Rekultivierungsbedarf
✅ greeNature vor Ort
greeNature ist bundesweit tätig und entwickelt im Burgenlandkreis Kompensationsmaßnahmen, die zur Saale-Unstrut-Region und ihren Löss- und Kalklandschaften passen. Wir bilanzieren Eingriffe nach der Ökokonto-Verordnung Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell des Landes, stimmen die Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis ab und übernehmen Planung, Umsetzung, Monitoring und die dauerhafte rechtliche Sicherung. Schwerpunkte liegen auf der Pflege und Entwicklung der Muschelkalk-Trockenrasen, der Aufwertung ausgeräumter Lössackerfluren durch Hecken, Feldraine und Streuobst, der Renaturierung von Saale-, Unstrut- und Elsteraue sowie der ökologischen Entwicklung von Bergbaufolgeflächen. Wir begleiten kommunale und private Vorhabenträger von der ersten Bilanzierung bis zur anerkannten Ökokontomaßnahme.
Typische Maßnahmen im Landkreis Burgenlandkreis
Trocken- und Halbtrockenrasen
Entwicklung und dauerhafte Pflege der artenreichen Kalkmagerrasen an den Muschelkalkhängen, in der Regel durch extensive Schaf- und Ziegenbeweidung sowie Entbuschung.
Aufwertung der Feldflur
Anlage von Feldrainen, Blüh- und Ackerrandstreifen sowie extensiv genutzten Ackerflächen in den ausgeräumten Löss- und Schwarzerdefluren zur Förderung von Offenlandarten.
Streuobst und Feldgehölze
Anlage und Nachpflanzung von Streuobstwiesen, Hecken und Feldgehölzen, die Lebensraum und Vernetzungsstrukturen in der offenen Agrarlandschaft schaffen.
Auenrenaturierung
Entwicklung von Gewässerrandstreifen, Feuchtgrünland und Auwaldbeständen an Saale, Unstrut und Weißer Elster, verbunden mit der Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit.
Bergbaufolge und Konversion
Ökologische Rekultivierung von Braunkohle- und Bergbaufolgeflächen sowie von Konversionsstandorten im Raum Profen und Zeitz zu naturnahen Offenland- und Gewässerbiotopen.
Artenschutz an Bauwerken
Erhalt und Neuschaffung von Quartieren für Fledermäuse und gebäudebrütende Vogelarten an Kirchen, Burgen und Wirtschaftsgebäuden, auch als vorgezogene CEF-Maßnahme.
Geschützte Arten im Saale-Unstrut und Weißenfelser Land
Zauneidechse
Besiedelt Trockenrasen, Weinbergsmauern und sonnenexponierte Böschungen der Muschelkalkhänge und ist bei Eingriffen nach § 44 BNatSchG regelmäßig zu berücksichtigen.
Mehr zur Art ›Feldlerche
Charakterart der offenen Löss- und Schwarzerdeackerfluren, deren Bestände unter der Ausräumung der Feldflur leiden und von Feldrainen und Blühstreifen profitieren.
Mehr zur Art ›Fledermäuse
In Wäldern, Streuobstwiesen und an Bauwerken der Region kommen mehrere streng geschützte Arten vor, für die Quartiere und Jagdhabitate zu sichern sind.
Mehr zur Art ›Eisvogel
Brütet an den Steilufern von Saale, Unstrut und Weißer Elster und ist auf naturnahe, strukturreiche Gewässerabschnitte angewiesen.
Mehr zur Art ›Kiebitz und Wiesenvögel
Feuchtgrünland und Auenbereiche der Unstrut- und Saaleaue bieten Lebensraum für Wat- und Wiesenvögel, deren Brutplätze durch Extensivierung gefördert werden.
Mehr zur Art ›Wildkatze
Die zusammenhängenden Waldgebiete wie der Zeitzer Forst und die Finne gelten als Lebensraum der Europäischen Wildkatze, für die Waldverbund und Totholz bedeutsam sind.
Mehr zur Art ›Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?
Braunkohle und Bergbaufolge
Die Gewinnung im Tagebau Profen sowie die Sanierung und Rekultivierung der Bergbaufolgelandschaft im Raum Zeitz und Hohenmölsen gehen mit umfangreichem Kompensationsbedarf einher.
Verkehrsinfrastruktur
Aus- und Neubau von Bundes- und Landesstraßen sowie Bahnvorhaben führen zu Flächenversiegelung und Eingriffen in Auen und Offenland.
Gewerbe und Logistik
Die Ausweisung und Erweiterung von Gewerbe-, Industrie- und Logistikstandorten, insbesondere im Raum Weißenfels und Lützen, löst Ausgleichspflichten aus.
Erneuerbare Energien
Windenergieanlagen und Freiflächen-Photovoltaik, häufig auf Konversions- und Bergbaufolgeflächen, erfordern eine naturschutzfachliche Begleitung und Kompensation.
Von der Anfrage bis zum Monitoring
Kontakt und Anfrage
Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.
Angebot und Beratung
Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.
Behördenabstimmung
Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.
Langfristiges Monitoring
Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.
Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen
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