Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel
Sachsen-Anhalt · ÖkokontoVO LSA / Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt
Naturraum D10 · D20 · D11 · D19

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Ökopunkte und Ausgleichsflächen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, bewertet nach der Ökokonto-Verordnung Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt. greeNature entwickelt und betreut Kompensationsmaßnahmen zwischen Mittelelbe, Köthener Börde und Dübener Heide, bundesweit tätig und behördenerfahren.

1.454
km² Kreisfläche
~151.000
Einwohner (2025)
10
Einheitsgemeinden
2
Naturräume D10/D20
~20
Naturschutzgebiete
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Überblick

Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld liegt im Osten Sachsen-Anhalts zwischen der mittleren Elbe, dem Köthener Ackerland und der Dübener Heide. Kreisstadt und Verwaltungssitz ist Köthen (Anhalt). Sachsen-Anhalt gliedert sich seit 2004 nicht mehr in Regierungsbezirke, der Landkreis untersteht damit unmittelbar den Landesbehörden.

Naturräumlich spannt sich der Kreis zwischen zwei BfN-Großlandschaften: dem Mitteldeutschen Schwarzerdegebiet mit den fruchtbaren Lössböden des Köthener Ackerlands (D20) und dem Elbe-Mulde-Tiefland (D10) mit den Auen von Elbe und Mulde sowie den Wäldern der Dübener Heide im Südosten.

Ökologisch prägend sind die Auenlandschaft der Mittelelbe, das UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe mit dem Steckby-Lödderitzer Forst und die Bergbaufolgelandschaft der Goitzsche bei Bitterfeld. Mit rund 20 Naturschutzgebieten, ausgedehnten Natura-2000-Flächen und dem Naturpark Dübener Heide besitzt der Kreis ein dichtes Netz schutzwürdiger Lebensräume.

Wirtschaftlich ist der Landkreis durch den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, die Solar- und Photovoltaikindustrie und den Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier geprägt. Industrieerweiterungen, Verkehrsprojekte entlang der A9, Energievorhaben und die Sanierung von Bergbaufolgeflächen lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus.

Mohn und Kornblumen auf einer Ackerblühfläche unter Wolkenhimmel

🗺️ Zugehörige Naturräume

D10
Elbe-Mulde-Tiefland
Zum Naturraum D10 ›
D20
Mitteldeutsches Schwarzerdegebiet
Zum Naturraum D20 ›
D19
Erzgebirgsvorland und Sächsisches Hügelland
Zum Naturraum D19 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Köthen (Anhalt) (KS)Bitterfeld-WolfenZerbst/AnhaltAken (Elbe)Raguhn-JeßnitzSandersdorf-BrehnaZörbigMuldestauseeOsternienburger LandSüdliches Anhalt

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • UNESCO-Biosphärenreservat Mittelelbe mit dem Steckby-Lödderitzer Forst, Teil der Flusslandschaft Elbe und bedeutendes Natura-2000-Gebiet
  • Auen von Elbe und Mulde mit Hartholzauwäldern, Altwässern und Feuchtgrünland, Lebensraum von Elbebiber und Fischotter
  • Naturpark Dübener Heide im Südosten mit großflächigen Kiefern- und Buchenwäldern auf sandigen Böden
  • Bergbaufolgelandschaft Goitzsche und Muldestausee, aus ehemaligen Braunkohletagebauen entwickelte Seen- und Sukzessionslandschaft
  • Fruchtbares Köthener Ackerland auf Löss, intensiv genutzte Schwarzerdeböden des Mitteldeutschen Schwarzerdegebiets
  • Rund 20 Naturschutzgebiete sowie SPA-Vogelschutz- und FFH-Gebiete entlang von Elbe, Mulde und Fuhne
  • Elbe, Mulde, Fuhne und Ziethe als prägende Fließgewässer mit begleitenden Auen

