Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese
Saarland · SNG / BNatSchG (Ökokonto)
Naturraum D52 · D42 · D49

Ökopunkte und Ausgleichsflächen
Landkreis Merzig-Wadern

Sofort verfügbare Ökopunkte aus anerkannten Ökokonten und Ausgleichsflächen. greeNature solutions begleitet Vorhabenträger im Landkreis Merzig-Wadern als bundesweit tätiger Full-Service-Partner für Ausgleich und Ersatz nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG und dem Saarländischen Naturschutzgesetz.

557
km² Kreisfläche
~104k
Einwohner
7
Städte und Gemeinden
14
Naturschutzgebiete
~187
Einwohner je km²
Landkreis und Ökologie

Der Landkreis Merzig-Wadern im Überblick

Der Landkreis Merzig-Wadern ist der westlichste und flächengrößte Landkreis des Saarlandes und liegt im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Da das Saarland keine Regierungsbezirke kennt, ist der Kreis der Landesverwaltung unmittelbar zugeordnet. Kreisstadt ist Merzig. Wegen seiner ausgedehnten Wälder und der geringsten Bevölkerungsdichte im Land gilt Merzig-Wadern als der grüne Landkreis des Saarlandes.

Landschaftlich gliedert sich der Kreis in mehrere Naturräume. Entlang der Saar prägt der Saargau mit Streuobst, Magerrasen und Trockenmauern das Bild (BfN-Naturraum D49, Gutland), im Norden steigt das Gelände zum bewaldeten Schwarzwälder Hochwald im Hunsrück an (D42), im Osten liegt das Prims-Blies-Hügelland als Teil des Saar-Nahe-Berg- und Hügellands (D52). Bei Perl reicht der Kreis an die Obermosel und damit an den Naturraum Moseltal (D43). Wahrzeichen ist die Saarschleife bei Mettlach im unteren Saartal.

Ökologisch zählt Merzig-Wadern zu den wertvollsten Kreisen des Saarlandes und weist eine der höchsten Dichten besonders geschützter Biotope auf. Es bestehen rund 14 Naturschutzgebiete, darunter der großflächige Wolferskopf zwischen Beckingen und Merzig, sowie mehrere Natura-2000-Gebiete an Saar, Prims und im Hochwald. Der Kreis liegt im Naturpark Saar-Hunsrück und ist ein Kernraum der Wildkatze; auch der Wolf kehrt in die großen Waldgebiete zurück.

Rechtsgrundlage jeder Kompensation sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Saarländischen Naturschutzgesetz (SNG). Wer freiwillig aufwertende Maßnahmen durchführt, kann diese in ein landesweites Ökokonto nach § 16 BNatSchG eintragen lassen. Wirtschaftlich prägen die Keramikindustrie in Mettlach (Villeroy und Boch), Gewerbe entlang der Saar, Windenergie auf den Höhen des Hochwalds sowie Verkehrs- und Tourismusvorhaben den Kreis und lösen regelmäßig Ausgleichs- und Ersatzpflichten aus.

Weißling auf einer Acker-Witwenblume in einer artenreichen Wiese

🗺️ Zugehörige Naturräume

D52
Saar-Nahe-Berg- und Hügelland
Zum Naturraum D52 ›
D49
Gutland (Bitburger Land)
Zum Naturraum D49 ›

📍 Ausgewählte Gemeinden

Merzig (KS)WadernLosheim am SeeMettlachBeckingenPerlWeiskirchen

🌿 Ökologische Besonderheiten

  • Naturpark Saar-Hunsrück mit ausgedehnten Buchen- und Mischwäldern des Schwarzwälder Hochwalds
  • Rund 14 Naturschutzgebiete, darunter der großflächige Wolferskopf bei Beckingen und Merzig
  • Saarschleife bei Mettlach, markantes Wahrzeichen im unteren Saartal
  • Natura-2000-Gebiete (FFH und Vogelschutz) an Saar, Prims und im Hochwald
  • Wildkatze als Charakterart des Saar-Hunsrück, zunehmend auch der Wolf
  • Saargau mit Streuobstwiesen, Kalkmagerrasen und alten Trockenmauern
  • Dreiländereck mit Moselaue bei Perl an der Grenze zu Luxemburg und Frankreich

✅ greeNature vor Ort

greeNature ist bundesweit tätig und betreut Kompensationsprojekte auch im Saarland. Wir kennen die saarländische Besonderheit, dass die Untere Naturschutzbehörde beim Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz angesiedelt ist, arbeiten mit dem landesweiten Ökokonto-Register und berücksichtigen die naturräumlichen Unterschiede zwischen Saargau, Hochwald und Prims-Blies-Hügelland. Von der Flächensicherung über die Maßnahmenplanung bis zu Pflege und Monitoring erhalten Vorhabenträger die Kompensation aus einer Hand.

Kompensation im Landkreis

Typische Maßnahmen im Landkreis Merzig-Wadern

🌊

Auen- und Gewässerrenaturierung an Saar und Prims

Rückbau von Uferverbauungen, Anbindung von Altarmen und Zulassen eigendynamischer Gewässerentwicklung. So entstehen Steilufer, Kiesbänke und Feuchtlebensräume für Eisvogel, Fische und Amphibien entlang der prägenden Fließgewässer des Kreises.

🌳

Naturnaher Waldumbau im Hochwald

Umbau strukturarmer Nadelforste zu standortgerechten Buchen-Eichen-Mischwäldern sowie Förderung von Alt- und Totholz. Solche Maßnahmen werten die großen Waldgebiete für Wildkatze, Schwarzstorch, Fledermäuse und Spechte auf und stärken den Biotopverbund.

🍎

Streuobst und Magerrasen im Saargau

Anlage und Pflege von Streuobstwiesen, Entbuschung von Kalkmagerrasen und Erhalt alter Trockenmauern. Diese Lebensräume der halboffenen Kulturlandschaft sind wichtig für Wildbienen, Reptilien und wärmeliebende Insektengemeinschaften.

🌾

Extensivierung von Grünland in den Bachtälern

Umwandlung intensiv genutzter Wiesen in artenreiches Feucht- und Magergrünland durch angepasste Mahdtermine und Verzicht auf Düngung. Davon profitieren Wiesenbrüter, Falter und die Pflanzenvielfalt der Talauen.

💧

Feuchtgebiete und Kleingewässer wiederherstellen

Wiedervernässung von Feuchtsenken sowie Anlage von Tümpeln und Laichgewässern in Wäldern und ehemaligen Abbaustellen. Sie schaffen Lebensraum für Gelbbauchunke, Kammmolch und Libellen und eignen sich als vorgezogene CEF-Maßnahme.

🦇

Artenschutz nach § 44 BNatSchG (CEF und FCS)

Fledermausquartiere in Gebäuden und Stollen, Ersatzhabitate für die Zauneidechse an Böschungen und Bahndämmen sowie Horst- und Nahrungsraumschutz für den Schwarzstorch, jeweils als vorgezogene CEF- oder populationsstützende FCS-Maßnahme.

Artenvielfalt

Geschützte Arten im Saargau und Hochwald im Dreiländereck

🐈

Wildkatze

Der Saar-Hunsrück gehört zu den Kernvorkommen der Europäischen Wildkatze in Deutschland. Sie braucht große, störungsarme und totholzreiche Wälder sowie vernetzte Gehölzstrukturen. Biotopverbund, Grünbrücken und naturnaher Waldumbau sind typische Maßnahmen.

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🐦

Schwarzstorch

In den ruhigen Wäldern des Hochwalds brütet der Schwarzstorch und jagt an naturnahen Waldbächen. Horstschutz, störungsarme Waldbereiche und die Renaturierung von Bächen sichern seine Fortpflanzungs- und Nahrungsstätten und dienen als FCS-Beitrag.

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🦇

Fledermäuse

Großes Mausohr und Bechsteinfledermaus nutzen die alten Laubwälder als Jagdgebiet, mit Wochenstuben in Gebäuden und Winterquartieren in Stollen und Bunkeranlagen. Quartiersicherung und Erhalt von Höhlenbäumen sind übliche CEF-Maßnahmen.

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🐟

Eisvogel

An Saar, Prims und den Bächen des Kreises brütet der Eisvogel in natürlichen Steilwänden. Uferabbrüche, Steilwandmodellierungen und der Erhalt naturnaher Gewässerufer schaffen und sichern seine Brutplätze.

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🐸

Amphibien

Gelbbauchunke und Kammmolch besiedeln besonnte Kleingewässer in Wäldern, Steinbrüchen und Feuchtsenken. Die Anlage und Pflege von Tümpeln und Laichgewässern sichert die ökologische Funktion ihrer Fortpflanzungsstätten.

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🌰

Haselmaus

Die Haselmaus lebt in strukturreichen Waldrändern, Hecken und Niederwäldern des Saargaus. Sie ist auf ein dichtes Netz beerentragender Sträucher und verbundener Gehölze angewiesen, das über Hecken- und Saumpflanzungen entwickelt wird.

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Typische Projekte

Welche Projekte lösen Kompensationspflicht aus?

🛣️

Verkehr und Infrastruktur

Aus- und Umbau von Bundes- und Landesstraßen, Ortsumgehungen, Brücken und Radwege im Kreisgebiet lösen Ausgleichs- und Ersatzpflichten nach den §§ 13 bis 15 BNatSchG aus. greeNature ordnet den Eingriff dem betroffenen Naturraum zu und stellt passende Kompensation bereit.