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und mit dem Kompensationsrecht Sachsen-Anhalts vertraut. In Anhalt-Bitterfeld arbeiten wir nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt für Eingriffe in Natur und Landschaft. Wir stimmen Maßnahmen mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises ab und kennen die naturräumlichen Besonderheiten zwischen Elbaue, Köthener Börde und Dübener Heide.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

🌊

Auen und Feuchtlebensräume

Renaturierung von Elb- und Muldeauen, Anlage von Flutrinnen, Altwässern und Auwaldsäumen sowie Wiedervernässung von Feuchtgrünland. Lebensraum für Wiesenbrüter, Amphibien und Fischotter.

🌾

Feldflur und Ackerlebensräume

Blühstreifen, Ackerrandstreifen, Lerchenfenster und extensiv genutzte Feldraine im Köthener Ackerland. Aufwertung der ausgeräumten Bördelandschaft für Feldvögel und Insekten.

🏞️

Bergbaufolgelandschaft

Entwicklung von Rohbodenstandorten, Kleingewässern und Sukzessionsflächen an Goitzsche und Muldestausee, abgestimmt auf die Ziele des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier.

🌲

Waldumbau Dübener Heide

Umbau strukturarmer Kiefernforste zu standortgerechten Laub- und Mischwäldern sowie Renaturierung von Moor- und Bruchwaldstandorten mit Stärkung der Biotopvernetzung.

🦎

Artenschutz CEF und FCS

Vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) nach § 44 BNatSchG, etwa Zauneidechsenhabitate, Fledermausquartiere und Amphibiengewässer.

🌳

Fließgewässer und Ufer

Gewässerrandstreifen, Uferrenaturierung und Steilwände an Mulde, Fuhne und Ziethe als Bruthabitat für den Eisvogel und als Wanderkorridor für Gewässerarten.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Mittelelbe zwischen Köthener Börde und Dübener Heide

🐦

Feldlerche und Feldvögel

Die offenen Lössäcker des Köthener Ackerlands sind Lebensraum von Feldlerche, Grauammer und Rebhuhn. Blühstreifen, Lerchenfenster und extensive Ackerrandstreifen zählen zu den typischen Maßnahmen für die Feldflur.

Mehr zur Art ›
🐤

Kiebitz und Wiesenbrüter

Feuchtgrünland und Überschwemmungsflächen der Elb- und Muldeaue bieten Brutplätze für Kiebitz, Bekassine und weitere Wiesenbrüter. Wiedervernässung und extensive Grünlandnutzung stützen die Bestände.

Mehr zur Art ›
🦇

Fledermäuse

Die Wälder der Dübener Heide und die Auengehölze sind Jagd- und Quartierräume für Fledermäuse wie das Große Mausohr. Quartiersicherung und Höhlenbaumschutz sind gängige CEF-Maßnahmen.

Mehr zur Art ›
🕊️

Schwarzstorch

Die störungsarmen Wälder der Dübener Heide und die gewässerreichen Auen bieten Brut- und Nahrungsräume für den Schwarzstorch. Ruhezonen und naturnahe Waldbäche sichern seinen Lebensraum.

Mehr zur Art ›
🐟

Eisvogel

An Mulde, Elbe und Fuhne lebt der Eisvogel. Naturnahe Ufer, Steilwände als Bruthabitat und durchgängige Gewässer sind wirksame Maßnahmen zu seiner Förderung.

Mehr zur Art ›
🐸

Amphibien

Die Altwässer und Kleingewässer der Auen beherbergen Rotbauchunke, Laubfrosch und Kammmolch. Neuanlage und Vernetzung besonnter, fischfreier Laichgewässer sind typische Kompensationsmaßnahmen.

Mehr zur Art ›
Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🏭

Chemie und Industrie

Der Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ist einer der bedeutendsten Chemiestandorte Mitteldeutschlands. Ansiedlungen, Werkserweiterungen und Logistikflächen erzeugen regelmäßig Kompensationsbedarf nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG.