🌬️

Windenergie und Erneuerbare

Auf den Höhen des Schwarzwälder Hochwalds um Weiskirchen, Losheim und Wadern entstehen Windparks, dazu Photovoltaik-Freiflächen. Sie erfordern eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung sowie FCS-Maßnahmen etwa für Rotmilan, Schwarzstorch und Fledermäuse.

🏭

Gewerbe und Industrie

Die Keramikindustrie in Mettlach (Villeroy und Boch), Gewerbegebiete in Merzig und entlang der Saar sowie Betriebserweiterungen erzeugen Kompensationsbedarf. greeNature übernimmt das Kompensationsflächenmanagement von der Bilanzierung bis zur Anerkennung.

🏘️

Siedlung und Tourismus

Wohn- und Gewerbebau sowie Freizeit- und Tourismusinfrastruktur, etwa am Losheimer Stausee oder an der Saarschleife mit dem Aussichtspunkt Cloef, erfordern naturschutzrechtlichen Ausgleich. Flächeneigentümer können ihre Grundstücke als Ausgleichsflächen anbieten.

So einfach geht es

Von der Anfrage bis zum Monitoring

01

Kontakt und Anfrage

Kompensationsbedarf mitteilen und Naturraum angeben. Wir prüfen die Verfügbarkeit.

02

Angebot und Beratung

Transparentes Angebot mit Maßnahmentypen, Umfang und Verfügbarkeit.

03

Behördenabstimmung

Vollständige Koordination mit der Unteren Naturschutzbehörde. Wir übernehmen alles.

04

Langfristiges Monitoring

Dauerhafte Flächensicherung, Pflege und Dokumentation über die Vertragslaufzeit.

Nachbarlandkreise

Ökopunkte in angrenzenden Landkreisen

SA
Landkreis Saarlouis
Südlicher Nachbar, Saarland
Häufige Fragen

Alles zu Ökopunkten
im Landkreis Merzig-Wadern

Der Kreis umfasst mehrere BfN-Naturräume: den Saargau entlang der Saar (D49, Gutland), den Schwarzwälder Hochwald im Norden (D42, Hunsrück) und das Prims-Blies-Hügelland im Osten (D52, Saar-Nahe-Berg- und Hügelland). Bei Perl reicht er an das Moseltal (D43). Für die Kompensation ist die genaue Naturraum-Zuordnung des Eingriffs entscheidend, greeNature ermittelt diese für Sie.
Rechtsgrundlage sind die §§ 13 bis 15 BNatSchG in Verbindung mit dem Saarländischen Naturschutzgesetz (SNG). Anders als Bayern hat das Saarland keine eigene Kompensationsverordnung mit festem Punktesystem; Eingriff und Ausgleich werden biotopwertbezogen bilanziert und über das landesweite Ökokonto nach § 16 BNatSchG geführt. greeNature erstellt Ihnen dazu ein individuelles Angebot.
Im Saarland nimmt das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA), Don-Bosco-Straße 1, 66119 Saarbrücken, die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde wahr, nicht der Landkreis selbst. Der Landkreis Merzig-Wadern bearbeitet Naturschutzbelange nur innerhalb eigener Baugenehmigungsverfahren. greeNature koordiniert die Abstimmung mit der zuständigen Behörde vollständig für Sie.
Wer ohne rechtliche Verpflichtung Maßnahmen durchführt, die Natur und Landschaft dauerhaft aufwerten, kann diese in ein landesweites Ökokonto-Register eintragen lassen. Die anerkannten Aufwertungen lassen sich später als Ausgleich oder Ersatz einem Eingriff zuordnen. So stehen Kompensationsflächen bereits vor dem Vorhaben zur Verfügung.
Verbreitet sind die Renaturierung von Saar- und Prims-Auen, der naturnahe Waldumbau im Hochwald, die Pflege von Streuobstwiesen und Magerrasen im Saargau, die Extensivierung von Talwiesen sowie Artenschutzmaßnahmen für Wildkatze, Fledermäuse und Amphibien. greeNature wählt die Maßnahme passend zum Naturraum des Eingriffs.
Ja. Im Kreis liegen mehrere Natura-2000-Gebiete an Saar, Prims und im Hochwald sowie rund 14 Naturschutzgebiete. Eingriffe in deren Umfeld können eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung nach § 44 BNatSchG und Kohärenzsicherungsmaßnahmen (FCS) nach § 45 Abs. 7 BNatSchG auslösen. greeNature berät Sie zu allen FFH-rechtlichen Anforderungen.
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