☀️

Erneuerbare Energien

Am Standort Bitterfeld-Wolfen (Solar Valley) und im gesamten Kreis entstehen Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Windvorhaben. Sie erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich und, je nach betroffener Art, CEF- und FCS-Maßnahmen.

⛏️

Strukturwandel und Bergbaufolge

Der Kohleausstieg im Mitteldeutschen Revier bringt Sanierung und Renaturierung von Bergbaufolgeflächen sowie geförderte Neuansiedlungen mit sich. Beides berührt Naturhaushalt und Landschaftsbild und löst Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen aus.

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Die Bundesautobahn A9 durchquert den Kreis, hinzu kommen Ausbauten an Bundesstraßen, Bahnstrecken und Gewerbegebieten. Solche Eingriffe erfordern Kompensation nach dem Recht Sachsen-Anhalts.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

SA
Landkreis Salzlandkreis
Westlicher Nachbar
SA
Landkreis Saalekreis
Südwestlich
WI
Landkreis Wittenberg
Östlicher Nachbar
JE
Landkreis Jerichower Land
Nördlicher Nachbar
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Der Kreis verteilt sich im Wesentlichen auf zwei BfN-Großlandschaften: das Mitteldeutsche Schwarzerdegebiet mit dem Köthener Lössackerland (D20) und das Elbe-Mulde-Tiefland (D10) mit den Auen von Elbe und Mulde sowie der Dübener Heide. Für Bewertung und Bilanzierung nach dem Recht Sachsen-Anhalts ist der Naturraumbezug des Eingriffs maßgeblich. greeNature ordnet Ihr Vorhaben ein und stimmt die geeignete Kompensation ab.
In Sachsen-Anhalt werden Kompensationsmaßnahmen nach der Ökokonto-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt (ÖkoKVO LSA) und dem Bewertungsmodell Sachsen-Anhalt für Eingriffe in Natur und Landschaft bewertet. Die Aufwertung einer Fläche wird in Werteinheiten ausgedrückt und kann über ein anerkanntes Ökokonto vorgehalten werden. greeNature übernimmt Bewertung, Bilanzierung, Flächenbereitstellung und die Abstimmung mit der Behörde.
Untere Naturschutzbehörde ist das Amt für Umweltschutz des Landratsamtes Anhalt-Bitterfeld mit Sitz in Köthen (Am Flugplatz 1, 06366 Köthen). greeNature koordiniert die behördlichen Abstimmungen von der Maßnahmenplanung bis zur Abnahme.
Häufig sind die Renaturierung von Elb- und Muldeauen, die Aufwertung der Feldflur im Köthener Ackerland, der Waldumbau in der Dübener Heide, die Entwicklung von Bergbaufolgeflächen an Goitzsche und Muldestausee sowie Uferrenaturierungen an Mulde und Fuhne. Die Auswahl richtet sich nach Eingriff, Naturraum und den Zielen der Behörde.
Bei Vorhaben sind die Zugriffsverbote des § 44 BNatSchG zu prüfen. Betroffen sind im Kreis unter anderem Feldvögel, Fledermäuse, Amphibien und die Zauneidechse. Wo nötig, sichern vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen (CEF) die ökologische Funktion und Maßnahmen zur Wahrung des günstigen Erhaltungszustands (FCS) die betroffenen Populationen. greeNature plant und setzt diese Maßnahmen fachgutachterlich um.
Nein. greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte in ganz Deutschland. In Anhalt-Bitterfeld wenden wir das Kompensationsrecht Sachsen-Anhalts an und stimmen uns mit der örtlichen Unteren Naturschutzbehörde ab.
Jetzt anfragen

Ökopunkte im Landkreis Anhalt-Bitterfeld anfragen

Wir erstellen Ihnen zeitnah ein transparentes Angebot mit passenden Ökopunkten auf Vorrat im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.